Lasithi

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Regionalbezirk Lasithi
Περιφερειακή Ενότητα Λασιθίου
(Λασίθι)
Datei:PE Lasithiou in Greece.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Kreta
Fläche: 1.827,492 km²
Einwohner: 75.381 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 41,2 Ew./km²
NUTS-3-Code-Nr.: EL433
Gliederung: 4 Gemeinden
Website: www.crete.gov.gr/contact_categories/perifereiaki-enotita-lassithiou/

Die Regionalbezirke von Kreta

Der Regionalbezirk Lasithi (griechisch Περιφερειακή Ενότητα Λασιθίου Periferiakí Enótita Lasithíou) ist der östlichste der vier Regionalbezirke der griechischen Region Kreta um den Hauptort Agios Nikolaos.

Die Gesamteinwohnerzahl betrug 2011 75.381. Die größten Städte sind Agios Nikolaos mit rund 12.600 Einwohnern, Ierapetra mit etwa 16.100 Einwohnern und Sitia mit gut 9.900 Einwohnern. Die Stadt Sitia gab der Präfektur während der venezianischen Zeit ihren Namen, der heutige Name stammt von dem Hochplateau in den Dikti-Bergen.

Hauptwirtschaftszweige sind Landwirtschaft mit Treibhauskulturen um Ierapetra und extensivem Olivenanbau (bei Sitia und Kavousi) sowie der Tourismus. Die Präfektur ist die am geringsten touristisch erschlossene Kretas.

Die Lasithi-Hochebene zählt zu den landschaftlich reizvollsten Regionen der Insel. Laut griechischer Mythologie erblickte der Göttervater Zeus in der Dikti-Grotte am südwestlichen Rand der Hochebene das Licht der Welt.

Verwaltungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region Kreta bildet eine der 13 Regionen (Ez. periféria περιφέρεια) Griechenlands und gliedert sich in vier Regionalbezirke, die den Gebieten der ehemaligen Präfekturen bis 2010 entsprechen. Proportional zu deren Einwohnerzahl entsenden sie eine bestimmte Anzahl Abgeordneter in den 51-köpfigen Regionalrat.[2]

Lasithi wurde nach dem Anschluss Kretas an Griechenland 1915 als Präfektur eingerichtet.[3] Bis zur Kommunalreform in Griechenland 1997 („Kapodistrias“) bestand sie aus den Provinzen Ierapetra, Lasithi, Mirabello und Sitia. Diese wurden 1997 abgelöst durch die Stadtgemeinden (griechisch δήμοι Dimi) Agios Nikolaos, Ierapetra, Sitia, Lefki, Makrys Gialos, Neapoli, Itanos und Oropedio Lasithiou („Lasithi-Plateau“) und, seit 2006, die Landgemeinde (griechisch κοινότητα Kinotita) Vrachasi.

Mit der griechischen Verwaltungsreform 2010 (Kallikratis-Programm) wurde die Präfektur abgeschafft, ihre Kompetenzen fielen an die Region Kreta und die neu gebildeten vier Gemeinden, deren Gebiete denen der vormaligen Provinzen entsprechen. Der Regionalbezirk Lasithi entsendet sechs Abgeordnete in den kretischen Regionalrat, hat darüber hinaus jedoch keine politische Bedeutung.

Der Regionalbezirk Lasithi umfasst die Gemeinden Agios Nikolaos, Ierapetra, Lasithi-Hochebene und Sitia.

Gemeindebezirk griechischer Name Code Fläche (km²) Einwohner 2011 Stadtbezirke / Ortsgemeinschaften
(Δημοτική /Τοπική Κοινότητα)
Lage
Agios Nikolaos Άγιος Νικόλαος 511,99 27.074
2011 Dimos Mirabelou.png
Ierapetra Ιεράπετρα 470,150 26.200
2011 11 Dimos Ierapetras.png
Lasithi-Hochebene Οροπέδιο Λασιθίου 129,976 2.387
2011 Dimos Oropediou Lasithiou.png
Sitia Σητεία 710,944 19.720
2011 11 Dimos Sitias NEU.png
Gesamt 73 1494,050 85.609

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Minoischer Palast Kato Zakros
Ehemalige venezianische Windmühlen am Rande der Lasithi-Hochebene
Palmenstrand von Vai (Ostkreta)

Archäologische Stätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturschauplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Touristische Zentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lasithi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Lasithi auf der Website des Griechischen Kulturministeriums

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011, Nationaler Statistischer Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) ELSTAT (Excel-Dokument, 3,1 MB)
  2. Griechisches Gesetzesblatt vom 29. März 2019 (ΦΕΚ B1056/29.03.2019), Απόφαση Αριθμ. 22339. S. 13162. PDF Online (griechisch)
  3. Gesetz vom 1. April 1915 zur Verwaltungsgliederung der neuen Länder Griechenlands (PDF; 661 kB; griechisch)