Lattengebirge

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Lattengebirge
Lattengebirge von Norden

Lattengebirge von Norden

Höchster Gipfel Karkopf (1738 m ü. NN)
Lage Bayern
Teil der Berchtesgadener Alpen
Lattengebirge (Deutschland)
Lattengebirge
Koordinaten 47° 41′ 0″ N, 12° 53′ 0″ OKoordinaten: 47° 41′ 0″ N, 12° 53′ 0″ O
p1

Das Lattengebirge ist eine bis 1738 m ü. NN hohe Untergruppe der Berchtesgadener Alpen im Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern (Deutschland). Es bildet den nördlichen Abschluss der Berchtesgadener Alpen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lattengebirge liegt nordöstlich der Reiteralm, von der es der Pass Schwarzbachwacht trennt, und westlich vom Untersberg, von dem es durch den Pass Hallthurm getrennt ist. Es befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Ramsau, Bischofswiesen, Bayerisch Gmain, Bad Reichenhall und Schneizlreuth, sowie in den früher gemeindefreien Gebieten (jetzt Gemarkungen der jeweiligen Gemeinden) Forst Taubensee (Ramsau), Forst St. Zeno (Bayerisch Gmain, Bad Reichenhall und Schneizlreuth) und Bischofswiesener Forst (Bischofswiesen), und erstreckt sich innerhalb des Biosphärenreservats Berchtesgaden. Nordwestlich vorbei am Lattengebirge verläuft in Südwest-Nordost-Richtung die Saalach, die ein südwestlicher Zufluss der Salzach ist.

Gipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höchster Gipfel des Lattengebirges ist der Karkopf (1738 m). Wichtige Tourengipfel sind der Predigtstuhl (1613 m) mit dem Berghotel, der Dreisesselberg (1680 m) und der Dötzenkopf (1001 m).

Landschaftsbild und Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lattengebirge besteht in wesentlichen Teilen aus Dachsteinkalk und Ramsaudolomit, wobei der Dolomit verschiedene Anteile an Magnesium aufweist[1]. Da die Gesteine unterschiedlich verwittern, haben sich im Lattengebirge bizarre Felsformen gebildet; unter anderem die der Steinernen Agnes (ca. 1400 m), die schroffen Felsen unterhalb der Predigtstuhlbahn und die ins Auge fallende Formation der Rotofentürme am Ostende des Lattengebirges. Diese heißen im Volksmund Schlafende Hexe oder Montgelas-Nase. Weniger bekannt ist das etwa 1585 m hoch liegende Teufelsloch. Es ist ein etwa 5 m langes natürliches Felsentor mit einem Durchmesser von rund 2,5 m und liegt in einer buckelartigen Erhöhung auf dem südöstlich verlaufenden Felskamm zwischen der Schlafenden Hexe und dem Alpgarten.

Tourismus und Erschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Bad Reichenhall kann man mit der Predigtstuhlbahn bis zum Berghotel auf dem Predigtstuhl fahren. Die Bahn aus dem Jahre 1928 ist die älteste original erhaltene Großkabinenseilbahn der Welt. Ferner befinden sich im Lattengebirge die Skigebiete Hochschwarzeck bei Ramsau und Götschen bei Bischofswiesen-Loipl.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lattengebirge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hundert Meisterwerke - Die schönsten Geotope Bayerns, Bayerisches Landesamt für Umwelt, 2012, ISBN 978-3-936385-89-2