Lauben (Landkreis Unterallgäu)

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Wappen Deutschlandkarte
Lauben (Landkreis Unterallgäu)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lauben hervorgehoben

Koordinaten: 48° 4′ N, 10° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Erkheim
Höhe: 590 m ü. NHN
Fläche: 18,4 km2
Einwohner: 1373 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 87761,
87743 BetzenhausenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08336
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 163
Gemeindegliederung: 6 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktstr. 1
87746 Erkheim
Website: www.gemeinde-lauben.de
Erster Bürgermeister: Reiner Rößle
Lage der Gemeinde Lauben im Landkreis Unterallgäu
KaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis GünzburgLandkreis Neu-UlmLandkreis OberallgäuLandkreis OstallgäuBuxheim (Schwaben)MemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHolzgünzHeimertingenKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenKaufbeurenLandkreis UnterallgäuMemmingenAmberg (Schwaben)ApfeltrachBabenhausen (Schwaben)Bad GrönenbachBad WörishofenBenningenBenningenBöhenBoos (Schwaben)Breitenbrunn (Schwaben)Buxheim (Schwaben)DirlewangEgg an der GünzEppishausenErkheimEttringen (Wertach)FellheimHawangenHeimertingenHolzgünzKammlachKettershausenKirchhaslachKirchheim in SchwabenKronburgLachen (Schwaben)Lauben (Landkreis Unterallgäu)LautrachLegauMarkt RettenbachMarkt WaldMemmingerbergMindelheimNiederriedenOberrieden (Schwaben)OberschöneggOttobeurenPfaffenhausenPleßRammingen (Bayern)SalgenSontheim (Schwaben)Stetten (Schwaben)TrunkelsbergTürkheimTussenhausenUngerhausenUngerhausenUntereggWesterheim (Schwaben)WiedergeltingenWinterriedenWolfertschwendenWoringenBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Lauben (Unterallgäu) von Süden

Lauben ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Lauben liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag liegt bei 948 mm und ist damit vergleichsweise hoch, da er in das obere Viertel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 81 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 2,7 mal mehr Niederschläge als im Januar. Die jahreszeitlichen Schwankungen sind groß. An nur fünf Prozent der Messstationen werden höhere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Niederschlagsdiagramm

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Lauben und Frickenhausen.

Die Gemeinde hat 6 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte Lauben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der Gründungsurkunde des Klosters Ochsenhausen wurde Lauben am 31. Dezember 1099 unter Bezeichnung Loba erstmals urkundlich erwähnt. Die Straßenführung des Ortskernes lässt jedoch vermuten, dass sich bereits viel früher eine Ansiedlung in Lauben befand.
Das Laub’ner Rittergeschlecht, einst zu den mächtigsten in unserem Raum gehörend, starb 1383 aus. Nach mehreren Ortsherrenwechsel, wurde das Dorf 1383 an den Memminger Bürger Nikolaus Tagbrecht verkauft. Damit gehörte Lauben zum Hoheitsgebiet der Reichsstadt Memmingen. 1399 stiftete Nikolaus Tagbrecht den gesamten Ort mit allen Gütern und Leibeigenen der Dreikönigskapellenstiftung in Memmingen.
Im Zuge der Reformation wurde Lauben deshalb evangelisch, umgeben von katholischen Nachbargemeinden. Das typisch ländliche Dorf hatte eigene Handwerksbetriebe, die aber gleichzeitig ihre Landwirtschaft mit betrieben.
Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern.

Geschichte Frickenhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frickenhausen ist im 8. Jahrhundert entstanden und wurde 1167 erstmals urkundlich erwähnt. Nach häufigem Besitzerwechsel kam 1460 das Dorf in die Hände des Memminger Patriziers Erhard Vöhlin. 1480 baute die Familie Vöhlin ihr Landschloss in Frickenhausen, das ab 1789 als Pfarrhaus genutzt wurde. Im Jahr 1520 kaufte die Reichsstadt Memmingen den ganzen Ort. Den gesamten Besitzstand übergab die Stadt 1547 dem Unterhospital in Memmingen.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 Frickenhausen nach Lauben eingemeindet.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1961[4] 1970[4] 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1065 1112 1168 1214 1271 1282 1347 1310 1376

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1176 auf 1369 um 193 Einwohner bzw. um 16,4 %.

Politik und Öffentliche Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2017[5]
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
49,6 %
9,9 %
14,1 %
8,1 %
7,1 %
2,6 %
1,6 %
7 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
−13,2 %p
−2,5 %p
+10,0 %p
+4,1 %p
+2,0 %p
± 0,0 %p
−0,9 %p
+0,6 %p

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2014 Reiner Rößle; er wurde am 15. März 2020 mit 96,8 % der Stimmen wieder gewählt. Sein Vorgänger war vom 1. Mai 2002 bis zum 30. April 2014 Thomas Klein von der Bürgergemeinschaft. Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Georg Motz (Bürgergemeinschaft/Freie Wähler), der das Amt 15 Jahre bekleidete.[6]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sitzzuteilung bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 war wie folgt:

Auch in der Amtszeit 2014 bis 2020 besetzten beide Wählergruppen jeweils sechs Sitze.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Erkheim.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Lauben (Landkreis Unterallgäu)
Blasonierung: „In Silber über schwarzem Schildfuß, darin ein silberner Sechsberg, ein gesenkter schwarzer Balken, der mit drei silbernen Großbuchstaben „P“ belegt ist, darüber ein sechsstrahliger roter Stern.“[7]
Wappenbegründung: Die Gemeinde besteht im Wesentlichen aus den beiden Pfarrdörfern Lauben und Frickenhausen. Lauben wurde 1383 von Nikolaus Tagbrecht, einem reichen Memminger Bürger, verkauft und der von ihm gestifteten Dreikönigskapelle (mit Armenpflege) in Memmingen geschenkt. Frickenhausen wurde 1520 von der Reichsstadt Memmingen erworben, die es 1547 an das Unterhospital weiterverkaufte. Das Wappen von Lauben verbindet die Wappen der Tagbrecht (Sechsberg und Stern) mit dem Wappen der Vöhlin (Balken mit den drei Großbuchstaben „P“).

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens realisierten der Laubener Hannes Steinlehner und der Münchner Reinhard Heydenreuter. Das Wappen wurde am 30. April 1985 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Landsitz der Familie Vöhlin

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 gab es im Ort 112 sozialversicherungspflichtige Stellen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Lauben gab es insgesamt 530. Das Pendlersaldo betrug 419 Personen (mehr Auspendler). Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich von 1999 bis 2010 von 52 auf 39 verringert.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2015 gab es folgende Einrichtung:

  • Kindertageseinrichtung: 55 Plätze mit 40 Kindern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lauben (Unterallgäu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Lauben in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 16. August 2019.
  3. Gemeinde Lauben, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 21. Dezember 2021.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  5. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 4. März 2018
  6. https://www.all-in.de/nachrichten/lokales/Doppelfest-mit-Georg-Motz;art26090,213221
  7. Eintrag zum Wappen von Lauben (Landkreis Unterallgäu) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte