Lauben (Unterallgäu)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lauben
Lauben (Unterallgäu)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lauben hervorgehoben
Koordinaten: 48° 4′ N, 10° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Erkheim
Höhe: 590 m ü. NHN
Fläche: 18,39 km²
Einwohner: 1376 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 87761,
87743 BetzenhausenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08336
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 163
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktstr. 1
87746 Erkheim
Webpräsenz: www.gemeinde-lauben.de
Bürgermeister: Reiner Rössle
Lage der Gemeinde Lauben im Landkreis Unterallgäu
Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Buxheim (Schwaben) Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Günzburg Landkreis Neu-Ulm Landkreis Oberallgäu Landkreis Ostallgäu Landkreis Unterallgäu Memmingen Amberg (Unterallgäu) Apfeltrach Babenhausen (Schwaben) Bad Grönenbach Bad Wörishofen Benningen Benningen Böhen Boos (Schwaben) Breitenbrunn (Schwaben) Buxheim (Schwaben) Dirlewang Egg an der Günz Eppishausen Erkheim Ettringen (Wertach) Fellheim Hawangen Heimertingen Holzgünz Kammlach Kettershausen Kirchhaslach Kirchheim in Schwaben Kronburg Lachen (Schwaben) Lauben (Unterallgäu) Lautrach Legau Markt Rettenbach Markt Wald Memmingerberg Mindelheim Niederrieden Oberrieden (Schwaben) Oberschönegg Ottobeuren Pfaffenhausen Pleß Rammingen (Bayern) Salgen Sontheim (Schwaben) Stetten (Schwaben) Trunkelsberg Türkheim Tussenhausen Ungerhausen Ungerhausen Unteregg Westerheim (Unterallgäu) Wiedergeltingen Winterrieden Wolfertschwenden Woringen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Lauben (Unterallgäu) von Süden

Lauben ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Erkheim.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauben liegt etwa zehn Kilometer nord-östlich von Memmingen in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag liegt bei 948 mm und ist damit vergleichsweise hoch, da er in das obere Viertel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 81 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 2,7 mal mehr Niederschläge als im Januar. Die jahreszeitlichen Schwankungen sind groß. An nur fünf Prozent der Messstationen werden höhere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Lauben und Frickenhausen.

Zur Gemeinde Lauben gehören die Orte Lauben, Frickenhausen, sowie die Weiler Lauberhart und Ziegelstadel. Außerdem gehört zu Lauben auch noch die Einöde Betzenhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte Lauben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der Gründungsurkunde des Klosters Ochsenhausen wurde Lauben am 31. Dezember 1099 unter Bezeichnung Loba erstmals urkundlich erwähnt. Die Straßenführung des Ortskernes lässt jedoch vermuten, dass sich bereits viel früher eine Ansiedlung in Lauben befand.
Das Laub’ner Rittergeschlecht, einst zu den mächtigsten in unserem Raum gehörend, starb 1383 aus. Nach mehreren Ortsherrenwechsel, wurde das Dorf 1383 an den Memminger Bürger Nikolaus Tagbrecht verkauft. Damit gehörte Lauben zum Hoheitsgebiet der Reichstadt Memmingen. 1399 stiftete Nikolaus Tagbrecht den gesamten Ort mit allen Gütern und Leibeigenen der Dreikönigskapellenstiftung in Memmingen.
Im Zuge der Reformation wurde Lauben deshalb evangelisch, umgeben von katholischen Nachbargemeinden. Das typisch ländliche Dorf hatte eigene Handwerksbetriebe, die aber gleichzeitig ihre Landwirtschaft mit betrieben.
Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern.

Geschichte Frickenhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frickenhausen ist im 8. Jahrhundert entstanden und wurde 1167 erstmals urkundlich erwähnt. Nach häufigem Besitzerwechsel kam 1460 das Dorf in die Hände des Memminger Patriziers Erhard Vöhlin. 1480 baute die Familie Vöhlin ihr Landschloss in Frickenhausen, das ab 1789 als Pfarrhaus genutzt wurde. Im Jahr 1520 kaufte die Reichstadt Memmingen den ganzen Ort. Den gesamten Besitzstand übergab die Stadt 1547 dem Unterhospital in Memmingen.

Am 1. Mai 1978 wurde Frickenhausen nach Lauben eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1065 Einwohner[2]
  • 1970: 1112 Einwohner[2]
  • 1987: 1168 Einwohner
  • 2000: 1282 Einwohner
  • 2005: 1347 Einwohner
  • 2010: 1310 Einwohner
  • 2015: 1376 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundestagswahl 2013[3]
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70
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40
30
20
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62,8 %
12,4 %
4 %
5,1 %
2,6 %
4,1 %
2,5 %
6,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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+1,1 %p
-9,1 %p
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+4,1 %p
+2,5 %p
-6,0 %p

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2014 Reiner Rössle. Sein Vorgänger war vom 1. Mai 2002 bis zum 30. April 2014 Thomas Klein von der Bürgergemeinschaft. Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Georg Motz (Bürgergemeinschaft/Freie Wähler).

Die Gemeindesteuereinnahmen im Jahr 2014 betrugen 836.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 103.000 €.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 30. April 1985 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Blasonierung: „In Silber über schwarzem Schildfuß, darin ein silberner Sechsberg, ein gesenkter schwarzer Balken, der mit drei silbernen Großbuchstaben „P“ belegt ist, darüber ein sechsstrahliger roter Stern.“

Die Gemeinde besteht im Wesentlichen aus den beiden Pfarrdörfern Lauben und Frickenhausen. Lauben wurde 1383 von Nikolaus Tagbrecht, einem reichen Memminger Bürger verkauft und der von ihm gestifteten Dreikönigskapelle (mit Armenpflege) in Memmingen geschenkt. Frickenhausen wurde 1520 von der Reichsstadt Memmingen erworben, die es 1547 an das Unterhospital weiterverkaufte. Das Wappen von Lauben verbindet die Wappen der Tagbrecht (Sechsberg und Stern) mit dem Wappen der Vöhlin (Balken mit den drei Großbuchstaben „P“).

Der Entwurf und die Gestaltung des Wappens realisierten der Laubener Hannes Steinlehner und der Münchner Reinhard Heydenreuter.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Landsitz der Familie Vöhlin

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 gab es im Ort 112 sozialversicherungspflichtige Stellen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort Lauben gab es insgesamt 530. Das Pendlersaldo betrug 419 Personen (mehr Auspendler). Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich von 1999 bis 2010 von 52 auf 39 verringert.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2015 gab es folgende Einrichtung:

  • Kindertageseinrichtung: 55 Plätze mit 40 Kindern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lauben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 782.
  3. Zweitstimmen, gemäß Quelle www.wahlen.bayern.de abgerufen am 14. September 2014