Lauberhornrennen

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Das Lauberhornrennen ist ein von der FIS veranstaltetes Skirennen mit einer Abfahrt, einem Slalom und einer Kombination. Es findet seit 1930 jährlich in Wengen in der Schweiz statt. Benannt ist das Rennen nach dem 2472 Meter hohen Lauberhorn, wo die Abfahrt beginnt.

Bekannt ist vor allem die Lauberhornabfahrt. Sie ist mit ca. 4,5 km Länge und mit Fahrzeiten um 2:30 Minuten die längste aller Abfahrten und weist mit knapp 160 km/h auch die höchste Maximalgeschwindigkeit auf.

Das Lauberhornrennen zählt zu den Klassikern des alpinen Skiweltcups und wird traditionellerweise im Januar durchgeführt, eine Woche vor dem Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Am Freitag steht üblicherweise die Super-Kombination auf dem Programm, die 2005 in Wengen erstmals im Weltcup ausgetragen wurde. Es folgen die Abfahrt am Samstag und der Slalom auf der Piste Jungfrau / Männlichen am Sonntag.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo 75 Jahre Lauberhornrennen

Ernst Gertsch gründete 1930 das Lauberhornrennen. Der Rekordsieger in der Abfahrt ist Karl Molitor, der zwischen 1939 und 1947 sechs Siege feierte. Viermal in Serie (1955 bis 1958) hat Toni Sailer gewonnen. Den Slalom konnte Ivica Kostelić viermal gewinnen; Anderl Molterer, Guy Périllat, Ingemar Stenmark, und Benjamin Raich je dreimal.

Das erfolgreichste Land ist Österreich mit insgesamt 67 Siegen (27 in der Abfahrt, 18 im Slalom und 22 in der Kombination) vor der Schweiz mit 65 Siegen (26 in der Abfahrt, 18 im Slalom und 21 in der Kombination).

Seit Einführung des Weltcups 1967 ist das Lauberhornrennen fester Bestandteil dieser Rennserie. 1991 verunglückte Gernot Reinstadler im Training beim Ziel-S tödlich, woraufhin alle Rennen in diesem Jahr abgesagt wurden. Den bis heute gültigen Streckenrekord von 2:24,23 min hält der Italiener Kristian Ghedina mit seinem Sieg im Jahr 1997, wobei er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 106,33 km/h erreichte.

Die Lauberhornrennen haben sich zu einem Grossereignis mit einem Millionenbudget entwickelt und ziehen jedes Jahr Tausende Zuschauer an. 2011 wurde mit insgesamt 62'000 Zuschauern (davon 35'000 bei der Abfahrt) ein neuer Rekordwert erzielt.[1] Eingebürgert hat sich als Attraktion jeweils eine Eröffnungsflugschau der Patrouille Suisse.

Bemerkungen zu einzelnen Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1930: Ende der 1920er-Jahre herrschte beim Schweizer Team eine Art Panikstimmung, denn die britischen Skiläufer schienen ihm den Rang abzulaufen. Die von Schweizer Trainern ausgebildeten Engländer hatten mehrere (wenn auch nicht immer bestbesetzte) Rennen gewonnen, weshalb die Schweizer Zeitungen voll mit Meldungen waren. Es ging demnach um den Lebensunterhalt vieler Schweizer Skilehrer, denn die Briten hatten angekündigt, künftig ihre Ferien am Arlberg verbringen zu wollen, weil sie in der Schweiz nichts mehr lernen könnten. Aus dieser Not heraus wurde eigentlich das Lauberhornrennen geschaffen: Christian Rubi und Ernst Gertsch nahmen fast heimlich das Training auf und wurden dann auch die ersten Sieger. Wenngleich Bill Bracken die Kombination gewann, war der englische Ansturm abgewiesen, ergo die Existenz der Skilehrer gesichert.[2]
  • 1939: Karl Molitor feierte seinen Erfolg mit einer besonderen Taktik: Am Abend vor dem Rennen erklärte ihm der Schullehrer, dass er mit seinen Schülern für ihn zwischen zwei Toren eine Abkürzung stampfen würde. Wo die Piste eine Rechtskurve mache, führe die Abkürzung auf direktem Weg zum nächsten Tor. Molitors Privatpiste war aber nur eine Skilänge breit und daher konnte er kaum bremsen und wurde so schnell, dass er dort, wo er wieder auf die Piste kam, stürzte. Er fuhr trotzdem weiter und gewann mit neun Sekunden Vorsprung.
  • 1945: Sechs Italiener, welche in Mürren als Flüchtlinge interniert waren, nahmen am Lauberhornrennen teil. Weil das niemand wissen durfte, starteten sie unter Pseudonymen wie «Blitz» und «Donner».
  • 1946: Fast ähnlich wie 1930 gestaltete sich die Situation für das Schweizer Team vor diesen Rennen, denn zwei Wochen zuvor war es in Megève von den französischen Läufern vernichtend geschlagen worden. Wiederum gab es dementsprechendes Rauschen im Blätterwald und all die bangen Fragen. Es gelang den Schweizern erneut, eine Korrektur der zuvor erlittenen Schlappe zu bewerkstelligen.[2] 1946 nahmen nur Läufer und Läuferinnen aus der Schweiz und aus Frankreich teil. Am 23. Februar wurden sowohl ein Langlauf von 16 Kilometern als auch Abfahrtsläufe für Damen und Herren veranstaltet. Edy Schild aus Kandersteg führte vor Niklaus Stump aus Wildhaus, Robert Zurbriggen aus Saas-Fee und Hans Schoch aus Urnäsch einen Vierfach-Sieg für die Schweiz an vor dem Franzosen Walter Jeandel aus Baragets. Die Abfahrt der Damen ging an die Fränzösin Georgette Thiollière vor der Lokalmatadorin Hedy Schlunegger und Olivia Ausoni. Bei der Herren-Abfahrt wurde auch eine Juniorenklasse mit Alfred Stäger aus Mürren als Sieger gewertet. Der Franzose Jean Blanc (St. Bon Savote) gewann die allgemeine Klasse vor Karl Molitor und Edy Rominger aus St. Moritz.
    Am 24. Februar gab es nordische Bewerbe mit dem Skispringen und damit verbunden einer Nordischen Kombination: Nikolaus Stump gewann beide Wettbewerbe: das Springen vor Hans Zurbriggen und James Couttet, die Kombination vor Walter Jeandel und Roger Bozon.
    Der Damenslalom endete mit einem französischen Doppelsieg durch Lucienne Schmidt vor Georgette Thiollière und Olivia Ausoni. Georgette Thiollière mit 0,26 Punkten vor Olivia Ausoni und Hedy Schlunegger lautete der Endstand in der Kombination.
    Bei den Herren gingen die Siege im Slalom und in der Kombination jeweils an die Schweiz vor Frankreich: Nämlich Otto von Allmen aus Wengen vor James Couttet und Karl Molitor. Molitor holte den Kombi-Sieg vor Jean Blanc und Edy Rominger.
    Es wird auch davon berichtet, dass die fünf besten des Schweizer Herren-Slalomteams eine neue technische Errungenschaft, den sogenannten „Columbus-Vertikalzug“, verwendet hatten, wodurch die Skiführung und -beherrschung wesentlich erleichtert werden sollte. Es handelte sich um einen um den Knöchel geschnallten Riemen, der vermittelst eines Hakens am Ski montiert wurde und eine sehr angenehme Vertikalzugswirkung verlieh.[3]
  • 1954: Bei der Abfahrt am 9. Januar fielen von 63 gestarteten Läufern 18 durch Sturz bzw. Disqualifikation aus und 18 weitere gemeldete Fahrer sind nicht gestartet; es wird die Formulierung Österreicherloch geboren, weil im Seilersboden gleich sieben Österreicher (darunter Toni Sailer, Walter Schuster und Anderl Molterer) stürzten. Trotzdem gab es einen dreifachen Sieg der österreichischen Fahrer, wobei Sieger Christian Pravda, der die Startnummer 6 trug, in 3.23.2 um exakt elf Sekunden schneller war als der Zweitplatzierte Martin Strolz.[4][5][6]
  • 1958: Die Abfahrt fand auf einer verkürzten Strecke statt, da es nicht möglich gewesen war, die gesamte Strecke zu präparieren. Die Siegerzeit von Toni Sailer betrug somit nur 2:25,2 Minuten.[7][8]
  • 1959: Lange war fraglich, ob die Schweizer mit dem besten Aufgebot antreten würden, denn Roger Staub und zwei weitere Teammitglieder waren wegen einer offensichtlichen zivilen Angelegenheit, die sich im Dezember 1958 ereignet hatte (genannt «Zürcher Kino-Affäre») vom Verband gesperrt worden, worauf 13 Team-Mitglieder unter deren Captain Georges Schneider aus Solidarität eine Nichtteilnahme angekündigt hatten. Letztlich stellte sich heraus, dass der Verband die Sperre voreilig bzw. zu Unrecht ausgesprochen hatte, weshalb diese noch vor der Abfahrt aufgehoben wurde.[9][10]
  • 1960: Trotz zweier Startverschiebungen wegen dichten Nebels und einer Streckenverkürzung waren die ersten Starter stark benachteiligt. Von der Favoritengruppe der ersten 15 Fahrer kamen nur zwei Mann unter die ersten Zehn, von der nächsten 15 Fahrern dann sieben. Sieger wurde Willi Bogner, der mit Startnummer 25 gestartet war.[11][12]
Zudem wurde erstmals eine offizielle Trainingsfahrt durchgeführt, die damals unter der Bezeichnung «Probeabfahrtsrennen» lief und einen Tag vor der eigentlichen Abfahrt gefahren wurde. diese Trainingsfahrt war von der FIS auf deren 22. Kongress im Juni 1959 in Stockholm beschlossen worden.[13]
  • 1964: Es konnte keine Abfahrt ausgetragen werden, stattdessen wurden zwei Riesentorläufe am Freitag und Samstag (10. und 11. Januar) ausgetragen; beide wurden von Egon Zimmermann gewonnen.[14]
  • 1965: Kurz vor dem Start von Stefan Sodat lichtete sich der Nebel. Der Österreicher mit Startnummer 30 fuhr Bestzeit, doch die Fotografen hatten ihre Positionen bereits verlassen. Deshalb musste der Fahrer nach dem Rennen nochmals zum Ziel-S hinaufsteigen, damit diese dennoch zu ihrem Siegerbild kamen Zu diesem Zeitpunkt führte Karl Schranz vor den beiden Teamkollegen Heini Messner und Hugo Nindl, dann kam der erste Nicht-Österreicher, der Schweizer Jean-Daniel Daetwyler. Es gab einen fünffachen österreichischen Sieg, da noch Werner Bleiner mit Nr. 34 Zweiter wurde.[15][16]
  • 1971: Die Rennen am 16./17. Januar fanden in St. Moritz statt; in der Abfahrt feierte die Schweiz einen Dreifachsieg, angeführt von Walter Tresch. Der Slalom ging an Tyler Palmer (USA), die Kombination an Gustav Thöni.[17][18][19]
  • 1972: Entgegen der Tradition startete diesmal das Hahnenkammrennen eine Woche vor den für 22./23. Januar terminierten Lauberhorn-Bewerben. Die Abfahrt in Wengen am 22. Januar musste abgesagt werden, es gab nur den Slalom am 23. Januar, bei dem mehrere Fahrer mit höheren Startnummern in die Spitzenränge fuhren: Der Dritte Bob Cochran (USA) mit Nr. 34, der Sechste Aurelio García (SPA) Nr. 45, der Siebte Georg Sonnenberger aus Dachau mit Nr. 56 und der Neunte Hans Hinterseer, bei einem seiner ersten Weltcup-Auftritte mit Nr. 45.[17][18][19] Die Abfahrt wurde zwar am 15. März 1972 in Gröden nachgeholt,[20] aber im Gegensatz zu 2004 mit Ersatzort Garmisch-Partenkirchen nicht als "Lauberhorn-Abfahrt" gewertet, wenngleich mit Bernhard Russi ein Schweizer gewonnen hat.
  • 1973: Die Abfahrt fand am 13. Januar am Ersatzort Grindelwald statt, wobei die Schweiz durch Bernhard Russi und Roland Collombin einen Doppelsieg feierte. Es gab auch eine Kombinationswertung mit dem am 14. Januar in Wengen gefahrenen und von Christian Neureuther gewonnenen Slalom; diese wurde von Henri Duvillard gewonnen.[17][18][19]
  • 1975: Erstmals seit 1969 konnte die Abfahrt wieder auf voller Länge gefahren werden; Franz Klammer stellte mit 2:35.19 einen neuen Streckenrekord auf und distanzierte den Zweitplatzierten Herbert Plank um 3.54 Sekunden, ein für Verhältnisse des seit 1967 bestehenden Weltcups bemerkenswerter Vorsprung! Als Karl Schranz 1969 gewonnen hatte, hatte seine Siegerzeit 3:01.60 betragen. Die von Gustav Thöni gewonnene Kombination ist die erste Lauberhorn-Kombination, welche auch als Weltcup gewertet wird.[17][18][19]
  • 1976: Die Lauberhorn-Kombination 1976 war die einzige Weltcup-Kombination (und auch der einzige andere Bewerb neben der Abfahrt), welche von Franz Klammer gewonnen wurde: Abfahrtssieg am 10. Januar und Rang 29 im Slalom (mit Nr. 67) am 11. Januar bedeuteten einen knappen Sieg mit 1.12 Punkten vor Gustav Thöni.[17][18][19]
  • 1978: Die Abfahrt fiel wegen schlechten Wetter aus. Sie wurde, ohne Kombinationswertung, am 10. März in Laax nachgeholt.[21][22][23][24][25][26]
  • 1982: Sowohl Abfahrt als auch Slalom wurden an einem Tag (24. Januar) gefahren. Zwar wurde die Abfahrt programmgemäss am Samstag, dem 23. Januar gestartet, musste jedoch vor dem 14. Fahrer wegen Nebel abgebrochen werden. Zu diesem Zeitpunkt führte Franz Klammer vor sechs Teamkollegen. Die am nächsten Tag gefahrene Abfahrt brachte immerhin noch einen Vierfachsieg für Österreich mit Harti Weirather als Sieger. Das Rennen wurde schon am Vormittag gefahren. Am Nachmittag wurde der Slalom ausgetragen, bei dem Phil Mahre siegte. Die für den Weltcup zählende Kombination setzte sich allerdings aus dem Riesentorlauf von Adelboden und der Lauberhorn-Abfahrt zusammen. Dabei wurden nur elf Fahrer klassiert, von denen einzig der Sieger Pirmin Zurbriggen zur Weltspitze gehörte.[27]
  • 1983: Sowohl Abfahrt als auch Slalom konnten wegen enormer Schneefälle nicht durchgeführt werden. Die Abfahrt fand eine Woche später (am 21. Januar 1983) in Kitzbühel statt; der Slalom hätte am 8. Februar in Garmisch-Partenkirchen nachgetragen werden sollen, ehe er am 11. Februar in Le Markstein gefahren wurde, womit auch die Lauberhorn-Kombination auf diese Weise mit Sieger Phil Mahre (er war in Kitzbühel Zwölfter und in Markstein Dritter geworden) feststand.[28]
  • 1985: Im Training holte der Kanadier Brian O’Connor den vor ihm gestarteten Portugiesen ein. Am Freitag, 18. Januar, wurde bereits eine zusätzliche Abfahrt ausgetragen. Die Originalabfahrt wurde vom 19. Januar auf den 20. Januar verschoben, so dass der Slalom erst am Montag ausgetragen werden konnte.[29]
  • 1986: Die Rennen waren ausnahmsweise erst für den 1. und 2. Februar angesetzt, wobei am 31. Januar auch ein Ersatzrennen für die eine Woche zuvor geplante Kandahar-Abfahrt von St. Anton hätte stattfinden sollen. Die beiden Abfahrtsrennen konnten aber wegen Schneeverwehungen nicht durchgeführt werden; es wurde nur der Slalom ausgetragen. Das Abfahrtsrennen von St. Anton wurde am 7. Februar in Morzine nachgeholt, die Lauberhornabfahrt am 21. Februar in Åre. Es kam auch zu einer Kombinations-Wertung.[30]
  • 1987: Die Kombination wurde von Pirmin Zurbriggen gewonnen. Er war allerdings der Einzige in der Wertung, denn nur er startete sowohl in der Abfahrt am 17. Januar (Rang 9) als auch im Slalom am 18. Januar (Rang 10).[17][18][19]
  • 1998: Der Lauberhorn-Slalom wurde am 18. Januar 1998 in Veysonnaz gefahren und von Thomas Stangassinger (AUT) gewonnen. Die von Hermann Maier in Wengen gewonnene erste Abfahrt vom 16. Januar 1998 wurde für die Lauberhornkombination herangezogen, welche den Sieg für Hermann Maier (Slalom Rang 10) brachte.
  • 2001: Im Slalom gibt es einen zu Weltcupzeiten noch nie da gewesenen Fünffachsieg für Österreich: Sieger war Benjamin Raich; Rainer Schönfelder, Mario Matt, Florian Seer und Kilian Albrecht belegten die weiteren Plätze. Erst auf Rang 6 folgte Mitja Kunc (Slowenien).
  • 2004: Der Schweizer Abfahrer Didier Cuche erhielt als Lauberhorn-Abfahrtssieger 2004 einen Platz auf den Ehrentafeln in Wengen, obwohl er bis zu seinem Karriere-Ende 2012 nie Erster auf der Originalstrecke wurde, aber weil er am 30. Januar 2004 die (zum Weltcup zählende) Ersatzabfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewann. Eine Kombinationswertung gab es 2004 nicht.
  • 2007: Mario Matt gewann die Kombination als Erststartender (somit als «netto» Dreissigster nach der Abfahrt); in Wirklichkeit erreichte er lediglich Rang 34. Durch Startverzichte rückte er jedoch genau in das Feld der besten 30 vor und profitierte somit von der bis damals geltenden Regelung, welche danach dementsprechend geändert wurde. Als Nummer 1 des Slaloms nützte er die noch sehr gute Piste optimal, während die später Startenden durch die immer weicher werdenden Verhältnisse benachteiligt waren. Zudem schied Bode Miller als potentieller Sieganwärter (Zweiter der Kombi-Abfahrt) mit deutlichem Vorsprung auf Matt aus.
  • 2008: Das Programm musste wegen der Wetterbedingungen geändert werden: Der Slalom fand schon am Samstag statt, die Abfahrt erst am Sonntag.
  • 2017: Die Abfahrt musste wegen Schneefall abgesagt werden und auch die Kombination am Vortag wurde durch das Wetter beeinträchtigt. Der Slalomlauf wurde vorgezogen, und die führenden Favoriten wurden in der Abfahrt durch Schneefall beeinträchtigt, so dass am Schluss früh gestartete Fahrer die Spitzenränge belegten, die alle drei – Niels Hintermann, Maxence Muzaton und Frederic Berthold – zuvor noch nie im Weltcup auf dem Podest standen.[31]

Siegerliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Abfahrt Slalom Kombination
2017 --- NorwegenNorwegen Henrik Kristoffersen SchweizSchweiz Niels Hintermann 1
2016 NorwegenNorwegen Aksel Lund Svindal NorwegenNorwegen Henrik Kristoffersen 7 NorwegenNorwegen Kjetil Jansrud 1
2015 OsterreichÖsterreich Hannes Reichelt DeutschlandDeutschland Felix Neureuther SchweizSchweiz Carlo Janka 1
2014 SchweizSchweiz Patrick Küng FrankreichFrankreich Alexis Pinturault Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ted Ligety 1
2013 ItalienItalien Christof Innerhofer DeutschlandDeutschland Felix Neureuther FrankreichFrankreich Alexis Pinturault 1
2012 SchweizSchweiz Beat Feuz KroatienKroatien Ivica Kostelić KroatienKroatien Ivica Kostelić 1
2011 OsterreichÖsterreich Klaus Kröll KroatienKroatien Ivica Kostelić KroatienKroatien Ivica Kostelić 1
2010 SchweizSchweiz Carlo Janka KroatienKroatien Ivica Kostelić Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bode Miller 1
2009 SchweizSchweiz Didier Défago OsterreichÖsterreich Manfred Pranger SchweizSchweiz Carlo Janka 1
2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bode Miller FrankreichFrankreich Jean-Baptiste Grange FrankreichFrankreich Jean-Baptiste Grange 1
2007 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bode Miller --- OsterreichÖsterreich Mario Matt 1
2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Daron Rahlves ItalienItalien Giorgio Rocca OsterreichÖsterreich Benjamin Raich 1
2005 OsterreichÖsterreich Michael Walchhofer DeutschlandDeutschland Alois Vogl OsterreichÖsterreich Benjamin Raich 1
2004 --- OsterreichÖsterreich Benjamin Raich ---
2003 OsterreichÖsterreich Stephan Eberharter
SchweizSchweiz Bruno Kernen
ItalienItalien Giorgio Rocca NorwegenNorwegen Kjetil André Aamodt
2002 OsterreichÖsterreich Stephan Eberharter KroatienKroatien Ivica Kostelić NorwegenNorwegen Kjetil André Aamodt
2001 --- OsterreichÖsterreich Benjamin Raich ---
2000 OsterreichÖsterreich Josef Strobl NorwegenNorwegen Kjetil André Aamodt ---
1999 NorwegenNorwegen Lasse Kjus OsterreichÖsterreich Benjamin Raich NorwegenNorwegen Lasse Kjus
1998 OsterreichÖsterreich Hermann Maier
OsterreichÖsterreich Andreas Schifferer
OsterreichÖsterreich Thomas Stangassinger 2 OsterreichÖsterreich Hermann Maier
1997 ItalienItalien Kristian Ghedina OsterreichÖsterreich Thomas Sykora ---
1996 --- --- ---
1995 ItalienItalien Kristian Ghedina
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kyle Rasmussen
ItalienItalien Alberto Tomba LuxemburgLuxemburg Marc Girardelli
1994 SchweizSchweiz William Besse LuxemburgLuxemburg Marc Girardelli 3 ---
1993 --- --- ---
1992 SchweizSchweiz Franz Heinzer ItalienItalien Alberto Tomba SchweizSchweiz Paul Accola
1991 SchweizSchweiz Daniel Mahrer 5
1990 --- --- ---
1989 LuxemburgLuxemburg Marc Girardelli OsterreichÖsterreich Rudolf Nierlich LuxemburgLuxemburg Marc Girardelli
1988 --- --- ---
1987 DeutschlandDeutschland Markus Wasmeier SchweizSchweiz Joël Gaspoz SchweizSchweiz Pirmin Zurbriggen
1986 --- Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Rok Petrovič ---
1985 OsterreichÖsterreich Helmut Höflehner 6
OsterreichÖsterreich Peter Wirnsberger
LuxemburgLuxemburg Marc Girardelli FrankreichFrankreich Michel Vion
1984 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bill Johnson --- ---
1983 --- --- ---
1982 OsterreichÖsterreich Harti Weirather Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Phil Mahre SchweizSchweiz Pirmin Zurbriggen
1981 SchweizSchweiz Toni Bürgler Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Bojan Križaj SowjetunionSowjetunion Waleri Zyganow
1980 KanadaKanada Ken Read
SchweizSchweiz Peter Müller
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Bojan Križaj DeutschlandDeutschland Michael Veith
1979 --- --- ---
1978 --- OsterreichÖsterreich Klaus Heidegger ---
1977 OsterreichÖsterreich Franz Klammer SchwedenSchweden Ingemar Stenmark SchweizSchweiz Walter Tresch
1976 ItalienItalien Herbert Plank
OsterreichÖsterreich Franz Klammer
SchwedenSchweden Ingemar Stenmark OsterreichÖsterreich Franz Klammer
1975 OsterreichÖsterreich Franz Klammer SchwedenSchweden Ingemar Stenmark ItalienItalien Gustav Thöni
1974 SchweizSchweiz Roland Collombin DeutschlandDeutschland Christian Neureuther OsterreichÖsterreich David Zwilling
1973 --- DeutschlandDeutschland Christian Neureuther ---
1972 --- FrankreichFrankreich Jean-Noël Augert ---
1971 --- --- ---
1970 FrankreichFrankreich Henri Duvillard FrankreichFrankreich Patrick Russel FrankreichFrankreich Henri Duvillard
1969 OsterreichÖsterreich Karl Schranz OsterreichÖsterreich Reinhard Tritscher OsterreichÖsterreich Heini Messner
1968 OsterreichÖsterreich Gerhard Nenning SchweizSchweiz Dumeng Giovanoli OsterreichÖsterreich Gerhard Nenning
1967 FrankreichFrankreich Jean-Claude Killy FrankreichFrankreich Jean-Claude Killy FrankreichFrankreich Jean-Claude Killy
1966 OsterreichÖsterreich Karl Schranz FrankreichFrankreich Guy Périllat OsterreichÖsterreich Karl Schranz
1965 OsterreichÖsterreich Stefan Sodat FrankreichFrankreich Guy Périllat OsterreichÖsterreich Karl Schranz
1964 OsterreichÖsterreich Egon Zimmermann 4 DeutschlandDeutschland Ludwig Leitner OsterreichÖsterreich Gerhard Nenning
1963 OsterreichÖsterreich Karl Schranz FrankreichFrankreich Guy Périllat FrankreichFrankreich Guy Périllat
1962 --- SchweizSchweiz Adolf Mathis ---
1961 FrankreichFrankreich Guy Périllat OsterreichÖsterreich Josef Stiegler FrankreichFrankreich Guy Périllat
1960 DeutschlandDeutschland Willy Bogner OsterreichÖsterreich Hias Leitner OsterreichÖsterreich Josef Stiegler
1959 OsterreichÖsterreich Karl Schranz OsterreichÖsterreich Ernst Oberaigner OsterreichÖsterreich Ernst Oberaigner
1958 OsterreichÖsterreich Toni Sailer OsterreichÖsterreich Josef Rieder Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Wallace Werner
1957 OsterreichÖsterreich Toni Sailer OsterreichÖsterreich Andreas Molterer OsterreichÖsterreich Josef Rieder
1956 OsterreichÖsterreich Toni Sailer OsterreichÖsterreich Andreas Molterer OsterreichÖsterreich Josef Rieder
1955 OsterreichÖsterreich Toni Sailer SchweizSchweiz Martin Julen OsterreichÖsterreich Toni Sailer
1954 OsterreichÖsterreich Christian Pravda OsterreichÖsterreich Toni Spiss OsterreichÖsterreich Christian Pravda
1953 OsterreichÖsterreich Andreas Molterer OsterreichÖsterreich Andreas Molterer OsterreichÖsterreich Andreas Molterer
1952 OsterreichÖsterreich Othmar Schneider NorwegenNorwegen Stein Eriksen OsterreichÖsterreich Othmar Schneider
1951 OsterreichÖsterreich Othmar Schneider NorwegenNorwegen Stein Eriksen OsterreichÖsterreich Othmar Schneider
1950 SchweizSchweiz Fred Rubi ItalienItalien Zeno Colò SchweizSchweiz Fred Rubi
1949 SchweizSchweiz Rudolf Graf ItalienItalien Zeno Colò SchweizSchweiz Adolf Odermatt
1948 ItalienItalien Zeno Colò SchweizSchweiz Karl Molitor SchweizSchweiz Karl Molitor
1947 SchweizSchweiz Karl Molitor SchwedenSchweden Olle Dalman SchweizSchweiz Edy Rominger
1946 FrankreichFrankreich Jean Blanc SchweizSchweiz Otto von Allmen SchweizSchweiz Karl Molitor
1945 SchweizSchweiz Karl Molitor SchweizSchweiz Otto von Allmen SchweizSchweiz Otto von Allmen
1944 SchweizSchweiz Rudolf Graf SchweizSchweiz Marcel von Allmen SchweizSchweiz Marcel von Allmen
1943 SchweizSchweiz Karl Molitor SchweizSchweiz Heinz von Allmen SchweizSchweiz Heinz von Allmen
1942 SchweizSchweiz Karl Molitor SchweizSchweiz Heinz von Allmen SchweizSchweiz Heinz von Allmen
1941 SchweizSchweiz Rudolf Graf SchweizSchweiz Marcel von Allmen SchweizSchweiz Marcel von Allmen
1940 SchweizSchweiz Karl Molitor SchweizSchweiz Karl Molitor SchweizSchweiz Karl Molitor
1939 SchweizSchweiz Karl Molitor Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Josef Jennewein Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Willi Walch
1938 SchweizSchweiz Heinz von Allmen Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Rudolf Cranz SchweizSchweiz Heinz von Allmen
1937 SchweizSchweiz Heinz von Allmen OsterreichÖsterreich Willi Walch OsterreichÖsterreich Willi Walch
1936 SchweizSchweiz Hans Schlunegger SchweizSchweiz Hermann Steuri FrankreichFrankreich Émile Allais
1935 OsterreichÖsterreich Richard Werle SchweizSchweiz Arnold Glatthard SchweizSchweiz Willy Steuri
1934 SchweizSchweiz Adolf Rubi SchweizSchweiz Adolf Rubi SchweizSchweiz Adolf Rubi
1933 --- --- ---
1932 SchweizSchweiz Fritz Steuri SchweizSchweiz Fritz von Allmen SchweizSchweiz Fritz Steuri
1931 SchweizSchweiz Fritz Steuri SchweizSchweiz Hans Schlunegger SchweizSchweiz Fritz Steuri
1930 SchweizSchweiz Christian Rubi SchweizSchweiz Ernst Gertsch
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bill Bracken
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Bill Bracken

1 Es wurde eine sogenannte Super-Kombination ausgetragen (verkürzte Abfahrt und ein Slalomlauf).
2 Der Slalom fand in Veysonnaz statt.
3 Anstelle eines Slaloms fand ein Super-G statt.
4 Statt der Abfahrt wurde ein Riesenslalom durchgeführt.[32]
5 Wertung der Trainingsergebnisse wegen des tödlichen Unfalls von Gernot Reinstadler.
6 Ersatzabfahrt für Bormio.[33]
7 Der Slalom wurde wegen Schneemangels im unteren Teil der Abfahrtspiste ausgetragen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Born: Lauberhorn – die Geschichte eines Mythos. AS Verlag, Zürich 2004, ISBN 3909111084.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mehr als eine Million sah Cuche am TV! skionline.ch, 16. Januar 2011, abgerufen am 16. Januar 2011.
  2. a b «Lauberhorn-Rennen in Wengen mit Franzosen, Schweden, Italienern und Schweizern»; «Sport Zürich», Nr. 4 vom 10.1.1947, Seite 1.
  3. «Sport Zürich» Nr. 23 vom 25. Februar 1946, Seiten 1 bis 3
  4. Arbeiter-Zeitung vom 10. Januar 1954, Seite 16 (mit der Einschränkung, dass diese Zeitung von 40 gestürzten Fahrern bei 81 Startern schreibt, was jedoch nachweislich auf Grund der offiziellen Ergebnisliste widerlegt wird)
  5. So entstand das «Österreicherloch», Marcel W. Perren, blick.ch, publiziert am 12. Januar 2010, aktualisiert am 2. Januar 2012.
  6. Triumph und Tod auf dem Lauberhorn, Christian Wagner, ORF.at, 15. Januar 2011
  7. Der Abfahrtslauf vom Lauberhorn verkürzt (dritte Spalte). In: Arbeiter-Zeitung. Wien 10. Jänner 1958, S. 10.
  8. Wie im vorigen Jahr: Toni Sailer Abfahrtssieger am Lauberhorn. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 12. Jänner 1958, S. 24.
  9. Lauberhornrennen ohne Schweizer. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 10. Jänner 1959, S. 10.
  10. «Warum Staub & Co. doch starteten»; «Sport», Zürich, Nr. 4 vom 12. Januar 1959, Seite 1.
  11. 1. Bogner, 2. Stiegler, 3. Zimmermann 2. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 10. Jänner 1960, S. 28.
  12. «30. Lauberhornrennen in Wengen kein vollgültiger vorolympischer Test» sowie «Nebel und Schnee verfälschten das Abfahrtsrennen»; «Sport Zürich», Nr. 4 vom 11.1.1960, Seiten 1 und 2.
  13. «Erstmals in der Skigeschichte: ein Probeabfahrtsrennen»; «Sport Zürich», Nr. 4 vom 11.1.1960, Seite 2.
  14. Arbeiter-Zeitung Wien vom 11. Januar 1964, Seite 12, und vom 12. Januar 1964, Seite 16
  15. Arbeiter-Zeitung Wien vom 10. Januar 1965
  16. Nur für Sieger Sodat schien die Sonne, Marcel W. Perren, blick.ch, publiziert am 14. Januar 2010, aktualisiert um 21.35 Uhr
  17. a b c d e f Kronenzeitung Wien
  18. a b c d e f Arbeiter-Zeitung Wien
  19. a b c d e f SPORT-ZÜRICH
  20. Arbeiter-Zeitung Wien vom 14. März 1972, „Jetzt fünf Tage Hetzjagd im Weltcup“, Seite 15
  21. «Weichschnee lässt Favorits zittern». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 13. Jänner 1978, S. 13.
  22. «Abfahrt vom Winde verweht». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 14. Jänner 1978, S. 9.
  23. «Der Franz ist im Kommen». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 15. Jänner 1978, S. 12.
  24. «Schlägt Klammer heute wieder zu?» und links unten: «Nur eine Abfahrt in Kitz?». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 16. Jänner 1978, S. 8.
  25. «Kitzbühel ist Höhepunkt». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 17. Jänner 1978, S. 11.
  26. Spalte 3, letzter Beitrag im Artikel «Aus einem Triumph wurde Zittersieg» mit dem Untertitel «Lauberhornersatz». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 21. Jänner 1978, S. 11.
  27. Arbeiter-Zeitung Wien vom 25. Januar 1982, Seite 9 und 10
  28. Arbeiter-Zeitung Wien vom 17. Januar 1983, Seite 9, und vom 12. Februar 1983, Seite 24, „Zwei Sieger im Elsaß“, zweite Spalte, vorletzter Absatz
  29. Arbeiterzeitung Wien vom 19. Januar 1985, Seite 15, und vom 21. Januar 1985, Seite 11
  30. Arbeiterzeitung Wien vom 1. Februar 1986, Seite 21
  31. Schweizer Sensationssieg am Lauberhorn. In: Langenthaler Tagblatt. 13. Januar 2017 (langenthalertagblatt.ch [abgerufen am 14. Januar 2017]).
  32. Auftakt in Wengen schon am Freitag. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 9. Jänner 1964, S. 12.
  33. Gesetz der Serie durchbrochen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 19. Jänner 1985, S. 15.

Koordinaten: 46° 36′ N, 7° 57′ O; CH1903: 639060 / 160171