Lauda (Kultur)

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Lauda, auch Laude oder Lauda spirituale ist eine Gattung der geistlichen Musik, die vor allem im katholischen Rom des 16./17. Jahrhunderts verbreitet war.

Die Lauda ist üblicherweise eine Vertonung eines traditionellen italienischen, meist volkstümlichen, geistlichen Gedichts und wurde in geistlichen Andachten als Lobgesang und zur musikalischen Auflockerung eingesetzt. Die Lauden weisen in der Regel eine gereimte Strophenform auf.

Die Wurzeln der Lauda liegen bereits im 13. Jahrhundert, in der Zeit Franz von Assisis. In der Anfangszeit hatte sie eine recht einfache, homorhythmische Satzweise. Die mittelalterliche Form der Lauda beeinflusste auch die Geißlerlieder. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ist die Lauda meist dreistimmig.

Als Vorläufer des musikalischen Oratoriums gelten vor allem die Lauden in Dialogform. Diese stellen Gespräche zu einem geistlichen Thema dar, beispielsweise zwischen Lehrer und Schüler, zwischen Christus und der Seele, aber auch zwischen allegorischen oder biblischen Figuren.

Der wichtigste Laudendichter ist Agostino Manni (1548–1618). Weitere Komponisten, von denen Lauden überliefert sind: Giovanni Animuccia (ca. 1514–1571), Francisco Soto (ca. 1534–1619) und Giovanni Giovenale Ancina (1545–1608).

Mit ihrer ausgeprägten formalen und satztechnischen Simplizität verlieren die Lauden im Laufe des 17. Jahrhunderts, in dem die italienische Musik eine bedeutende Stilwende durchläuft, an Bedeutung.