Laufband

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Laufband zur Funktions-Diagnostik für Leistungssportler (1980)[1]
Zeichnung des ersten Laufbandes der Welt, entwickelt von Zuntz und Lehmann 1889 in Berlin

Ein Laufband ist ein Sportgerät, auf dem man läuft und das zur körperlichen Betätigung dient.

Grundsätzlich muss zwischen zwei verschiedenen Typen unterschieden werden:

  • elektronisch betriebene Laufbänder
  • aus eigener Muskelkraft betriebene Laufbänder

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung des Laufbandes reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück. Dokumente belegen, dass es bereits 1875 erste Laufbänder gegeben hat. Diese wurden jedoch nicht für Menschen angefertigt, sondern dienten dem Antrieb von Wasserpumpen und Räderwerken, indem sie durch Tragtiere bewegt wurden. Die ersten Laufbänder für Personen wurden erst Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt, wobei sie auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Sportgerät vorgesehen waren, sondern vielmehr zum Transport von Materialien und Produkten. Erst im Zusammenhang mit einem von Ärzten ausgeführten Stresstest wurde das erste Laufband im Hinblick auf sportliche Bewegung und Gesundheit entwickelt.[2]

Elektronisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektronisch betriebene Laufbänder werden gewöhnlich von einem Elektromotor angetrieben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt üblicherweise unter 20 km/h. Das Band lässt sich, je nach Modell, in verschiedenen Geschwindigkeiten und Neigungswinkeln einstellen, oder erlaubt das Abrufen von programmierten Trainingsprogrammen (z. B. Crosslauf oder Fahrtspiel).

Es besteht nicht die Gefahr, sich in dem umherlaufenden Band einzuklemmen, da der Abstand zwischen Band und Gehäuse nur wenige Millimeter beträgt.

Mechanisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darüber hinaus gibt es Laufbänder, die keinen Motor besitzen und die sich durch die Muskelkraft bewegen. Manche verfügen dabei über ein Schwungrad, durch dessen Trägheit der Geschwindigkeitsverlauf stärker geglättet wird.

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weltrekord für 7 Tage Laufen am Laufband wurde Februar 2015 von Rainer Predl (25) von 833 auf 852,46 km angehoben. Er schlief in dieser Zeit insgesamt nur 15 Stunden.[3]

Anti-Schwerkraft-Laufband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Regeneration nach Muskel oder Knochenverletzungen wurde lange Zeit Aquajogging verwendet, um durch den Auftrieb die Belastung auf den Gelenken zu verringern. Seit wenigen Jahren wird hierzu nun das Anti-Schwerkraft-Laufband benutzt. Von der Hüfte abwärts befindet sich der Läufer in einem aufgeblasenen luftdichten Zelt, das oben durch einen eng am Körper anliegenden Gürtel (ähnlich dem Spritzschutz beim Kajak) abgeschlossen ist. Durch Veränderung des Luftdrucks im Zelt kann der Läufer so angehoben werden, dass einerseits normales Laufen möglich ist und andererseits das auf den Beinen lastende Körpergewicht stufenlos bis auf 10 % reduziert werden kann.[4] Hierdurch ist ein früheres Regenerationstraining möglich, wodurch wesentliche schnellere Regeneration nach Verletzungen möglich wird.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laufband – Sammlung von Bildern
 Wiktionary: Laufband – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Foto: RIA Novosti archive, image #555848 / Vitaliy Arutjunov / CC-BY-SA 3.0
  2. Entwicklung des Laufbands. Abgerufen am 21. März 2018 (deutsch).
  3. http://noe.orf.at/news/stories/2694864/ Weltrekord: 852 Kilometer am Laufband, ORF.at 15. Februar 2015
  4. McNeill, D. K., de Heer, H. D., Bounds, R. G. et al. (2015), Accuracy of unloading with the anti-gravity treadmill, J. Strength Cond. Res., 29(3), 863-868.
  5. Arnd Krüger: Aktive Erholung. In: Leistungssport 46(2016)5, S. 27.