Laufwasserkraftwerk Hengstey

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Laufwasserkraftwerk Hengstey
Das Laufwasserkraftwerk Hengstey (rechts), im Vordergrund das Walzen-Stauwehr
Das Laufwasserkraftwerk Hengstey (rechts), im Vordergrund das Walzen-Stauwehr
Lage
Laufwasserkraftwerk Hengstey (Nordrhein-Westfalen)
Laufwasserkraftwerk Hengstey
Koordinaten 51° 24′ 1″ N, 7° 27′ 7″ OKoordinaten: 51° 24′ 1″ N, 7° 27′ 7″ O
Land Deutschland
Ort Herdecke, Hagen
Gewässer Hengsteysee, Ruhr
f1
Kraftwerk
Betreiber RWE
Bauzeit 1920er Jahre
Technik
Engpassleistung 3,3 Megawatt
Durchschnittliche
Fallhöhe
4,6 m
Regelarbeitsvermögen 11 Millionen kWh/Jahr
Turbinen 3 Kaplan-Turbinen
Sonstiges

Das Laufwasserkraftwerk Hengstey ist ein Wasserkraftwerk am Ende des Hengsteysees im Verlauf der Ruhr genau an der Stadtgrenze zwischen Herdecke und Hagen in Nordrhein-Westfalen; das Kraftwerksgebäude befindet sich auf der Hagener Seite.

Das Laufwasserkraftwerk wurde als Kombinationsanlage mit einem Walzen-Stauwehr in den 1920er Jahren verwirklicht. Nach dem Bau war das Ruhrwasser dann zum Hengsteysee aufgestaut. Seitdem liefern das Flusswasser und der Höhenunterschied von etwa 4,6 m die kontinuierliche Grundlage für regenerative Stromerzeugung.

Am Hengsteysee befindet sich auch noch das Koepchenwerk und weiter flussabwärts das Kraftwerk Stiftsmühle.

Das Laufwasserkraftwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das von der RWE betriebene Kraftwerk ist ausgerüstet mit drei Kaplan-Turbinen mit senkrecht stehender Welle. Es liefert maximal 3,3 MW Grundlast-Leistung und produziert im Jahr etwa 11 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie.

Das Stauwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die den See aufstauende Wehranlage hat vier große walzenförmige Verschlüsse, die bei Hochwasser geöffnet werden können. Zudem kann eine kleine (und nur noch sehr selten genutzte) Schleuse auf der Herdecker Seite des Wehres bei Bedarf kleineren Booten das Überwinden der Wehr-Barriere ermöglichen. 2007 realisiert der Ruhrverband mit Unterstützung des Landes NRW den Bau eines Fischaufstiegs direkt neben dem Kraftwerksgebäude.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Brinkmann: Ägyptische Baukunst in Herdecke – 70 Jahre Hengsteysee. In: Herdecker Blätter, Heft 14 (November 1998), S. 14–21.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laufwasserkraftwerk Hengstey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien