Laufwerk (Eisenbahn)

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Einzelachslaufwerk an einem Selbstentladewagen

Das Laufwerk ist der Teil eines Schienenfahrzeugs, der dieses trägt und im Gleis führt. Es überträgt die Antriebs- und Bremskräfte vom Fahrzeug auf das Gleis. Es besteht aus den Radsätzen, den Radsatzlagern, der Radsatzführung, den tragenden Federn, dem Laufwerksrahmen, die Fahrzeugkastenabstützung und -anlenkung, Antriebseinrichtung bzw. Teile der Antriebseinrichtung und Bremseinrichtungen bzw. Teile der Bremseinrichtungen.

Bei kurzen und leichten Fahrzeugen, bei denen zwei oder drei Radsätze zum Tragen der Fahrzeugmasse ausreichen, werden diese direkt über die Lager und Tragfedern mit dem Wagenkasten verbunden. Um auch bei längeren Fahrzeugen enge Gleisbögen befahren zu können, wird i. d. R. der vordere Radsatz als Lenkradsätze gestaltet. Dieser Radsatz dreht sich am Fahrzeugaufbau so, dass sich seine Achsrichtung der radialen Richtung des Gleisbogens nähert.

Bei Fahrzeugen mit mehr als drei Radsätzen werden diese meistens nicht mehr direkt mit dem Fahrzeugaufbau, sondern über zwischengefügte und an diesem drehbar gemachte Drehgestellen verbunden. In einem solchen Drehgestell sind je zwei oder drei Radsätze gelagert. Durch den verkürzten Abstand der in Drehgestellen starr verbundenen Radsätzen verbessert sich die Bogenläufigkeit am besten. Zwischen den Drehgestellen und dem Fahrzeugaufbau befindet sich je eine weitere tragende Federung (sekundäre Federn), was die Laufruhe des Fahrzeugs verbessert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Hanneforth: Laufwerke. 1. Auflage. Transpress, Berlin 1986, ISBN 3-344-00037-3.