Laurence Binyon

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Binyon, porträtiert von William Strang im Jahr 1901

Robert Laurence Binyon (* 10. August 1869 in Lancaster; † 10. März 1943 in Reading) war ein englischer Dichter, Dramatiker und Kunsthistoriker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Binyon war der Sohn von Frederick Binyon (ein Minister und Geistlicher) und dessen Frau Mary (geborene Dockray), einer Tochter von Robert Benson Dockray. Nach seinem Schulabschluss an der St Paul’s School studierte er Klassische Altertumswissenschaft am Trinity College der University of Oxford. 1890 machte seinen ersten Abschluss in Honour Moderations in Classics und 1892 den zweiten in Literae Humaniores. Anschließend bekam er 1893 eine Anstellung in einer Abteilung für gedruckte Literatur im British Museum in London. 1895 wurde in die Abteilung für Drucke und Zeichnungen übernommen. Dort erstellte er wissenschaftliche Kataloge für das Museum und Monographien im Bereich der Kunst. Sein erstes Werk über Malerei erschien 1895.[1] Es folgten Werke zu William Blake oder zur japanischen und chinesischen Kunst.[2] Binyon blieb bis 1933 Konservator am Department of Prints and Drawings. Im Jahr 1904 heiratate er Cicely Margaret Powell. 1913 wurde er Leiter der neu gegründeten Abteilung für orientalische Drucke und Zeichnungen.

Während des Ersten Weltkrieges war er freiwilliger Helfer beim Roten Kreuz und unterstützte als Ordonnanz 1916 verwundete Soldaten. In seinem Gedicht For the Fallen (1914) erinnert er an die englischen Soldaten dieses Krieges. 1933 zog er sich aus dem Museumsbetrieb zurück und wurde 1933/34 Norton Professor of Poetry an der Harvard University. Er hatte eine Tochter Nicolete Mary Binyon (1911–1997).[1]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Persephone; the Newdigate poem. Blackwell, Oxford 1890 (archive.org).
  • Dutch etchers of the seventeenth century. Seeley & Co., London 1895, OCLC 1088892922.
  • Japanische Kunst: Die Kano-Schule. Internat. Verlagsanst. f. Kunst u. Lit., Berlin 1910, OCLC 252061441.
  • The drawings and engravings of William Blake. The Studio, London 1922 (archive.org).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Binyon, Laurence. In: Encyclopædia Britannica. 11. Auflage. Band 3: Austria – Bisectrix. London 1910, S. 952 (englisch, Volltext [Wikisource]).
  • John Trevor Hatcher: Laurence Binyon. Poet, scholar of East and West. Clarendon Press, Oxford University Press, Oxford / New York 1995, ISBN 0-19-812296-9.
  • Richard Humphreys: Binyon, (Robert) Laurence. In: Dictionary of Art. Oxford University Press, Oxford 2003, OCLC 5104577220.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laurence Binyon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lee Sorensen: Binyon, Laurence. In: Dictionary of Art Historians. 2018, abgerufen am 28. April 2019 (englisch).
  2. Robert Laurence Binyon: Introduction à la peinture de la Chine et du Japon. 1912.