Laurent Vidal

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FrankreichFrankreich Laurent Vidal Triathlon

Laurent Vidal bei der Triathlon-Europameisterschaft Pontevedra, 2011

Laurent Vidal bei der Triathlon-Europameisterschaft Pontevedra, 2011

Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 18. Februar 1984
Geburtsort Sète
Todesdatum 10. November 2015
Sterbeort Gigean
Vereine
Erfolge
2009, 2011 Staatsmeister Triathlon
2012 5. Rang Olympische Spiele
Status
2015 verstorben

Laurent Vidal (* 18. Februar 1984 in Sète; † 10. November 2015 in Gigean[1]) war ein französischer Triathlet. Er war der französische Triathlonmeister (Olympische Distanz) der Jahre 2009 und 2011, U-23-Meister 2006 und Olympiateilnehmer 2008 und 2012.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er gehörte der nach Draguignan an die Militärschule (Ecoles militaires de Draguignan EMD) übersiedelten Militär-Triathlon-Mannschaft (Equipe de France) an und war Caporal der französischen Armee. In Deutschland ging Vidal in der Ersten Bundesliga für das EJOT Team TV Buschhütten an den Start.

Vidal wurde bei seinem ITU-Debüt 2002 auf Anhieb Vize-Junioren-Europameister. 2003 wurde er bei der Junioren-Weltmeisterschaft Vierter. Im August 2008 vertrat er Frankreich bei den Olympischen Spielen in Peking, bei denen er 36. wurde. In den neun Jahren von 2002 bis 2010 nahm Vidal an 53 ITU-Bewerben teil und erreichte dabei 25 Top-Ten-Platzierungen. 2010 eröffnete er die Saison mit der Goldmedaille bei den Ozeanien-Meisterschaften.

Bei der Europameisterschaft 2011 wurde er in Spanien Siebter, beim Weltmeisterschaftsserien-Triathlon in London und bei der Sprint-WM in Lausanne wurde er jeweils Sechster. Somit lag er zwei von drei Mal vor seinem größten französischen Konkurrenten David Hauss, der die Plätze 13, 7 und 4 belegte. Bei zwei Weltmeisterschafts-Triathlons musste Vidal aufgeben, weil er plötzlich das Bewusstsein verloren hatte: in Kitzbühel (14. August 2010) beim Laufen und in Sydney (9. April 2011) beim Radrennen, bei dem er schwer stürzte.[2] Die Weltmeisterschaft-Rennserie 2011 beendete er auf dem siebten Rang.

Neben den ITU-Wettbewerben nahm Laurent Vidal auch an der französischen Clubmeisterschafts-Serie Lyonnaise des Eaux teil und startete zusammen mit Emmie Charayron und Fabienne St. Louis für den Verein Lagardère Paris Racing. Dank seines sechsten Platzes beim Weltmeisterschaftsserien-Triathlon in London (7. August 2011) war er bereits fix nominiert für die Olympischen Spiele 2012 in London, bei denen er den fünften Rang belegte. Er gewann 2012 und 2013 den Alpen-Triathlon in Schliersee.

Vidal schloss ein Bachelor-Studium in Sportmanagement ab und lebte zuletzt jeweils ein halbes Jahr in Sète bzw. in Christchurch, dem neuseeländischen Heimatort seiner Partnerin Andrea Hewitt.

Im April 2014 erlitt er beim Schwimmtraining einen Herzinfarkt und musste danach seine sportlichen Aktivitäten beenden. Im November 2015 starb er 31-jährig nach einem Herzstillstand.[3]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(DNF – Did Not Finish)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le triathlète français Laurent Vidal est décédé à 31 ans (französisch) auf lequipe.fr vom 10. November 2015, abgerufen am 11. November 2015
  2. Siehe http://www.triathlon.org.nz/news?id=228 und http://laurent-vidal.blogspot.com/2010/08/kitzbuhel-wcs-collapsed-quick-update.html. Abgerufen am 24. August 2011.
  3. 31-jähriger Top-Triathlet erleidet Herzstillstand in der Nacht und stirbt. www.focus.de, 10. November 2015, abgerufen am 10. November 2015.
  4. Geelong Triathlon: Haug und McCormack stark (13. Februar 2012)
  5. Triathlon-EM: Brownlee führt Gomez vor
  6. Kai Baumgartner: Britischer Sieg durch Alistair Brownlee bei ITU Triathlon WM Serie in Kitzbühel, Maik Petzold und Daniel Unger in den Top 5. In: 3athlon.de. 11. Juli 2009. Archiviert vom Original am 17. Juli 2009.
  7. ETU-Kurzdistanz EM: Titel an Gomez und Spirig
  8. Triathlon-EM – Javier Gomez holt den Titel
  9. Triathlon WM Queenstown (NZL) (5.–7. Dezember 2003)
  10. Zwiebele Triathlet Christian Ruderer tritt im heißen Mexiko kräftig in die Pedale
  11. Junioren: Bozzone holt zweites Gold