Laurentius Surius

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Laurentius Surius

Laurentius Surius (* 1522 in Lübeck; † 23. Mai 1578 in Köln) war ein deutscher Kartäusermönch, katholischer Hagiograph und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Surius studierte in Frankfurt (Oder) und im Anschluss daran in Köln. Dort machte er die Bekanntschaft von Petrus Canisius, der ihn überzeugen konnte, sein Leben der Wissenschaft und Lehre zu widmen. Johannes Justus von Landsberg bewegte Surius zum Eintritt ins Kloster und mit Wirkung vom 23. Februar 1541 begann dieser sein Noviziat im Kartäuserkloster in Köln. Im darauffolgenden Jahr, am 23. Februar 1542, legte sein Ordensgelübde ab und 1543 empfing er die Priesterweihe.

Bis auf eine nur kurze Unterbrechung blieb Surius bis an sein Lebensende in seinem Kölner Kloster und wirkte als Schriftsteller. Papst Pius V., dem Surius den ersten Band seines Werkes Das Leben der Heiligen gewidmet hatte, bat[1] den Prior des Kartäuserklosters, „man möge dem gelehrten Mann eine Lockerung der Ordensregeln gewähren“.

Mit über 55 Jahren starb Laurentius Surius am 23. Mai in Köln und fand dort auch seine letzte Ruhestätte.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinem Commentarius korrespondiert Surius 1566 mit Johannes Carion und Johannes Sleidanus. Dieses Werk erschien in lateinischer Sprache und wurde bereits 1558 Weihbischof Heinrich Fabricius ins Deutsche übersetzt. 1571 erfolgte durch Jacques Estourneau eine Übersetzung ins Französische. Michael van Isselt gab dieses Werk 1586 (und ein zweites Mal 1601) dieses Werk zusammen mit einem Kommentar heraus.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Autor
  • Commentarius brevis rerum in orbe gestarum ab anno 1500 ad anno 1564. Köln 1566.
  • De probatis vitis Sanctorum ab Al. Lippomano olim conscriptis nunc primum emendatis et auctis. Köln 1570/76 (6 Bde.).
als Herausgeber
als Übersetzer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Etzrodt: Laurentius Surius. Heynemann Verlag, Halle/Saale 1889.
  • Hermann Joseph Hartzheim (Hrsg.): Bibliotheca Coloniensis in qua vita et libri typo vulgati et manuscripti recensentur omnium archidioeceseos Coloniensis. Gregg Publ. Farnborough, Hantshire 1967 (Nachdr. d. Ausg. Köln 1747), S. 218.
  • Hildegard Hebenstreit-Wilfert: Wunder und Legenden. Studien zu Leben und Werk von Laurentius Surius (1522–1578). Dissertation, Universität Tübingen 1975.
  • Hugo Hurter: Nomenclator literarius theologiae catholicae theologos exhibens aetate, natione, disciplinis distinctos. Franklin Press, New York 1961, S. 36. (Nachdr. d. Ausg. Innsbruck 1876)
  • Andreas Räß: Die Convertiten seit der Reformation. Von 1566 bis 1590. Herder Verlag, Freiburg/B. 1866, S. 338.
  • Franz Heinrich ReuschSurius, Laurentius. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 37, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 166.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laurentius Surius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schreiben vom 1. Juli 1570.