Laurino

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Laurino
Laurino (Italien)
Staat Italien
Region Kampanien
Provinz Salerno (SA)
Koordinaten 40° 20′ N, 15° 20′ OKoordinaten: 40° 20′ 0″ N, 15° 20′ 0″ O
Höhe 531 m s.l.m.
Fläche 69 km²
Einwohner 1.376 (31. Dez. 2019)[1]
Fraktionen Pruno, Villa Littorio
Postleitzahl 84057
Vorwahl 0974
ISTAT-Nummer 065061
Bezeichnung der Bewohner Laurinesi
Schutzpatron Sant’Elena
Website comune.laurino.sa.it

Laurino ist eine italienische Gemeinde (comune) mit 1376 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in der Provinz Salerno, Kampanien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der charakteristische mittelalterlich geprägter Ort des Cilento liegt auf einem Hügel auf 531 m s.l.m. etwa 62 Kilometer südöstlich von Salerno im Landesinneren. Er gehört zur Comunità Montana del Calore Salernitano. Unterhalb des Hügels, verläuft der Fluss Calore Lucano, der auf dem Monte Cervati entspringt und durch den Nationalpark Cilento und Vallo di Diano fließt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste historische Erwähnung des Castellum de Lauri stammt aus dem Jahr 932. Im 12. Jahrhundert lag die Bevölkerungszahl bei etwa 3500 Einwohnern, verteilt auf den Hauptort und vier weitere Nebenorte (Le Chiane Soprane (Piaggine), Le Chiane Sottane (Valle dell’Angelo), Fogna (Villa Littorio) und Zadalampe). Der Niedergang wurde durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Guelfen und Ghibellinnen eingeleitet, während deren Laurino von den Truppen Friedrich II. zerstört wurde. Aufgrund einer starken Migration in Richtung Norden, zwecks Arbeitssuche, hat der Ort heute nur noch 1376 Einwohner (Stand 31. Dezember 2019).

Der Ortsname Laurino leitet sich mit großer Wahrscheinlichkeit von der Laura ab, die durch die Ansiedlung zahlreicher griechischer Mönche vom Mönchsorden der Basilianer geschaffen wurde, die als Einsiedler in den zahlreichen Höhlen der Region lebten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An die vergangenen Zeiten erinnern zahlreiche Bauwerke, wie die Ruine des Herzogpalastes, die Fresken und Schnitzereien der Hauptkirche Santa Maria Maggiore und die beiden mittelalterlichen Brücken über den Fluss Calore.

In früheren Zeiten war Laurino als die „Perle des Calore“ bekannt. Heute zeichnet sich der Ort insbesondere durch die natürliche und unverfälschte Vegetation und vielfältigen Initiativen, wie das im August stattfindende Jazzfestival „Jazz in Laurino“, aus.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laurino hat zwei Fraktionen: Pruno und Villa Littorio.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Laurino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.