Lauter (Oberfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lauter
Lauter (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lauter hervorgehoben

Koordinaten: 49° 58′ N, 10° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Baunach
Höhe: 269 m ü. NHN
Fläche: 12,4 km2
Einwohner: 1140 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96169
Vorwahl: 09544
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 152
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bamberger Straße 1
96148 Baunach
Website: www.vg-baunach.de
Erster Bürgermeister: Ronny Beck (CSU)
Lage der Gemeinde Lauter im Landkreis Bamberg
Landkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtLandkreis KitzingenLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimPommersfeldenLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis CoburgLandkreis KulmbachLandkreis BayreuthLandkreis LichtenfelsBambergLandkreis ForchheimZückshuter ForstWinkelhofer ForstSteinachsrangenSembergLindach (gemeindefreies Gebiet)Koppenwinder ForstHauptsmoorwaldGeisberger ForstEichwald (gemeindefreies Gebiet)Ebracher ForstEbracher ForstWalsdorf (Oberfranken)RattelsdorfBaunachReckendorfLauter (Oberfranken)Gerach (Oberfranken)Gundelsheim (Oberfranken)HallstadtSchlüsselfeldZapfendorfWattendorfViereth-TrunstadtStrullendorfStegaurachStadelhofenSchönbrunn im SteigerwaldScheßlitzPriesendorfPommersfeldenPommersfeldenPettstadtOberhaid (Oberfranken)LitzendorfLisbergKönigsfeld (Oberfranken)KemmernHirschaidFrensdorfEbrachButtenheimBurgwindheimBurgebrachBreitengüßbachBischbergAltendorf (Landkreis Bamberg)MemmelsdorfHeiligenstadt in OberfrankenKarte
Über dieses Bild

Lauter ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geographie

Geographische Lage

Die Gemeinde liegt in der Region Oberfranken-West am Bach Lauter, der in Baunach in den Fluss Baunach fließt.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Baunach, Oberhaid, beide Landkreis Bamberg, Stettfeld und Ebelsbach, beide Landkreis Haßberge.

Gemeindegliederung

Lauter gliedert sich in sechs Gemeindeteile (mit Einwohnerzahlen, Stand: 3. Juli 2019)[2][3]:

Es gibt die Gemarkungen Deusdorf, Lauter, Leppelsdorf und Appendorf.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Papst Innozenz IV. bestätigte 1251 in einer Urkunde die in Lauter gelegenen Güter und Privilegien des Klosters Michelsberg. Lauter gehörte zum Hochstift Bamberg und ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Die Grafen von Truhendingen hatten ihren Sitz auf der bei Lauter gelegenen Stufenburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[4] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungszugehörigkeit

Am 1. Juli 1972 kam Lauter mit all seinen späteren Gemeindeteilen vom aufgelösten Landkreis Ebern zum Landkreis Bamberg und somit von Unter- nach Oberfranken.

Eingemeindungen

Am 1. April 1971 wurde ein Teil der ehemaligen Gemeinde Appendorf eingegliedert.[5]

Am 1. Mai 1978 kam die 1875 amtlich von Leppelsdorf in Deusdorf umbenannte Gemeinde zu Lauter.[5][6]

Einwohnerentwicklung

Im Zeitraum von 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1026 auf 1148 um 122 Einwohner bzw. um 11,9 %.

  • 1961: 1013 Einwohner
  • 1970: 1000 Einwohner
  • 1987: 1024 Einwohner
  • 1991: 1072 Einwohner
  • 1995: 1103 Einwohner
  • 2000: 1124 Einwohner
  • 2005: 1191 Einwohner
  • 2010: 1135 Einwohner
  • 2015: 1151 Einwohner

Religion

Laut Zensus waren am 9. Mai 2011 80,0 % der Einwohner römisch-katholisch und 10,7 % evangelisch-lutherisch. 9,3 % hatten eine andere Religion oder waren konfessionslos.

Politik

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Ronny Beck (CSU),[7] der sich mit 52,70 % der Stimmen gegen Helmut Hartmann (Freie Wähler) durchsetzte. Sein Vorgänger war Armin Postler (CSU), der 2002 mit 60,89 % der Stimmen gewann. 2008 wurde er mit 85,95 % der Stimmen und 2014 mit 88,16 % wiedergewählt. Postler wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Manfred Beierlieb (Freie Wähler), der sich 1996 mit 67,51 % der Stimmen gegen Hans-Jürgen Zitzelsberger (CSU) durchgesetzt hatte.

Gemeinderatswahlen

Die Kommunalwahlen 1996, 2002, 2008 und 2014 führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

1996 2002 2008 2014
CSU 06 07 07 08
Freie Wähler 06 05 05 04
gesamt 12 12 12 12

Verwaltung

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Baunach.

Wappen

Wappen Gde. Lauter (Oberfranken)
Blasonierung: „In Rot zwei silberne Flüge mit jeweils nach innen wachsenden, bekleideten, silbernen Armen, die den Stil eines senkrecht gestellten goldenen Rostes halten.“[8]

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 391. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 32 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 315 Hektar, davon waren 247 Hektar Ackerfläche und 67 Hektar Dauergrünfläche.

Feuerwehren

Freiwillige Feuerwehren befinden sich in Appendorf, Deusdorf, Lauter und Leppelsdorf. Die Feuerwehr Lauter verfügt über ein LF 8 sowie ein MZF.

Brauereien

In der Gemeinde besteht keine Brauerei mehr. Die Brauerei Fößel im Ortsteil Appendorf schloss im Jahr 2016.

Bildung

Es gibt einen Kindergarten mit 50 Plätzen (Stand: 1999).

Sportvereine

Sportvereine sind die SpVgg Lauter, deren Fußballabteilung in der Kreisliga, Kreis Bamberg/Bayreuth spielt, und der Kegelclub Keilschoner Deusdorf.

Weblinks

Commons: Lauter (Oberfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/204626&attr=OBJ&val=1121
  3. https://www.gemeinde-lauter.de/leben-wohnen/ortsteile/
  4. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  5. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 453.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.
  7. Mandatsträger. Gemeinde Lauter (Oberfranken), abgerufen am 7. September 2020.
  8. Eintrag zum Wappen von Lauter (Oberfranken) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte