Lauterbach (Oelsnitz)

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Lauterbach ist ein Stadtteil von Oelsnitz/Vogtl. im sächsischen Vogtlandkreis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Lauterbach wird erstmals im Jahr 1265 als Luterbach erwähnt[1] und erscheint 1328 das erste Mal in Urkunden als Luterbach, 1378 als Lutirbach, 1467 als Lauterpoch. Letzteres wird gedeutet als „Dorf am lauteren Bach“. Es ist eine rein deutsche Siedlung aus rauer Wurzel, aus dem Vogtlandwald durch Rodung entstanden. Die Flurform des deutschen Kurzwaldhufendorfes beweist das. Es ist ursprünglich wohl als Vorwerk, als ein Wirtschaftshof des Schlosses Voigtsberg, entstanden. Fränkische Bauern gründeten das Dorf. 1419 kaufen Peter von Machwitz und Lorenz Widerperger das Vorwerk zu Lauterbach von Hans Fasemann, und 1544 leiht der Kurfürst von Sachsen den beiden Genannten zwei Vorwerke zu Lauterbach. Die beiden haben in der Zeit den Besitz in zwei Güter, oberen und unteren Teils, geteilt. 1484 und 1546 sitzen auf beiden Gütern die Machwitze. Unter Hans von Machwitz erblüht auf den Fluren ein reger Bergbau auf Zinn, der in der Zeit von 1510 bis 1540 etwa 4 000 Zentner Zinn als Ausbeute brachte. 1657 findet man infolge Teilungen 21 Bauernstellen und im Jahre 1900 24 Höfe. Der Ort gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Voigtsberg.[1] Im Jahre 1880 hatte Lauterbach 561 Einwohner, im Jahre 1900 bereits 966. Das Wachstum der Oelsnitzer Industrie machte sich auch hier bemerkbar. 1925 betrug die Dorffläche 875 ha und 1189 Einwohner waren gezählt worden.

Alte Schule Lauterbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1813 hatte die Gemeinde in Karl Schönrich aus Zaulsdorf einen ständigen Kinderlehrer angestellt, der bis 1839 die Kinder in einer so genannten Reihenschule lehrte. Nach harten Auseinandersetzungen erbaute die Gemeinde 1839 ein eigenes Schulhaus. Das jetzige Schulgebäude wurde 1899 errichtet und 1911 mit einem Anbau versehen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauterbach liegt an der Staatsstraße 307 nach Hof. Der Lauterbacher Fußballverein führt den Namen „SG Traktor Lauterbach“.[2] Außerdem gibt es ein Wohnheim für behinderte Menschen[3], eine Salzheilgrotte[4] und einen Steinbruch[5]. Sehenswert ist ein ehemaliges Zinnbergwerk am Steigerhaus. Berühmteste Tochter dieses Oelsnitzer Stadtteiles ist die Sängerin Stefanie Hertel.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[1]
1557 16 besessene Mann, 2 Gärtner, 5 Inwohner
1764 19 besessene Mann, 17 Häusler, 1 2/3 Hufen
1834 442
Jahr Einwohnerzahl
1871 472
1890 545
1910 1177
Jahr Einwohnerzahl
1925 1084
1939 1260
1946 1292

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Plauen und das mittlere Vogtland (= Werte unserer Heimat. Band 44). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1986, S. 176.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lauterbach im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Lauterbach im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  2. Webseite der SG Traktor Lauterbach, abgerufen am 17. Oktober 2017
  3. Webseite des Marienstifts Oelsnitz, abgerufen am 17. Oktober 2017
  4. Webseite Salzheilgrotte Oelsnitz, abgerufen am 17. Oktober 2017
  5. Webseite Hartsteinwerke Vogtland (Memento des Originals vom 17. Oktober 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.streicher.de, abgerufen am 17. Oktober 2017