Lauterstein

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Lauterstein (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Lauterstein
Lauterstein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Lauterstein hervorgehoben
Koordinaten: 48° 43′ N, 9° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 468 m ü. NHN
Fläche: 23,32 km²
Einwohner: 2574 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73111
Vorwahl: 07332
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 061
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 75
73111 Lauterstein
Webpräsenz: www.lauterstein.de
Bürgermeister: Michael Lenz
Lage der Stadt Lauterstein im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild

Lauterstein ist eine Stadt im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick von Weißenstein (Vordergrund) nach Nenningen

Das Gemeindegebiet von Lauterstein liegt auf Höhen von etwa über 440 m ü. NN am Austritt des Hauptflusses bis 778,1 m ü. NN auf dem Bernhardus wenig zurückgesetzt hinter dem Albtrauf. Es umfasst Teile der Täler der Lauter und zweier kurzer Zuflüsse von ihr, daneben auch im Osten einen großen Anteil an der hier überwiegend bewaldeteten Hochfläche der Schwäbischen Alb.

Lauterstein ist in Luftlinie etwa 16 km östlich von der Kreisstadt Göppingen entfernt, etwa 12 km südöstlich des Zentrums der Nachbarstadt Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis, sowie etwa 52 km östlich der Landeshauptstadt Stuttgart und etwa 35 km nordnordwestlich der Großstadt Ulm.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauterstein besteht aus der ehemals selbständigen Gemeinde Nenningen und der ehemals selbständigen Stadt Weißenstein. Zur Gemeinde Nenningen gehörte das Dorf Nenningen. Zu Weißenstein gehörten die Stadt Weißenstein und die Häuser Lützelalb, Rupertstetten und Steighaus sowie die abgegangene Ortschaft Buitingen.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Lauterstein grenzen reihum im Nordwesten die Gemeinde Waldstetten, im Norden lange die Stadt Schwäbisch Gmünd, im Nordosten die Gemeinde Bartholomä, die alle zum Ostalbkreis gehören. Südöstliche und südliche Nachbarin ist die Gemeinde Böhmenkirch, südwestliche die Kleinstadt Donzdorf, beide im eigenen Landkreis Göppingen.

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauterstein wurde im Rahmen der Gemeindereform Baden-Württemberg zum 1. Januar 1974 durch Vereinigung der Gemeinde Nenningen und der Stadt Weißenstein gebildet.

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung zwischen 1837 und 2010.

Datum Einwohner
1837 1.090
1907 1.201
17. Mai 1939 1.596
13. September 1950 2.314
27. Mai 1970 2.673
31. Dezember 1983 2.563
31. Dezember 2005 2.811
30. September 2010 2.681

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Lauterstein hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[4]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Oberbürgermeister als Vorsitzendem. Der Oberbürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,42 %
49,58 %
ALL
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+0,42 %p
-0,42 %p
ALL
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
FWV Freie Wählervereinigung Lauterstein 50,42 6 unbekannt 6
ALL Allgemeine Liste Lauterstein 49,58 6 unbekannt 6
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 51,54 % 58,3 %

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold ein aus dem Unterrand emporkommender obeliskartiger silberner Stein, vorne gehalten von einem linkshin aufgerichteten roten Löwen, hinten ein geflügelter grüner Adlerfang (Klauflügel).“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Bahnhof Nenningen

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauterstein ist über die Bundesstraße 466 und die Landesstraße 1160 zu erreichen.

Von 1901 bis 1980 war Weißenstein Endbahnhof der in Süßen beginnenden Lautertalbahn. Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen erbauten die Bahnhofsgebäude in Nenningen und Weißenstein als Einheitsbahnhöfe vom Typ IIa respektive IIIb.[5]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wichtigste Arbeitgeber Lautersteins ist die Federnfabrik Monninger Federn GmbH. Neben diesem größten Arbeitgeber existieren einige kleinere Betriebe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt Lauterstein gibt es nur die Grundschule Lauterstein. Für alle weiterführenden Schulen müssen die Schüler nach Donzdorf oder Süßen pendeln.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Weißenstein mit Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Die Friedhofskapelle in Nenningen von 1582
Katholische Pfarrkirche St. Martinus, Nenningen

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lauterstein gibt es zwei Turnvereine aus den Teilgemeinden, den TV Nenningen und den TV Weißenstein. Beide hatten eine Handballabteilung, die sich 1995 zur SG Lauterstein zusammenschlossen. Die 1. Herrenmannschaft der SG Lauterstein spielt in der Oberliga Baden-Württemberg. Der TV Weißenstein spielt mit seinen Volleyballmannschaften in der Gaurunde des Turngau Staufen in der Mixed 1B und in der Jugend. Die Tennisabteilung spielt mit einer Männer- und Frauenmannschaft aktiv.

Zum kulturellen Gelingen des Jahres tragen sie bei, indem sie Kinderfasching, Altenehrung, Stadtfest, Sommerfest, Nikolausfeier und Jahresfeier mit eigener Theatergruppe jährlich neu ausgestalten.

In Lauterstein bestehen einige Chöre und Orchester. Zu den Chören gehören Chorisma (der ehemalige „Junge Chor“), der Liederkranz Weißenstein, der Kirchenchor Nenningen und die Sängerriege des TV Nenningen. Die beiden Musikvereine der Stadt Lauterstein, der Musikverein Nenningen und die Stadtkapelle Weißenstein, tragen mit jeweils einem aktiven Orchester und einem Jugendorchester sowie einer Zöglingsgruppe zum kulturellen Leben der Stadt bei.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lauterstein ist ein wichtiger Naherholungsbereich für den dichtbesiedelten Großraum Göppingen. Auf dem Albuch im nordöstlichen Teil der 2.332 ha großen Markung liegen große Waldflächen. Das Albuch und das malerische und sagenumwobene Christental mit dem dortigen Stausee (Hochwasserrückhaltebecken Christental) sind ein beliebtes Wandergebiet. Im Winter besteht für Skifahrerer ein Loipennetz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lauterstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 298–299.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Lauterstein.
  4. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart.
  5. Rainer Stein: Der württembergische Einheitsbahnhof auf Nebenbahnen. In: Eisenbahn-Journal Württemberg-Report. Band 1, V/96. Merker, Fürstenfeldbruck 1996, ISBN 3-922404-96-0, S. 80–83.
  6. Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Stuttgart 2013, ISBN 3-89657-138-9, S. 292.
  7. Karsten Preßler: Eine ikonografische Rarität. Die Maria-Joseph-Doppelfigur in Lauterstein-Weißenstein. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 42. Jg. 2013, Heft 2, S. 88–94 (PDF).
  8. Pieta von Franz Ignaz Günther in Nenningen, 1774.