Lava-Dome Mendig

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Der Lava-Dome in Mendig

Der Lava-Dome – Deutsches Vulkanmuseum Mendig ist ein Museum in Mendig, das am 30. Juli 2005 eröffnet wurde und den Vulkanismus in der Region um den Laacher See-Vulkan darstellt. Das Museum ist eine der zentralen Einrichtungen des Vulkanparks, der sich über die gesamte östliche Vulkaneifel und den linksrheinischen Teil des Mittelrheinischen Beckens erstreckt. Neben Informationen zur Geschichte des Vulkanismus und zur geologischen Entstehungsgeschichte der Region bietet der Lava-Dome auch ein Wissenschaftszentrum. Dort können Besucher selbst geologische und vulkanologische Phänomene erforschen. Das Museum befindet sich im Ortsteil Niedermendig.

Ausstellungsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausstellungsfläche beträgt insgesamt 700 Quadratmeter und umfasst drei Ausstellungsbereiche: das Land der Vulkane, die Vulkanwerkstatt und die Zeit der Vulkane. Die Ausstellung des Lava-Domes wurde von den Szenografen Milla & Partner aus Stuttgart gestaltet,[1] unter Beratung der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft und der Forschungsstelle Mayen des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz.

Ausstellungsbereich „Vulkanwerkstatt“

Im Land der Vulkane erzählt eine multimediale Show die Geschichte zweier großer Vulkanausbrüche, die enorme Auswirkungen auf die Landschaft der Vulkaneifel hatten: der Ausbruch des basaltischen (tephritischen) Wingertsbergvulkans, auf dessen Lavastrom die Stadt Mendig mitsamt dem Museum steht, und der des phonolithisch-trachytischen Laacher-See-Vulkans. Ein großes Vulkan-Modell stellt einen Vulkanausbruch nach, der von Bildern, Klängen und Projektionen begleitet wird, um einen intensiven Eindruck eines solchen Ereignisses zu bieten.

Die Vulkanwerkstatt im Obergeschoss des Museums ist ein kleines vulkanologisches Wissenschaftszentrum. An zehn interaktiven Versuchs- und Experimentalstationen kann jeder Besucher nachvollziehen, wie Vulkanausbrüche entstehen, und einen Eindruck von den Abläufen im Innern der Erde gewinnen.

Im Bereich Zeit der Vulkane sind „sprechende Steine“ installiert, die bei Berührung vier große Vulkanausbrüche vergangener Tage schildern. Aktuelle seismologische Daten zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben sowie aktuelle Bilder von Webcams in aller Welt können über Internetzugänge abgerufen werden. Ein stilisiertes Forscherkamp soll einen Eindruck davon vermitteln, mit welchen Methoden Wissenschaftler Vulkane untersuchen. In einem Rundkino läuft eine fiktive Nachrichtensendung zu einem erneuten Ausbruch des Laacher-See-Vulkans.

Außeneinrichtungen des Museums[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lavakeller 32 m unter Mendig

Im Museums-Foyer informiert ein großes Landschaftsrondell über weitere Sehenswürdigkeiten der Region. Zwei davon sind Außeneinrichtungen des Museums und liegen in unmittelbarer Nähe. Sie sind zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen: Die Lavakeller von Mendig mit einer Fläche von drei Quadratkilometern, die aus Sicherheitsgründen nur mit Führung zu besichtigen sind, und die Museumslay, eine Freilichtausstellung, in der alte Arbeitsmethoden der Natursteinbearbeitung präsentiert werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Meyer und Karl-Heinz Schumacher: Unterwegs im Vulkanpark. Die Verbandsgemeinde Mendig. Ein geologischer, pflanzenkundlicher und kulturgeschichtlicher Streifzug durch Mendig, Bell, Rieden, Thür und Volkesfeld. Koblenz 2004, ISBN 3-935690-37-1.
  • Karl-Heinz Schumacher und Wilhelm Meyer: Geopark Vulkanland Eifel. Lava-Dome und Lavakeller in Mendig. Redaktion: Karl Peter Wiemer. Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Köln 2006 (Rheinische Landschaften, Heft 57).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lava-Dome Mendig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lava-Dome in Mendig – eine Erlebniswelt der Extraklasse. Lava-Dome, Deutsches Vulkanmuseum Mendig. Abgerufen am 8. August 2013.

Koordinaten: 50° 22′ 33″ N, 7° 16′ 58″ O