Laval Nugent von Westmeath

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Porträt Nugents nach einer Lithographie von Josef Eduard Teltscher, 1826
Laval Graf Nugent von Westmeath als Feldmarschall

Laval Graf Nugent von Westmeath (* 3. November 1777 zu Ballynacor in Irland; † 21. August 1862 auf Schloss Bosiljewo bei Karlstadt, Kroatien) war ein österreichischer Feldmarschall irischer Abstammung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er trat 1793 in die österreichische Armee ein, wurde 1807 Oberst, 1809 Chef des Generalstabs beim Erzherzog Johann, leitete 1813 den Feldzug gegen den Vizekönig Eugène de Beauharnais und eroberte Kroatien, Istrien und das Pogebiet. 1815 befehligte er als Feldmarschalleutnant den rechten Flügel der österreichischen Armee in Italien, besetzte Rom und besiegte Murat bei Ceprano und San Germano. 1816 wurde er vom Papst in den römischen Fürstenstand erhoben. 1817 trat er als Generalkapitän in den Dienst Ferdinands I., König beider Sizilien, kehrte aber 1820 nach Ausbruch des Aufstandes zu Monteforte in österreichische Dienste zurück und erhielt 1848 als Feldzeugmeister das Kommando über ein Armeekorps, mit welchem er Radetzky gegen die Piemontesen unterstützte. Auch im Krieg gegen den ungarischen Aufstand befehligte er ein eigenes Korps und wurde 1849 zum Feldmarschall ernannt.

Laval Graf Nugent von Westmeath starb am 21. August 1862 auf dem Schloss Bosiljewo bei Karlstadt. Sein Leichnam wurde in die Gruft "Heldenfrieden" (kroat. Mir junaka) auf Trsat überstellt.

Museale Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum ist der um 1833 an Feldmarschall Laval Graf Nugent von Westmeath, damals Militärkommandant des Küstenlandes, verliehene Ehrensäbel der Stadt Fiume ausgestellt. Die hohl geschliffene Klinge zeigt in Gold tauschiert einerseits das Wappen der Familie Nugent, andererseits jenes der Stadt Fiume mit der Inschrift: „Urbs Flumen grata“.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heeresgeschichtliches Museum / Militärhistorisches Institut (Hrsg.): Das Heeresgeschichtliche Museum im Wiener Arsenal. Verlag Militaria, Wien 2016, ISBN 978-3-902551-69-6, S. 70