Lavardin (Loir-et-Cher)

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Lavardin
Lavardin (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Centre-Val de Loire
Département (Nr.) Loir-et-Cher (41)
Arrondissement Vendôme
Kanton Montoire-sur-le-Loir
Gemeindeverband Territoires Vendômois
Koordinaten 47° 45′ N, 0° 53′ OKoordinaten: 47° 45′ N, 0° 53′ O
Höhe 63–146 m
Fläche 6,71 km²
Einwohner 179 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km²
Postleitzahl 41800
INSEE-Code

Blick auf Lavardin

Lavardin ist eine französische Gemeinde mit 179 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) ^im Département Loir-et-Cher in der Region Centre-Val de Loire.

Der Ort liegt am Fluss Loir und wurde aufgrund seines mittelalterlichen Ortsbildes mit seiner Burgruine und seinem frühromanischen Kirchenbauwerk als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.[1] Bekannte Künstler wie der Landschaftsmaler Charles Busson haben hier ihre Motive gefunden.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2017
Einwohner 293 268 222 256 245 262 217 183
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • die Brücke über den Loir aus dem 13. Jahrhundert,
  • einige Häuser aus dem 12. bis 16. Jahrhundert,
  • die Ruine der Burg Lavardin, Hauptstützpunkt der Herren von Vendôme, mit Resten des Wohntraktes und seiner Nebengebäude sowie des 26 Meter hohen Bergfrieds.
  • die Kirche Saint-Genest aus dem 11. bis 13. Jahrhundert mit romanischen Fresken,
  • Höhlenwohnungen oberhalb der Kirche.

Kirche Saint-Genest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühromanische Kirche Saint-Genest ist eine dreischiffige Basilika mit einem ins Langhaus eingestellten Westturm und mit schweren dörflichen Bauformen. In Teilen geht die Bausubstanz auf die Zeit um 1040 und 1080 zurück, der Rest stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert.

Die drei Kirchenschiffe werden von derben Pfeilern und Rundbögen getrennt. Durch den Triumphbogen gelangt man in den Hauptchor, den eine Apsis mit Halbkuppelgewölbe abschließt. Die Pfeiler zwischen Haupt- und Nebenchören haben Kapitelle mit primitiv gebildeten Skulpturen und Ornamentformen. Zahlreiche Reste von Wandmalereien, die seit dem 19. Jahrhundert freigelegt wurden, mildern die Schwere des Raumeindrucks. Sie stammen aus dem 12. bis 16. Jahrhundert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilfried Hansmann: Das Tal der Loire. Schlösser, Kirchen und Städte im «Garten Frankreichs». 2. Auflage. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2006, ISBN 3-7701-6614-0, S. 208.
  • Wilfried Hansmann: Das Tal der Loire. Schlösser, Kirchen und Städte im «Garten Frankreichs». DuMont Reiseverlag, Köln 2003, ISBN 3-7701-6086-X, S. 243.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lavardin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lavardin auf Les plus Beaux Villages de France (französisch)