León Viejo

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Widmung als Weltkulturerbe

León Viejo ist eine Ruinenstadt in Nicaragua und gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Ruinenstadt von León Viejo vermittelt einen authentischen Eindruck einer frühen spanischen Kolonialsiedlung in Mittelamerika. Das alte León (Nicaragua) wurde 1524 durch Francisco Hernández de Córdoba gegründet und 1531 Bischofssitz. Der Bischof Fray Antonio de Valdivieso, der sich durch sein humanitäres Engagement hervortat, wurde 1551 auf Geheiß des Gouverneurs Pedro Arias Dávila ermordet. Das Verbrechen ließ in der Bevölkerung die Überzeugung reifen, dass die Stadt eines Tages für ihre Sünden würde büßen müssen. Diese Befürchtungen bewahrheiteten sich 60 Jahre später. Ein Erdbeben und der Vulkanausbruch des Momotombo legten 1609 die Stadt in Schutt und Asche. Die Katastrophe erwies sich als archäologischer Glücksfall, denn die bauliche Struktur der Stadt blieb auf diese Weise erhalten. 1968 begannen die Grabungen. Dabei stellte sich heraus, dass der Siedlung ein Schachbrettmuster zugrunde lag. Bislang wurden die Grundmauern der Kathedrale und des Gouverneurspalastes sowie eines Klosters freigelegt. Die Ruinen des alten León (Nicaragua) gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Koordinaten: 12° 24′ 2″ N, 86° 37′ 2″ W