Leônidas da Silva

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Leônidas da Silva

gemeinsam mit Arthur Friedenreich (r.) 1938

Spielerinformationen
Voller Name José Leônidas da Silva
Geburtstag 6. September 1913
Geburtsort Rio de JaneiroBrasilien
Sterbedatum 24. Januar 2004
Sterbeort CotiaBrasilien
Position Sturm
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1929
1929–1930
1931–1932
1933
1934
1935
1935–1936
1936–1941
1942–1951
São Cristóvão FR
Sírio Libanês FC
Bonsucesso FC
Peñarol Montevideo
CR Vasco da Gama
SC Brasil
Botafogo FR
Flamengo Rio de Janeiro
FC São Paulo
Nationalmannschaft
1932–1946 Brasilien 26 (25)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

José Leônidas da Silva (* 6. September 1913 in Rio de Janeiro; † 24. Januar 2004 in Cotia) war ein brasilianischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leônidas da Silva spielte im Verlauf seiner Fußballer-Karriere bei den brasilianischen Spitzenteams FC São Paulo, Botafogo FR, CR Vasco da Gama und Flamengo Rio de Janeiro.

1933 spielte er für Peñarol Montevideo in Uruguay.[1] Der im Angriff spielende da Silva, dessen Spitznamen der "schwarze Diamant" und "Gummi-Mann" lauteten, wird teilweise – und insofern umstritten – als Erfinder des Fallrückziehers bezeichnet.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Debüt gab er am 4. Dezember 1932 in Montevideo beim 2:1-Sieg gegen die Auswahl Uruguays im Rahmen des Copa Río Branco. Im Trikot der Seleção bestritt er 26 Länderspiele (wovon nur 19 offiziell als solche gelten) und erzielte 25 Tore. Bei der Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich avancierte er mit sieben Toren zum Torschützenkönig des Turniers. Alle in im legendären Spiel gegen Polen (Endresultat: 6:5 n.V.) erzielte er dabei drei Treffer. In dieser Partie spielte er zeitweise barfuß. Legendär war vor allem Leonidas 6:5-Siegtor in der Verlängerung, als er sich im Anstosskreis den Ball schnappte, bis in den Strafraum kurvte und seine Mannschaft mit einem tollen Tor ins Viertelfinale schoss. Im Halbfinale wurde der leicht angeschlagene Leonidas nicht eingesetzt, da der Trainer ohnehin mit einem sicheren Weiterkommen rechnete. Ohne den Stürmer verlor Brasilien gegen den Titelverteidiger aus Italien mit 1:2.[2] Bei seinen beiden WM-Teilnahmen in den Jahren 1934 und 1938 erzielte er insgesamt acht Tore und gehört seitdem bei WM-Turnieren zu den erfolgreichsten brasilianischen Torschützen aller Zeiten.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Sportkarriere wurde er zu einem der berühmtesten Sportreporter Brasiliens und war Besitzer eines Möbelgeschäftes in São Paulo.

Da Silva litt an der Alzheimer-Krankheit und verbrachte die letzten zehn Jahre seines Lebens in einer Klinik.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Planteles Históricos (spanisch), abgerufen am 16. Mai 2015
  2. Matti Lieske: Warum der Fußball für Brasilien so wichtig ist, berliner-zeitung.de, abgerufen am 10. Juni 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leônidas da Silva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien