Le Faouët (Morbihan)

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Le Faouët
Ar Faoued
Wappen von Le Faouët
Le Faouët (Frankreich)
Le Faouët
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Pontivy
Kanton Gourin
Gemeindeverband Roi Morvan Communauté
Koordinaten 48° 2′ N, 3° 29′ WKoordinaten: 48° 2′ N, 3° 29′ W
Höhe 53–202 m
Fläche 34,03 km2
Einwohner 2.819 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 83 Einw./km2
Postleitzahl 56320
INSEE-Code
Website http://www.lefaouet.fr

Markthalle von Le Faouët

Le Faouët (bretonisch: Ar Faoued) ist eine französische Gemeinde mit 2819 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Le Faouët gehört zum Kanton Gourin.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le Faouët liegt im äußersten Nordwesten des Departements Morbihan, in der Landschaft Cornuaille, auf einem Höhenrücken über den 100 m tiefer liegenden Tälern der Ellé und des Inam, die sich im Süden des Gemeindegebiets vereinigen.

Nachbargemeinden sind Meslan, Priziac, Langonnet, Le Saint, Guiscriff und Lanvénégen. Wichtigster Ortsteil neben dem Hauptort Le Faouët ist das Dorf Saint-Fiacre, in dem sich eine sehenswerte gotische Kirche befindet.

Durch das Gemeindegebiet führt die D 769, eine Schnellstraße, die Lorient mit Roscoff verbindet.

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 3.057 3.048 3.149 3.177 2.869 2.808 2.901

Altersstruktur (2007)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersklasse 19 Jahre oder jünger 20-64 Jahre 65 Jahre oder älter
Anteil der Einwohner pro Altersklasse 19,4 % 49,6 % 31,0 %

(Quelle: INSEE)[1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 arbeiteten ca. 3 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft und ca. 27 % in der Industrie oder im Baugewerbe. Die restlichen 70 % der Erwerbstätigen waren im Tertiärsektor tätig.

Im Jahr 2008 waren 12 % der ortsansässigen Betriebe in der Landwirtschaft tätig, sowie 16 % im Sekundärsektor. Die restlichen 72 % der Betriebe gehörten zum Dienstleistungssektor. (Quelle: INSEE)[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gehört historisch zur bretonischen Region Kernev (frz. Cornouaille) und innerhalb dieser Region zum Gebiet Aven (frz. ebenso) und teilt dessen Geschichte. Seit 1793 ist Le Faouët Hauptort des gleichnamigen Kantons.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet von Le Faouët sind folgende Sehenswürdigkeiten zu entdecken: [4]

Markthalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortszentrum von Le Faouët steht die imposante, aus Holz erbaute Markthalle mit einer sehenswerten Dachkonstruktion. Ende des 15. / Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut[5], ist die Markthalle heute immer noch in Nutzung.[6]

Kapelle Sainte-Barbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich des Ortes befindet sich auf einem Bergrücken die spätgotische Kapelle Sainte-Barbe, die zwischen 1489 und 1512 erbaut wurde. Zur Kapelle, die sich knapp unterhalb des Gipfelplateaus befindet, führt eine sehenswerte Renaissancetreppe hinab.[7]

Kapelle Saint-Fiacre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Saint-Fiacre befindet sich die gleichnamige, 1480 erbaute Kapelle. Sehenswert ist der farbige, reich mit Schnitzereien geschmückte Holzlettner.[8] Der Erschaffer des Lettners, Olivier Le Loergan, wurde für dieses Werk in den Adelsstand erhoben.[9]

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Notre-Dame-de-l'Assomption von Ende 15. Jahrhundert
  • Ursulinenkloster, heute Kunstschule und Musée des Beaux Arts (Museum der Schönen Künste), aus dem Jahr 1690
  • Kapelle Saint-Adrien in Lambelleguic aus dem 16. Jahrhundert
  • Kapelle Saint-Fiacre aus dem 17. Jahrhundert beim Ursulinenkloster
  • Kapelle Saint-Jean aus dem 15.-17. Jahrhundert (vier Kilometer nordwestlich von Le Faouët)
  • Kapelle Saint-Sébastien aus den Jahren 1598–1608 im gleichnamigen Ort
  • Haus Maison de Garde aus dem Jahr 17. Jahrhundert in Saint-Barbe
  • Beinhaus bei der Kapelle Saint-Barbe
  • fontaine de dévotion (Brunnen der Anbetung) aus dem Jahr 1708
  • alte Wassermühlen in Barrigan, Diarnelez, Guel, Le Mur und Rerzen, Papiermühle in Le Grand-Pont
  • ehemalige Herrenhäuser in Barregan, Diarnelez, Kerdudou (15. Jahrhundert) und Keryhuel

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le Faouët auf der Website des Insee
  2. Le Faouët auf der Website des Insee
  3. Le Faouët auf Cassini.ehess.fr (französisch)
  4. Sehenswürdigkeiten der Gemeinde (französisch)
  5. [1] Markthalle von Le Faouët in der Datenbank Base Mérimée des Französischen Kulturministeriums
  6. http://www.lefaouet.fr/index.php/Le-marche/id-menu-33.html
  7. Frank und Almut Rother: Die Bretagne. Im Land der Dolmen, Menhire und Calvaires, S. 250
  8. Frank und Almut Rother: Die Bretagne. Im Land der Dolmen, Menhire und Calvaires, S. 250
  9. Englischer Wikipediaeintrag zu Le Faouët (Morbihan)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frank und Almut Rother: Die Bretagne. Im Land der Dolmen, Menhire und Calvaires. DuMont Kunst-Reiseführer, Dumont Buchverlag, Köln 1978, ISBN 3-7701-0933-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Le Faouët (Morbihan) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien