Le Fossat

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Le Fossat
Wappen von Le Fossat
Le Fossat (Frankreich)
Le Fossat
Region Okzitanien
Département Ariège
Arrondissement Saint-Girons
Kanton Arize-Lèze
Gemeindeverband Arize Lèze
Koordinaten 43° 10′ N, 1° 24′ OKoordinaten: 43° 10′ N, 1° 24′ O
Höhe 231–353 m
Fläche 14,41 km2
Einwohner 1.052 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 73 Einw./km2
Postleitzahl 09130
INSEE-Code

Le Fossat – Wehrkirche Saint-Barthélémy

Le Fossat (okzitanisch ebenfalls Le Fossat) ist eine französische Gemeinde mit 1052 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Ariège in der Region Okzitanien; sie gehört zum Arrondissement Saint-Girons und zum Kanton Arize-Lèze.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le Fossat liegt am Fluss Lèze in einer Höhe von etwa 240 m. Nächstgelegene Stadt ist das etwa 26 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich gelegene Pamiers; die Großstadt Toulouse ist knapp 60 Kilometer in nördlicher Richtung entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 644 656 687 658 754 783 964 1052

Im 19. Jahrhundert hatte der Ort meist um die 1000 Einwohner. Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft führte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem kontinuierlichen Absinken der Einwohnerzahlen bis auf die Tiefststände in den 1940er und 1980er Jahren.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le Fossat lebte in hohem Maße von der in den Weilern und Dörfern der näheren Umgebung betriebenen Landwirtschaft; der Ort selbst fungiert bis heute als kleines regionales Handels-, Handwerks- und Dienstleistungszentrum. Auch der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) spielt eine gewisse Rolle für die Einnahmen des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le Fossat gehörte zur Grafschaft Foix und zur Abtei Saint-Antoine-et-Saint-Pierre in Lézat-sur-Lèze und wurde im 13. Jahrhundert gemeinschaftlich (paréage) vom Grafen von Foix und dem Vorsteher der Abtei gegründet. Um Neusiedler anzuziehen gewährte man ihnen diverse Privilegien steuerlicher (Befreiung von Leib- und Wegezöllen) und wirtschaftlicher Art (Markt- und Messerecht). In den Jahren 1568 und 1625 wurde der Ort von den Hugenotten belagert und teilweise zerstört.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von der im 14. Jahrhundert erbauten und im 18. Jahrhundert weitgehend umgebauten Wehrkirche Saint-Barthélémy ist lediglich der untere, aus Hausteinen erbaute Teil der Fassade mit dem gotischen Portal original erhalten, der obere Teil ist dagegen aus den für die Region typischen Ziegelsteinen gemauert. Langhaus und Apsis wurden nach den Zerstörungen während der Hugenottenkriege erneuert. Der Kirchenbau ist seit dem Jahr 1926 als Monument historique anerkannt.[1]
  • Die romanische Chapelle Saint-André stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist ebenfalls als Monument Historique anerkannt.[2]
  • Ein aufwendig gestalteter Brunnen (Fontaine des Tortues) aus dem Jahr 1927 wurde im Jahr 2007 ebenfalls unter Denkmalschutz gestellt.
  • In der Umgebung des Ortes finden sich die Reste zweier Windmühlen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Le Fossat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le Fossat, Église Saint-Barthélémy in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Le Fossat, Chapelle Saint-André in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)