Le Gouray

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Le Gouray
Wappen von Le Gouray
Le Gouray (Frankreich)
Le Gouray
Gemeinde Le Mené
Region Bretagne
Département Côtes-d’Armor
Arrondissement Dinan
Koordinaten 48° 20′ N, 2° 29′ WKoordinaten: 48° 20′ N, 2° 29′ W
Postleitzahl 22330
Ehemaliger INSEE-Code 22066
Eingemeindung 1. Januar 2016
Status Commune déléguée

Le Gouray (Gallo: Le Góràè, bretonisch Gorre) ist eine Ortschaft und eine Commune déléguée in der französischen Gemeinde Le Mené mit 1.292 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Die Einwohner werden Gourayens/Gourayennes genannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le Gouray liegt etwa 29 Kilometer südöstlich von Saint-Brieuc in der Osthälfte des Départements Côtes-d’Armor.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Siedlungsspuren wie die Allée couverte des Meurtiaux stammen aus der Jungsteinzeit. Weitere Grabungen brachten Überreste aus keltischer und gallo-römischer Zeit ans Tageslicht.

Die Kirchgemeinde entstand im Frühmittelalter. Im Jahr 1205 wird der Ort als Gorre in einer Kirchenurkunde erstmals namentlich erwähnt. Zudem war der Ortsteil La Motte-du-Parc im Mittelalter Sitz einer Herrschaft. Verschiedene Epidemien suchten die Gemeinde bis in die Neuzeit heim. Im 13. Jahrhundert gab es eine Leprastation in Le Gouray. Am 24. Oktober 1823 wechselte die Siedlung Saint-Mirel von Le Gouray zu Collinée. Zum gleichen Zeitpunkt wechselte die Siedlung Bransart zu Saint-Jacut-du-Mené. Und am 10. August 1849 trat die Gemeinde verschiedene Gebiete im Süden an die Gemeinde Saint-Jacut-du-Mené ab. Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum Distrikt Broons und war Kantonshauptort des Kantons Le Gourray. Von 1801 bis 1926 war sie Teil des Arrondissements Loudéac und war seither Teil des Arrondissements Dinan. Und von 1801 bis 2015 war sie eine Gemeinde des Kantons Collinée.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 entstand aus der Fusion aller sieben Gemeinden des Gemeindeverbandes Communauté de communes du Mené die neue Gemeinde Le Mené, zu der Le Gouray gehört. Die Gemeinde Le Gouray gehörte zum Arrondissement Dinan und zum Kanton Plénée-Jugon.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahl der Bewohner nahm zwischen 1793 und 1836 leicht zu (1793–1836: +10,5 %). Danach folgte als Folge der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft eine erste Abwanderungswelle (1836–1856: −17,2 %). Bis zur Jahrhundertwende um 1900 blieb die Einwohnerschaft dann immer etwa auf gleicher Höhe. Bereits nach 1900 begann eine zweite Abwanderungswelle, die sich als Folge der zahlreichen Gefallenen und der Grippewelle von 1918 verstärkte. Die starke Landflucht hielt bis um 1980 an (1901–1982: −51,1 %). Nach der Jahrtausendwende kam es zu einem bedeutenden Wachstum (1999–2012: +34,3 %).

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1793 1800 1806 1821 1831 1836 1841 1846 1851 1856 1861 1866 1872 1876 1881 1886 1891 1896
Einwohner 2.120 2.117 2.097 2.179 2.301 2.342 2.219 2.252 2.032 1.940 2.012 1.942 1.942 2.033 1.993 2.015 1.954 1.965
Jahr 1901 1906 1911 1921 1926 1931 1936 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2013
Einwohner 1.906 1.784 1.740 1.626 1.558 1.433 1.346 1.237 1.143 1.108 1.068 988 932 944 939 1.072 1.261 1.263

Quelle: Cassini und ab 1962 INSEE

Sehenswürdigkeiten[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss Château de la Motte Basse
  • Dorfkirche Saint-Étienne (erbaut 1854)
  • Kapelle Saint-Roch aus dem 12. Jahrhundert (im 17. Jahrhundert restauriert)
  • Kapelle von La Motte-Basse aus dem Jahr 1759
  • Kalvarienberg von La Motte-Basse
  • zahlreiche Kreuze und Wegkreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert
  • mehrere Herrenhäuser: Manoir du Vau-Raulet, Manoir de la Motte du Parc (15. Jahrhundert), Manoir des Murs (17. Jahrhundert) und Manoir de Quilloury (16. Jahrhundert)
  • alte Häuser im Dorfzentrum (erbaut 1777) und Truet (erbaut 1573)
  • Landgut von Le Gros-Chêne aus dem Jahr 1840
  • mehrere Mühlen
  • strohgedecktes Haus aus dem 18. Jahrhundert in Le Limbé
  • Lavoir (Waschhaus) in Noë-Perghien
  • Allée couverte aus der Jungsteinzeit in L’Épine
  • Eisenbahnbrücke Pont de Planchettes (1924 eingeweiht)
  • Denkmal für die Gefallenen[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 186–190.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Le Gouray – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung der Sehenswürdigkeiten (französisch) (Memento des Originals vom 24. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fr.topic-topos.com
  2. Denkmal für die Gefallenen