Le Orme

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Le Orme
Auftritt 2001
Auftritt 2001
Allgemeine Informationen
Herkunft Marghera, Italien
Genre(s) Progressive Rock
Gründung 1966, 1986
Auflösung 1982
Gründungsmitglieder
Aldo Tagliapietra (bis 2009)
Gitarre
Nino Smeraldi (bis 1969)
Bass
Claudio Galieti (bis 1969)
Marino Rebeschini (bis 1967)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Bass, Gitarre
Alessio Trapella (seit 2017)
Michele Bon (seit 1990)
Schlagzeug
Michi Dei Rossi (seit 1967)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Tolo Marton (1975–1976)
Gitarre
Germano Serafin (1976–1980)
Gitarre
Giorgio Mantovan (1991–1992)
Gitarre
William Dotto (2010–2015)
Bass, Gitarre, Gesang
Fabio Trentini (2009–2017)
Schlagzeug
Dave Baker (1969)
Keyboard, Klavier
Tony Pagliuca (1968–1991)
Francesco Sartori (1989–1997)
Klavier, Violine
Andrea Bassato (1998–2007)
Klavier
Gian Piero Reverberi (1974)
Klavier, Keyboard
Federico Gava (2010–2011)
Gesang
Jimmy Spitaleri (2010–2012)

Le Orme („Die Fußspuren“) ist eine italienische Progressive-Rock-Band. 1966 als Beatband gegründet, wandte sie sich – nach ersten psychedelischen Versuchen – in den 70er-Jahren einem von Emerson, Lake and Palmer inspirierten Prog-Rock zu.[1] Neben Premiata Forneria Marconi und Banco del Mutuo Soccorso gilt die Band als einer der bedeutendster Vertreter des Genres in Italien.[2]

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die Band 1966 in Marghera, bestehend aus Aldo Tagliapietra, Nino Smeraldi, Claudio Galieti und Marino Rebeschini. Erste Single war Fiori e colori, die 1967 erschien. Michi Dei Rossi ersetzte Rebeschini am Schlagzeug, 1968 erschienen Senti l’estate che torna und – nach dem Eintritt von Tony Pagliuca als KeyboarderMilano 1968 sowie das erste Album Ad gloriam. 1969 stieg Galieti aus der Band aus und die verbleibenden Mitglieder nahmen die Single Irene auf, dann verließ auch Smeraldi die Band, die als Trio (ohne Gitarrist) weiterbestand. Mit der Single Il profumo delle viole begann die Band eine mehrjährige Zusammenarbeit mit Produzent Gian Piero Reverberi und 1971 erschien mit Collage ihr erstes Progressive-Album.

Dem erfolgreichen Album folgte 1972 Uomo di pezza, das die Single Gioco di bimba enthielt. 1973 erschien Felona e Sorona, das auch in einer englischsprachigen Version (mit Texten von Peter Hammill) für den internationalen Markt veröffentlicht wurde. Als erstes Livealbum brachte die Band 1974 In concerto heraus, im selben Jahr folgte auch das Album Contrappunti. Mit dem Gitarristen Tolo Marton nahm Le Orme dann in Los Angeles das nächste Album Smogmagica auf, Marton wurde jedoch gleich im Anschluss durch Germano Serafin ersetzt. Die Single Canzone d’amore war 1976 ein großer Charterfolg, als nächstes Album erschien Verità nascoste (nun nicht mehr mit Reverberi). Nach Storia o leggenda legte die Band eine kurze Pause ein.

Wieder mit Produzent Reverberi, nahm Le Orme 1979 das Album Florian auf. Nach Piccola rapsodia dell’ape (1980), verblieb die Band erneut ohne Gitarrist und nahm als Trio 1982 mit Marinai am Sanremo-Festival teil. Das Album Venerdì kündigte daraufhin die Auflösung der Band an.

Keyboarder Michele Bon (2005)

1987 kehrte Le Orme jedoch wieder zum Sanremo-Festival zurück (sie präsentierte dort Dimmi che cos’è) und legte drei Jahre später auch wieder ein neues Album vor, Orme, produziert von Mario Lavezzi. 1992 trat Pagliuca aus der Band aus und wurde durch Michele Bon ersetzt. Mit dem Pianisten Francesco Sartori ging die Gruppe auf ausgedehnte Tournee und präsentierte Klassiker des italienischen Progressive Rock. 1996 erschien das nächste Album Il fiume, in dem sich Le Orme stilistisch wieder auf die Anfänge zurückbesann. 1997 folgte die Kompilation Amico di ieri und an Sartoris Stelle trat Andrea Bassato.

Die Band setzte ihre Tätigkeit auch im neuen Jahrtausend fort, mit den Alben Elementi (2001) und L’infinito (2004). Ihre Tourneen führten sie auch nach Amerika; 2008 erschien das Video- und Livealbum Live in Pennsylvania. Andrea Bassato verließ die Gruppe wieder und 2009 kam es zum Bruch zwischen Gründer Aldo Tagliapietra und den anderen beiden Bandmitgliedern. Michi Dei Rossi führte die Band unter gleichem Namen weiter und holte Jimmy Spitaleri als neuen Sänger ins Boot. Außerdem stießen Fabio Trentini, Federico Gava und William Dotto dazu. In dieser Besetzung veröffentlichte die Band 2011 das Album La via della seta. Nach weiteren Besetzungswechseln erschien 2017 das Album ClassicOrme, nun mit Alessio Trapella als Sänger und Bassist.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Italienische Albumcharts setzen erst 1970 ein!

Studioalben

Jahr Titel Charts[3] Anmerkungen
ItalienItalien IT
1971 Collage
10
(21 Wo.)
Philips
1972 Uomo di pezza
2
(43 Wo.)
Philips
1973 Felona e Sorona
2
(24 Wo.)
Philips
2011 Platz 79 (1 Wo.) in den FIMI-Charts
1974 Contrappunti
13
(12 Wo.)
Philips
1975 Smogmagica
16
(17 Wo.)
Philips
1976 Verità nascoste
8
(20 Wo.)
Philips
1977 Storia o leggenda
15
(20 Wo.)
Philips
1979 Florian
13
(13 Wo.)
Philips
1980 Piccola rapsodia dell’ape
22
(3 Wo.)
Philips
2011 La via della seta
95
(1 Wo.)

Weitere Studioalben:

  • Ad gloriam (1969)
  • L’aurora delle Orme (1970)
  • Venerdì (1982)
  • Orme (1990)
  • Il fiume (1996)
  • Elementi (2001)
  • L’infinito (2004)
  • ClassicOrme (2017)

Livealben

Jahr Titel Charts[3] Anmerkungen
ItalienItalien IT
1974 In concerto
8
(22 Wo.)
Philips

Weitere Livealben:

  • Live in Pennsylvania (2008)
  • Live Orme (2009)
  • Progfiles – Live in Rome (2010)

Kompilationen (Auswahl)

Jahr Titel Charts[3] Anmerkungen
ItalienItalien IT
2005 Studio Collection 1970-1980
44
(6 Wo.)
Universal

Singles (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Charts[4] Anmerkungen
ItalienItalien IT
1972 Giochi di bimba
Uomo di pezza
5
(18 Wo.)
B-Seite: Figure di cartone
1976 Canzone d’amore
2
(18 Wo.)
B-Seite: È finita una stagione
Verità nascoste
Verità nascoste
13
(8 Wo.)
A-Seite: Regina al Troubadour
1978 Storia o leggenda
Storia o leggenda
22
(3 Wo.)
A-Seite: Se io lavoro
1979 Fine di un viaggio
Florian
22
(7 Wo.)
B-Seite: Il mago
1987 Dimmi che cos’è
18
(3 Wo.)
Baby Records

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oronzo Balzano: Le Orme. Il mito, la storia, la leggenda. 40 anni di Rock Progressivo. Bastogi, 2007, ISBN 978-8881859443.
  • Oronzo Balzano: Ad gloriam. Le Orme e il beat. Enter, 2011, ISBN 978-8890582240.
  • Aldo Tagliapietra: Le mie verità nascoste. Arcana, 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bruce Eder: Le Orme, Biography & History. In: Allmusic. Abgerufen am 22. Mai 2018.
  2. Alessandro Bratus: In the Court of a Foreign King. 1970s Italian Progressive Rock in the UK. In: Franco Fabbri, Goffredo Plastino (Hrsg.): Made in Italy: Studies in Popular Music. Routledge, London 2016, ISBN 978-1-138-21342-5, S. 172.
  3. a b c Chartquellen (Alben):
  4. M&D-Chartarchiv. Musica e dischi, abgerufen am 22. Mai 2018 (italienisch, kostenpflichtiger Abonnement-Zugang).