Leadership in Energy and Environmental Design

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7 World Trade Center ist New Yorks erster „green office tower“ nach dem U.S. Green Building Council
Hearst Tower (New York City), ein weiteres nach LEED-Kriterien gebautes Gebäude

Die Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) (übersetzt etwa: Führerschaft in energie- und umweltgerechter Planung) ist ein System zur Klassifizierung für ökologisches Bauen, das vom U.S. Green Building Council 1998 entwickelt wurde. Es definiert eine Reihe von Standards für umweltfreundliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen.

Bay Adelaide Centre, in Toronto ein nach LEED-Kriterien gebautes Gebäude
Das Deutsche-Bank-Hochhaus in Frankfurt am Main (hier mit Blick von der Kaiserstraße) wurde mit LEED (Platin) und DGNB (Gold) zertifiziert

Zertifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Version LEED v2.2 für Neubauten und größere Renovierungen von Gewerbeimmobilien gibt es 69 zu vergebende Punkte und die Gebäude können in 4 Qualitätsstufen eingeordnet werden:

  • Certified: 26–32 Punkte
  • Silver: 33–38 Punkte
  • Gold: 39–51 Punkte
  • Platinum: 52–69 Punkte

Im Jahr 2009 wurde die bis dahin gültige Version LEED v2.2 von LEED v3 abgelöst. Im aktuellen Regelwerk sind nun nicht mehr 69 sondern 110 Punkte zu erreichen. Dementsprechend wurde auch die Punkteverteilung neu gestaltet:

  • Certified: 40–49 Punkte
  • Silver: 50–59 Punkte
  • Gold: 60–79 Punkte
  • Platinum: 80 und mehr Punkte

Diese Punkteverteilung gilt für alle Varianten der LEED-Zertifizierung mit Ausnahme von der Systemvariante für Wohngebäude (LEED for Homes).

Akkreditierungsstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Green Building“-Fachexperten können sich durch das LEED Accredited Professional Exam akkreditieren lassen. Diese Akkreditierung autorisiert eine Person, die Beurteilung und Zertifizierung von Gebäuden nach den verschiedenen LEED-Systemen durchzuführen. Die Akkreditierung wird durch das Green Building Certification Institute verwaltet.

Andere nationale Bewertungssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für allgemeine Darstellung von nationalen Entwicklungen siehe Artikel Green building.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der LEED-Standard greift oft auf US-amerikanische Normen zurück, welche in Europa nur wenig bekannt sind. Seit einiger Zeit bieten daher auch deutsche Ingenieurbüros Berechnungen nach US-amerikanischen Normen an.[1] Um den LEED-Standard zu erreichen sind globale Maßnahmen festgelegt, die dann bei regionaler Betrachtung unnötig sein können (z. B. Regenwassernutzung bzw. Grauwasser-Nutzung in niederschlagsreichen Gebieten). Auch werden gebäudetechnische Maßnahmen verlangt, die kontraproduktiv sind (z. B. Luftwechselrate von 100 m³/h bei mechanischer Lüftung (Raumlufttechnik) in Toiletten, wo die Hälfte – bei halbem Energieverbrauch und nur 70 % Investitionskosten – genügen würde.)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Projektbeschreibung einer Energiesimulation für ein LEED-zertifiziertes Gebäude eines deutschen Ingenieurbüros