Lebensgier

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Filmdaten
Deutscher TitelLebensgier
OriginaltitelHuman Desire
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1954
Länge91 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieFritz Lang
DrehbuchAlfred Hayes
ProduktionLewis J. Rachmil
MusikDaniele Amfitheatrof
KameraBurnett Guffey
SchnittAaron Stell
Besetzung

Lebensgier (Originaltitel: Human Desire) ist ein US-amerikanischer Spielfilm nach einem Roman von Émile Zola aus dem Jahr 1954. Regie führte Fritz Lang, die Musik stammt vom russischstämmigen Daniele Amfitheatrof. In den Hauptrollen sind der kanadischstämmige Schauspieler Glenn Ford und Gloria Grahame zu sehen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeff Warren kehrt nach mehreren Jahren aus dem Koreakrieg zurück und arbeitet erneut bei der Eisenbahn. Er verliebt sich in die junge Vicky, die Frau von Buckley, ebenfalls ein Eisenbahner. Buckley droht die Kündigung. Als Vicky daraufhin mit dem Chef ihres Mannes schläft, gerät Buckley in Rage und tötet seinen Chef. Warren beginnt eine Beziehung mit Vicky und später von ihr ersucht, ihren Ehemann zu töten.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um einen von Columbia Pictures produzierten späten Film noir von Metropolis-Regisseur Fritz Lang, der den Stoff aus Émile Zolas Roman La Bête Humaine verwendete, um daraus eine Geschichte aus den 1950er Jahren der USA zu schaffen. 1938 hatte Jean Renoir den Inhalt bereits unter dem Titel Bestie Mensch verfilmt.[1]

In Deutschland kam der Film am 3. November 1954 in die Kinos. Am 17. November 1966 wurde er erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die vordergründige Kriminalgeschichte mit perfekt gesteigerter Spannung wird durch die meisterhafte Bildsprache zu einem pessimistischen Gleichnis über die Sehnsucht nach Geborgenheit und einer aufrichtigen Beziehung zwischen Mann und Frau verdichtet“, befand das Lexikon des internationalen Films.[2] Cinema meinte, dass der Film „sicher nicht zu Langs Meisterwerken“ gehöre, jedoch „die stimmungsvollen, düsteren Bilder und die anrührend spielende Gloria Grahame“ den Film sehenswert machten.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebensgier auf prisma.de, abgerufen am 13. Januar 2016.
  2. Lebensgier. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  3. Lebensgier auf cinema.de