Lebensmittelwissenschaften

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Die Lebensmittelwissenschaften, englisch food sciences, beschäftigen sich mit der Lebensmittelchemie, -mikrobiologie, -hygiene, -technologie,-biotechnologie, dem Lebensmittelrecht, Aspekten der Ernährung, Qualitätssicherung und Produktentwicklung.

Lebensmittel bestehen aus Rohstoffen pflanzlicher oder tierischer Herkunft und für die Herstellung und Kontrolle gesundheitlich unbedenklicher Lebensmittel sind unterschiedliche Wechselwirkungen zu erforschen. Die Lebensmittelwirtschaft und Ernährungswirtschaft bieten ein berufliches Einsatzfeld in Erzeugung, Gewinnung, Verarbeitung sowie Handel von Lebensmitteln.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn wurden 1970 die Lebensmittelwissenschaften als eigene Disziplin mit der Berufung von Konrad Pfeilsticker institutionalisiert.[1]

Zurzeit ist der Forschungsbereich Lebensmittelwissenschaften teilweise eigenständig oder in Kombination mit den Bereichen Lebensmitteltechnologie oder Ernährungswissenschaften an verschiedenen Hochschulen in Deutschland vertreten. In Kulmbach wird 2019 ein neues Landesinstitut für vernetzte Lebensmittelwissenschaften gegründet. Der Bereich angewandtes Lebensmittelrecht und Marktüberwachung wird dabei einen Schwerpunkt des interdisziplinären Institutes bilden.[2]

Abgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Unterschied zur Ernährungswissenschaft, die Vorgänge bei der Ernährung, der Verdauung und beim Stoffwechsel insbesondere des Menschen, aber auch der Pflanzen und Tiere untersucht, beschäftigt sich die Lebensmittelwissenschaft auch mit der Erforschung von Wechselwirkungen zwischen Verarbeitungsbedingungen und Lebensmitteln.

Studium und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Studium der Lebensmittelwissenschaften ist in Deutschland an folgenden Universitäten und Fachhochschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Fachrichtungen möglich:

Ein Studium der Lebensmittelwissenschaften ist in der Schweiz an der ETH Zürich und der Fachhochschule Bern, in Österreich an der Universität Wien möglich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hegi, Christof (Herausgeber) :Agrarwissenschaften, Lebensmittelwissenschaften, Waldwissenschaften. Bern : SDBB Verlag, [2018], 2. Auflage
  • Hilger, A.: Die Untersuchungsanstalten für Nahrungs- und Genussmittel sowie Gebrauchsgegenstände, deren Organisation und Wirkungskreis. DVÖG 19: 9-32 (1887) (google book)
  • Schmandke, Horst: Lebensmittelwissenschaften und Chemie. Berlin Akad.-Verl., 1989 ISBN 978-3-05-500526-8
  • Schmauderer, Eberhard: Studien zur Geschichte der Lebensmittelwissenschaft. Teil I: Qualitätsbeurteilung und Versorgungsprobleme bis zur Renaissance. Teil II: Das Lebensmittelwesen im Spiegel der frühen deutschen Literatur. Verlag: Wiesbaden, Steiner, 1975

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Natur- und Lebenswissenschaften: Geschichte der Universität Bonn –, Band 4, Hrsg. Thomas Becker, Philip Rosin. V&R unipress GmbH, Göttingen, 2018.
  2. StK: Neues Landesinstitut für vernetzte Lebensmittelwissenschaften in Kulmbach. Klaus Kohnen, in: Bayerischer Rechts- und Verwaltungsreport (BayRVR). Pressemitteilung der Staatskanzlei Nr. 163 v. 17.07.2018; 17. Juli 2018.