Lebensrute

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Die Lebensrute ist ein grüner Zweig, mit dem man im Winter oder im beginnenden Frühling Kinder oder junge Frauen zu berühren oder sanft zu schlagen pflegte, um, wie man vermutlich glaubte, die Vitalität der Pflanze auf den Menschen zu übertragen.[1][2][3][4] Dieses Ritual war ein Bestandteil eines vorchristlichen Fruchtbarkeitskultes, der vermutlich aus der Frühzeit der Landwirtschaft stammt. Teilweise wurden auch Haustiere und Pflanzen mit Lebensruten berührt.

Die Symbolik der Lebensrute blieb unter anderem in dem Barbarazweig und der Nikolausrute erhalten. Andere Rituale, bei denen die Lebensrute zum Einsatz kommt, sind das Schmackostern und das Pfeffern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Freimark: Okkultismus und Sexualität. Beiträge zur Kulturgeschichte der Vergangenheit und Gegenwart. 1909.
  • O. Weise: Der Schlag mit der Lebensrute und seine mundartlichen Bezeichnungen. In: Zeitschrift für Deutsche Mundarten. 5. Jahrgang, 1910, S. 113–116.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Begriffsbestimmung im Lexikon auf nikolaus-von-myra.de
  2. Lebensrute | Liederlexikon zu Lebensrute im Volkslieder-Archiv auf volksliederarchiv.de
  3. Lebensrute — Gruseltour Leipzig auf gruseltour-leipzig.de
  4. Kraft schöpfen aus der heidnischen Lebensrute | Regionen auf merkur.de