Leberbalsam-Schafgarbe

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Leberbalsam-Schafgarbe
Achillea ageratum habito.jpg

Leberbalsam-Schafgarbe (Achillea ageratum)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Schafgarben (Achillea)
Art: Leberbalsam-Schafgarbe
Wissenschaftlicher Name
Achillea ageratum
L.

Die Leberbalsam-Schafgarbe (Achillea ageratum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schafgarben (Achillea).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leberbalsam-Schafgarbe ist eine aufrechte, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 80 Zentimeter erreicht und nach Kampfer riecht. Der einfache oder verzweigte und rauhaarige Stängel verholzt an der Basis. Die wechselständigen Laubblätter sind bis zu 5 Zentimeter lang, schmal verkehrt-eiförmig, drüsig punktiert, kahl bis rauhaarig und grob gesägt. Die Basalblätter sind mehr oder weniger stark gefiedert.

Die gelben, sehr kleinen körbchenförmigen Teilblütenstände sind in endständigen, bis zu 15 Zentimeter breiten trugdoldigen Gesamtblütenständen angeordnet. Von den in wenigen Reihen angeordneten Hüllblätter sind die äußeren 2 Millimeter lang und besitzen einen häutigen Rand. Der Körbchenboden ist gewölbt. In jedem Blütenkörbchen stehen vier bis fünf 1,5 bis 2 Millimeter lange, gelbe Zungenblüten. Die Früchte sind Achänen ohne Haarkranz.

Die Blütezeit reicht von April bis Oktober.

Die Chromosomenzahl ist 2n = 18.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet umfasst den westlichen Mittelmeerraum einschließlich Portugal und Italien. Hier kommt die Leberbalsam-Schafgarbe an Wegrändern, auf Ödland und auf feuchten Plätzen vor.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der botanische Artname ageratum (zu griechisch agératos: nicht alternd) und der deutsche Trivialname deuten auf die alte Verwendung als Heilpflanze, bei Leberleiden, hin. Nach der Zuordnung der Art zur Gattung der Schafgarben wurde der bei den alten Botanikern verwendete Gattungsname Ageratum frei und wurde von Carl von Linné, recht willkürlich, auf eine amerikanische Zierpflanze übertragen. Die Art Ageratum houstonianum wird nach der Namensübertragung auch Gewöhnlicher Leberbalsam genannt, obwohl sie selbst nie als Heilpflanze diente.[2] Die Droge wurde auch Malvasierkraut oder herba agerati genannt.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Bärtels: Farbatlas Mediterrane Pflanzen. Ulmer Verlag, Stuttgart (Hohenheim) 1997, ISBN 3-8001-3488-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] Datenblatt: Achillea ageratum Abgerufen am 9. Mai 2016.
  2. Heinz D Krausch: Kaiserkron und Päonien rot?: Entdeckung und Einführung unserer Gartenblumen. Dölling und Galitz Verlag. München und Hamburg 2012. ISBN 978-3-86218-022-6. auf Seite 35.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leberbalsam-Schafgarbe – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien