Leberkäsjunkie

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Filmdaten
OriginaltitelLeberkäsjunkie
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2019
Länge96 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
RegieEd Herzog
DrehbuchStefan Betz,
Ed Herzog
ProduktionKerstin Schmidbauer
MusikMartin Probst
KameraStephan Schuh
SchnittStefan Essl
Besetzung
Chronologie

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Sauerkrautkoma

Leberkäsjunkie ist eine deutsche Kriminalkomödie aus dem Jahr 2019 von Ed Herzog mit Sebastian Bezzel und Simon Schwarz in den Hauptrollen. Es ist der sechste Teil der Heimatkrimi-Filmreihe um den Polizisten Franz Eberhofer, nach den Romanen von Rita Falk. Kinostart in Deutschland war am 1. August 2019 und in Österreich am darauffolgenden Tag.[3][4] Am 23. Juli 2019 fand die Bayern 1 Kinopremiere als Voraufführung im Filmtheater Zwiesel statt.[5][6] Premiere war am 29. Juli 2019 im Mathäser-Filmpalast in München.[7][8][9]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfpolizist Franz Eberhofer hat zu hohe Cholesterinwerte aufgrund des regelmäßigen Konsums der Leberkässemmeln von Metzger Simmerl. Daher gibt es von seiner Oma nur noch gesundes Essen. Für Franz ein Albtraum, zumal er zusätzlich zu den Entzugserscheinungen auch unter Schlafmangel leidet, nachdem ihn Susi verpflichtet, auf den mittlerweile fast einjährigen gemeinsamen Sohn Paul aufzupassen. Eberhofer möchte sich bei Susi als guter Vater beweisen, mit Hilfe seiner Freunde scheint ihm das auch einigermaßen zu gelingen. Eines Nachts wird seine Lust auf Leberkässemmeln aber übergroß, so dass Metzger Simmerl aus dem Schlaf gerissen werden muss, worauf dieser den Störer als „Leberkäsjunkie“ tituliert.

Auch in Niederkaltenkirchen selbst ist die Idylle arg getrübt weil der Bau eines Großhotels die Gemeinde in Kapitalisten (Flötzinger) und Schöpfungsbewahrer (Leopold) spaltet; spätestens aber, als das Haus von Liesl Mooshammer abbrennt und darin eine Brandleiche gefunden wird. Eberhofers Freund Rudi Birkenberger eilt ihm zu Hilfe, um ihn ungefragt mit seinen Ratschlägen rund um Erziehung und Ernährung zu versorgen und bei den Ermittlungen zu unterstützen. Die problemsozialen Nachbarn der Mooshammerin geraten zunächst unter Mordverdacht, können diesen aber auf den Spitzenspieler des FC Rot-Weiß Niederkaltenkirchen, Buengo, abwälzen, der die Ermordete nachweislich gestalkt hat.[10] Auch die entfremdete Mutter der Ermordeten hat ein Motiv, da sie die Alleinerbin des erheblichen Vermögens ist, was Vater Eberhofer aber nicht davon abhält, romantische Gefühle zu der bedrängten Dame zu entwickeln. Eine weitere Spur führt zu einem gut betuchten homosexuellen Pärchen aus Landshut; einer der beiden Männer war seit Kindheitstagen ein „Seelenverwandter“ der Toten.[11]

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Produktion und Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz-Eberhofer-Kreisel in Frontenhausen

Nach Dampfnudelblues (2013), Winterkartoffelknödel (2014), Schweinskopf al dente (2016), Grießnockerlaffäre (2017) und Sauerkrautkoma (2018) ist Leberkäsjunkie die sechste Verfilmung der Franz-Eberhofer-Serie basierend auf den Romanen von Rita Falk. In der Buchreihe ist Leberkäsjunkie Fall Nummer sieben, bei den Verfilmungen Nummer sechs, das Buch Zwetschgendatschikomplott wurde übersprungen.[12]

Die Dreharbeiten fanden von Mitte September bis Ende Oktober 2018 statt. Drehort für das fiktive Dorf Niederkaltenkirchen war Frontenhausen, wo im August 2018 ein Kreisverkehr nach der Hauptfigur Franz-Eberhofer-Kreisel benannt wurde.[13] Weitere Drehorte waren das Dingolfinger Volksfest, der Stadtplatz in Landshut und München.[12][14]

Produziert wurde der Film von der Münchner Constantin Film Produktion GmbH, beteiligt waren der Bayerischer Rundfunk und die Degeto Film, unterstützt wurde die Produktion vom FilmFernsehFonds Bayern. Für den Ton zeichnete Christian Götz verantwortlich, für das Szenenbild Anette Ingerl und für die Maske Aurora Hummer.[4][3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Passauer Neue Presse findet, dass der Film qualitativ nicht an den ziemlich witzigen fünften Teil Sauerkrautkoma anschließen könne, erst recht nicht an die Grießnockerlaffäre, dem bislang gelungensten Eberhofer-Film. Seine besten Momente habe der Film, wenn sich das Komische und das Tragische verbünden. Von solchen Szenen gebe es eine gute Handvoll. Dazu kämen schöne Drehbuch-Einfälle, die Ed Herzog meist mit viel Sinn für Rhythmus und Komik umgesetzt habe. Das bekannte Personal pflege seine Skurrilitäten und werde von den Stammschauspielern liebevoll interpretiert. Dazu kämen wunderbare Gastauftritte von Eva Mattes und Anica Dobra. Allerdings überzeuge der Film als Ganzes nicht wirklich, da sich diese Elemente nicht zu einem zwingenden Gesamtwerk fügen würden. Die Aneinanderreihung von witzig-kriminalistischen, oft aber auch nur klamaukigen Szenen gerate mehr zur Nummernrevue als zur runden Krimikomödie.[11]

Der Stern/spot on news zitiert die Aussage von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter bei der Premiere: „Das ist amüsantes, leichtes Kino und damit genau das, was man sich für einen Sommerabend erhofft“ und meint, dass es einmal mehr gelungen sei, den Eberhoferkrimi-Kosmos um einen cineastischen Stern zu erweitern. Wer die Filme mag, werde nicht enttäuscht sein. Auch in Leberkäsjunkie sei „jede einzelne Szene so liebevoll und detailverliebt choreografiert, dass man auch diesen Film eigentlich wieder mehrmals ansehen müsste, um alles zu entdecken.“[15]

Franco Schedl meint auf film.at, dass der Film „ein besonderes Highlight der Eberhofer-Reihe“ sei. Einerseits fühle man sich, als wäre man zu alten Bekannten zurückgekehrt, andererseits könne sich die Handlung „voll hinterfotziger Lakonik und bayrischem Schmäh diesmal besonders gut entfalten, da es keine störenden Ausflüge in die Großstadt München wie im letzten Teil Sauerkrautkoma gibt“. Die Figuren erhielten jede Menge Gelegenheit, ihre diversen Schrullen und Verschrobenheit zu hätscheln und zu pflegen.[16]

Reinhard J. Brembeck urteilt in der Süddeutschen Zeitung, dass diese Verfilmung der Bücher von Rita Falk die bisher beste sei, „was vor allem an einer Frau liegt: der urgewaltigen Schauspielerin Eva Mattes.“[17]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bayerischer Filmpreis 2019

  • Auszeichnung mit dem Publikumspreis[18][19]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Leberkäsjunkie. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 191083/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Leberkäsjunkie. Jugendmedien­kommission.
  3. a b Leberkäsjunkie. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 26. Juni 2019.
  4. a b Leberkäsjunkie bei crew united. Abgerufen am 26. Juni 2019.
  5. Bayern 1 Kinopremiere Leberkäsjunkie. Abgerufen am 24. Juli 2019.
  6. „Leberkäsjunkie“: Wie niederbayerisch sind die Eberhofer-Krimis? 24. Juli 2019, abgerufen am 24. Juli 2019.
  7. Leberkäsjunkie – Weltpremiere zum Sechsten. 30. Juli 2019, abgerufen am 30. Juli 2019.
  8. Rekordverdächtige Filmpremiere in München. 30. Juli 2019, abgerufen am 30. Juli 2019.
  9. „Leberkäsjunkie“: Rekordverdächtige Premiere in München. 30. Juli 2019, abgerufen am 30. Juli 2019.
  10. Leberkäsjunkie. Abgerufen am 26. Juni 2019.
  11. a b "Leberkäsjunkie" - Kommissar Eberhofer kommt wieder in die Kinos. 26. Juli 2019, abgerufen am 26. Juli 2019.
  12. a b Ihre prollige Jeans trägt Lisa Maria Potthoff auch im neuen Eberhofer-Film. Abgerufen am 26. Juni 2019.
  13. Ein Kreisverkehr, um Touristen zu locken. Abgerufen am 26. Juni 2019.
  14. Dreharbeiten Für „leberkäs-Junkie“: Sebastian Bezzel musste mächtig zulegen. Abgerufen am 26. Juni 2019.
  15. Leberkäsjunkie: Neues von Niederkaltenkirchens Kulttruppe. 31. Juli 2019, abgerufen am 1. August 2019.
  16. "Leberkäsjunkie" Eine verkohlte Leiche und absolutes Fettverbot. 1. August 2019, abgerufen am 1. August 2019.
  17. Kritik zu Leberksjunkie- Bayrischböse und grandios. 5. August 2019, abgerufen am 5. August 2019.
  18. Abstimmen für den Publikumspreis des Bayerischen Filmpreises. In: br.de. 2. Dezember 2019, abgerufen am 2. Dezember 2019.
  19. Bayerischer Filmpreis: Publikum kürt "Leberkäsjunkie" zum Film des Jahres. 3. Januar 2020, abgerufen am 3. Januar 2020.