Lebkuchensauce

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Lebkuchensauce ist eine traditionelle schlesische Spezialität. Es gibt sie ausschließlich am Heiligen Abend – auch heute noch in zahlreichen Familien mit schlesischen Wurzeln.

Sie wird sowohl als Sauce zu Fleisch- und Fischgerichten serviert, als auch als Dessert. Die Lebkuchensauce gibt es in verschiedenen Varianten unter verschiedenen Namen. Andere bekannten Namen sind insbesondere Polnische Sauce[1], Braune Sauce[1], aber auch Christtunke, Pfefferkuchentunke, Pfefferkuchensauce oder Weihnachtssauce. Sie basieren meist auf einer Brühe aus Pastinaken, Sellerie und Möhren, der ein eingeweichter Lebkuchen oder Fischpfefferkuchen, sowie Mandeln, Rosinen und Malzbier zugegeben werden. Die fertige Lebkuchensauce sollte dickflüssig sein, man kann sie am nächsten Tag mit Malzbier oder Brühe verdünnen.

In einigen Lebkuchensaucen wird auf das Malzbier verzichtet, manchmal wird Speck hinzugegeben. Die Oberschlesier kennen eine Variante mit Fisch. Andernorts werden dazu Kasseler, Kartoffeln und Sauerkraut gegessen. Häufig gibt es dazu aber auch Weißbrot und schlesische Weißwurst.

Bei der Süßspeise wird Trockenobst hinzugegeben, sie kann jedoch zusätzlich Nüsse enthalten.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hanna Grandel: Spezialitäten aus Schlesien, 107 Rezepte. Rautenberg, Leer 1994, ISBN 3-8003-3049-0.
  • Peter Ploog (Hrsg.): Schlesische Küche. Komet, Köln.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hanna Grandel: Spezialitäten aus Schlesien, 107 Rezepte. Rautenberg, Leer 1994, S. 68.