Lebring-Sankt Margarethen

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Lebring-Sankt Margarethen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Lebring-Sankt Margarethen
Lebring-Sankt Margarethen (Österreich)
Lebring-Sankt Margarethen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Hauptort: Lebring
Fläche: 7,6 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 15° 32′ OKoordinaten: 46° 51′ 49″ N, 15° 31′ 40″ O
Höhe: 286 m ü. A.
Einwohner: 2.173 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 8403
Vorwahl: 03182
Gemeindekennziffer: 6 10 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grazerstraße 1
8403 Lebring-Sankt Margarethen
Website: lebring-st-margarethen.at
Politik
Bürgermeister: Franz Labugger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
9
5
1
Insgesamt 15 Sitze
Lage der Gemeinde Lebring-Sankt Margarethen im Bezirk Leibnitz
Allerheiligen bei WildonArnfelsEhrenhausen an der WeinstraßeEmpersdorfGabersdorfGamlitzGleinstättenGrallaGroßkleinHeiligenkreuz am WaasenHeimschuhHengsbergKitzeck im SausalLangLebring-Sankt MargarethenLeibnitzLeutschach an der WeinstraßeOberhaagRagnitzSankt Andrä-HöchSankt Georgen an der StiefingSankt Johann im SaggautalSankt Nikolai im SausalSankt Veit in der SüdsteiermarkSchwarzautalStraß in SteiermarkTillmitschWagnaWildonSteiermarkLage der Gemeinde Lebring-Sankt Margarethen im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Gemeindeamt Lebring-St. Margarethen
Gemeindeamt Lebring-St. Margarethen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Pfarrkirche „hl. Margaretha“
Militärfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg des II. bosnisch-hercegowinischen Infanterieregiments der k.u.k. Armee
Krafthaus des Kraftwerks Lebring
Haltestelle Lebring an der Südbahn
Landesfeuerwehrverband Steiermark

Lebring-Sankt Margarethen ist eine steirische Marktgemeinde mit 2173 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Leibnitz.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebring liegt am rechten Murufer etwa vier Kilometer südlich von Wildon und acht Kilometer nördlich der Stadt Leibnitz.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Jänner 1954 wurden die Gemeinden Lebring und Sankt Margarethen bei Lebring zur Gemeinde Lebring-Sankt Margarethen vereinigt.

Die Gemeinde besteht seither aus den zwei Katastralgemeinden Lebring und St. Margareten.

Ortschaften (Einwohner 2011) sind:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (alphabetisch): Gralla, Hengsberg, Lang, Ragnitz, Tillmitsch und Wildon.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1066 wird eine Kirche „innerhalb der Hengistburg“ urkundlich erwähnt. Ob es sich dabei um St. Margarethen handelte, ist nicht sicher. In jedem Fall wurde im Jahr 1136 die Kirche zur heiligen Margaretha an das Stift Suben übertragen. Als damals südlichste Pfarre des Bistums Seckau wird St. Margarethen „iuxta Wildoniam“ (bei Wildon) 1218/19 in dessen Gründungsurkunde namentlich angeführt. Die Pfarre, die die Orte Lebring und St. Margarethen umfasste, wurde bis zu den Reformen Josephs II. (1784) von den Chorherren des Stifts betreut. Auch im Ort befindet sich das Schloss Murstätten.

Im Jahre 1896 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Die Gründung der Raiffeisenkasse St. Margarethen bei Lebring fand 1899 statt. 1902 erfolgte die Errichtung des Elektrizitätswerks Lebring.

Im Jahre 1915 wurde in Lebring ein Barackenlager gebaut, die großen Baracken, wohl hundert an der Zahl, wurden in vier quadratische Gruppen geteilt und waren für militärische Zwecke bereit. Hauptzweck der Unterkünfte war die Unterbringung des Kaders bzw. des Ersatzbataillons des bosnisch-herzegowinischen Infanterie-Regimentes Nr. 2. Ein großer Teil des Lagers diente später auch als Kriegsgefangenenlager. Der Friedhof dieses Lagers mit 1670 Gräbern liegt im Gebiet der Nachbargemeinde Lang.[1]

Ein eigener Gendarmerieposten wurde 1919 errichtet. 1973 entstand die Feuerwehr- und Zivilschutzschule Lebring. Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger eröffnete im Jahre 1974 das Philips-Farbbildröhrenwerk in Lebring. Die feierliche Eröffnung der Hauptschule fand im Jahr 1978 statt. Seit 1992 hat der Landesfeuerwehrverband für Steiermark seinen Sitz in Lebring. 1994 erfolgte die Markterhebung des Ortes.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lebring-Sankt Margarethen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Per Bahn kann man Lebring mit der S-Bahn aus Richtung Graz und SpielfeldStraß erreichen. Es hält die S-Bahn Linie S5, welche im Stundentakt verkehrt, zur Hauptverkehrszeit auch öfters. In Lebring befindet sich auch eine Anschlussstelle der Pyhrn Autobahn A 9.

Der Ort wird durch seine Lage an der Landesstrasse B geprägt. Diese kommt vom Wildonerberg im Norden, weist hier eine Abzweigung nach Westen zum A9-Anschluss auf und etwa in Ortsmitte eine Richtung Westen zu einer Brücke über die Mur etwas südlicher.

Der ebene, doch teilweise nicht asphaltierte rechtsufrige Murradweg ist kurz an den Ort angeschlossen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf die Gemeinde entfallen zwölf Prozent aller Arbeitsplätze des sekundären Sektors im Bezirk Leibnitz.

In der Umgebung ist Lebring bekannt für den „Gady-Markt“. Der Händler Gady veranstaltet im März und September – März 2018 zum 104. Mal – eine Verkaufsausstellung mit landwirtschaftlichen Maschinen, Traktoren und Autos, verbunden mit einem Zeltfest und Rummelplatz.

Die Firma Isovoltaic entwickelt und produziert Rückseitenfolien für Photovoltaik-Module. 2016 wird sich ihre Produktion stärker nach China verlagern.[2]

Firma Axis baut Flugsimulatoren, eine andere HalblEiter.

In Lebring befindet sich die Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark.

Der ÖAMTC betreibt in der Nachbargemeinde Lang ein Fahrtechnikzentrum. Weniger als 1/10 der Gesamtfläche liegen auf Lebringer Gebiet.

Lebring liegt am Murradweg. An der Mur befindet sich ein modernes Flusskraftwerk im Ortszentrum ein historisches, das seit wenigen Jahren als Schaukraftwerk offen steht, die Aulandschaft im leicht aufgestauten Bereich wird von Wasservögeln als Zuflucht und Brutplatz genutzt.

Landschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der langgestreckte Rücken des Buchkogels beherrscht als Wahrzeichen die Ebenen am Mittellauf der Mur (Fluss). Seine höchste Erhebung ist in 550 m Höhe. Erdgeschichtlich ist der Berg ein Riff aus dem Pannonischen Meer der Tertiärzeit. An der Ostseite des Berges, am Übergang des Steilabfalles in den flachen Hang, wird die Brandungskehle des urzeitlichen Meeres heute noch sichtbar.

Das Waldgebiet am Buchkogel im Grenzbereich des Murfeldes und des Leibnitzerfeldes in den Gemeinden Wildon, Lebring-St. Margarethen, Lang und Hengsberg wurde zum „Naturschutzgebiet Wildoner Buchkogel“ erklärt. Damit sollen die naturnahen Buchenwaldbestände und die artenreichen Pflanzenvorkommen dieses Gebietes geschützt werden. Zu diesen Pflanzen gehören Rotbuche, Wolfs-Eisenhut, Breitblatt-, Schmalblatt- und Purpur-Waldvöglein, Maiglöckchen, Alpenzyklame, Illyrisch-Krokus, Seidelbast, Ständelwurz, Hundszahnlilie, Hecken-Nieswurz, Frühlings-Knotenblume, Türkenbund-Lilie, Groß-Zweiblatt, Vogelnestwurz, Weiß-Waldhyazinthe, Erd-Primel, Wald-Veilchen, Hain-Veilchen.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franz Labugger (ÖVP) wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats im April 2015 zum Bürgermeister gewählt.[4] Er trat damit die Nachfolge von Johann Weinzerl (ÖVP) an, der seit Jänner 2004 der Gemeinde Lebring-Sankt Margarethen vorstand. Weinzerl war Nachfolger von Franz Steiner (ÖVP), der 15 Jahre lang Gemeindeoberhaupt war.[5]

Dem Gemeindevorstand gehören weiters der Vizebürgermeister Johann Kießner-Haiden (ÖVP) und die Gemeindekassierin Maria Feirer (SPÖ) an.[4]

Amtsleiter ist Karl Mörth, der auch Standesbeamter der Gemeinde ist.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat umfasst 15 Mitglieder. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2015 setzt sich dieser wie folgt zusammen:

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2015 2010 2005 2000
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 765 58 9 740 59 9 698 56 9 662 54 9
SPÖ 433 33 5 414 33 5 333 27 4 261 21 3
FPÖ 115 09 1 103 08 1 225 18 2 223 18 3
Die Grünen nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 059 05 0
Österreichische Autofahrer-
und Bürgerinteressen-Partei
nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 013 01 0
Wahlberechtigte 1.775 1.667 1.609 1.464
Wahlbeteiligung 76 % 77 % 79 % 85 %

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebring hat einen Fußballverein, den SV Lebring, aus dem die Profis Christoph Martschinko (Austria Wien) und Stefan Stangl (Austria Wien) hervorgingen. Im Ort befindet sich der Golfplatz „Gut Murstätten“.

Die Marktgemeinde verfügt auch über einen traditionellen Musikverein, die Trachtenkapelle Lebring-St. Margarethen, sowie über eine Feuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Lebring – St. Margarethen.[6]

Seit 2009 bildet die Gemeinde zusammen mit den Gemeinden Hengsberg, Lang, Stocking, Wildon und Weitendorf die Kleinregion Kulturpark Hengist. (Bei der Gemeindestrukturreform in der Steiermark wurden der Großteil der Gemeinde Stocking und die Gemeinde Weitendorf ab 2015 mit der Marktgemeinde Wildon zusammengeschlossen.)

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lebring-Sankt Margarethen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gernot Peter Obersteiner: Baracken in der Landschaft. (mit Skizze des Lagergeländes). (abgerufen 23. August 2016).
  2. Isovoltaic verlagert Produktion: 60 Jobs weg orf.at, 7. Oktober 2016, abgerufen 7. Oktober 2016.
  3. Bezirkshauptmannschaft Leibnitz: Verordnung des Bezirkshauptmannes von Leibnitz vom 16. Dezember 2013 über die Erklärung des Waldbestandes am Wildoner Buchkogel zum Pflanzenschutzgebiet. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 20. Dezember 2013. Jahrgang 2013, 51./52. Stück. ZDB-ID 1291268-2 S. 722–723.
  4. a b Gemeinde Lebring-Sankt Margarethen: Gemeindevorstand (abgerufen am 11. Juni 2015)
  5. Karl Brodschneider in „Neues Land“: Mit neuen Spitzenkandidaten (pdf-Dokument, 152 KB; abgerufen am 11. Juni 2015)
  6. Freiwillige Feuerwehr Lebring – St. Margarethen.