Lechbruck am See

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lechbruck am See
Lechbruck am See
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lechbruck am See hervorgehoben
Koordinaten: 47° 42′ N, 10° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Höhe: 737 m ü. NHN
Fläche: 17,27 km2
Einwohner: 2732 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 158 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86983
Vorwahl: 08862
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 147
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Flößerstr. 1
86983 Lechbruck am See
Webpräsenz: www.gemeinde.lechbruck.de
Bürgermeister: Helmut Angl (Freie Wählergemeinschaft Lechbruck am See e.V.)
Lage der Gemeinde Lechbruck am See im Landkreis Ostallgäu
Österreich Kempten (Allgäu) Landkreis Oberallgäu Kaufbeuren Landkreis Augsburg Landkreis Unterallgäu Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Landsberg am Lech Rettenbach am Auerberg Westendorf (Allgäu) Wald (Allgäu) Waal (Allgäu) Untrasried Unterthingau Halblech Stöttwang Stötten am Auerberg Seeg Schwangau Rückholz Ruderatshofen Roßhaupten Ronsberg Rieden (bei Kaufbeuren) Rieden am Forggensee Pfronten Pforzen Osterzell Oberostendorf Obergünzburg Nesselwang Mauerstetten Marktoberdorf Lengenwang Lechbruck am See Lamerdingen Kraftisried Kaltental Jengen Irsee Günzach Hopferau Görisried Germaringen Füssen Friesenried Eisenberg (Allgäu) Eggenthal Buchloe Bidingen Baisweil Biessenhofen AitrangKarte
Über dieses Bild
Lechbruck am See

Lechbruck am See ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lechbruck am See liegt in der Region Allgäu, direkt am Westufer des Lech.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindename wird erstmals im Jahr 1398 urkundlich erwähnt. Lechbruck gehörte zum Hochstift Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der Ort hatte vor dem Bau der Bahnstrecke Marktoberdorf–Lechbruck und der Lechregulierung eine lange Tradition als "Flößerdorf". Die mutigen Lechbrucker Flößer waren zuständig für das Flößen von Gebirgshölzern, Stein- und Baumaterial, Holzkohle und Lebensmitteln aus dem oberen Lechtal bis in den Augsburger Raum. Nicht wenige Flöße sind bis 1819 sogar donauabwärts bis Wien, Budapest und Belgrad gefahren.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2011 Einwohner
  • 1970: 2158 Einwohner
  • 1987: 2248 Einwohner
  • 1991: 2364 Einwohner
  • 1995: 2471 Einwohner
  • 2000: 2522 Einwohner
  • 2005: 2524 Einwohner
  • 2010: 2541 Einwohner
  • 2015: 2732 Einwohner

Lechbruck am See wuchs von 1988 bis 2008 um 257 Einwohner bzw. ca. elf Prozent.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Helmut Angl (Freie Wähler).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Silber eine durchgehende rote Steinbrücke über blauen Wellen, darüber schwebend gekreuzt ein schwarzes Floßruder und ein schwarzer Flößerhaken.

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. Juni 2012 hat der Stadtrat von Düren den Abschluss eines Partnerschaftsvertrages zwischen den Stadtteilen Lendersdorf und Lechbruck am See beschlossen. Es besteht außerdem eine Partnerschaft mit der brandenburgischen Stadt Wildau.

Auerbergland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lechbruck ist eine Mitgliedsgemeinde der die Grenzen der Regierungsbezirke Schwaben und Oberbayern überschreitenden interkommunalen Allianz „Auerbergland“.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 15, im produzierenden Gewerbe 153 und im Bereich Handel und Verkehr 223 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 266 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 995. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 141 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2862 ha. Davon waren nur 135 ha Ackerfläche und 2727 ha Dauergrünfläche.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine immer größere Bedeutung kommt dem Tourismus zu. Die landschaftlich schöne Lage am Lech bzw. dem sich östlich anschließenden Lechsee Urspring (Ortsteil von Steingaden) mit freiem Blick auf das Alpenpanorama haben private Investoren dazu angeregt, in Lechbruck am See u. a. das autofreie Feriendorf "Hochbergle" (1981), einen großen Caravan- und Campingplatz sowie die aussichtsreiche 18 Loch-Golfanlage "Auf der Gsteig" (94 Hektar, eröffnet 2002) zu bauen. Dazu kommen einige Gasthäuser sowie zahlreiche Privatpensionen und Einzelvermieter. Aktivitäten sind sowohl im Winter (Skilauf alpin und Langlauf, Eislauf) als auch im Sommer (Wassersport, Floßfahren, Riverrafting, Reiten, Wandern, Radfahren usw.) möglich.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 72 Kindern
  • Volksschulen: eine mit 13 Lehrern und 244 Schülern

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musikverein Lechbruck
  • Jugendkapelle Lechbruck
  • Flößermuseum im historischen Ständerhaus

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lechbruck am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).