Leezdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Leezdorf
Leezdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leezdorf hervorgehoben
53.5472222222227.29527777777781Koordinaten: 53° 33′ N, 7° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Aurich
Samtgemeinde: Brookmerland
Höhe: 1 m ü. NHN
Fläche: 8,45 km²
Einwohner: 1831 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 217 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26529
Vorwahl: 04934
Kfz-Kennzeichen: AUR, NOR
Gemeindeschlüssel: 03 4 52 015
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 10
26529 Marienhafe
Bürgermeister: Manfred Wirringa (SPD)
Lage der Gemeinde Leezdorf im Landkreis Aurich
Baltrum Juist Landkreis Wittmund Landkreis Leer Memmert Norderney Nordsee Emden Landkreis Friesland Landkreis Leer Landkreis Wittmund Aurich Berumbur Berumbur Dornum Großefehn Großheide Hage Hagermarsch Halbemond Hinte Ihlow (Ostfriesland) Krummhörn Leezdorf Lütetsburg Marienhafe Norden (Ostfriesland) Osteel Rechtsupweg Südbrookmerland Upgant-Schott Upgant-Schott Wiesmoor WirdumKarte
Über dieses Bild

Leezdorf ist eine Gemeinde mit 1831 Einwohnern in der Samtgemeinde Brookmerland im Landkreis Aurich in Ostfriesland.

Geschichte[Bearbeiten]

Leezdorf gehört zu den jüngsten Gemeinden des Brookmerlandes. Erst 1765, nachdem das „Urbarmachungsgesetz“ eine intensive Besiedlung möglich machte, zogen die ersten Moorkolonisten in den neu entstandenen Ort.

Im Herbst 1793 kam es bei Leezdorf nach einem sehr regenreichen Sommer mit starken Niederschlägen zu einem Moorausbruch. Dabei wurden rund 57 Hektar zum Teil schon kultivierter bzw. zur Kultivierung abgegrabene Moorfläche verschüttet.[2]

1869 wurde Leezdorf schließlich selbständig, indem es auf Antrag von Osteel abgezweigt wurde und der Gemeinderat seine Zustimmung gegeben hatte. Auch der Oberpräsident der Provinz Hannover genehmigte dieses Verfahren und Leezdorf wurde mit einer Bekanntmachung im Amtsblatt am 20. April 1869 zu einer „selbstständigen politischen Gemeinde“ erklärt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Dörfern entstand in Leezdorf eine Streusiedlung, was sich auch heute noch in der Siedlungsstruktur erkennen lässt. Inzwischen gibt es jedoch einen Ortskern mit einem großen Marktplatz, um den herum regelmäßig Dorf- und Mühlenfeste stattfinden (Leezdorfer Mühle).

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Leezdorf besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl von 1.001 bis zu 2.000 Einwohnern.[3] Die elf Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze Veränderung Stimmen Veränderung Sitze
SPD 61,94 % 7 -3,35 % 0
CDU 28,72 % 3 -5,98 % -1
Brookmer Wählergemeinschaft (BWG) 9,33 % 1 +9,33 % +1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2011 lag mit 52,05 Prozent[4] knapp unter dem niedersächsischen Durchschnitt von 52,5 Prozent.[5] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 10. September 2006 lag die Wahlbeteiligung bei 49,40 Prozent.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister in Leezdorf ist zurzeit Manfred Wirringa.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Leezdorf
Blasonierung:

„In Blau über drei zwei zu eins gestellten sechszackigen goldenen Sporenrädlein fächerförmig drei goldene Rohrkolben.“

Beschreibung:

Die Rohrkolben erinnern an das Moor, die drei Sporenrädlein verweisen auf die Zugehörigkeit zum Norderland.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leezdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Fridrich Arends: Erdbeschreibung des Fürstenthums Ostfriesland und des Harlingerlandes, Emden 1824. Online in der Google-Buchsuche, S. 401 ff., abgerufen am 10. November 2013.
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 3. Dezember 2011
  4. a b Gemeinde Leezdorf – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2011, abgerufen am 3. Dezember 2011
  5. www.ndr.de: Abwärtstrend bei Wahlbeteiligung gestoppt, abgerufen am 3. Dezember 2011
  6. Gemeinde Leezdorf – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2006, abgerufen am 3. Dezember 2011