Legenot

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Legenot ist eine Krankheit, welche bei weiblichen Vögeln und Reptilien vorkommt und bei Nichtbehandlung zum Tod des Tieres führen kann. Das Weibchen kann keine Eier mehr legen bzw. hat im Anfangsstadium große Schwierigkeiten mit der Eiablage, da das Ei im Legedarm oder der Kloake feststeckt.

Anzeichen[Bearbeiten]

Ein Vogelweibchen, welches von Legenot betroffen ist, erkennt man anfangs an scheiternden Legeversuchen. Es versucht das Ei durch starkes Pressen und unter immensen Lauten auszuscheiden. Dabei werden relativ große und dünne Kotballen ausgeschieden, welche oftmals mit Blut vermischt sind. Betroffene Weibchen wirken nervös und ruhelos, sie wechseln häufig den Sitzplatz und sitzen mit stark gespreizten Beinen auf den Sitzstangen.

In einem späteren Stadium sitzen betroffene Weibchen völlig entkräftet auf dem Boden. Oftmals kann beim Betasten des Unterleibs eine leichte Wölbung festgestellt werden.

Wenn nicht reagiert wird, fällt das Weibchen in einen Schockzustand und verendet. Unter Umständen kann es durch das starke Pressen zu einem Kloakenvorfall kommen.

Behandlung[Bearbeiten]

Im Anfangsstadium hilft eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und eine Wärmebestrahlung. Weiterhin kann mit Hilfe von Rizinusöl (oder ähnlichem), welches in die Kloake geträufelt wird, versucht werden, das Ei zu lösen. Auch eine Bauchmassage (sollte allerdings nur bei größeren Vögeln angewendet werden, da bei kleinen Vögeln das Ei in der Kloake brechen kann) in Verbindung mit den Pressversuchen des Weibchens kann helfen. Wenn nach maximal zwei Stunden kein Erfolg erzielt ist, muss umgehend ein Tierarzt verständigt werden.

Bei Schildkröten kann eine operative Entfernung der Eier nötig werden.

Mögliche Ursachen[Bearbeiten]

Oftmals geraten Weibchen, welche zu jung sind, in Legenot. Zu große oder weichschalige Eier können im Eileiter steckenbleiben. Auch Vitamin- und Mineralstoffmangel, Kälte (Freilandhaltung), zu häufige Eiablage und Dickleibigkeit können Legenot verursachen.

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