Lehre (Niedersachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lehre
Lehre (Niedersachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lehre hervorgehoben
Koordinaten: 52° 20′ N, 10° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Helmstedt
Höhe: 84 m ü. NHN
Fläche: 71,67 km2
Einwohner: 11.927 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38165
Vorwahlen: 05308, 05309, 05301
Kfz-Kennzeichen: HE
Gemeindeschlüssel: 03 1 54 014
Gemeindegliederung: 8 Ortschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 10
38165 Lehre
Webpräsenz: www.lehre.de
Bürgermeister: Andreas Busch (parteilos)
Lage der Gemeinde Lehre im Landkreis Helmstedt
Sachsen-Anhalt Braunschweig Landkreis Gifhorn Landkreis Wolfenbüttel Wolfsburg Bahrdorf Beierstedt Brunsleberfeld Büddenstedt Danndorf Frellstedt Gevensleben Grafhorst Grasleben Groß Twülpstedt Helmstedt Helmstedt Helmstedt Helmstedt (gemeindefreies Gebiet) Jerxheim Königslutter (gemeindefreies Gebiet) Königslutter (gemeindefreies Gebiet) Königslutter am Elm Königslutter am Elm Königslutter am Elm Lehre (Niedersachsen) Mariental (Niedersachsen) Mariental (gemeindefreies Gebiet) Mariental (gemeindefreies Gebiet) Mariental (gemeindefreies Gebiet) Querenhorst Räbke Rennau Schöningen Schöningen (gemeindefreies Gebiet) Söllingen (Niedersachsen) Süpplingen Süpplingenburg Velpke Warberg WolsdorfKarte
Über dieses Bild
Schloss Essenrode
Fünfflügel-Holländermühle Wendhausen

Lehre ist eine Gemeinde im Osten von Niedersachsen im Landkreis Helmstedt. Die nächstgelegenen Großstädte sind Braunschweig und Wolfsburg, die direkt an Lehre grenzen. Die eigene Kreisstadt Helmstedt liegt etwa 30 Kilometer südöstlich der Gemeinde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehre grenzt an folgende Städte bzw. Gemeinden (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Calberlah, Wolfsburg, Königslutter am Elm, Cremlingen, Braunschweig und Meine.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Beienrode, Essehof, Essenrode, Flechtorf, Groß Brunsrode, Klein Brunsrode und Wendhausen eingegliedert.[2]

Postwesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Entwicklung des Postwesens in Lehre siehe: Postroute Braunschweig–Calvörde

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Lehre besteht aus 28 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 11.001 und 12.000 Einwohnern.[3] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die Wahl für die derzeitige Amtsperiode fand am 11. September 2016 statt.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Andreas Busch (parteilos).

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Partei / Liste SPD CDU UWG Grüne FDP Einzelbewerber Gesamt


Sitze 2016 10 10 3 3 1 1 28 Sitze
Sitze 2011 12 9 3 3 1 28 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der parteilose und einzige Bewerber Andreas Busch wurde am 11. September 2016 mit 85,7 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt und trat sein Amt am 1. November 2016 an.

Zuvor hatte der parteilose Klaus Westphal ab 2006 als Bürgermeister der Gemeinde Lehre amtiert. 2014 war er für weitere sieben Jahre wiedergewählt worden, hatte aber Ende 2015 seinen vorzeitigen Rücktritt erklärt, den er am 31. Oktober 2016 vollzog.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen und Flagge der Gemeinde Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehre2.jpg

Das Wappen der Gemeinde zeigt im blauen Wappenschild einen schrägrechts gestellten goldenen Eschenzweig mit acht Blättern, im Schildfuß belegt mit einem silbernen Wellenbalken.[5] Die acht Blätter des Eschenzweiges repräsentieren die acht einstmals selbständigen Gemeinden, das silberne Wellenband steht für die Schunter. Blau und Gold (Gelb) als grundlegende Wappenfarben sollen die Zugehörigkeit zum Braunschweiger Land zum Ausdruck bringen, und gleichzeitig nehmen sie Bezug zum ehemaligen Landkreis Braunschweig, dem sieben der acht Dörfer bis zu seiner Auflösung angehörten. Die Einheitsgemeinde führt das Wappen seit 1980. Die Flagge der Gemeinde enthält auf gelbem (goldenem) Grund das Gemeindewappen in seinen Farben Blau/Gelb (Gold) und links und rechts des Wappens je einen Längsstreifen in Blau.[5]

Wappen des Ortsteils Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Lehre.png

Neben dem Wappen der Gemeinde Lehre mit ihren acht Ortschaften besitzt die Ortschaft Lehre auch noch ein eigenes Wappen. Es zeigt im geteilten Schild oben auf goldenem Grund eine grüne Eichel mit zwei Blättern, unten in blau einen goldenen Karpfen. Der Karpfen steht für die Fischzucht, die lange ein wichtiger Erwerbszweig war. Die beblätterte Eichel verweist auf die Baumbestände des Lehrer Wohld. Die Grundfarben Gold und Blau sollen die Zugehörigkeit zum Braunschweiger Land zum Ausdruck bringen. Dieses Wappen erhielt das Dorf Lehre schon 1962, also vor der Gemeindefusion.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Lehre ist über die Landesstraße L 295 an die Bundesautobahnen A 2 und A 39 angebunden. Der Bahnhof Lehre (Braunschw) lag an der Schuntertalbahn. Diese Strecke ist stillgelegt.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Ernst von Bülow (1736–1802), Gutsbesitzer und Landschaftsdirektor, geboren in Essenrode
  • Hans Graf von Bülow (1774–1825), preußischer Staatsmann, geboren in Essenrode
  • Karl August von Hardenberg (1750–1822), preußischer Staatsmann, geboren in Essenrode
  • August Hermann (1835–1906), Sportpädagoge, führte zusammen mit seinem Kollegen Konrad Koch das Fußballspiel in Deutschland ein und war Initiator des Schulsports in Deutschland, geboren in Lehre
  • Jürgen Moll (1939–1968), Fußballspieler, Deutscher Meister mit Eintracht Braunschweig 1967, lebte bis zu einem tödlichen Verkehrsunfall jahrelang in Lehre

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lehre (Niedersachsen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 267.
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 28. Dezember 2014
  4. Wahlergebnis 2016, abgerufen am 28. Januar 2017
  5. a b Hauptsatzung der Gemeinde Lehre, abgerufen am 28. Dezember 2014