Leiblach

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Leiblach
Leiblach nahe Hörbranz bei Niedrigwasser

Leiblach nahe Hörbranz bei Niedrigwasser

Daten
Gewässerkennzahl DE: 21514, AT: 8101
Lage Bayern, Vorarlberg
Flusssystem Rhein
Abfluss über Bodensee → Rhein → Nordsee
Quelle Menzen, Markt Heimenkirch (D)
47° 38′ 9″ N, 9° 55′ 13″ O
Quellhöhe ca. 692 m ü. NN
Mündung Zech, Lindau (D)
Bäumle, Bregenz (A)
in den BodenseeKoordinaten: 47° 32′ 0″ N, 9° 43′ 41″ O
47° 32′ 0″ N, 9° 43′ 41″ O
Mündungshöhe 395,2 m
Höhenunterschied ca. 296,77 m
Länge 33 km
Einzugsgebiet 105 km²[1]
Abfluss am Pegel Unterhochsteg[2]
AEo: 102,4 km²
Lage: 600 m oberhalb der Mündung
NNQ (14.06.1977)
MNQ 1981–2011
MQ 1981–2011
Mq 1981–2011
MHQ 1981–2011
HHQ (18.06.2010)
100 l/s
370 l/s
3,37 m³/s
32,9 l/(s km²)
67,9 m³/s
141 m³/s
Linke Nebenflüsse Kappenbach, Krebsbach, Hagersbach, Rickenbach, Gwigger Bach, Berger Bach
Rechte Nebenflüsse Dürrach, Krummbach, Haggenbach, Hangnacher Bach,
Mittelstädte Lindau, Bregenz
Gemeinden Heimenkirch, Sigmarszell, Hohenweiler, Hörbranz

Die Leiblach, früher Leubelach, ist ein Zufluss des Bodensees und somit des Rheins. Sie hat ihren Ursprung im Bereich der Streusiedlung Menzen, Gemeinde Heimenkirch, auf ca. 692 m Höhe in den schwäbischen Voralpen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer mittleren Wasserführung von 3,4 m³/s stellt sie den siebtgrößten Bodenseezufluss dar, was einem Anteil von 0,9 Prozent am gesamten Zufluss des Bodensees entspricht. Die Flusssohle der Leiblach besteht vorwiegend aus Flussschottern und Sanden. Im späteren Flussverlauf besteht sie aus festem Molassegestein. Im Oberlauf und im schluchtartig vertieften Mittellauf verläuft sie innerhalb Deutschlands. Größter Nebenfluss ist der Rickenbach, der bei Burgstall (Gemeinde Sigmarszell) von links in die Leiblach mündet. Hier beginnt der Unterlauf, und ab hier bildet der Fluss die Grenze zwischen der Stadt Lindau in Bayern auf der rechten Seite und den österreichischen Gemeinden Hohenweiler und Hörbranz auf der linken Seite. Oberhalb seiner Einmündung ist auch der Rickenbach ein Grenzfluss. Die Länge beträgt 33 km.[3]

Fauna & Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leiblach bildet als Flussbiotop Lebensraum für einige gefährdete Fischarten wie Strömer, Schneider, Nase, Koppe, Bachforelle und Äsche. Aus diesem Grund wurde der in Deutschland liegende Teil des Flusses als Natura 2000-Gebiet gemeldet. Auch in Vorarlberg sind 7,62 ha als FFH-Gebiet ausgewiesen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht IGKB (PDF; 7,4 MB)
  2. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2011. 119. Band, Wien 2013, S. OG 81 (PDF; 14,5 MB)
  3. Regierung Schwaben: Flüsse und Seen (PDF; 1,0 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leiblach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien