Leibniz-Institut für Katalyse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT)
Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz
LIKAT Rostock.jpg
Gründungsjahr: 1952/1992 (IfOK), 2006 (LIKAT)
Leitung: Matthias Beller (Direktor)
Mitarbeiter: ca. 300
Gesamtetat: ca. 18,3 Mio. Euro
Rechtsform: eingetragener Verein
Ort: Rostock
Offizielle Website: www.catalysis.de

Das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock im Land Mecklenburg-Vorpommern ist ein Institut, das sich mit Forschung zur angewandten chemischen Katalyse beschäftigt. Das LIKAT Rostock ist eine Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Als ein An-Institut der Universität Rostock stellt das LIKAT ein organisatorisch sowie rechtlich eigenständiges Forschungsinstitut mit den Organen Mitgliederversammlung, Kuratorium und Wissenschaftlicher Beirat dar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das im Nachkriegsdeutschland gegründete Institut hat im Laufe seiner Entwicklung vielfältige und weitreichende Umbrüche, so auch die außergewöhnlichen Herausforderungen infolge der deutschen Wiedervereinigung überaus erfolgreich bewältigt. Das Leibniz-Institut für Organische Katalyse in Rostock als unmittelbare Vorläufereinrichtung des jetzigen LIKAT entstand ursprünglich 1952 und gehörte ab 1954 zur Forschungsgemeinschaft der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin, der späteren Akademie der Wissenschaften der DDR. Nach der politischen Wende in der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands wurde es am 1. Januar 1992 als durch das Land Mecklenburg-Vorpommern finanziertes Institut neu aufgestellt. Von 1992 bis 1997 förderte die Max-Planck-Gesellschaft zwei Arbeitsgruppen des Instituts. Nach einer sehr erfolgreichen Evaluierung durch den Wissenschaftsrat erfolgte zum 1. Januar 2003 die Aufnahme in die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Am 30. Juni 2005 wurde ein Neubau des Institutsgebäudes in Rostock übergeben. Mit Beginn des Jahres 2006 fusionierte das Institut mit dem in Berlin-Adlershof ansässigen Institut für Angewandte Chemie (ACA), das 1994 aus mehreren Chemie-Instituten der Akademie der Wissenschaften der DDR hervorgegangen war.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Institut arbeiten rund 300 Mitarbeiter und Gäste, davon rund 90 grundfinanziert. Der Haushalt von etwa 18,3 Millionen Euro hat einen Drittmittelanteil von rund 7,5 Millionen Euro. Organisatorisch untergliedert sich die wissenschaftliche Leitung in drei Ebenen: Vorstand, Programmbereiche mit den Forschungsbereich, Themen innerhalb der Forschungsbereiche. Der Vorstand steht den drei wissenschaftlichen Programmbereichen (Angewandte nachhaltige Katalyseprozesse / Innovative Methoden und Technologien in der Katalyse / Spezielle (metall)organische Synthesen und Katalysen) sowie den Servicebereichen vor.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 54° 4′ 43″ N, 12° 6′ 41,7″ O