Leibniz-Institut für Wissensmedien

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Leibniz-Institut für Wissensmedien
Leibniz-Institut für Wissensmedien
Leibniz-Institut für Wissensmedien
Kategorie: Forschungseinrichtung
Mitgliedschaft: Leibniz-Gemeinschaft
Standort der Einrichtung: Tübingen
Art der Forschung: Grundlagenforschung, Anwendungsrelevanz
Fachgebiete: Psychologie
Leitung: Friedrich Wilhelm Hesse (Direktor des Leibniz-Instituts für Wissensmedien)
Mitarbeiter: ca. 120 (Stand: Februar 2015)
Homepage: http://www.iwm-tuebingen.de

Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) Tübingen ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut der Leibniz-Gemeinschaft, das Wissenserwerb und Wissenskommunikation mit digitalen Technologien erforscht.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) wird erforscht, wie digitale Medien den Erwerb und den Austausch von Wissen beeinflussen. Hierzu werden Theorien der menschlichen Informationsverarbeitung genutzt, um Wissens- und Kommunikationsprozesse zu beschreiben, zu erklären und zu verbessern.

Untersucht werden klassische Formen von Lehre und Unterricht in den Bereichen Hochschule und Schule sowie Möglichkeiten des Lernens in informellen Orten etwa im Museum, im Internet oder am Arbeitsplatz. Am IWM forschen Kognitions-, Verhaltens- und Sozialwissenschaftler grundlagenbasiert und interdisziplinär. Sie arbeiten dabei eng mit Experten der Medienentwicklung und Medientechnik zusammen. Das Institut transferiert seine Forschungsergebnisse in die Praxis, die somit Anwendung finden in Schule, Museen oder Unternehmen. Auf diese Weise leistet das IWM einen wertvollen Beitrag zur Realisierung innovativer, mediengestützter Lehr- und Lernsituationen. Realisiert werden Pilotprojekte, deren Praxistauglichkeit gemeinsam mit externen Partnern erprobt wird. Ein Beispiel ist das Portal e-teaching.org[1], ein Informations- und Qualifizierungsportal zum Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre.

IWM Außenansicht

Institut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forschung gliedert sich in die Bereiche Wissenserwerb mit interaktiven Präsentationsmedien, mit Kommunikations- und Kooperationsmedien sowie forschungsübergreifende Aktivitäten. Innerhalb eines Forschungsbereichs bearbeiten interdisziplinäre Arbeitsgruppen spezifische Aspekte des jeweiligen übergeordneten Themas. Insgesamt existieren sechs Arbeits- und zwei Nachwuchsgruppen. Das IWM initiierte 2009 gemeinsam mit der Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschlands ersten Leibniz-WissenschaftsCampus Tübingen "Bildung in Informationsumwelten" mit dem Ziel, ein strategisch ausgerichtetes Netzwerk zu schaffen, um die empirische Bildungsforschung in Tübingen weiterzuentwickeln.

Weiterhin pflegt das IWM intensiven Austausch mit Forschungseinrichtungen im In- und Ausland und ist an folgenden Forschungsverbünden beteiligt: Historische Authentizität, Science 2.0, Nanosicherheit, Analyse und Förderung effektiver Lehr-Lernprozesse sowie innerhalb der Exzellenz-Graduiertenschule Learning, Educational Achievement, and Life Course Development (LEAD).

Das Institut fördert die Weiterentwicklung aller Mitarbeiter, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ist verpflichtet, die forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) umzusetzen. Im Jahr 2012 erhielt das IWM das Zertifikat audit berufundfamilie, womit weitere Maßnahmen festgelegt sind, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranzutreiben. Im Frühjahr 2015 fand die Re-Auditierung erfolgreich statt.

Wissenschaftliche Qualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut ist in ein dynamisches Forschungsumfeld eingebettet. In seiner wissenschaftlichen Leistung orientiert sich das IWM an internationalen Standards und trägt dazu bei, diese maßgeblich weiterzuentwickeln. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft unterliegt das IWM einem spezifischen Qualitätsmanagement. Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft überprüft spätestens alle sieben Jahre die Leistungen jedes der 89 Leibniz-Institute. Für ein umfassendes Evaluierungsverfahren setzt er eine internationale und unabhängige Bewertungsgruppe ein, die vor Ort die Leistungen des zu evaluierenden Instituts überprüft. 2013 durchlief das IWM diese Evaluierung und wurde als „sehr gut“ bis „exzellent“ beurteilt.

Nachwuchsförderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein zentrales Anliegen des IWM ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Seit 2009 bietet das IWM ein strukturiertes Promotionsprogramm mit einem umfassenden Aus- und Weiterbildungsprogramm an, um Promovierenden eine optimale Betreuung und Einbindung in den Forschungsalltag zu ermöglichen. Dieses beinhaltet, dass die Doktoranden Mitglieder einer Arbeitsgruppe des Instituts sind, ihre Arbeitsergebnisse in Fachzeitschriften publizieren und ihre Forschung auf Konferenzen im In- und Ausland präsentieren. Außerdem finden ein wöchentliches Doktorandenkolloquium und regelmäßige Methodenseminare statt. Die Teilnahme am Promotionsprogramm wird den Teilnehmenden zertifiziert.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• Vorsitzender des Stiftungsrats: Ministerialrat Walter Kaag
• Geschäftsführender Direktor des Instituts: Friedrich W. Hesse
• Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats: Detlev Leutner

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. e-teaching.org