Leichtathletik-Europameisterschaften 2010

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20. Leichtathletik-Europameisterschaften
Logo der 20. Leichtathletik-Europameisterschaften
Stadt SpanienSpanien Barcelona
Stadion Estadi Olímpic Lluís Companys
Teilnehmende Länder 50
Teilnehmende Athleten 1370
Wettbewerbe 47
Eröffnung 26. Juli 2010
Schlussfeier 1. August 2010
Eröffnet durch Jordi Hereu
(Bürgermeister von Barcelona)
Chronik
Göteborg 2006 Helsinki 2012
Medaillenspiegel (Endstand nach 47 Entscheidungen)
Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 FrankreichFrankreich Frankreich 8 6 4 18
2 RusslandRussland Russland 8 4 6 18
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 6 10 4 20
4 DeutschlandDeutschland Deutschland 5 6 7 18
5 PolenPolen Polen 3 1 6 10
6 TurkeiTürkei Türkei 3 3
7 UkraineUkraine Ukraine 2 4 1 7
8 ItalienItalien Italien 2 3 2 7
9 SpanienSpanien Spanien 2 2 1 5
10 KroatienKroatien Kroatien 2 2
Vollständiger Medaillenspiegel

Die 20. Leichtathletik-Europameisterschaften wurden vom 27. Juli bis 1. August 2010 in der spanischen Stadt Barcelona ausgetragen. Die Wettkämpfe fanden im Estadi Olímpic Lluís Companys statt, das bereits Schauplatz der Olympischen Spiele 1992 war. Das Exekutivkomitee des Europäischen Leichtathletik-Verbandes (EAA) bestätigte die katalanische Metropole am 29. April 2006 am Rande seiner Sitzung in Göteborg als Austragungsort. Zuvor war Barcelona 2001 bei der Vergabe der Europameisterschaften 2006 der Bewerbung Göteborgs unterlegen.

Eröffnungsfeier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eröffnungsfeier der Leichtathletik-Europameisterschaften 2010 fand am Abend des 26. Juli 2010 am Brunnen Font Magica auf dem Gelände der Weltausstellung von 1929 am Fuße des Montjuïc statt. Damit war zum zweiten Mal nach Göteborg 2006 nicht das Stadion Ort der Eröffnungsfeier der Leichtathletik-Europameisterschaften.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maskottchen „Barni“

Zu den Wettkämpfen entsandten alle fünfzig Mitgliedsverbände der European Athletic Association eine Delegation nach Barcelona. Insgesamt waren 1370 Athleten gemeldet.

Teilnehmer (1370)[1][2][3]

Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften wurden Wettbewerbe in fünf unterschiedlichen Wettbewerbsgruppen ausgetragen: Laufen, Springen, Werfen, Gehen und Mehrkampf. Die Frauen maßen sich in 23, die Männer in 24 Disziplinen. Mit Ausnahme des 50-km-Gehens, das nur bei den Männern ausgetragen wurde, war das Wettkampfprogramm abgesehen von den Distanzen im Hürdensprint, die Gewichte bei den Wurfgeräten sowie die Anzahl der Disziplinen im Mehrkampf identisch.

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei diesen Europameisterschaften kam die kaum zu glaubende Zahl von dreißig nachgewiesenen Dopingfällen zustande. Dieser Wert liegt in ähnlichen Dimensionen wie bei anderen großen internationalen Meisterschaften und Olympischen Spielen dieser Zeit und zeigt, in welchen Sumpf von Betrügereien und erschlichenen Leistungen die Leichtathletik geraten war.

Betroffen sind allerdings nur insgesamt sieben Nationen, vor allem Russland ragt dabei besonders heraus. Im Einzelnen sieht die Verteilung folgendermaßen aus:
Russland: 17, Weißrussland: 5, Türkei: 3, Spanien: 2, Litauen: 1, Griechenland: 1 und Moldawien: 1

Folgende Sportler wurden bei diesen Europameisterschaften wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen disqualifiziert:

  • José Luis Blanco (SpanienSpanien Spanien) – 3000 Meter Hindernis, zunächst Dritter. Er wurde bei den spanischen Meisterschaften im Juli 2010 positiv auf EPO getestet. Sein EM-Resultat wurde annulliert und er wurde bis zum 26. Oktober 2012 gesperrt.[7]
  • Ildar Minschin (RusslandRussland Russland) – 3000 Meter Hindernis, zunächst Sechster. Er wurde nachträglich die Einnahme verbotener Substanzen im August 2009 nachgewiesen. Er wurde für zwei Jahre gesperrt, sein EM-Ergebnus wurde ihm aberkannt.[8]
  • Stanislaw Jemeljanow (RusslandRussland Russland) – 20-km-Gehen, zunächst Erster. Am 29. Juli 2014 wurde bekannt, dass bei ihm wegen auffälliger Blutwerte im „Biologischen Pass“ alle Ergebnisse ab dem 26. Juli 2010 aberkannt werden, somit auch die Goldmedaille beim 20 km Gehen in Barcelona.[9]
  • Andrej Michnewitsch (WeissrusslandWeißrussland Weißrussland) – Kugelstoßen, zunächst Erster. Ihm wurden 2013 seine Resultate von 2007 bis 2011 aberkannt. Als Mehrfachtäter wurde er auf Lebenszeit gesperrt.[10]
  • Pawel Lyschyn (WeissrusslandWeißrussland Weißrussland) – Kugelstoßen, zunächst Siebter. Unter anderem seine Platzierung bei diesen Europameisterschaften wurde annulliert.[11]
  • Anastassija Kapatschinskaja (RusslandRussland Russland) – 200 Meter, zunächst Vierte, 4 × 400 m, zunächst Erste. Sie wurde der Einnahme gleich zweier verbotener Substanzen überführt. Dabei handelte es sich um das Anabolikum Turinabol sowie das anabole Steroid Stanozolol.[12]
  • Julija Tschermoschanskaja (RusslandRussland Russland) – 200 Meter, zunächst Siebte, 4 × 100 m, zunächst Vierte. Auch ihr wurde der Missbrauch von Stanozolol und Turinabol nachgewiesen.[13]
  • Marija Sawinowa (RusslandRussland Russland) – 800 Meter, zunächst Erste. Der Internationale Sportgerichtshof CAS löschte alle ihre Ergebnisse zwischen Juli 2010 und August 2013. Das Urteil fundiert auf klaren Abweichungen im Biologischen Pass, die Sawinowas Verstoß gegen die Dopingbestimmungen nachweisen.[14]
  • Swetlana Kljuka (RusslandRussland Russland) – 800 Meter, zunächst Achte. Sie wurde aufgrund von Unregelmäßigkeiten in ihrem Biologischen Pass suspendiert, ihre Ergebnisse wurden entsprechend annulliert.[15]
  • Aslı Çakır Alptekin (TurkeiTürkei Türkei) – 1500 Meter, zunächst Fünfte. Die türkische Läuferin ist eine Mehrfachtäterin in Sachen Doping. Schon 2004 wurde sie positiv auf Methenolon getestet. Nun wurde Alptekin erneut suspendiert und 2015 rückwirkend für acht Jahre gesperrt, ein Strafmaß, das die IAAF für Wiederholungstäterinnen vorschreibt.[16]
  • Anna Alminowa (RusslandRussland Russland) – 1500 Meter, zunächst Sechste. Sie wurde positiv auf die verbotene Substanz Pseudoephedrin getestet. Ihr Resultat der Europameisterschaften von 2010 wurde später annulliert.[17]
  • Alemitu Bekele (TurkeiTürkei Türkei) – 5000 Meter, zunächst Sechste. Sie wurde im Jahr 2013 wegen Dopingmissbrauchs gesperrt und nachträglich disqualifiziert.[18]
  • Marija Konowalowa (RusslandRussland Russland) – 5000 Meter, zunächst Fünfte. Sie wurde aufgrund von Unregelmäßigkeiten ihres Biologischen Passes für zwei Jahre suspendiert. Außerdem wurden ihr zahlreiche Resultate, darunter ihre Platzierung bei den Europameisterschaften 2010 aberkannt.[19]
  • Jelisaweta Gretschischnikowa (RusslandRussland Russland) – 5000 Meter, zunächst Neunte. Aufgrund von Unregelmäßigkeiten in ihrem Biologischen Pass wurden alle ihre Ergebnisse von 2009 bis 2013 annulliert.[20]
  • Meryem Erdoğan (TurkeiTürkei Türkei) – 5000 (zunächst Siebte), 10.000 Meter (zunächst Fünfte). Sie wurde 2012 wegen Abweichungen in ihrem Blutpass für zwei Jahre gesperrt. Unter anderem auch ihre Resultate der Europameisterschaften von 2010 wurden annulliert.[21]
  • Inga Abitowa (RusslandRussland Russland) – 10.000 Meter (zunächst Zweite). Sie wurde der Einnahme der verbotenen Substanz Turinabol überführt. Ihr Resultat von den Europameisterschaften von 2010 wurde annulliert.[12]
  • Lilija Schobuchowa (RusslandRussland Russland) – 10.000 Meter (DNF). Sie wurde Ende April 2014 wegen Dopingmissbrauchs gesperrt, unter anderem ihr EM-Resultat von 2010 wurde annulliert. Vorausgegangen waren Enthüllungen zu Zahlungen in Größenordnungen von insgesamt einer halben Million US-Dollar für Bestechungen, Freikäufe, Startberechtigungen, in die auch der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack verwickelt war.[22]
  • Živilė Balčiūnaitė (LitauenLitauen Litauen) – Marathonlauf (zunächst Erste). Sie wurde der Einnahme der verbotenen Substanzen Testosteron und Epitestosteron überführt. Sie erhielt eine Sperre von zwei Jahren bis zum 6. September 2012. Ihr Resultat von den Europameisterschaften von 2010 wurde annulliert.[23]
  • Nailja Julamanowa (RusslandRussland Russland) – Marathonlauf (zunächst Zweite). Sie wurde der Einnahme von Substanz Steroiden überführt und erhielt eine Sperre. Ihre Silbermedaille von den Europameisterschaften von 2010 musste sie zurückgeben.[15]
  • Irina Timofejewa (RusslandRussland Russland) – Marathonlauf (zunächst Neunte). Nach Unregelmäßigkeiten in ihrem Biologischen Pass wurde ihr Resultat von den Europameisterschaften von 2010 annulliert.[24]
  • Marta Domínguez (SpanienSpanien Spanien) – 3000 m Hindernis (zunächst Zweite). Im November 2015 wurde der ihr nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS der Vizeeuropameistertitel wegen Dopingmisbrauchs aberkannt.[25]
  • Ljubow Charlamowa (RusslandRussland Russland) – 3000 m Hindernis (zunächst Dritte). Sie wurde, nachdem sie aufgrund von Domínguez' Disqualifikation zunächst auf den zweiten Platz vorgerückt war, vom russischen Leichtathletik-Verband RusAF wegen positiver Dopingtests für zwei Jahre gesperrt. Ihr EM-Resultat von 2010 wurde gestrichen.[26]
  • Der weißrussischen Staffel über 4 × 400 Meter wurde ihr siebter Rang wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[27]
  • Olga Kaniskina (RusslandRussland Russland) – 20-km-Gehen (zunächst Erste). Ihr wurden nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs vom März 2016 alle Ergebnisse zwischen dem 5. August 2009 und dem 15. Oktober 2012 wegen Dopingmissbrauchs gestrichen.[28]
  • Athanasía Pérra (GriechenlandGriechenland Griechenland) – Weitsprung (zunächst Zehnte). Sie wurde nachträglich des Dopings überführt und disqualifiziert.[29]
  • Nadseja Astaptschuk (WeissrusslandWeißrussland Weißrussland) – Kugelstoßen (zunächst Erste). Sie wurde schon zum dritten Mal des Dopingbetrugs überführt. Die Athletin wurde für vier Jahre von allen Wettkämpfen ausgeschlossen und entging nur knapp einer lebenslänglichen Sperre.[30]
  • Natallja Michnewitsch (WeissrusslandWeißrussland Weißrussland) – Kugelstoßen (zunächst Zweite). Auch sie war bereits früher als Dopingsünderin enttarnt worden – so auch bei diesen Europameisterschaften.[31]
  • Zalina Marghieva (Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau) – Hammerwurf (zunächst Fünfte). Ihr EM-Resultat wurde gestrichen.[32]
  • Marija Abakumowa (RusslandRussland Russland) – Speerwurf (zunächst Fünfte). Sie hatte bereits ihre Silbermedaille von den Olympischen Spielen 2008 verloren. Nun wurden ihr auch ihre Medaillen und Platzierungen von den Weltmeisterschaften 2009, 2011 und den Europameisterschaften 2010 aberkannt.[33]
  • Tatjana Tschernowa (RusslandRussland Russland) – Siebenkampf (zunächst Vierte). Aufgrund von Blutdoping waren ihr bereits ihr Weltmeister-Titel von 2011 und ihre Bronzemedaille von den Olympischen Spielen 2012 aberkannt worden. Zusätzlich wurden jetzt auch ihre Medaillen und Platzierungen von den Olympischen Spielen 2008 und den Europameisterschaften 2010 annulliert, nachdem ihr die Einnahme von Turinabol nachgewiesen werden konnte Gesperrt wurde sie bis Februar 2019.[34]

Sportliche Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Medaillenwertung hatten mit Frankreich und Russland zwei Nationen je acht EM-Titel auf ihrem Konto. Frankreich hatte darüber hinaus sechs Silber- und vier Bronzemedaillen gesammelt gegenüber vier silbernen und sechs bronzenen bei Russland. Damit lag Frankreich in der Medaillenwertung diesmal ganz vorn. Dahinter folgten Großbritannien mit sechs und Deutschland mit fünf Europameistertiteln. Polen und die Türkei hatten jeweils drei Europameister in ihren Reihen, wobei Polen bezüglich der Zahl der Silbermedaillen vor der Türkei lag. Dahinter folgten die Ukraine, Italien und Spanien und Kroatien, die je zwei Goldmedaillen auf ihrem Konto hatten.

Bei den einzelnen Sportlern sind besonders folgende Leistungen zu nennen.

Ergebnisse Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

100 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Christophe Lemaitre FrankreichFrankreich FRA 10,11
2 Mark Lewis-Francis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 10,18
3 Martial Mbandjock FrankreichFrankreich FRA 10,18
4 Francis Obikwelu PortugalPortugal POR 10,18 SB
5 Dwain Chambers Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 10,18
6 Jaysuma Saidy Ndure NorwegenNorwegen NOR 10,31
7 Emanuele Di Gregorio ItalienItalien ITA 10,34
DNF Simone Collio ItalienItalien ITA

Finale: 28. Juli, 21:45 Uhr

Wind: −1,0 m/s

Kurzbericht:
Christophe Lemaitre, der 2010 als erster weißer Sprinter den 100-Meter-Lauf unter zehn Sekunden gelaufen war, gewann das Rennen vor dem Briten Mark Lewis-Francis. Als Dritter errang Martial Mbandjock eine zweite Medaille für Frankreich in diesem Rennen. Titelverteidiger Francis Obikwelu aus Portugal kam im Fotofinish mit den zeitgleichen Lewis-Francis und Mbandjock auf den vierten Platz.

200 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christophe Lemaitre – mit drei Goldmedaillen erfolgreichster Sportler dieser Europameisterschaften
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Christophe Lemaitre FrankreichFrankreich FRA 20,37
2 Christian Malcolm Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 20,38 SB
3 Martial Mbandjock FrankreichFrankreich FRA 20,42
4 Marlon Devonish Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 20,62
5 Jaysuma Saidy Ndure NorwegenNorwegen NOR 20,63
6 Paul Hession IrlandIrland IRL 20,71
7 Lykourgos-Stefanos Tsakonas GriechenlandGriechenland GRE 20,90
8 David Alerte FrankreichFrankreich FRA 20,93

Finale: 30. Juli, 19:25 Uhr

Wind: −0,8 m/s

Kurzbericht:
Nachdem er bereits den 100-Meter-Lauf gewonnen hatte, konnte Christophe Lemaitre auch das Rennen über die längere Sprintstrecke für sich entscheiden, indem er auf den letzten Metern an Christian Malcolm vorbeizog. Der Schweizer Marc Schneeberger und der Deutsche Sebastian Ernst kamen nicht über das Halbfinale hinaus.

400 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Kevin Borlée BelgienBelgien BEL 45,08
2 Michael Bingham Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 45,23
3 Martyn Rooney Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 45,23
4 Wladimir Krasnow RusslandRussland RUS 45,24
5 David Gillick IrlandIrland IRL 45,28
6 Leslie Djhone FrankreichFrankreich FRA 45,30
7 Jonathan Borlée BelgienBelgien BEL 45,35
8 Kacper Kozłowski PolenPolen POL 46,07

Finale: 30. Juli, 21:25 Uhr

Kurzbericht:
Eigentlich war von den belgischen Borlée-Zwillingsbrüdern der Jahresbeste Europas, Jonathan, als Favorit in das Finale gestartet. Dieser wurde aber nur Siebter, während Kevin überraschend Gold gewann. Die beiden anderen Medaillen gingen an die beiden Briten Michael Bingham und Martyn Rooney.

800 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marcin Lewandowski nach seinem Sieg über 800 Meter
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Marcin Lewandowski PolenPolen POL 1:47,07
2 Michael Rimmer Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 1:47,17
3 Adam Kszczot PolenPolen POL 1:47,22
4 Arnoud Okken NiederlandeNiederlande NED 1:47,31
5 Jakub Holuša TschechienTschechien CZE 1:47,45
6 Kevin López SpanienSpanien ESP 1:47,82
7 Luis Alberto Marco SpanienSpanien ESP 1:48,42
8 Hamid Oualich FrankreichFrankreich FRA 1:49,77

Finale: 31. Juli, 19:35 Uhr

Kurzbericht:
Das von Beginn an verbummelt Rennen lief auf eine reine Spurtentscheidung hinaus. Schließlich setzte sich der Pole Marcin Lewandowski durch und wurde Europameister. Sein Landsmann Adam Kszczot belegte hinter dem Briten Michael Rimmer den dritten Platz.

1500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Arturo Casado SpanienSpanien ESP 3:42,74
2 Carsten Schlangen DeutschlandDeutschland GER 3:43,52
3 Manuel Olmedo SpanienSpanien ESP 3:43,54
4 Reyes Estévez SpanienSpanien ESP 3:43,67
5 Yoann Kowal FrankreichFrankreich FRA 3:43,71
6 Andrew Baddeley Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 3:43,87
7 Christian Obrist ItalienItalien ITA 3:43,91
8 Mateusz Demczyszak PolenPolen POL 3:44,42

Finale: 30. Juli, 22:00 Uhr

Kurzbericht:
Arturo Casado setzte sich bereits zwei Runden vor Schluss an die Spitze des Feldes und gab seine Führung auch im Schlussspurt nicht mehr ab. Der Deutsche Carsten Schlangen, für den die Qualifikation für das Finale bereits ein Erfolg darstellte, gewann überraschend Silber vor dem Spanier Manuel Olmedo. Der Österreicher Andreas Vojta belegte Rang elf.

5000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mohammed Farah Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 13:31,18
2 Jesús España SpanienSpanien ESP 13:33,12
3 Hayle İbrahimov AserbaidschanAserbaidschan AZE 13:34,15
4 Serhij Lebid UkraineUkraine UKR 13:38,69
5 Noureddine Smaïl FrankreichFrankreich FRA 13:38,70
6 Daniele Meucci ItalienItalien ITA 13:40,17
7 Alemayehu Bezabeh SpanienSpanien ESP 13:43,23
8 Christopher Thompson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 13:44,42

Finale: 31. Juli, 21:20 Uhr

Kurzbericht:
Der Brite Mohammed Farah errang nach seinem Sieg über 10.000 Meter auch den Titel über 5000 Meter. Der Spanier Jesús España sowie der von diesem auf den letzten 100 Metern überspurtete Aserbaidschaner Hayle İbrahimov gewannen Silber und Bronze. Den beiden weiteren Medaillengewinner über 10.000 Meter Daniele Meucci und Christopher Thompson gelang es nicht, dies über die kürzere Distanz zu wiederholen, Meucci wurde Sechster, Thompson Achter.

10.000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mohammed Farah Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 28:24,99
2 Christopher Thompson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 28:27,33
3 Daniele Meucci ItalienItalien ITA 28:27,33
4 Ayad Lamdassem SpanienSpanien ESP 28:34,89
5 Carles Castillejo SpanienSpanien ESP 28:49,69 SB
6 Christian Belz SchweizSchweiz SUI 28:54,01 SB
7 Andrea Lalli ItalienItalien ITA 29:05,20
8 Youssef El Kalay PortugalPortugal POR 29:07,61

Datum: 27. Juli, 21:05 Uhr

Mohammed Farah nach seinem Sieg über 10.000 Meter

Kurzbericht:
Nachdem das Rennen langsam begonnen wurde – Durchgangszeit 5000 Meter 14:38,10 min, konnte sich Mo Farah zusammen mit Ayad Lamdassem absetzen. Kurz vor Schluss sprintete Farah dem Spanier davon. Dieser wurde von Christopher Thompson und Daniele Meucci noch überholt. Meucci und Thompson kamen zeitgleich ins Ziel, Thompson wurde jedoch im Fotofinish vor Meucci gewertet. Somit gab es einen britischen Doppelsieg. Von 26 Startern erreichten 22 das Ziel. Als bester deutschsprachiger Athlet wurde der Schweizer Christian Belz Sechster. Drei deutsche Sportler waren am Start: Christian Glatting wurde Neunter, Titelverteidiger Jan Fitschen Zwölfter, der aus Eritrea stammende Filmon Ghirmai kam auf den 15. Platz. Der Österreicher Michael Schmid gab nach rund der Hälfte des Rennens auf.

Marathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Viktor Röthlin SchweizSchweiz SUI 2:15:31 SB
2 José Manuel Martínez SpanienSpanien ESP 2:17:50 SB
3 Dmitri Safronow RusslandRussland RUS 2:18:16
4 Ruggero Pertile ItalienItalien ITA 2:19:33
5 Pablo Villalobos SpanienSpanien ESP 2:19:56
6 Rafael Iglesias SpanienSpanien ESP 2:20:14
7 Migidio Bourifa ItalienItalien ITA 2:20:35
8 Lee Merrien Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 2:20:42

Datum: 1. August, 10:05 Uhr

Kurzbericht:
Bei Kilometer zwanzig hatte sich eine zwölfköpfige Spitzengruppe gebildet, zu der auch Titelverteidiger Stefano Baldini gehörte. Nach einer Tempoverschärfung setzten sich kurz nach der Halbzeitmarke vier Läufer an die Spitze: Viktor Röthlin, José Manuel Martínez, Ruggero Pertil und der Franzose James Theury. Baldini konnte nicht mehr Schritt halten und stieg aus. Kurz nachdem ebenfalls hatte Pertile abreißen lassen müssen, setzte sich bei Kilometer 28 Röthlin an die Spitze und baute bis ins Ziel seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Theury dagegen hatte sich übernommen, fiel immer weiter zurück und gab schließlich auf. Pertile kämpfte sich noch einmal kurzzeitig an Martínez heran, fiel dann aber von Krämpfen geplagt auf den letzten Kilometern hinter Dmitri Safronow zurück, der sich vom sechsten Platz vorgearbeitet hatte. Der Österreicher Günther Weidlinger, der bis Kilometer zwanzig zur Spitzengruppe gehört hatte, fiel danach kontinuierlich zurück und belegte den 18. Platz. Bei Temperaturen von mehr als 25 °C war es die langsamste Siegerzeit seit den Europameisterschaften 1969. Die schwierigen äußeren Bedingungen trugen auch dazu bei, dass 19 der 64 gestarteten Athleten nicht das Ziel erreichten, unter ihnen die Deutschen Martin Beckmann und Tobias Sauter sowie der Österreicher Florian Prüller. Der Liechtensteiner Marcel Tschopp kam auf Rang 39, der Österreicher Christian Pflügl auf Rang 44.

Marathon-Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athleten Zeit (h)
1 SpanienSpanien Spanien José Manuel Martínez
Pablo Villalobos
Rafael Iglesias
6:58:00
2 RusslandRussland Russland Dmitri Safronow
Alexei A. Sokolow
Oleg Kulkow
7:01:29
3 ItalienItalien Italien Ruggero Pertile
Migidio Bourifa
Ottaviano Andriani
7:01:40
4 NiederlandeNiederlande Niederlande Rens Dekkers
Hugo van den Broek
Koen Raymaekers
7:07:33
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Lee Merrien
Dave Webb
Dan Robinson
7:07:52
6 IsraelIsrael Israel Wodage Zvadya
Ayele Setegne
Dastaho Swonek
7:19:41
7 PortugalPortugal Portugal Luís Feiteira
Alberto Chaíça
José Moreira
7:29:38
8 SlowenienSlowenien Slowenien Anton Kosmač
Primož Kobe
Robert Kotnik
7:42:40

Datum: 1. August, 10:05 Uhr

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung, für die die Zeiten der drei besten Läufer je Nation addiert wurden. Die Wertung zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

110 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrew Turner nach seinem Sieg über 110 Meter Hürden
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Andrew Turner Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 13,28 SB
2 Garfield Darien FrankreichFrankreich FRA 13,34 SB
3 Dániel Kiss UngarnUngarn HUN 13,39
4 Dimitri Bascou FrankreichFrankreich FRA 13,41 SB
5 Artur Noga PolenPolen POL 13,44
6 Petr Svoboda TschechienTschechien CZE 13,57
7 Marcel van der Westen NiederlandeNiederlande NED 13,58
8 Alexander John DeutschlandDeutschland GER 13,71

Finale: 30. Juli, 19:50 Uhr

Wind: −1,0 m/s

Kurzbericht:
Der Brite Andy Turner gewann das Rennen, der schnellste Europäer des Jahres, der Tscheche Petr Svoboda, musste sich mit dem sechsten Rang zufriedengeben. Der Deutsche Alexander John kam auf Rang acht.

400 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europameister David Greene direkt nach dem Rennen
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 David Greene Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 48,12
2 Rhys Williams Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 48,96 SB
3 Stanislaw Melnykow UkraineUkraine UKR 49,09 <PB
4 Héni Kechi FrankreichFrankreich FRA 49,34 PB
5 Periklis Iakovakis GriechenlandGriechenland GRE 49,38 SB
6 Josef Prorok TschechienTschechien CZE 49,68 PB
7 Alexander Derewjagin RusslandRussland RUS 49,70 SB
8 Fadil Bellaabouss FrankreichFrankreich FRA 1:02,94

Finale: 31. Juli, 20:10 Uhr

Kurzbericht:
Der Brite David Greene gewann deutlich mit mehr als acht Zehntelsekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Rhys Williams. Der Ukrainer Stanislaw Melnykow gewann die Bronzemedaille, Titelverteidiger Periklis Iakovakis aus Griechenland musste sich mit Platz fünf begnügen.

3000 m Hindernis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mahiedine Mekhissi-Benabbad FrankreichFrankreich FRA 8:09,28
2 Bouabdellah Tahri FrankreichFrankreich FRA 8:09,28
3 Ion Luchianov Moldau RepublikRepublik Moldau MDA 8:19,64 SB
4 Tomasz Szymkowiak PolenPolen POL 8:23,37
5 Steffen Uliczka DeutschlandDeutschland GER 8:25,39 SB
6 Eliseo Martín SpanienSpanien ESP 8:27,49
7 Bjørnar Ustad Kristensen NorwegenNorwegen NOR 8:27,89
8 Alberto Paulo PortugalPortugal POR 8:28,08

Finale: 1. August, 20:15 Uhr

Kurzbericht:
Die beiden Franzosen Mahiedine Mekhissi-Benabbad und Bouabdellah Tahri setzten sich bereits in der ersten Runde vom Rest des Feldes ab und liefen von da an ein einsames Rennen. Mekhissi-Benabbad behielt im Spurt die Oberhand vor Tahri. Bronze ging nachträglich an den Moldawier Ion Luchianov.

Es gab zwei Dopingfälle in diesem Wettbewerb.

  • Der Spanier José Luis Blanco, zunächst Dritter, wurde bei den spanischen Meisterschaften im Juli 2010 positiv auf EPO getestet. Sein EM-Resultat wurde annulliert und er wurde bis zum 26. Oktober 2012 gesperrt.[7]
  • Dem Russen Ildar Minschin, zunächst Sechster, wurde nachträglich die Einnahme verbotener Substanzen im August 2009 nachgewiesen. Er wurde für zwei Jahre gesperrt, sein EM-Ergebnis wurde ihm aberkannt.[8]

4 × 100 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die französische Staffel – (v. l. n. r.): Pierre-Alexis Pessonneaux, Martial Mbandjock, Christophe Lemaitre und Jimmy Vicaut – nach dem Rennen
Platz Land Athleten Zeit (s)
1 FrankreichFrankreich Frankreich Jimmy Vicaut
Christophe Lemaitre (Finale)
Pierre-Alexis Pessonneaux
Martial Mbandjock
im Vorlauf außerdem:
Imaad Hallay
38,11 SB
2 ItalienItalien Italien Roberto Donati
Simone Collio
Emanuele Di Gregorio
Maurizio Checcucci
38,17 NR
3 DeutschlandDeutschland Deutschland Tobias Unger
Marius Broening
Alexander Kosenkow
Martin Keller
38,44 SB
4 SchweizSchweiz Schweiz Pascal Mancini
Aron Beyene
Reto Schenkel
Marc Schneeberger
38,69 NR
5 PolenPolen Polen Dariusz Kuć
Paweł Stempel
Robert Kubaczyk
Kamil Kryński
38,83 SB
6 PortugalPortugal Portugal Ricardo Monteiro
Francis Obikwelu
Arnaldo Abrantes
João Ferreira (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Yazaldes Nascimento
38,88 NR
7 FinnlandFinnland Finnland Hannu Ali-Huokuna
Joni Rautanen
Jonathan Åstrand
Hannu Hämäläinen
39,29 NR
DNF SpanienSpanien Spanien Alain López
Ángel David Rodríguez
Orkatz Beitia
Rubén Pros

Finale: 1. August, 19:35 Uhr

Kurzbericht:
Nach den Siegen im 100- und 200-Meter-Lauf krönte Christophe Lemaitre seine Erfolge mit dem Sieg mit der französischen Staffel. Deutschland errang die Bronzemedaille hinter Italien. Die Schweiz belegte mit neuem Landesrekord den vierten Platz. Insgesamt wurden in diesem Rennen vier nationale Rekorde aufgestellt.

4 × 400 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 RusslandRussland Russland Maxim Dyldin
Alexei Aksjonow
Pawel Trenichin
Wladimir Krasnow (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Sergei Petuchow
3:02,14
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbrtiannien Conrad Williams
Michael Bingham (Finale)
Robert Tobin
Martyn Rooney (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Graham Hedman
Richard Buck
3:02,25 SB
3 BelgienBelgien Belgien Arnaud Destatte (Finale)
Kevin Borlée
Cédric Van Branteghem
Jonathan Borlée (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Antoine Gillet
Nils Duerinck
3:02,60 SB
4 DeutschlandDeutschland Deutschland Kamghe Gaba
Bastian Swillims
Eric Krüger (Finale)
Thomas Schneider
im Vorlauf außerdem:
Jonas Plass
3:02,65 SB
5 PolenPolen Polen Marcin Marciniszyn
Daniel Dąbrowski
Piotr Klimczak
Kacper Kozłowski (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Jan Ciepiela
3:03,42 SB
6 FrankreichFrankreich Frankreich Leslie Djhone (Finale)
Yannick Fonsat
Mame-Ibra Anne
Teddy Venel (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Mamoudou Hanne
Yoan Décimus
3:03,85 SB
7 NiederlandeNiederlande Niederlande Joeri Moerman
Youssef el Rhalfioui
Dennis Spillekom
Robert Lathouwers
3:04,13 SB
8 ItalienItalien Italien Marco Vistalli
Luca Galletti
Claudio Licciardello
Andrea Barberi (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Domenico Fontana
3:04,20 SB

Finale: 1. August, 21:55 Uhr

20 km Gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Alex Schwazer ItalienItalien ITA 1:20:38
2 João Vieira PortugalPortugal POR 1:20:49 SB
3 Robert Heffernan IrlandIrland IRL 1:21:00
4 Giorgio Rubino ItalienItalien ITA 1:23:12 SB
5 Andrei Kriwow RusslandRussland RUS 1:23:20 SB
6 Matej Tóth SlowakeiSlowakei SVK 1:23:20
7 Jakub Jelonek PolenPolen POL 1:23:24 SB
8 Juan Manuel Molina SpanienSpanien ESP 1:22:35

Datum: 27. Juli, 08:05 Uhr

Kurzbericht:
Das 20-km-Gehen war die erste Entscheidung der Europameisterschaften. Der 19-jährige Russe Stanislaw Jemeljanow zählte gemeinsam mit Alex Schwazer zu den Favoriten. Jemeljanow, der zunächst Erster im Ziel war, wurde allerdings nachträglich aufgrund von Dopingmissbrauch disqualifiziert – siehe unten. So wurde Schwazer Europameister vor dem Portugiesen João Vieira, der sich zu Beginn des Rennens eine unfreiwillige Pause zum Binden seiner Schuhe hatte nehmen müssen. Der Deutsche Maik Berger vom SCC Berlin wurde Sechzehnter, André Höhne war nicht angetreten. Teilnehmer aus Österreich, Liechtenstein und der Schweiz waren nicht am Start.

Doping:
Am 29. Juli 2014 wurde bekannt, dass bei Stanislaw Jemeljanow wegen auffälliger Blutwerte im „Biologischen Pass“ alle Ergebnisse ab dem 26. Juli 2010 aberkannt werden, somit auch die Goldmedaille beim 20 km Gehen in Barcelona.[9]

50 km Gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der französische Europameister Yohann Diniz
Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Yohann Diniz FrankreichFrankreich FRA 3:40:37 SB
2 Grzegorz Sudoł PolenPolen POL 3:42:24 SB
3 Sergei Bakulin RusslandRussland RUS 3:43:26 SB
4 Robert Heffernan IrlandIrland IRL 3:45:30 NR
5 Jesús Ángel García SpanienSpanien ESP 3:47:56 SB
6 Marco De Luca ItalienItalien ITA 3:48:36 SB
7 André Höhne DeutschlandDeutschland GER 3:49:29 SB
8 Łukasz Nowak PolenPolen POL 3:51:31

Datum: 30. Juli, 07:35 Uhr

Hochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Alexander Schustow RusslandRussland RUS 2,33 SBe
2 Iwan Uchow RusslandRussland RUS 2,31
3 Martyn Bernard Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 2,29 SB
4 Linus Thörnblad SchwedenSchweden SWE 2,29
5 Jaroslav Bába TschechienTschechien CZE 2,26
6 Oleksandr Nartow UkraineUkraine UKR 2,26 SBe
7 Alexei Dmitrik RusslandRussland RUS 2,26
8 Konstandinos Baniotis GriechenlandGriechenland GRE 2,23

Finale: 29. Juli, 18:30 Uhr

Renaud Lavillenie wurde seiner Favoritenrolle voll gerecht

Stabhochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Renaud Lavillenie FrankreichFrankreich FRA 5,85
2 Maksym Masuryk UkraineUkraine UKR 5,80 SB
3 Przemysław Czerwiński PolenPolen POL 5,75 SB
4 Giuseppe Gibilisco ItalienItalien ITA 5,75 SB
5 Damiel Dossévi FrankreichFrankreich FRA 5,70
6 Fabian Schulze DeutschlandDeutschland GER 5,70 SBe
7 Łukasz Michalski PolenPolen POL 5,65
8 Romain Mesnil FrankreichFrankreich FRA 5,60

Finale: 31. Juli, 18:00 Uhr

Weitsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein jubelnder Europameister Christian Reif
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Christian Reif DeutschlandDeutschland GER 8,47 CR/PB
2 Kafétien Gomis FrankreichFrankreich FRA 8,24 SB
3 Christopher Tomlinson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 8,23 SB
4 Salim Sdiri FrankreichFrankreich FRA 8,20
5 Andrew Howe ItalienItalien ITA 8,12
6 Louis Tsatoumas GriechenlandGriechenland GRE 8,09 SB
7 Petteri Lax FinnlandFinnland FIN 7,96
8 Eusebio Cáceres SpanienSpanien ESP 7,93

Finale: 1. August, 20:10 Uhr

Kurzbericht:
Überraschender Sieger wurde mit einer Weltjahresbestleistung von 8,47 m der Deutsche Christian Reif. Nach zwei Fehlversuchen drohte ihm sogar das frühzeitige Aus. Doch Reif steigerte seine persönliche Bestleistung im dritten Sprung um zwanzig Zentimeter und gewann die Goldmedaille. Kafétien Gomis aus Frankreich errang mit einer neuen persönlichen Saisonbestleistung von 8,24 m die Silbermedaille. Nur einen Zentimeter dahinter folgte der Brite Chris Tomlinson auf Platz drei.

Dreisprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Phillips Idowu Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 17,81 PB
2 Marian Oprea RumänienRumänien ROU 17,51 SB
3 Teddy Tamgho FrankreichFrankreich FRA 17,45
4 Wiktor Kusnjezow UkraineUkraine UKR 17,29 PB
5 Benjamin Compaoré FrankreichFrankreich FRA 16,99
6 Ljukman Adams RusslandRussland RUS 16,78
7 Dmitrij Vaľukevič SlowakeiSlowakei SVK 16,77
8 Fabrizio Schembri ItalienItalien ITA 16,73

Finale: 28. Juli, 19:40 Uhr

Kurzbericht:
Der Franzose Teddy Tamgho reiste mit der besten Saisonbestweite von 17,98 m nach Barcelona. Im Wettkampf blieb er hinter dem Rumänen Marian Oprea und dem Briten Phillips Idowu, der mit neuer persönlicher Bestleistung gewann.

Kugelstoßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Tomasz Majewski PolenPolen POL 21,00
2 Ralf Bartels DeutschlandDeutschland GER 20,93
3 Māris Urtāns LettlandLettland LAT 20,93
4 David Storl DeutschlandDeutschland GER 20,57
5 Nedžad Mulabegović KroatienKroatien CRO 20,56 SB
6 Antonín Žalský TschechienTschechien CZE 20,01
7 Asmir Kolašinac SerbienSerbien SRB 19,77
8 Jakub Giża PolenPolen Polen 19,73

Finale: 31. Juli, 18:30 Uhr

Kurzbericht:
Der amtierende Europameister Ralf Bartels kam wie auch vier Jahre zuvor erst mit seinem letzten Versuch in die Medaillenränge. Gold ging diesmal an den Olympiasieger Tomasz Majewski, Silber an Bartels.

In diesem Wettbewerb wurden zwei Athleten wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen nachträglich disqualifiziert:

  • Dem Weißrussen Andrej Michnewitsch, der ursprünglich den ersten Platz belegt hatte, wurden 2013 seine Resultate von 2007 bis 2011 aberkannt. Als Mehrfachtäter wurde er auf Lebenszeit gesperrt.[10]
  • Pawel Lyschyn, ebenfalls Weißrussland, wurde 2016 bei Nachtests des Dopingmissbrauchs überführt. Unter anderem seine Platzierung bei diesen Europameisterschaften wurde annulliert.[11]
Diesmal war Piotr Małachowski im Duell gegen Robert Harting vorn

Diskuswurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Piotr Małachowski PolenPolen POL 68,87
2 Robert Harting DeutschlandDeutschland GER 68,47
3 Róbert Fazekas UngarnUngarn HUN 66,43 SB
4 Gerd Kanter EstlandEstland EST 66,20
5 Virgilijus Alekna LitauenLitauen LTU 64,64
6 Mario Pestano SpanienSpanien ESP 64,51
7 Martin Wierig DeutschlandDeutschland GER 63,32
8 Sergiu Ursu RumänienRumänien ROU 63,11

Finale: 1. August, 19:45 Uhr

Kurzbericht:
Der amtierende Weltmeister aus Deutschland Robert Harting errang mit 68,47 m die Silbermedaille. Gold ging mit 68,87 m im zweiten Wurf an den Polen Piotr Małachowski, den WM-Zweiten von 2009 in Berlin. Róbert Fazekas aus Ungarn, Europameister von 2002 in München, belegte mit 66,43 m Platz drei. Nach Olympia- und Weltmeisterschaftssilber gewann Piotr Małachowski seine erste Goldmedaille, Robert Harting zeigte sich selbst trotz Silbermedaille nach dem Wettbewerb mit seinem Abschneiden unzufrieden.

Hammerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Libor Charfreitag SlowakeiSlowakei SVK 80,02
2 Nicola Vizzoni ItalienItalien ITA 79,12 SB
3 Krisztián Pars UngarnUngarn HUN 79,06
4 Waleryj Swjatocha Weissrussland 1995Weißrussland BLR 78,20
5 Szymon Ziółkowski PolenPolen POL 77,99 SB
6 Oleksij Sokyrskyj UkraineUkraine UKR 76,62 SB
7 Wojciech Kondratowicz PolenPolen POL 75,30
8 Igor Winitschenko RusslandRussland RUS 74,71

Finale: 28. Juli, 20:25 Uhr

Kurzbericht:
Mit dem einzigen Wurf des Wettkampfs über achtzig Meter sicherte sich Libor Charfreitag mit seinem zweiten Versuch die Goldmedaille. Nachdem Waleryj Swjatocha im letzten Durchgang Nicola Vizzoni zunächst vom Bronzeplatz verdrängt hatte, konterte der Italiener und setzte sich sogar noch vor den bis dahin zweitplatzierten Ungarn Krisztián Pars. Der Deutsche Markus Esser schied in der Qualifikation aus.

Speerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Andreas Thorkildsen NorwegenNorwegen NOR 88,37
2 Matthias de Zordo DeutschlandDeutschland GER 87,81 SB
3 Tero Pitkämäki FinnlandFinnland FIN 86,67
4 Oleksandr Pjatnyzja UkraineUkraine UKR 82,01
5 Teemu Wirkkala FinnlandFinnland FIN 81,76
6 Ainārs Kovals LettlandLettland LAT 81,19
7 Sergei Makarow RusslandRussland RUS 80,86
8 Roman Awramenko UkraineUkraine UKR 79,52

Finale: 31. Juli, 20:05 Uhr

Kurzbericht:
Der klar favorisierte amtierende Weltmeister und Olympiasieger Andreas Thorkildsen aus Norwegen gewann mit 88,37 m – Persönliche Bestleistung 2006: 91,59 m – die Goldmedaille. Einen überraschenden zweiten Platz mit nur 56 Zentimetern Rückstand belegte mit einer Saisonbestleistung von 87,81 m der deutsche Linkshänder Matthias de Zordo, der auch gleichzeitig einen (inoffiziellen) Weltrekord für Linkshänder im Speerwurf errang. Der Finne Tero Pitkämäki, Weltmeister in Ōsaka 2007, errang mit 86,67 m – Persönliche Bestleistung 2005: 91,53 m – die Bronzemedaille.

Der Zehnkampfsieger Romain Barras beim Speerwurf

Zehnkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Punkte
1 Romain Barras FrankreichFrankreich FRA 8453 PB
2 Eelco Sintnicolaas NiederlandeNiederlande NED 8436 SB
3 Andrej Krautschanka Weissrussland 1995Weißrussland BLR 8370 SB
4 Mikk Pahapill EstlandEstland EST 8298 SB
5 Hans Van Alphen BelgienBelgien BEL 8072
6 Darius Draudvila LitauenLitauen LTU 8032 PB
7 Alexei Drosdow RusslandRussland RUS 8029
8 Eduard Michan Weissrussland 1995Weißrussland BLR 7999 SBe

Datum: 28./29. Juli, 21:10 Uhr

Ergebnisse Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verena Sailer mit einem fragenden Blick auf die Anzeigentafel – es hatte gereicht zum Europameistertitel

100 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Verena Sailer DeutschlandDeutschland GER 11,10 SB
2 Véronique Mang FrankreichFrankreich FRA 11,11 PB
3 Myriam Soumaré FrankreichFrankreich FRA 11,18 SB
4 Ezinne Okparaebo NorwegenNorwegen NOR 11,23 NR
5 Marija Rjemjen UkraineUkraine UKR 11,31
6 Anna Gurowa RusslandRussland RUS 11,36
7 Georgia Kokloni GriechenlandGriechenland GRE 11,36
8 Christine Arron FrankreichFrankreich FRA 11,37

Finale: 29. Juli 2010
21:45 Uhr

Wind: −0,6 m/s

Kurzbericht:
Durch ihre persönliche Saisonbestleistung errang Verena Sailer mit ihrem Sieg in der Zeit von 11,10 s die erste deutsche 100-Meter-Europameisterschaftsmedaille seit sechzehn Jahren. Véronique Mang und Myriam Soumaré erreichten die Plätze zwei und drei ebenfalls mit jeweiliger persönlicher Bestleistung.

200 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Myriam Soumaré nach ihrem Sieg über 200 Meter
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Myriam Soumaré FrankreichFrankreich FRA 22,32 SB
2 Jelysaweta Bryshina UkraineUkraine UKR 22,44 NUR23
3 Alexandra Fedoriwa RusslandRussland RUS 22,44
4 Lina Jacques-Sébastien FrankreichFrankreich FRA 22,59 PB
5 Eleni Artymata Zypern RepublikZypern CYP 22,61 NR
DSQ Véronique Mang FrankreichFrankreich FRA
DOP Anastassija Kapatschinskaja RusslandRussland RUS
Julija Tschermoschanskaja RusslandRussland RUS

Finale: 31. Juli 2010 19:50 Uhr

Wind: +0,1 m/s

Kurzbericht:
Nach der Bronzemedaille im 100-Meter-Lauf gewann die Französin Soumaré Gold über 200 Meter. Die mitfavorisierte Russin Alexandra Fedoriwa belegte hinter der Ukrainerin Jelysaweta Bryshina den dritten Platz.

Auch in diesem Wettbewerb traten Dopingfälle auf. Betroffen davon waren zwei Russinnen:

  • Anastassija Kapatschinskaja, zunächst auf Rang vier, wurde der Einnahme gleich zweier verbotener Substanzen überführt: Turinabol und Stanozolol.[12]
  • Auch der zunächst siebtplatzierten Julija Tschermoschanskaja wurde der Missbrauch dieser beiden Substanzen nachgewiesen.[13]

400 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Tatjana Firowa RusslandRussland RUS 49,89 SB
2 Xenija Ustalowa RusslandRussland RUS 49,92 PB
3 Antonina Kriwoschapka RusslandRussland RUS 50,10 SB
4 Libania Grenot ItalienItalien ITA 50,43 SB
5 Denisa Rosolová TschechienTschechien CZE 50,90
6 Antonina Jefremowa UkraineUkraine UKR 51,67
7 Marta Milani ItalienItalien ITA 51,87 SB
8 Muriel Hurtis-Houairi FrankreichFrankreich FRA 52,05

Finale: 30. Juli 2010 19:35 Uhr

800 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Yvonne Hak NiederlandeNiederlande NED 1:58,85 PB
2 Jennifer Meadows Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 1:59,39
3 Lucia Klocová SlowakeiSlowakei SVK 1:59,48
4 Jemma Simpson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 1:59,90
5 Lenka Masná TschechienTschechien CZE 1:59,91
5 Mayte Martínez SpanienSpanien ESP 1:59,97
DOP Marija Sawinowa RusslandRussland RUS
Swetlana Kljuka RusslandRussland RUS

Finale: 30. Juli 2010 21:50 Uhr

In diesem Wettbewerb wurden zwei weitere Russinnen aufgrund des Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen nachträglich disqualifiziert:

  • Marija Sawinowa, der ursprünglichen Siegerin, wurden vom Internationalen Sportgerichtshof CAS alle ihre Ergebnisse zwischen Juli 2010 und August 2013 aberkannt. Das Urteil fundiert auf klaren Abweichungen im Biologischen Pass, die Sawinowas Verstoß gegen die Dopingbestimmungen nachweisen.[14]
  • Swetlana Kljuka, die als Achte ins Ziel gelaufen war, wurde im Juli 2012 aufgrund von Unregelmäßigkeiten in ihrem Biologischen Pass suspendiert, ihre Ergebnisse wurden entsprechend annulliert.[15]

1500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nuria Fernández und Natalia Rodríguez feierten ihre Medaillen
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Nuria Fernández SpanienSpanien ESP 4:00,20 PB
2 Hind Dehiba Chahyd FrankreichFrankreich FRA 4:01,17
3 Natalia Rodríguez SpanienSpanien ESP 4:01,30 SB
4 Lisa Dobriskey Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 4:01,54
5 Stephanie Twell Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 4:02,70
6 Fanjanteino Félix FrankreichFrankreich FRA 4:04,16
7 Oxana Sbroschek RusslandRussland RUS 4:04,91 SB
8 Hannah England Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 4:05,07

Finale: 1. August 2010 21:15 Uhr

Wie auch auf der kürzeren Mittelstrecke waren im 1500-Meter-Lauf zwei Dopingfälle zu beklagen:

  • Die Türkin Aslı Çakır Alptekin, zunächst Fünfte, ist eine Mehrfachtäterin in Sachen Doping. Schon 2004 wurde sie positiv auf Methenolon getestet. Nun wurde Alptekin erneut suspendiert und 2015 rückwirkend für acht Jahre gesperrt, ein Strafmaß, das die IAAF für Wiederholungstäterinnen vorschreibt.[16]
  • Die Russin Anna Alminowa, ursprüngliche Sechste, wurde positiv auf die verbotene Substanz Pseudoephedrin getestet. Ihr Resultat der Europameisterschaften von 2010 wurde später annulliert.[17]

5000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Elvan Abeylegesse TurkeiTürkei TUR 14:54,44
2 Sara Moreira PortugalPortugal POR 14:54,71 PB
3 Jéssica Augusto PortugalPortugal POR 14:58,47
4 Elena Romagnolo ItalienItalien ITA 15:14,40 SB
5 Sabine Fischer SchweizSchweiz SUI 15:19,80 PB
6 Anikó Kálovics UngarnUngarn HUN 15:29,44 SB
7 Olga Golowkina RusslandRussland RUS 15:31,11
8 Judith Pla SpanienSpanien ESP 15:35,01

Datum: 1. August 2010, 20:40 Uhr

Kurzbericht:
Auf der letzten Runde setzten sich die beiden aus Äthiopien stammenden Türkinnen Alemitu Bekele und Elvan Abeylegesse von den beiden Portugiesinnen Sara Moreira und Jéssica Augusto ab. Bekele lief zwar als Erste ins Ziel, wurde später jedoch disqualifiziert – siehe unten. So gewann Abeylegesse neben ihrem Sieg im 10.000-Meter-Lauf nun auch das Rennen über 5000 Meter. Außerdem rückte die Portugiesin Sara Moreira auf den Silberrang vor. Die Schweizerin Sabine Fischer kam auf den fünften Rang vor.

In diesem Wettbewerb kam es zu insgesamt vier dopingbedingten nachträglichen Disqualifikationen. Betroffen waren zwei türkische und zwei russische Läuferinnen:

  • Die aus Äthiopien stammende und für die Türkei startende Alemitu Bekele, zunächst Erste, wurde im Jahr 2013 wegen Dopingmissbrauchs gesperrt und nachträglich disqualifiziert.[18]
  • Die Russin Marija Konowalowa, ursprüngliche Fünfte, wurde aufgrund von Unregelmäßigkeiten ihres Biologischen Passes für zwei Jahre suspendiert. Außerdem wurden ihr zahlreiche Resultate, darunter ihre Platzierung bei den Europameisterschaften 2010 aberkannt.[19]
  • Die zunächst siebtplatzierte Türkin Meryem Erdoğan, wurde 2012 wegen Abweichungen in ihrem Blutpass für zwei Jahre gesperrt. Unter anderem auch ihre Resultate der Europameisterschaften von 2010 über 5000 und 10.000 Meter wurden annulliert.[21]
  • Die Russin Jelisaweta Gretschischnikowa war zunächst auf Rang neun eingelaufen. Aufgrund von Unregelmäßigkeiten in ihrem Biologischen Pass wurden alle ihre Ergebnisse von 2009 bis 2013 annulliert.[20]

10.000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Elvan Abeylegesse TurkeiTürkei TUR 31:10,23 SB
2 Jéssica Augusto PortugalPortugal POR 31:25,77
3 Hilda Kibet NiederlandeNiederlande NED 31:36,90 SB
4 Sabrina Mockenhaupt DeutschlandDeutschland GER 32:06,02
5 Jelena Sokolowa RusslandRussland RUS 32:36,71
6 Krisztina Papp UngarnUngarn HUN 32:49,05
7 Ana Dulce Félix PortugalPortugal POR 33:12,93 SB
8 Swjatlana Kudselitsch Weissrussland 1995Weißrussland BLR 33:31,33

Datum: 28. Juli 2010, 21:05 Uhr

Kurzbericht:
Dreizehn der achtzehn gestarteten Athletinnen kamen ins Ziel. Die in Äthiopien geborene Türkin Elvan Abeylegesse übernahm auf dem vierten Kilometer die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab. Jéssica Augusto lag lange Zeit auf dem zweiten Platz. Sie wurde zwar in der Schlussphase noch von der russischen Titelverteidigerin Inga Abitowa überholt, die jedoch gedopt war und disqualifiziert wurde – siehe unten. Deshalb erhielt Augusto im Nachhinein doch die Silbermedaille. Mit Hilda Kibet folgte eine weitere in Ostafrika geborene Läuferin vor der Deutschen Sabrina Mockenhaupt auf dem vierten Platz. Die Schweizerin Martina Strähl lief in 33:37,89 min als Neunte ein.

Wie in allen anderen Mittel- und Langstrecken kam es auch in diesem Wettbewerb zu dopingbedingten Disqualifikationen durch Läuferinnen aus der Türkei und Russland, hier in drei Fällen:

  • Die Russin Inga Abitowa, ursprünglich Zweite, wurde der Einnahme der verbotenen Substanz Turinabol überführt. Ihr Resultat von den Europameisterschaften von 2010 wurde annulliert.[12]
  • Die zunächst fünftplatzierte Türkin Meryem Erdoğan wurde 2012 wegen Abweichungen in ihrem Blutpass für zwei Jahre gesperrt. Unter anderem auch ihre Resultate der Europameisterschaften von 2010 über 5000 und 10.000 Meter wurden annulliert.[21]
  • Die Russin Lilija Schobuchowa hatte das Rennen aufgegeben. Sie wurde Ende April 2014 wegen Dopingmissbrauchs gesperrt, unter anderem ihr EM-Resultat von 2010 wurde annulliert. Vorausgegangen waren Enthüllungen zu Zahlungen in Größenordnungen von insgesamt einer halben Million US-Dollar für Bestechungen, Startberechtigungen und ähnlichen Dingen, in die auch der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack verwickelt war.[22]

Marathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Anna Incerti ItalienItalien ITA 2:32:48 SB
2 Tetjana Filonjuk UkraineUkraine UKR 2:33:57
3 Isabellah Andersson SchwedenSchweden SWE 2:34:43
4 Olivera Jevtić SerbienSerbien SRB 2:34:56 SB
5 Alessandra Aguilar SpanienSpanien ESP 2:35:04 SB
6 Marisa Barros PortugalPortugal POR 2:35:43
7 Rosaria Console ItalienItalien ITA 2:36:20 SB
8 Silwija Skworzowa RusslandRussland RUS 2:36:31

Datum: 31. Juli 2010, 10:05 Uhr

Kurzbericht:
Von 43 gestarteten Athletinnen beendeten 36 das Rennen. Nachdem die beiden erstplatzierten Läuferinnen wegen Dopingbetrugs disqualifiziert worden waren, wurde die Italienerin Anna Incerti Europameisterin. Die Schweizerin Maja Neuenschwander belegte den 24. Platz, ihre Landsferau Patricia Morceli gab das Rennen nach dreißig Kilometern auf. Es waren keine deutschen Läuferinnen am Start, auch die Titelverteidigerin Ulrike Maisch verzichtete. Österreich und Liechtenstein waren ebenfalls nicht vertreten.

Drei Dopingfälle traten im Marathonlauf auf:

  • Die ursprüngliche Siegerin Živilė Balčiūnaitė aus Litauen, wurde der Einnahme der verbotenen Substanzen Testosteron und Epitestosteron überführt. Sie erhielt eine Sperre von zwei Jahren bis zum 6. September 2012. Ihr Resultat von den Europameisterschaften von 2010 wurde annulliert.[23]
  • Die Russin Nailja Julamanowa, zunächst Zweite, wurde der Einnahme von Substanz Steroiden überführt und erhielt eine Sperre. Ihre Silbermedaille von den Europameisterschaften von 2010 musste sie zurückgeben.[15]
  • Der Russin Irina Timofejewa, zunächst Neunte, wurde ihr Resultat von den Europameisterschaften von 2010 nach Unregelmäßigkeiten in ihrem Biologischen Pass aberkannt.[24]

Marathon-Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletinnen Zeit (h)
1 ItalienItalien Italien Anna Incerti
Rosaria Console
Deborah Toniolo
7:46:18
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Michelle Ross-Cope
Susan Partridge
Holly Rush
8:00:36
3 UkraineUkraine Ukraine Tetjana Filonjuk
Svitlana Stanko-Klymenko
Olena Biloschtschuk-Popowa
8:08:53
4 RusslandRussland Russland Silvia Skworzowa
Jewgenia Danilowa
Tetjana Zahriitschuk
8:10:18
5 SchwedenSchweden Schweden Isabellah Andersson
Anna von Schenck
Lena Gavelin
8:11:32
6 NorwegenNorwegen Norwegen Kirsten Melkevik
Kjersti Karolin Danielsen
Christina Bus Holth
8:15:39

Datum: 31. Juli 2010, 10:05 Uhr

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung, für die die Zeiten der drei besten Läuferinnen je Nation addiert wurden. Die Wertung zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

100 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gewinnerin Nevin Yanıt
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Nevin Yanıt TurkeiTürkei TUR 12,63 NR
2 Derval O’Rourke IrlandIrland IRL 12,65 NR
3 Carolin Nytra DeutschlandDeutschland GER 12,68
4 Christina Vukicevic NorwegenNorwegen NOR 12,78 SB
5 Jewhenija Snihur UkraineUkraine UKR 12,92
6 Tatjana Dektjarjowa RusslandRussland RUS 12,98
7 Lisa Urech SchweizSchweiz SUI 13,02
8 Nadine Hildebrand DeutschlandDeutschland GER 13,08

Finale: 31. Juli 2010 20:25 Uhr

Wind: −0,5 m/s

Kurzbericht:
Nachdem die Türkin Nevin Yanıt bereits im Halbfinale einen neuen Landesrekord aufgestellt hatte, verbesserte sie diesen im Finale nochmals und gewann das Rennen vor der Irin Derval O’Rourke sowie der Schnellsten der Europäischen Jahresbestenliste, der Deutschen Carolin Nytra. Die Schweizerin Lisa Urech, die im Halbfinale mit 12,95 s nur knapp ihre Bestleistung von 12,84 s verfehlt hatte, konnte sich für das Finale nicht mehr steigern und belegte so den siebten, ihre deutsche Kollegin Nadine Hildebrand den achten Platz.

400 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natalja Antjuch nach ihrem Sieg über 400 m Hürden mit neuem Meisterschaftsrekord
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Natalja Antjuch RusslandRussland RUS 52,92 CR
2 Wanja Stambolowa BulgarienBulgarien BUL 53,82 NR
3 Perri Shakes-Drayton Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 54,18 SB
4 Zuzana Hejnová TschechienTschechien CZE 54,30
5 Angela Moroșanu RumänienRumänien ROM 54,58 SB
6 Jewgenija Issakowa RusslandRussland RUS 54,59 SB
7 Natalja Iwanowa RusslandRussland RUS 55,51
8 Eilidh Child Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 55,51

Finale: 30. Juli 2010 21:40 Uhr

3000 m Hindernis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Julija Sarudnewa RusslandRussland RUS 9:17,57 CR
2 Hatti Dean Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 9:30,19 PB
3 Wioletta Frankiewicz PolenPolen POL 9:34,13
4 Layes Abdullayeva AserbaidschanAserbaidschan AZE 9:34,75 NR
5 Sophie Duarte FrankreichFrankreich FRA 9:35,52 SB
6 Zulema Fuentes-Pila SpanienSpanien ESP 9:35,71 SB
7 Ancuța Bobocel RumänienRumänien ROM 9:41,20
8 Katarzyna Kowalska PolenPolen POL 9:42,47

Finale: 30. Juli 2010 20:25 Uhr

Der 3000-Meter-Hindernislauf wurde von zwei Dopingfällen überschattet:

  • Im November 2015 wurde der Spanierin Marta Domínguez nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS der Vizeeuropameistertitel wegen Dopingmisbrauchs aberkannt.[25]
  • Die Russin Ljubow Charlamowa wurde, nachdem sie aufgrund von Domínguez' Disqualifikation zunächst auf den zweiten Platz vorgerückt war, vom russischen Leichtathletik-Verband RusAF wegen positiver Dopingtests für zwei Jahre gesperrt. Ihr EM-Resultat von 2010 wurde gestrichen.[26]

4 × 100 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zieleinlauf über 4 × 100 m
Platz Land Athletinnen Zeit (s)
1 UkraineUkraine Ukraine Olesja Powch
Natalija Pohrebnjak
Marija Rjemjen
Jelysaweta Bryshina (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Jelena Tschebanu
42,29 WL
2 FrankreichFrankreich Frankreich Myriam Soumaré (Finale)
Véronique Mang
Lina Jacques-Sébastien (Finale)
Christine Arron
im Vorlauf außerdem:
Céline Distel-Bonnet
Nelly Banco
42,45 SB
3 PolenPolen Polen Marika Popowicz
Daria Korczyńska
Marta Jeschke
Weronika Wedler
42,68 NR
4 Weissrussland 1995Weißrussland Weißrussland Julija Neszjarenka
Kazjaryna Schumak
Alena Neumjarschyzkaja
Julija Balykina
43,18 SB
5 SpanienSpanien Spanien Ana Torrijos
Digna Luz Murillo
Estela García
Amparo María Cotán
43,45 NR
6 SchwedenSchweden Schweden Emma Rienas
Lena Berntsson
Elin Backman
Moa Hjelmer
43,75 SB
DNF BelgienBelgien Belgien Olivia Borlée
Hanna Mariën
Élodie Ouédraogo
Frauke Penen
DOP RusslandRussland Russland Juna Mechti-Sade
Alexandra Fedoriwa (Finale)
Julija Guschtschina
Julija Tschermoschanskaja
im Vorlauf außerdem:
Julia Kazura

Finale: 1. August 2010, 19:50 Uhr

Kurzbericht:
Europameister über 4 × 100 m der Frauen wurde die Staffel aus der Ukraine, was als eine Überraschung galt. Favorisiert waren die Französinnen und Polinnen, welche den zweiten bzw. dritten Platz belegten. Die Zeit von 42,29 der Siegerinnen mit Olesja Powch, Natalija Pohrebnjak, Marija Rjemjen und Jelysaweta Bryshina war Weltjahresbestzeit. Die ebenfalls mitfavorisierte deutsche Staffel mit Yasmin Kwadwo, Marion Wagner, Anne Möllinger und Verena Sailer schied aufgrund eines Wechselfehlers im Vorlauf aus. – Beim Wechsel zwischen Anne Möllinger und Schlussläuferin Verena Sailer war der Stab zu Boden gefallen.

Doping:
Die zunächst viertplatzierte russische Staffel wurde wegen der Beteiligung der bereits im 200-Meter-Lauf benannten Sprinterin Julija Tschermoschanskaja disqualifiziert. Tschermoschanskaja hatte mittels Stanozolol und Turinabol gedopt und wurde dafür bestraft.[13]

4 × 400 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 DeutschlandDeutschland Deutschland Fabienne Kohlmann (Finale)
Esther Cremer
Janin Lindenberg
Claudia Hoffmann
im Vorlauf außerdem:
Jill Richards
3:24,07 SB
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Nicola Sanders
Marilyn Okoro
Lee McConnell
Perri Shakes-Drayton (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Vicky Barr
3:24,32 SB
3 ItalienItalien Italien Chiara Bazzoni
Marta Milani
Maria Enrica Spacca
Libania Grenot
3:25,71 NR
4 UkraineUkraine Ukraine Daryna Prystupa
Hanna Titimez
Alina Lohwynenko (Finale)
Antonina Jefremova (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Julija Krewsun
Natalija Lupu
3:28,03
5 FrankreichFrankreich Frankreich Marie-Angélique Lacordelle
Muriel Hurtis-Houairi (Finale)
Thélia Sigère
Virginie Michanol (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Lætitia Anaba-Denis
Floria Gueï
3:28,11 SB
6 RumänienRumänien Rumänien Angela Moroșanu
Anamaria Ioniță
Bianca Răzor
Mirela Lavric
3:29,75
DOP RusslandRussland Russland Anastassija Kapatschinskaja (Finale)
Antonina Kriwoschapka
Xenija Ustalowa (Finale)
Tatjana Firowa (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Natalja Nasarowa
Xenija Sadorina
Xenija Aksjonowa
Weissrussland 1995Weißrussland Weißrussland Kazjaryna Mischyna
Alena Kijewitsch
Hanna Taschpulatawa (Finale)
Swjatlana Ussowitsch
im Vorlauf außerdem:
Hanna Reischal

Finale: 1. August 2010 21:40 Uhr

Kurzbericht:
Die deutsche Staffel mit Janin Lindenberg, Esther Cremer, Fabienne Kohlmann und Claudia Hoffmann sowie der im Vorlauf eingesetzten Jill Richards lief eine Zeit von 3:24,07 min und wurde so Europameister vor den Britinnen.

Zwei Staffeln wurden dopingbedingt disqualifiziert:

  • In der russischen Staffel war die bereits im Resultat über 200 Meter benannte Anastassija Kapatschinskaja gedopt.[12]
  • Auch das Resultat der weißrussische Staffel – das Team hatte Rang sieben belegt – wurde später wegen Dopingmissbrauchs annulliert.[27]

20 km Gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Anisja Kirdjapkina RusslandRussland RUS 1:28:55
2 Wera Sokolowa RusslandRussland RUS 1:29:32
3 Melanie Seeger DeutschlandDeutschland GER 1:29:43
4 Beatriz Pascual SpanienSpanien ESP 1:29:52
5 Vera Santos PortugalPortugal POR 1:30:52
6 Kristina Saltanovič LitauenLitauen LTU 1:31:40 SB
7 Ana Cabecinha PortugalPortugal POR 1:31:48
8 Inês Henriques PortugalPortugal POR 1:32:26

Datum: 28. Juli 2010 08:05 Uhr

Doping:
Für die ursprünglich als Erste eingekommende Olga Kaniskina wurden nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs vom März 2016 alle Ergebnisse zwischen dem 5. August 2009 und dem 15. Oktober 2012 wegen Dopingmissbrauchs annulliert.[28]

Hochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blanka Vlašić beim Beratungsgespräch mit ihrem Trainer zwischen den Sprüngen
Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Blanka Vlašić KroatienKroatien CRO 2,03 CR
2 Emma Green SchwedenSchweden SWE 2,01 PB
3 Ariane Friedrich DeutschlandDeutschland GER 2,01
4 Swetlana Schkolina RusslandRussland RUS 1,97
5 Tia Hellebaut BelgienBelgien BEL 1,97 SB
6 Ruth Beitia SpanienSpanien ESP 1,95 SB
7 Wita Stjopina UkraineUkraine UKR 1,95
8 Adonia Steryiou GriechenlandGriechenland GRE 1,92 SBe

Finale: 1. August 2010, 19:30 Uhr

Kurzbericht:
Blanka Vlašić wurde Erste und stellte sowohl Tia Hellebauts Europameisterschaftsrekord von 2006 wie auch die europäische Saisonbestleistung ein. Die zweitplatzierte Emma Green verbesserte ihren persönlichen Rekord um drei Zentimeter, brauchte für ihre Höhe von 2,01 m einen Versuch weniger als Ariane Friedrich, die mit ebenfalls 2,01 m die Bronzemedaille gewann. Tia Hellebaut erzielte eine persönliche Saisonbestleistung.

Stabhochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Swetlana Feofanowa RusslandRussland RUS 4,75 SB
2 Silke Spiegelburg DeutschlandDeutschland GER 4,65
3 Lisa Ryzih DeutschlandDeutschland GER 4,65 SB
4 Anastassija Schwedawa Weissrussland 1995Weißrussland BLR 4,65 NR
5 Jiřina Ptáčníková TschechienTschechien CZE 4,65
6 Kate Dennison Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 4,55 SBe
7 Julija Golubtschikowa RusslandRussland RUS 4,55
8 Cathrine Larsåsen NorwegenNorwegen NOR 4,35 NR

Finale: 30. Juli 2010 18:30 Uhr

Kurzbericht:
Obwohl Weltrekordhalterin und Titelverteidigerin Jelena Issinbajewa nicht an den Europameisterschaften teilnahm, ging der Europameistertitel dank Swetlana Feofanowa doch nach Russland. Silke Spiegelburg und Lisa Ryzih errangen die anderen beiden Medaillen. Die dritte Deutsche Carolin Hingst belegte den elften Platz, die Schweizerin Anna Katharina Schmid scheiterte im Finale dreimal an der Anfangshöhe von 4,15 m, nachdem sie sich in der Qualifikation leicht verletzt hatte.

Weitsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ineta Radēviča nach ihrem Sieg im Weitsprung
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Ineta Radēviča LettlandLettland LAT 6,92 NR
2 Naide Gomes PortugalPortugal POR 6,92 SB
3 Olga Kutscherenko RusslandRussland RUS 6,84
4 Wiktorija Rybalko UkraineUkraine UKR 6,78
5 Ljudmila Koltschanowa RusslandRussland RUS 6,75
6 Nastassja Mirontschyk Weissrussland 1995Weißrussland BLR 6,75
7 Renáta Medgyesová SlowakeiSlowakei SVK 6,71
8 Ivana Španović SerbienSerbien SRB 6,60

Finale: 28. Juli 2010 20:00 Uhr

Kurzbericht:
Ineta Radēviča gewann überraschend den Europameisterschaftstitel. Da Naide Gomes mit 6,92 m die gleiche Weite wie Radēviča erzielte, entschied die zweitbeste Weite des Wettkampfs, welche mit 6,87 m die Lettin aufwies. Die Schweizerin Irene Pusterla und die Deutsche Bianca Kappler hatten sich nicht für das Finale qualifizieren können.

Dreisprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siegerin Olha Saladucha bei einem ihrer Sprünge
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Olha Saladucha UkraineUkraine UKR 14,81 SB
2 Simona La Mantia ItalienItalien ITA 14,56 SB
3 Svetlana Bolshakova BelgienBelgien BEL 14,55 NR
4 Nadeschda Aljochina RusslandRussland RUS 14,45
5 Adelina Gavrilă RumänienRumänien ROM 14,33
6 Snežana Rodić SlowenienSlowenien SLO 14,32
7 Dana Velďáková SlowakeiSlowakei SVK 14,16
8 Patrícia Mamona PortugalPortugal POR 14,07

Finale: 31. Juli 2010 19:10 Uhr

Doping;
Die Griechin Athanasía Pérra, die zunächst den zehnten Platz belegt hatte, wurde nachträglich des Dopings überführt und disqualifiziert.[29]

Kugelstoßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Anna Awdejewa RusslandRussland RUS 19,39 SB
2 Janina Karoltschyk-Prawalinskaja Weissrussland 1995Weißrussland BLR 19,29
3 Olga Iwanowa RusslandRussland RUS 19,02
4 Petra Lammert DeutschlandDeutschland GER 18,94
5 Nadine Kleinert DeutschlandDeutschland GER 18,94
6 Denise Hinrichs DeutschlandDeutschland GER 18,48
7 Helena Engman SchwedenSchweden SWE 18,11
8 Mariam Kewchischwili GeorgienGeorgien GE0 17,87

Finale: 27. Juli 2010 19:35 Uhr

Auch das Kugelstoßen blieb nicht von der Dopingproblematik ausgenommen, in beiden aufgetretenen Fällen waren weißrussische Sportlerinnen betroffen:

  • Die zunächst siegreiche Nadseja Astaptschuk wurde schon zum dritten Mal des Dopingbetrugs überführt. Sie wurde für vier Jahre von allen Wettkämpfen ausgeschlossen und entging nur knapp einer lebenslänglichen Sperre.[30]
  • Auch Natallja Michnewitsch war bereits früher als Dopingsünderin enttarnt worden – so auch bei diesen Europameisterschaften.[31]

Diskuswurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Sandra Perković KroatienKroatien CRO 64,67
2 Nicoleta Grasu RumänienRumänien ROU 63,48
3 Joanna Wiśniewska PolenPolen POL 62,37 SB
4 Natalja Sadowa RusslandRussland RUS 61,20
5 Zinaida Sendriūtė LitauenLitauen LTU 60,70 SB
6 Dragana Tomasević SerbienSerbien SRB 60,10
7 Sabine Rumpf DeutschlandDeutschland GER 58,89
8 Nadine Müller DeutschlandDeutschland GER 57,78

Finale: 28. Juli 2010 18:30 Uhr

Betty Heidler siegte mit neuer Saisonbestleistung

Hammerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Betty Heidler DeutschlandDeutschland GER 76,38 SB
2 Tatjana Lyssenko RusslandRussland RUS 75,65
3 Anita Włodarczyk PolenPolen POL 73,34
4 Bianca Perie RumänienRumänien ROM 71,62
5 Marina Marghieva Moldau RepublikRepublik Moldau MDA 70,77
6 Silvia Salis ItalienItalien ITA 68,85
7 Merja Korpela FinnlandFinnland FIN 68,21
8 Berta Castells SpanienSpanien ESP 68,20

Finale: 30. Juli 2010 20:20 Uhr

Kurzbericht:
Betty Heidler aus Deutschland, die als eine der Favoritinnen in den Wettbewerb ging, gewann mit 76,38 m im fünften Wurf nach ihrem Weltmeisterschafts-Sieg 2007 die zweite Goldmedaille in ihrer Laufbahn. Selbst ihr zweitbester Versuch von 75,92 m hätte zum Sieg gereicht. Die ehemalige Weltrekordlerin Tatjana Lysenko aus Russland, die zuvor zwei Jahre wegen Dopingmissbrauchs gesperrt war und als Titelverteidigerin an den Start ging, errang mit 75,65 m die Silbermedaille. Die amtierende Weltmeisterin und Weltrekordlerin – 78,30 m im Juni 2010 – Anita Włodarczyk aus Polen wurde mit 73,34 m Dritte.

Es gab einen Dopingfall:
Die Moldawierin Zalina Marghieva, die auf den fünften Platz gekommen war, wurde nachträglich gesperrt. Ihr EM-Resultat wurde gestrichen.[32]

Speerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überraschender Sieg für Linda Stahl
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Linda Stahl DeutschlandDeutschland GER 66,81 PB
2 Christina Obergföll DeutschlandDeutschland GER 65,58
3 Barbora Špotáková TschechienTschechien CZE 65,36
4 Katharina Molitor DeutschlandDeutschland GER 63,81
5 Mercedes Chilla SpanienSpanien ESP 61,40
6 Martina Ratej SlowenienSlowenien SLO 60,99
7 Madara Palameika LettlandLettland LAT 60,78
8 Jarmila Jurkovičová TschechienTschechien CZE 56,50

Finale: 29. Juli 2010 20:40 Uhr

Kurzbericht:
Durch Linda Stahl und Christina Obergföll kam es zu einem deutschen Doppelsieg. Stahl gewann mit einer persönlichen Bestleistung von 66,81 m im fünften Versuch die Goldmedaille. Die im Vorfeld höher eingeschätzte Christina Obergföll errang mit 65,58 m die Silbermedaille. Die Weltrekordlerin – 72,28 m in 2008 – Barbora Špotáková aus Tschechien kam mit 65,36 m auf den dritten Platz.

Auch im Speerwurf gab es einen Dopingfall:
Die zunächst fünftplatzierte Russin Marija Abakumowa hatte bereits ihre Silbermedaille von den Olympischen Spielen 2008 verloren. Nun wurden ihr auch ihre Medaillen und Platzierungen von den Weltmeisterschaften 2009, 2011 und den Europameisterschaften 2010 aberkannt.[33]

Siebenkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Punkte
1 Jessica Ennis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 6823 CR
2 Natalja Dobrynska UkraineUkraine UKR 6778 PB
3 Jennifer Oeser DeutschlandDeutschland GER 6683 PB
4 Karolina Tymińska PolenPolen POL 6230 SB
5 Ljudmyla Jossypenko UkraineUkraine UKR 6206
6 Eliška Klučinová TschechienTschechien CZE 6187
7 Marina Gontscharowa RusslandRussland RUS 6186 SB
8 Maren Schwerdtner DeutschlandDeutschland GER 6167 PB

Datum: 30./31. Juli 2010 20:45 Uhr
Kurzbericht:
Die klar favorisierte amtierende Weltmeisterin, die Britin Jessica Ennis, siegte souverän mit einem EM-Rekord und persönlicher Bestleistung von 6823 Punkten. Die deutsche WM-Zweite von 2009 Jennifer Oeser errang mit persönlicher Bestleistung von 6683 Punkten Bronze. Die Olympiasiegerin von 2008 Natalja Dobrynska wurde ebenfalls mit persönlicher Bestleistung Zweite. Von den Einzeldisziplinen gewann Ennis den 110-Meter-Hürdenlauf, den Hochsprung und den 200-Meter-Lauf, Oeser den Weitsprung und Dobrynska das Kugelstoßen.
Im Siebenkampf ist ein Dopingfall zu benennen:
Der zunächst viertplatzierten Russin Tatjana Tschernowa waren aufgrund von Blutdoping bereits ihr WM-Titel von 2011 und ihre olympische Bronzemedaille von den 2012 aberkannt worden. Zusätzlich wurden jetzt auch ihre Medaillen und Platzierungen von den Olympischen Spielen 2008 und den Europameisterschaften 2010 annulliert, nachdem ihr die Einnahme von Turinabol nachgewiesen wurde. Gesperrt wurde sie bis Februar 2019.[34]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leichtathletik-Europameisterschaften 2010 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. bz-berlin.de: Anzahl Teilnehmer Europameisterschaften 2010. Abgerufen am 27. Juli 2010.
  2. Teilnehmerliste Männer (englisch, PDF; 151 kB) 21. Juli 2010. Abgerufen am 26. Juli 2010.
  3. Teilnehmerliste Frauen (englisch, PDF; 126 kB) 21. Juli 2010. Abgerufen am 26. Juli 2010.
  4. deutscher-leichtathletik-verband.de: DLV-Aufgebot für die Europameisterschaften 2010. Abgerufen am 22. Juli 2010.
  5. "ÖLV-Teilnehmer Europameisterschaften 2010" (Memento des Originals vom 15. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oelv.at (PDF; 4,0 MB) Website des Österreichischen Leichtathletikverbands. Abgerufen am 23. Juli 2010.
  6. БФЛА представляет состав команды на ХХ чемпионат Европы (russisch) Белорусская федерация лёгкой атлетики (Weißrussische Leichtathletikföderation) – www.bfla.eu. 15. Juli 2010. Abgerufen am 26. Juli 2010.
  7. a b Doping – EM-Dritter Blanco zwei Jahre gesperrt auf welt.de, 26. Januar 2011 abgerufen am 1. Februar 2019
  8. a b Athletes currently suspended from all competitions in athletics following an Anti-Doping Rule Violation as at: 27.3.17 auf bianet.org, abgerufen am 5. Februar 2019
  9. a b Gold, das verlegen macht. Abgerufen am 18. August 2014.
  10. a b Belarusian shot putter Andrei Mikhnevich stripped of 4 medals auf cbc.ca, The Associated Press, 2. August 2013 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2019
  11. a b Olympic shot put silver medalist stripped of medal auf radionz.co.nz, 26. November 2016 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2019
  12. a b c d e Doping: Russen sperren Olympia-Trio auf sport.de, 21. Juni 2017, abgerufen am 5. Februar 2019
  13. a b c Russian loses women's relay gold from '08 in doping case auf eu.usatoday.com, 16. August 2016 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2019
  14. a b Mariya Savinova verliert drei Goldmedaillen auf runaustria.at, 13. Februar 2017, abgerufen am 5. Februar 2019
  15. a b c d Top female Russian trio banned for doping auf af.reuters.com, 3. Juli 2012 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2019
  16. a b Asli Cakir Alptekin – das Comeback einer schweren Betrügerin auf runaustria.at, 9. Februar 2017, abgerufen am 5. Februar 2019
  17. a b Mariya Savinova verliert drei Goldmedaillen auf eu.usatoday.com, 13. Februar 2017, abgerufen am 5. Februar 2019
  18. a b 2013: Gay, Powell und Campbell-Brown – Die positive Sprint-Elite (Memento des Originals vom 16. September 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/laem.sportschau.de auf sportschau.de, 7. August 2014; abgerufen am 13. August 2016
  19. a b Fünf neue Dopingfälle in Russland auf leichtathletik.de, 5. November 2015, abgerufen am 5. Februar 2019
  20. a b Doping Irregularities at the Olympics auf sports-reference.com, 13. Februar 2017, abgerufen am 5. Februar 2019
  21. a b c Doping: Neun Athleten gesperrt, Der Tagesspiegel, 26. Juli 2012, abgerufen am 5. Februar 2019
  22. a b Einblicke in den Fall Lilya Shobukhova, WADA-Bericht auf leichtathletik.de, 14. Januar 2016, abgerufen am 5. Februar 2019
  23. a b Keine Gnade für Zivile Balciunaite auf leichtathletik.de, 2. April 2012, abgerufen am 5. Februar 2019
  24. a b Dopingsperren für russische Läufer auf runaustria.at, 28. September 2016, abgerufen am 5. Februar 2019
  25. a b Doping: Läuferin Dominguez verliert ihren WM-Titel, Spiegel Online, 20. November 2015, abgerufen am 5. Februar 2019
  26. a b Russland sperrt sechs Athleten wegen Dopings auf sport.de, 2. August 2017, abgerufen am 5. Februar 2019
  27. a b EUROPEAN ATHLETICS CHAMPIONSHIPS - BARCELONA 2010 auf european-athletics.org, abgerufen am 5. Februar 2019
  28. a b Nachträglich EM-Bronze für Melanie Seeger auf leichtathletik.de, 25. März 2016, abgerufen am 5. Februar 2019
  29. a b EM Barcelona 2010 – Leichtathletik, Dreisprung auf laem.sportschau.de, abgerufen am 5. Februar 2019
  30. a b Drug cheat Nadzeya Ostapchuk escapes life ban auf stuff.co.nz, 3. April 2014 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2019
  31. a b EM Barcelona 2010 – Kugelstoßen auf ecs.sportschau.de, abgerufen am 5. Februar 2019
  32. a b Zalina Petrivskaya / Zalina Marghieva auf www.revolvy.com (englisch), abgerufen am 5. Februar 2019
  33. a b Two Russians lose world championships medals over doping auf reuters.com, 5. September 2018 (englisch), abgerufen am 5. Februar 2019
  34. a b Siebenkampf-Dritte von Peking Tatyana Chernova nachträglich disqualifiziert auf leichtathletik.de, 24. April 2014, abgerufen am 5. Februar 2019