Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2007

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11. Leichtathletik-Weltmeisterschaften
Logo der 11. Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009
Nagai-Stadion (2004)
Nagai-Stadion (2004)
Stadt JapanJapan Osaka, Japan
Stadion Nagai-Stadion
Teilnehmende Länder 200
Teilnehmende Athleten 1978
Wettbewerbe 47
Eröffnung 25. August 2007
Schlusstag 2. September 2007
Chronik
Helsinki 2005 Berlin 2009
Medaillenspiegel
Platz Land G S B Gesamt
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 14 5 7 26
2 KeniaKenia Kenia 5 3 5 13
3 RusslandRussland Russland 4 7 5 14
4 Athiopien 1996Äthiopien Äthiopien 3 1 - 4
5 DeutschlandDeutschland Deutschland 2 2 3 7
6 TschechienTschechien Tschechien 2 1 - 3
7 AustralienAustralien Australien 2 - - 2
8 JamaikaJamaika Jamaika 1 6 3 10
9 BahamasBahamas Bahamas 1 2 - 3
9 KubaKuba Kuba 1 2 - 3
Vollständiger Medaillenspiegel

Die 11. Leichtathletik-Weltmeisterschaften (offiziell: 11th IAAF World Championships in Athletics Osaka 2007) wurden vom 25. August bis zum 2. September 2007 in der japanischen Stadt Osaka ausgetragen. Die Wettkämpfe fanden im 50.000 Zuschauer fassenden Nagai-Stadion statt, in dem während der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 zwei Vorrundenspiele und ein Viertelfinale ausgetragen worden waren. Es nahmen 1978 Athleten aus 200 Ländern teil.[1]

Bewerbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osaka hatte am 15. November 2002 vom Council des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) den Zuschlag erhalten, nachdem alle anderen Städte ihre Bewerbung zurückgezogen hatten.

Eröffnungs- und Abschlusszeremonien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eröffnungszeremonie fand am 25. August um 17:00 Uhr, die Abschlusszeremonie am 2. September um 21:30 Uhr statt. Am 1. September wurden zwei Einladungsrennen für Rollstuhlfahrer über 1500 Meter ausgetragen.

Teilnehmende Nationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klammern die Anzahl der Teilnehmer/innen.

Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wettbewerbsprogramm blieb diesmal im Vergleich zu den letzten Weltmeisterschaften unverändert.

Für die Frauen gab es im Vergleich zu den Männer-Wettbewerben abgesehen von der langen Gehstrecke über fünfzig Kilometer, die 2017 ins Frauen-WM-Programm kam, keine Defizite mehr.

Sportliche Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch wenn es diesmal keine Weltrekorde war die elfte Austragung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften wie die Veranstaltungen zuvor von einem hohen Leistungsniveau geprägt.

Erfolgreichste Sportler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie schon die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton, 2003 in Paris und 2005 in Helsinki litten auch diese Weltmeisterschaften bedingt durch nachträgliche Untersuchungen und Erkenntnisse deutlich unter der Dopingproblematik. Gleich nach den Weltmeisterschaften gab es noch Presseberichte mit Meldungen, dies seien unter Umständen die ersten Weltmeisterschaften seit zwanzig Jahren ohne Dopingbefunde.[2] Aber auch dort ist die Skepsis zu spüren, die sich durch nachträgliche Resultate bestätigen sollte.

Offiziell betroffen waren diesmal elf Sportler, denen aufgrund von Verstößen gegen die Antidopingbestimmungen ihre Platzierungen/Medaillen aberkannt werden mussten.

  • Naman Keïta, Frankreich400-Meter-Hürdenlauf (im Halbfinale ausgeschieden). Er wurde positiv auf die verbotene Substanz Testosteron getestet und für zwei Jahre gesperrt.[3]
  • Andrej Michnewitsch, WeißrusslandKugelstoßen (zunächst Dritter). Als Mehrfachtäter wurde der Weißrusse vom 26. Dezember 2012 an lebenslang gesperrt. Zahlreiche seiner Medaillen musste er zurückgeben, viele seiner Resultate wurden ihm aberkannt, darunter das Ergebnis von diesen Weltmeisterschaften.[4]
  • Swetlana Tscherkassowa, Russland800-Meter-Lauf (im Vorlauf ausgeschieden). Die Athletin wurde kurz vor den Olympischen Spielen 2008 nach der Auswertung von Nachtests mit positiven Resultaten zusammen mit sechs weiteren russischen Sportlern für zwei Jahre gesperrt. Ihr Resultat bei diesen Weltmeisterschaften wurde annulliert.[5]
  • Jelena Sobolewa, Russland – 1500-Meter-Lauf (zunächst Zweite). Die Läuferin wurde kurz vor den Olympischen Spielen 2008 nach der Auswertung von Nachtests mit positiven Resultaten zusammen mit sechs weiteren russischen Sportlern für zwei Jahre gesperrt. Ihr Resultat bei diesen Weltmeisterschaften wurde annulliert.[5]
  • Julija Fomenko, Russland – 1500-Meter-Lauf (zunächst Siebte). Die Athletin wurde kurz vor den Olympischen Spielen 2008 nach der Auswertung von Nachtests mit positiven Resultaten der Auswertung von Nachtests mit positiven Resultaten zusammen mit sechs weiteren russischen Sportlern für zwei Jahre gesperrt. Ihr Resultat bei diesen Weltmeisterschaften wurde annulliert.[5]
  • Elvan Abeylegesse, Türkei5000-Meter-Lauf (zunächst Fünfte) und 10.000-Meter-Lauf (zunächst Zweite). Nachtests von Proben der Athletin von den Weltmeisterschaften 2005 und 2007 waren positiv. Die betreffenden Resultate wurden annulliert. Außerdem erhielt die Läuferin eine Sperre von zwei Jahren.[6]
  • Chrysopigi Devetzi, GriechenlandDreisprung (zunächst Dritte). Aufgrund von Verstößen gegen die Antidopingbestimmungen wurden der Griechin ihre Resultate vom 31. August, 2007 und 30. August, 2009 aberkannt. Darüber hinaus hatte sie eine zweijährige Sperre hinzunehmen.[7]
  • Anna Pjatych, Russland – Dreisprung (zunächst Vierte). Sie erhielt aufgrund von Dopingmissbrauch im Jahr 2017 eine vierjährige Sperre, rückwirkend gültig ab dem 15. Dezember 2016. Ihre zwischen dem 6. Juli 2013 und 15. Dezember 2016 sowie bei diesen Weltmeisterschaften erzielten Resultate wurden annulliert.[8]
  • Nadseja Astaptschuk, Weißrussland – Kugelstoßen (zunächst Zweite). Die Athletin wurde im Laufe der Jahre mehrfacher Dopingvergehen überführt. Zuletzt wurden alle ihre Resultate von 2005 bis 2012 annulliert. Eine ganze Reihe von Medaillen musste sie zurückgeben, darunter eine olympische Goldmedaille (2012), eine WM-Goldmedaille (2005) sowie viele weitere WM- und EM-Medaillen.[9]
  • Darja Pischtschalnikowa, Weißrussland – Diskuswurf (zunächst Zweite). Die Athletin hatte nach Bekanntwerden positiver Befunde in ihren Dopingproben ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich mit vertraulichen Aussagen zum Staatsdoping in Russland an die WADA gewendet. Die WADA leitete diese eigentlich vertraulichen Angaben daraufhin weiter an die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA und lieferte die Sportlerin damit in Russland einer Verfolgung als Verräterin aus. Darja Pischtschalnikowa wurde mit einer Sperre von zehn Jahren belegt, ihre Resultate unter anderem von diesen Weltmeisterschaften wurden gestrichen.[10]
  • Gulfija Chanafejewa, Russland – Hammerwurf (zunächst Zehnte). Die Sportlerin wurde kurz vor den Olympischen Spielen 2008 nach der Auswertung von Nachtests mit positiven Resultaten zusammen mit sechs weiteren russischen Athleten für zwei Jahre gesperrt. Ihr Resultat bei diesen Weltmeisterschaften wurde annulliert.[5]

Die elf bei diesen Weltmeisterschaften offiziell ermittelten Dopingfälle verteilen sich auf die Nationen wie folgt:
Russland: 5 / Weißrussland: 3 / Türkei: 1 / Griechenland: 1 / Frankreich: 1.

Resultate Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

100 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Finalteilnehmer kurz vor dem Start
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Tyson Gay Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 09,85
2 Derrick Atkins BahamasBahamas BAH 09,91 NR
3 Asafa Powell JamaikaJamaika JAM 09,96
4 Olusoji Fasuba NigeriaNigeria NGR 10,07
5 Churandy Martina Niederlandische AntillenNiederländische Antillen AHO 10,08
6 Marlon Devonish Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 10,14
7 Matic Osovnikar SlowenienSlowenien SLO 10,23
8 Marc Burns Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago TRI 10,29

Finale: 26. August 2007, 22:20 Uhr

Wind: −0,5 m/s

Das 100-Meter-Finale endete überraschend: Trotz der guten Saisonergebnisse von Tyson Gay war Asafa Powell favorisiert. Noch im Halbfinale hatte er ganz bewusst sichtbar Zeit verschenkt und dabei einen sehr guten Eindruck gemacht. Aber auch Gay hatte bei weitgehend gleichmäßig erzielten zehn Sekunden noch Reserven aufgezeigt. Nicht wenige Fachleute erwarteten daher für das Finale einen neuen Weltrekord, was allerdings bei Gegenwind sehr schwierig war. Während Gay im Endlauf nur mäßig startete und erst am Ende richtig aufkam, war Powell vom Start weg leicht in Führung und konnte diese bis sechzig Metern sogar noch ausbauen. Unerwartet verlor er jedoch im letzten Drittel des Rennens gegenüber dem Rest des Feldes zwei bis drei Meter und lief deutlich enttäuscht aufrecht über die Linie.

200 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Tyson Gay Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 19,76 CR
2 Usain Bolt JamaikaJamaika JAM 19,91
3 Wallace Spearmon Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 20,05
4 Rodney Martin Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 20,06
5 Churandy Martina Niederlandische AntillenNiederländische Antillen AHO 20,28
6 Marvin Anderson JamaikaJamaika JAM 20,28
7 Christopher Williams JamaikaJamaika JAM 20,57
8 Anastásios Goúsis GriechenlandGriechenland GRE 20,75

Finale: 30. August 2007, 22:20 Uhr

Wind: −0,8 m/s

400 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Jeremy Wariner Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 43,45 WL
2 LaShawn Merritt Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 43,96
3 Angelo Taylor Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 44,32
4 Chris Brown BahamasBahamas BAH 44,45 NR
5 Leslie Djhone FrankreichFrankreich FRA 44,59
6 Tyler Christopher KanadaKanada CAN 44,71
7 Johan Wissman SchwedenSchweden SWE 44,72
8 Avard Moncur BahamasBahamas BAH 45,40

Finale: 31. August 2007, 22:05 Uhr

800 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Alfred Kirwa Yego KeniaKenia KEN 1:47,09
2 Gary Reed KanadaKanada CAN 1:47,10
3 Juri Borsakowski RusslandRussland RUS 1:47,39
4 Abraham Chepkirwok UgandaUganda UGA 1:47,41
5 Wilfred Bungei KeniaKenia KEN 1:47,42
6 Amine Laalou MarokkoMarokko MAR 1:47,45
7 Mbulaeni Mulaudzi SudafrikaSüdafrika RSA 1:47,52
8 Mohammed Obaid Al-Salhi Saudi-ArabienSaudi-Arabien KSA 1:47,58

Finale: 2. September 2007, 19:55 Uhr

1500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1500-m-Zieleinlauf:
Sieg für Bernard Lagat (Bildmitte)
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Bernard Lagat Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:34,77
2 Rashid Ramzi BahrainBahrain BRN 3:35,00
3 Shedrack Kibet Korir KeniaKenia KEN 3:35,04
4 Asbel Kiprop KeniaKenia KEN 3:35,24
5 Tarek Boukensa AlgerienAlgerien ALG 3:35,26
6 Antar Zerguelaine AlgerienAlgerien ALG 3:35,29
7 Arturo Casado SpanienSpanien ESP 3:35,62
8 Alan Webb Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:35,69

Finale: 29. August 2007, 22:05 Uhr

5000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Bernard Lagat Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13:45,87
2 Eliud Kipchoge KeniaKenia KEN 13:46,00
3 Moses Ndiema Kipsiro UgandaUganda UGA 13:46,75
4 Matthew Tegenkamp Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13:46,87
5 Tariku Bekele Athiopien 1996Äthiopien ETH 13:47,33
6 Mo Farah Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 13:47,54
7 Jesús España SpanienSpanien ESP 13:50,55
8 Abreham Cherkos Athiopien 1996Äthiopien ETH 13,51,01

Finale: 2. September 2007, 19:30 Uhr

10.000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Kenenisa Bekele Athiopien 1996Äthiopien ETH 27:05,90
2 Sileshi Sihine Athiopien 1996Äthiopien ETH 27:09,03
3 Martin Irungu Mathathi KeniaKenia KEN 27:12,17
4 Zersenay Tadese EritreaEritrea ERI 27:21,37
5 Josphat Muchiri Ndambiri KeniaKenia KEN 27:31,41
6 Gebregziabher Gebremariam Athiopien 1996Äthiopien ETH 27:44,58
7 Abdi Abdirahman Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 27:56,62
8 Josphat Kiprono Menjo KeniaKenia KEN 28:25,67

Finale: 27. August 2007, 21:40 Uhr

Marathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Luke Kibet Bowen KeniaKenia KEN 2:15:59
2 Mubarak Hassan Shami KatarKatar QAT 2:17:18
3 Viktor Röthlin SchweizSchweiz SUI 2:17:25
4 Yared Asmerom EritreaEritrea ERI 2:17:41
5 Tsuyoshi Ogata JapanJapan JPN 2:17:42
6 Satoshi Ōsaki JapanJapan JPN 2:18:06
7 Toshinari Suwa JapanJapan JPN 2:18:35
8 William Kiplagat KeniaKenia KEN 2:19:21

Datum: 25. August 2007, 7:00 Uhr

Der Lauf in Osaka, der bei Temperaturen jenseits der 30 °C und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 80 % ausgetragen wurde, war der bisher langsamste Weltmeisterschaftsmarathon überhaupt. Von 85 gestarteten Athleten erreichten lediglich 57 das Ziel. Luke Kibet setzte sich bei seiner ersten internationalen Meisterschaft bei Kilometer 31 ab und lief bis ins Ziel über eine Minute Vorsprung heraus. Der Schweizer Viktor Röthlin hatte sich das Rennen gut eingeteilt und arbeitete sich auf den letzten zwei Kilometern von Platz sechs auf den Bronzerang vor. Der Deutsche Ulrich Steidl belegte in 2:30:03 h den 37. Platz und erlitt kurz nach seiner Zielankunft einen Kreislaufkollaps. Marcel Tschopp aus Liechtenstein landete in 2:33:42 h auf Platz 47. Martin Beckmann, ein weiterer Deutscher, musste nach dreißig Kilometern aufgeben.

Marathon-Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athleten Zeit (h)
1 JapanJapan Japan Tsuyoshi Ogata
Satoshi Ōsaki
Toshinari Suwa
6:54:23
2 Korea SudSüdkorea Südkorea Park Ju-young
Kim Young-chun
Lee Myong-seung
7:12:08
3 KeniaKenia Kenia Luke Kibet Bowen
William Kiplagat
Laban Kagika
7:12:33
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Mbarak Kipkorir Hussein
Mike Morgan
Kyle O’Brien
7:15:00
5 Athiopien 1996Äthiopien Äthiopien Gashaw Asfaw
Dejene Berhanu
Ambesse Tolosa
7:19:08
6 TansaniaTansania Tansania Samson Ramadhani y
Getuli Bayo
Michael Tluway Mislay
7:23:20
7 IsraelIsrael Israel Seteng Ayele
Wodage Zvadya
Asaf Bimro
7:23:22
8 PortugalPortugal Portugal Alberto Chaíça
Luís Feiteira
Paulo Gomes
7:24:58

Datum: 25. August 2007, 7:00 Uhr

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung. Es waren fünf Läufer je Nation zugelassen, für die Wertung wurden die Zeiten der jeweils besten drei addiert. Der Wettbewerb zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

110 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzte Startvorbereitungen zum 110-Meter-Hürden-Finale
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Liu Xiang China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 12,95
2 Terrence Trammell Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 12,99
3 David Payne Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,02
4 Dayron Robles KubaKuba CUB 13,15
5 Shi Dongpeng China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 13,19
6 Serhij Demydjuk UkraineUkraine UKR 13,22 NR
7 Jackson Quiñónez SpanienSpanien ESP 13,33 NRe
8 Maurice Wignall JamaikaJamaika JAM 13,39

Finale: 31. August 2007, 22:20 Uhr

Wind: +1,7 m/s

400 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Kerron Clement Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 47,61 WL
2 Félix Sánchez Dominikanische RepublikDominikanische Republik DOM 48,01
3 Marek Plawgo PolenPolen POL 48,12 NR
4 James Carter Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 48,40
5 Danny McFarlane JamaikaJamaika JAM 48,59
6 Periklis Iakovakis GriechenlandGriechenland GRE 49,25
7 Derrick Williams Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 52,97
DNF Adam Kunkel KanadaKanada CAN

Finale: 28. August 2007, 22:20 Uhr

Bereits im Halbfinale war der Titelverteidiger und eigentliche Favorit Bershawn Jackson an der letzten Hürde gestrauchelt und ausgeschieden. Im Finale gab es nun keinen klaren Favoriten mehr, es gewann letztlich Kerron Clement, der zwischen den Hürden der schnellste aller Endlaufteilnehmer war und eine neue Weltjahresbestleistung aufstellte. Der von 2001 bis 2004 ungeschlagene Félix Sánchez zeigte ein großes Comeback und gewann Silber vor Marek Plawgo, der im Finale Landesrekord lief.

Hier gab es einen Dopingfall:
Der im Halbfinale ausgeschiedene Franzose Naman Keïta wurde positiv auf die verbotene Substanz Testosteron getestet und für zwei Jahre gesperrt.[3]

3000 m Hindernis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Läufer am Start zum Finale
über 3000-m-Hindernis
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Brimin Kiprop Kipruto KeniaKenia KEN 8:13,82
2 Ezekiel Kemboi KeniaKenia KEN 8:16,94
3 Richard Kipkemboi Mateelong KeniaKenia KEN 8:17,59
4 Mustafa Mohamed SchwedenSchweden SWE 8:19,82
5 Bouabdellah Tahri FrankreichFrankreich FRA 8:20,27
6 Halil Akkaş TurkeiTürkei TUR 8:22,51
7 Eliseo Martín SpanienSpanien ESP 8:22,91
8 Tareq Mubarak Taher BahrainBahrain BRN 8:22,95

Finale: 28. August 2007, 20:55 Uhr

4 × 100 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athleten Zeit (s)
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Darvis Patton
Wallace Spearmon
Tyson Gay (Finale)
Leroy Dixon
im Vorlauf außerdem:
Rodney Martin
37,78 WL
2 JamaikaJamaika Jamaika Marvin Anderson (Finale)
Usain Bolt (Finale)
Nesta Carter
Asafa Powell
im Vorlauf außerdem:
Dwight Thomas
Steve Mullings
37,89 NR
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Christian Malcolm
Craig Pickering
Marlon Devonish
Mark Lewis-Francis
37,90
4 BrasilienBrasilien Brasilien Vicente de Lima
Rafael Ribeiro
Basílio de Moraes
Sandro Viana
37,99
5 JapanJapan Japan Naoki Tsukahara
Shingo Suetsugu
Shinji Takahira
Nobuharu Asahara
38,03 AS
6 DeutschlandDeutschland Deutschland Ronny Ostwald
Tobias Unger
Alexander Kosenkow
Julian Reus
38,62
DNF PolenPolen Polen Michał Bielczyk
Łukasz Chyła
Marcin Jędrusiński
Dariusz Kuć
NigeriaNigeria Nigeria Obinna Metu
Isaac Uchenna
Chinedu Oriala
Olusoji Fasuba

Finale: 1. September 2007, 22:20 Uhr

4 × 400 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA LaShawn Merritt (Finale)
Angelo Taylor
Darold Williamson
Jeremy Wariner (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Bershawn Jackson
Kerron Clement
2:55,56 WL
2 BahamasBahamas Bahamas Avard Moncur (Finale)
Michael Mathieu
Andrae Williams
Chris Brown
im Vorlauf außerdem:
Nathaniel McKinney
2:59,18
3 PolenPolen Polen Marek Plawgo (Finale)
Daniel Dąbrowski
Marcin Marciniszyn
Kacper Kozłowski (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Rafał Wieruszewski
Witold Bańka
3:00,05
4 JamaikaJamaika Jamaika Michael Blackwood
Ricardo Chambers
Leford Green
Sanjay Ayre
3:00,76
5 RusslandRussland Russland Maxim Dyldin
Wladislaw Frolow
Konstantin Swetschkar
Denis Alexejew
3:01,62
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Andrew Steele
Robert Tobin
Richard Buck
Martyn Rooney
3:02,94
7 Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik Félix Sánchez
Yoel Tapia
Carlos Santa
Arismendy Peguero
3,03,56
8 DeutschlandDeutschland Deutschland Ingo Schultz
Simon Kirch
Kamghe Gaba
Bastian Swillims
3:07,40

Finale: 2. September 2007, 20:50 Uhr

20 km Gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Jefferson Pérez EcuadorEcuador ECU 1:22:20
2 Francisco Javier Fernández SpanienSpanien ESP 1:22:40
3 Hatem Ghoula TunesienTunesien TUN 1:22:40
4 Eder Sánchez MexikoMexiko MEX 1:23:36
5 Giorgio Rubino ItalienItalien ITA 1:23:39
6 Robert Heffernan IrlandIrland IRL 1:23:42
7 Luke Adams AustralienAustralien AUS 1:23:52
8 Erik Tysse NorwegenNorwegen NOR 1:24:10

Datum: 26. August 2007, 8:00 Uhr

Dieser Wettbewerb litt trotz früher Startzeit unter großer Hitze und auch organisatorischen Unzulänglichkeiten – so gab es nach etwa einer Stunde keine nassen Schwämme zum Abkühlen mehr. Es kam zu mehreren Aufgaben und Zusammenbrüchen. Von 42 Teilnehmern erreichten 32 das Ziel. Auf der Strecke und im Stadion spielten sich dramatische Szenen ab: Mehrere Sportler mussten aufgrund der Dehydrierung herausgetragen werden, auch der Sieger brach unmittelbar nach dem Überqueren der Ziellinie mit einem Krampf zusammen.

Der einzige deutsche Teilnehmer André Höhne erlitt zweihundert Meter vor dem Ziel im Stadion an Position vier liegend einen schweren Zusammenbruch und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Zuvor war er, anstatt ins Stadion einzulaufen, circa fünfzig Meter einem überrundeten Geher gefolgt, ohne dass er direkt auf seinen Fehler hingewiesen wurde. Wie üblich kam es zu zahlreichen Disqualifikationen aufgrund unsauberen Gehens: So wurde der aktuelle Olympiasieger Ivano Brugnetti bereits fünf Kilometer vor dem Ziel aus dem Rennen genommen. Spektakulär waren auch die Umstände rund um die Silbermedaille: Der zweitplatzierte Geher Francisco Javier Fernández, der seinen klar vor ihm liegenden tunesischen Gegner deutlich laufend erst kurz vor der Ziellinie überholte, wurde zunächst disqualifiziert, jedoch nach erfolgreichem Protest wieder auf Rang zwei gewertet.

50 km Gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Nathan Deakes AustralienAustralien AUS 3:43:53
2 Yohann Diniz FrankreichFrankreich FRA 3:44:22
3 Alex Schwazer ItalienItalien ITA 3:44:38
4 Denis Nischegorodow RusslandRussland RUS 3:46:57
5 Erik Tysse NorwegenNorwegen NOR 3:51:52
6 Mikel Odriozola SpanienSpanien ESP 3:55:19
7 Sun Chao China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 3:55:43
8 Trond Nymark NorwegenNorwegen NOR 3:57:22

Datum: 1. September 2007, 7:00 Uhr

Der Chinese Yu Chaohong bestimmte die erste Hälfte des Wettbewerbs, nachdem er sich zusammen mit dem Spanier Santiago Pérez vom Feld abgesetzt hatte. Gegen Mitte des Rennens wurde Yu von einer Dreiergruppe mit Nathan Deakes, Wladimir Kanaikin und Yūki Yamazaki eingeholt. Yohann Diniz war bis dahin nicht weit hinter der Spitzengruppe sein eigenes Tempo gegangen. Als er schließlich aufschloss und sogar vorbeizog, ging Deakes mit, setzte sich kurz danach von Diniz ab und gewann diesen Wettbewerb.

Hochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Donald Thomas BahamasBahamas BAH 2,35 WL
2 Jaroslaw Rybakow RusslandRussland RUS 2,35 WL
3 Kyriakos Ioannou Zypern RepublikRepublik Zypern CYP 2,35 WL
4 Stefan Holm SchwedenSchweden SWE 2,33
5 Tomáš Janků TschechienTschechien CZE 2,30
Víctor Moya KubaKuba CUB 2,30
7 Eike Onnen DeutschlandDeutschland GER 2,26
8 Jaroslav Bába TschechienTschechien CZE 2,26

Finale: 29. August 2007, 19:35 Uhr

Stabhochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufstellung der Finalisten
Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Brad Walker Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 5,86
2 Romain Mesnil FrankreichFrankreich FRA 5,86
3 Danny Ecker DeutschlandDeutschland GER 5,81
4 Igor Pawlow RusslandRussland RUS 5,81
5 Björn Otto DeutschlandDeutschland GER 5,81
6 Jewgeni Lukjanenko RusslandRussland RUS 5,81
7 Alexander Awerbuch IsraelIsrael ISR 5,81
8 Tim Lobinger DeutschlandDeutschland GER 5,81

Finale: 1. September 2007, 19:30 Uhr

Weitsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Irving Saladino PanamaPanama PAN 8,57 SR
2 Andrew Howe ItalienItalien ITA 8,47 NR
3 Dwight Phillips Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 8,30
4 Oleksij Lukaschewytsch UkraineUkraine UKR 8,25
5 Godfrey Khotso Mokoena SudafrikaSüdafrika RSA 8,19
6 James Beckford JamaikaJamaika JAM 8,17
7 Ndiss Kaba Badji SenegalSenegal SEN 8,01
8 Ahmed Faiz Bin Marzouq Saudi-ArabienSaudi-Arabien KSA 7,98

Finale: 30. August 2007, 20:40 Uhr

Dreisprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Nelson Évora PortugalPortugal POR 17,74 NR
2 Jadel Gregório BrasilienBrasilien BRA 17,59
3 Walter Davis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 17,33
4 Osniel Tosca KubaKuba CUB 17,32
5 Aarik Wilson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 17,31
6 Phillips Idowu Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 17,09
7 Arnie David Giralt KubaKuba CUB 16,91
8 Alexander Martínez SchweizSchweiz SUI 16,85

Finale: 27. August 2007, 20:30 Uhr

Kugelstoßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Reese Hoffa Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 22,04
2 Adam Nelson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 21,61
3 Rutger Smith NiederlandeNiederlande NED 21,13
4 Tomasz Majewski PolenPolen POL 20,87
5 Miroslav Vodovnik SlowenienSlowenien SLO 20,67
6 Ralf Bartels DeutschlandDeutschland GER 20,45
7 Jury Bjalou WeissrusslandWeißrussland BLR 20,34
8 Dylan Armstrong Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 20,23

Finale: 25. August 2007, 20:40 Uhr

Doping:
Der Weißrusse Andrej Michnewitsch, der mit 21,27 m auf den dritten Platz gekommen war, wurde wegen Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert. Später wurde er als Mehrfachtäter vom 26. Dezember 2012 an lebenslang gesperrt.[4]

Diskuswurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Gerd Kanter EstlandEstland EST 68,94
2 Robert Harting DeutschlandDeutschland GER 66,68
3 Rutger Smith NiederlandeNiederlande NED 66,42
4 Virgilijus Alekna LitauenLitauen LTU 65,24
5 Gábor Máté UngarnUngarn HUN 64,71
6 Omar El Ghazaly AgyptenÄgypten EGY 64,58
7 Ehsan Hadadi IranIran IRI 64,53
8 Aleksander Tammert EstlandEstland EST 64,33

Finale: 28. August 2007, 19:30 Uhr

Hammerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Iwan Zichan WeissrusslandWeißrussland BLR 83,63 WL
2 Primož Kozmus SlowenienSlowenien SLO 82,29
3 Libor Charfreitag SlowakeiSlowakei SVK 81,60
4 Wadsim Dsewjatouski WeissrusslandWeißrussland BLR 81,57
5 Krisztián Pars UngarnUngarn HUN 80,93
6 Kōji Murofushi JapanJapan JPN 80,46
7 Szymon Ziółkowski PolenPolen POL 80,09
8 Markus Esser DeutschlandDeutschland GER 79,66

Finale: 27. August 2007, 19:30 Uhr

Iwan Zichan, der Weltmeister von 2003, dem der 2005 zunächst erneut verliehene Weltmeistertitel wegen Dopings nachträglich aberkannt wurde[11] und der auch 2006 gedopt war[12], lag im Finale lange Zeit außerhalb der Medaillenränge. Mit seinem sechsten und gleichzeitig letzten Versuch sicherte er sich die Goldmedaille und verwies seinen Konkurrenten Primož Kozmus auf den zweiten Rang. Nicht weniger umkämpft war der dritte Platz: Libor Charfreitag gewann Bronze, nachdem er mit seinem sechsten Wurf die Weite des Vizeweltmeisters von 2005 Wadsim Dsewjatouski knapp übertroffen hatte.

Speerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teilnehmer dieses hochklassigen Speerwurfwettbewerbs
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Tero Pitkämäki FinnlandFinnland FIN 90,33
2 Andreas Thorkildsen NorwegenNorwegen NOR 88,61
3 Breaux Greer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 86,21
4 Vadims Vasiļevskis LettlandLettland LAT 85,19
5 Alexander Iwanow RusslandRussland RUS 85,18
6 John Robert Oosthuizen SudafrikaSüdafrika RSA 84,52
7 Igor Janik PolenPolen POL 83,38
8 Tero Järvenpää FinnlandFinnland FIN 82,10

Finale: 2. September 2007, 19:15 Uhr

Zehnkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Punkte
1 Roman Šebrle TschechienTschechien CZE 8676
2 Maurice Smith JamaikaJamaika JAM 8644 NR
3 Dmitri Karpow KasachstanKasachstan KAZ 8586
4 Alexei Drosdow RusslandRussland RUS 8475
5 André Niklaus DeutschlandDeutschland GER 8371
6 Alexei Syssojew RusslandRussland RUS 8357
7 Romain Barras FrankreichFrankreich FRA 8262
8 Yordani García KubaKuba CUB 8257 NR

Datum: 31. August und 1. September 2007

Resultate Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

100 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Veronica Campbell JamaikaJamaika JAM 11,01
2 Lauryn Williams Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 11,01
3 Carmelita Jeter Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 11,02
4 Torri Edwards Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 11,05
5 Kim Gevaert BelgienBelgien BEL 11,05
6 Christine Arron FrankreichFrankreich FRA 11,08
7 Kerron Stewart JamaikaJamaika JAM 11,12
8 Oludamola Osayomi NigeriaNigeria NGR 11,26

Finale: 27. August 2007, 22:20 Uhr

Wind: −0,2 m/s

Der Zieleinlauf war denkbar knapp: Gleich drei Läuferinnen lagen nahezu gleichauf. Nach dem Rennen dauerte es mehrere Minuten, bis die genaue Platzierung der Läuferinnen feststand. Zunächst wurde Lauryn Williams, dann Torri Edwards und schließlich nach detaillierter Auswertung des Zielfotos Veronica Campbell zur Siegerin erklärt. Für sie war es der erste Weltmeistertitel nach zwei olympischen Goldmedaillen im Jahr Athen 2004 über 200 Meter sowie als Mitglied der jamaikanischen 4-mal-100-Meter-Staffel.

200 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Allyson Felix Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 21,81 WL
2 Veronica Campbell JamaikaJamaika JAM 22,34
3 Susanthika Jayasinghe Sri LankaSri Lanka SRI 22,63
4 Torri Edwards Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 22,65
5 Sanya Richards Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 22,70
6 Aleen Bailey JamaikaJamaika JAM 22,72
7 LaShauntea Moore Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 22,97
8 Cydonie Mothersille Cayman IslandsCayman Islands CAY 23,08

Finale: 31. August 2007, 21:15 Uhr

Wind: +1,7 m/s

400 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finaleinlauf über 400 m mit äußerst engen Abständen unter den Medaillengewinnerinnen
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Christine Ohuruogu Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 49,61
2 Nicola Sanders Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 49,65
3 Novlene Williams JamaikaJamaika JAM 49,66
4 Ana Guevara MexikoMexiko MEX 50,16
5 DeeDee Trotter Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 50,17
6 Natalja Antjuch RusslandRussland RUS 50,33
7 Ilona Ussowitsch WeissrusslandWeißrussland BLR 50,54
8 Mary Wineberg Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 50,96

Finale: 29. August 2007, 21:50 Uhr

800 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Janeth Jepkosgei Busienei KeniaKenia KEN 1:56,04 WL
2 Hasna Benhassi MarokkoMarokko MAR 1:56,99
3 Mayte Martínez SpanienSpanien ESP 1:57,62
4 Olga Kotljarowa RusslandRussland RUS 1:58,22
5 Brigita Langerholc SlowenienSlowenien SLO 1:58,52
6 Swjatlana Ussowitsch WeissrusslandWeißrussland BLR 1:58,92
7 Swetlana Kljuka RusslandRussland RUS 2:00,90
DNF Maria de Lurdes Mutola MosambikMosambik MOZ

Finale: 28. August 2007, 21:20 Uhr

Die Kenianerin Janeth Jepkosgei Busienei führte von Anfang an mit einer Durchgangszeit von 56,16 Sekunden bei Rennhälfte. Auf der zweiten Runde versuchte vor allem Maria Mutola, die Lücke gering zu halten, wurde aber in der Zielkurve von Hasna Benhassi angegriffen. Mutola stürzte entkräftet auf der Zielgeraden. Mayte Martínez und Benhassi waren in der ersten Runde das Tempo nicht mitgegangen und überspurteten auf den letzten zweihundert Metern das gesamte Feld. Nur die führende Kenianerin, die einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegenlief, war nicht mehr zu erreichen.

Doping:
Die im Vorlauf ausgeschiedene Russin Swetlana Tscherkassowa wurde kurz vor den Olympischen Spielen 2008 nach der Auswertung von Nachtests mit positiven Resultaten zusammen mit sechs weiteren russischen Sportlern für zwei Jahre gesperrt. Ihr Resultat bei diesen Weltmeisterschaften wurde annulliert.[5]

1500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Maryam Yusuf Jamal BahrainBahrain BRN 3:58,75
2 Iryna Lischtschynska UkraineUkraine UKR 4:00,69
3 Daniela Jordanowa BulgarienBulgarien BUL 4:00,82
4 Mariem Alaoui Selsouli MarokkoMarokko MAR 4:01,52
5 Viola Jelagat Kibiwot KeniaKenia KEN 4:02,10
6 Agnes Samaria NamibiaNamibia NAM 4:07,61 NR
7 Natalja Pantelejewa RusslandRussland RUS 4:07,82
8 Lidia Chojecka PolenPolen POL 4:08,64

Finale: 2. September 2007, 20:10 Uhr

Es gab zwei Dopingfälle in diesem Wettbewerb;
Die Russinnen Jelena Sobolewa (ursprünglich auf Platz zwei in 3:58,99 min) und Julija Fomenko (ursprünglich auf Platz sieben in 4:02,46 min) wurden kurz vor den Olympischen Spielen 2008 nach der Auswertung von Nachtests mit positiven Resultaten zusammen mit fünf weiteren russischen Sportlern für zwei Jahre gesperrt. Ihre Resultate bei diesen Weltmeisterschaften wurden annulliert.[5]

5000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Meseret Defar Athiopien 1996Äthiopien ETH 14:57,91
2 Vivian Cheruiyot KeniaKenia KEN 14:58,50
3 Priscah Jepleting Cherono KeniaKenia KEN 14:59,21
4 Sylvia Jebiwott Kibet KeniaKenia KEN 14:59,26
5 Meselech Melkamu Athiopien 1996Äthiopien ETH 15:01,42
6 Jennifer Rhines Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 15:03,09
7 Shalane Flanagan Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 15:03,86
8 Joanne Pavey Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 15:04,77

Finale: 1. September 2007, 20:30 Uhr

Doping:
Die zunächst fünftplatzierte Türkin Elvan Abeylegesse wurde nachträglich des Dopings überführt und für zwei Jahre gesperrt. Ihre Resultate dieser Weltmeisterschaften – außer ihrem fünften Platz hier über 5000 Meter noch Silber über 10.000 Meter – wurden annulliert. Außerdem erhielt die Läuferin eine Sperre von zwei Jahren.[6]

10.000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Tirunesh Dibaba Athiopien 1996Äthiopien ETH 31:55,41
2 Kara Goucher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 32:02,05
3 Joanne Pavey Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 32:03,81
4 Kimberley Smith NeuseelandNeuseeland NZL 32:06,89
5 Deena Kastor Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 32:24,58
6 Ejegayehu Dibaba Athiopien 1996Äthiopien ETH 32:30,44
7 Philes Moora Ongori KeniaKenia KEN 32:30,74
8 Emily Chebet Muge KeniaKenia KEN 32:31,21

Datum: 25. August 2007, 21:50 Uhr

Dieser Wettbewerb lief nicht wie erwartet: Zwar kam Tirunesh Dibaba zu einem Favoritensieg, der von den Äthiopierinnen angestrebte Dreifacherfolg blieb jedoch aus. Dibabas ältere Schwester Ejegayehu stürzte und verlor deshalb einige Plätze, ihre Landsfrau Mestawet Tufa stieg mit Kreislaufproblemen aus.

Doping:
In diesem Rennen hatte die Türkin Elvan Abeylegesse zunächst die Silbermedaille erobert, die ihr allerdings ebenso wie ihr fünfter Platz über 5000 Meter aberkannt wurde, nachdem sie nachträglich des Dopings überführt und für zwei Jahre gesperrt wurde.[6]

Marathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Catherine Ndereba KeniaKenia KEN 2:30:37
2 Zhou Chunxiu China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 2:30:45
3 Reiko Tosa JapanJapan JPN 2:30:55
4 Zhu Xiaolin China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 2:31:21
5 Lidia Șimon RumänienRumänien ROM 2:31:26
6 Kiyoko Shimahara JapanJapan JPN 2:31:40
7 Rita Jeptoo Sitienei KeniaKenia KEN 2:32:03
8 Edith Masai KeniaKenia KEN 2:32:22

Datum: 2. September 2007
7:00 Uhr

Ebenso wie der Wettbewerb der Männer fand auch der der Frauen unter extremen Witterungsbedingungen statt. Bei Temperaturen um die 30 °C dauerte es lange, bis Vorentscheidungen fielen. Nach zwanzig Kilometern lagen noch 28 Läuferinnen gleichauf an der Spitze. Erst bei Kilometer 35 hatten sich jene acht Teilnehmerinnen abgesetzt, die auch am Schluss vorne lagen. Die Entscheidung um die Medaillenränge fiel dann auf den letzten zwei Kilometern, als sich Catherine Ndereba absetzte und einen knappen Vorsprung bis ins Ziel verteidigte. Reiko Tosa konnte von den Zuschauern angefeuert einen Kilometer vor dem Ziel die bis dahin auf Platz drei liegende Zhu Xiaolin noch abfangen und sich bis ins Ziel fast an die zweitplatzierte Zhou Chunxiu heranarbeiten.

Die Deutsche Melanie Kraus hatte sich das Rennen gut eingeteilt. Bei Kilometer 25 noch auf Platz 35 liegend belegte sie am Ende Rang zwanzig. Mehr Probleme hatte die zweite deutsche Läuferin Susanne Hahn, die als 43. einlief. Die Liechtensteinerin Kerstin Metzler-Mennenga, die sich, wie nachträglich bekannt wurde, durch einen Sportbetrug qualifiziert hatte, kam auf den 53. Platz. Von 66 gestarteten Läuferinnen erreichten 57 das Ziel.

Marathon-Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletinnen Zeit (h)
1 KeniaKenia Kenia Catherine Ndereba
Rita Jeptoo Sitienei
Edith Masai
7:35:02
2 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China Zhou Chunxiu
Zhu Xiaolin
Zhang Shujing
7:35:52
3 JapanJapan Japan Reiko Tosa
Kiyoko Shimahara
Mari Ozaki
7:37:39
4 RusslandRussland Russland Ljubow Morgunowa
Gulnara Wygowskaja
Nailja Julamanowa
7:50:34
5 ItalienItalien Italien Anna Incerti
Deborah Toniolo
Lucilla Andreucci
8:12:41
6 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Ann Alyanak
Zoila Gómez
Dana Coons
8:13:24
7 Athiopien 1996Äthiopien Äthiopien Askale Tafa
Zekiros Adanech
Robe Tola
8:58:46

Datum: 2. September 2007, 7:00 Uhr

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung. Es waren fünf Läuferinnen je Nation zugelassen, für die Wertung wurden die Zeiten der jeweils besten drei addiert. Der Wettbewerb zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

100 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Michelle Perry Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 12,46
2 Perdita Felicien KanadaKanada CAN 12,49
3 Delloreen Ennis-London JamaikaJamaika JAM 12,50
4 Susanna Kallur SchwedenSchweden SWE 12,51
5 Ginnie Powell Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 12,55
6 LoLo Jones Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 12,62
7 Vonette Dixon JamaikaJamaika JAM 12,64
8 Angela Whyte KanadaKanada CAN 12,66

Finale: 29. August 2007, 21:05 Uhr

Wind: −0,1 m/s

Noch nie lagen bei Weltmeisterschaften im Hürdensprint nur zwei Zehntelsekunden zwischen der ersten und der achten Läuferin. Es gewann die US-amerikanische Weltmeisterin von 2005 Michelle Perry vor der kanadischen Weltmeisterin von 2003 Perdita Felicien. Die Medaillengewinnerinnen trennten jeweils nur jeweils eine Hundertstelsekunde voneinander. Der amtierenden Europameisterin Susanna Kallur aus Schweden reichte nicht einmal eine persönliche Bestzeit zum Gewinn der Bronzemedaille, auch ihr fehlte dazu eine Hundertstelsekunde.

400 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Jana Pittman AustralienAustralien AUS 53,31
2 Julija Petschonkina RusslandRussland RUS 53,50
3 Anna Jesień PolenPolen POL 53,92
4 Nickiesha Wilson JamaikaJamaika JAM 54,10
5 Huang Xiaoxiao China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 54,15
6 Jewgenija Issakowa RusslandRussland RUS 54,50
7 Tiffany Williams Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 54,63
8 Tasha Danvers-Smith Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 54,94

Finale: 30. August 2007, 20:25 Uhr

3000 m Hindernis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegerehrung über 3000 m Hindernis
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Jekaterina Wolkowa RusslandRussland RUS 9:06,57 CR
2 Tatjana Petrowa RusslandRussland RUS 9:09,19
3 Eunice Jepkorir Kertich KeniaKenia KEN 9:20,09
4 Ruth Bisibori Nyangau KeniaKenia KEN 9:25,25
5 Sophie Duarte FrankreichFrankreich FRA 9:27,51 NR
6 Cristina Casandra RumänienRumänien ROM 9:29,63
7 Gulnara Galkina RusslandRussland RUS 9:30,24
8 Rosa Morató SpanienSpanien ESP 9:36,84

Finale: 27. August 2007, 20:20 Uhr

4 × 100 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletinnen Zeit (s)
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Lauryn Williams
Allyson Felix (Finale)
Mikele Barber
Torri Edwards (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Carmelita Jeter
Mechelle Lewis
41,98 WL
2 JamaikaJamaika Jamaika Sheri-Ann Brooks
Kerron Stewart
Simone Facey
Veronica Campbell (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Shelly-Ann Fraser
42,01
3 BelgienBelgien Belgien Olivia Borlée
Hanna Mariën
Elodie Ouédraogo
Kim Gevaert
42,75 NR
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Laura Turner
Montell Douglas
Emily Freeman
Joice Maduaka
42,87
5 RusslandRussland Russland Jekaterina Grigorjewa (Finale)
Natalja Russakowa
Julija Guschtschina
Jewgenija Poljakowa
im Vorlauf außerdem:
Irina Chabarowa
42,97
6 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland Nastassja Schuljak
Natallja Safronnikawa
Alena Neumjarschyzkaja
Aksana Drahun
43,37
7 DeutschlandDeutschland Deutschland Katja Wakan
Cathleen Tschirch
Johanna Kedzierski
Verena Sailer
43,51
8 PolenPolen Polen Marta Jeschke
Daria Korczyńska
Dorota Jędrusińska
Ewelina Klocek
43,57

Finale: 1. September 2007, 22:05 Uhr

Es kam zum erwarteten Sieg der favorisierten US-Staffel. Auf der Ziellinie wurde es zwar nochmal eng, da Jamaika mit Veronica Campell stark aufkam und die US-Amerikanerin Torri Edwards die letzten Meter nur auslief, aber es reichte am Ende. Die deutsche Staffel blieb mit guten Wechseln innerhalb ihrer Möglichkeiten, nachdem sie aufgrund eines angeblichen Wechselfehlers im Vorlauf zeitweilig als disqualifiziert galt, dann aber doch im Finale starten durfte.

Die siegreichen Läuferinnen der US-amerikanischen Staffel

4 × 400 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA DeeDee Trotter
Allyson Felix (Finale)
Mary Wineberg
Sanya Richards (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Monique Hennagan
Natasha Hastings
3:18,55 WL
2 JamaikaJamaika Jamaika Shericka Williams
Shereefa Lloyd
Davita Prendergast
Novlene Williams (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Anastasia Le-Roy
3:19,73 NR
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Christine Ohuruogu (Finale)
Marilyn Okoro
Lee McConnell
Nicola Sanders
im Vorlauf außerdem:
Donna Fraser
3:20,04 NR
4 RusslandRussland Russland Ljudmila Litwinowa
Natalja Nasarowa
Tatjana Weschkurowa (Finale)
Natalja Antjuch (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Jelena Migunowa
Tatjana Lewina
3:20,25
5 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland Juljana Juschtschanka
Iryna Chljustawa
Ilona Ussowitsch (Finale)
Swjatlana Ussowitsch
im Vorlauf außerdem:
Hanna Kosak
3:21,88 NR
6 PolenPolen Polen Zuzanna Radecka
Grażyna Prokopek
Ewelina Sętowska-Drick (Finale)
Anna Jesień
im Vorlauf außerdem:
Agnieszka Karpiesiuk
3:26,49
7 KubaKuba Kuba Aymée Martínez
Daimí Pernía
Zulia Calatayud
Indira Terrero
3:27,05
8 MexikoMexiko Mexiko Zudikey Rodriguez
Gabriela Medina
Nallely Vela
Ana Guevara
3:29,14

Finale: 2. September 2007, 20:30 Uhr

20 km Gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Olga Kaniskina RusslandRussland RUS 1:30:09
2 Tatjana Schemjakina RusslandRussland RUS 1:30:42
3 María Vasco SpanienSpanien ESP 1:30:47
4 Kjersti Plätzer NorwegenNorwegen NOR 1:31:24
5 Susana Feitor PortugalPortugal POR 1:32:01
6 Claudia Ștef RumänienRumänien ROM 1:32:47
7 Inês Henriques PortugalPortugal POR 1:33:06
8 Sabine Zimmer DeutschlandDeutschland GER 1:33:32

Datum: 31. August 2007, 8:00 Uhr

Hochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Blanka Vlašić KroatienKroatien CRO 2,05
2 Antonietta Di Martino ItalienItalien ITA 2,03 NR
Anna Tschitscherowa RusslandRussland RUS 2,03
4 Jelena Slessarenko RusslandRussland RUS 2,00
5 Jekaterina Sawtschenko RusslandRussland RUS 2,00
6 Ruth Beitia SpanienSpanien ESP 1,97
7 Kajsa Bergqvist SchwedenSchweden SWE 1,94
Melanie Skotnik FrankreichFrankreich FRA 1,94
Wita Palamar UkraineUkraine UKR 1,94
Marina Aitowa KasachstanKasachstan KAZ 1,94
Emma Green SchwedenSchweden SWE 1,94

Finale: 2. September 2007, 19:00 Uhr

Stabhochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Jelena Issinbajewa RusslandRussland RUS 4,80
2 Kateřina Baďurová TschechienTschechien CZE 4,75 NR
3 Swetlana Feofanowa RusslandRussland RUS 4,75
4 Monika Pyrek PolenPolen POL 4,75
5 Vanessa Boslak FrankreichFrankreich FRA 4,70 NR
6 Fabiana Murer BrasilienBrasilien BRA 4,65
Julija Golubtschikowa RusslandRussland RUS 4,65
8 Anna Rogowska PolenPolen POL 4,60

Finale: 28. August 2007, 19:30 Uhr

Jelena Issinbajewa sprang mit ihrem ersten Versuch über 4,65 m, ihre zweite Höhe von 4,80 m überwand sie im zweiten Versuch und war damit Weltmeisterin. Dreimal versuchte sie sich dann an der Weltrekordmarke von 5,02 m, konnte diese Höhe aber nicht meistern.

Weitsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Tatjana Lebedewa RusslandRussland RUS 7,03
2 Ljudmila Koltschanowa RusslandRussland RUS 6,92
3 Tatjana Kotowa RusslandRussland RUS 6,90
4 Naide Gomes PortugalPortugal POR 6,87
5 Bianca Kappler DeutschlandDeutschland GER 6,81
6 Maurren Higa Maggi BrasilienBrasilien BRA 6,80
7 Keila Costa BrasilienBrasilien BRA 6,69
8 Brittney Reese Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 6,60

Finale: 28. August 2007, 20:50 Uhr

Tatjana Lebedewa sprang ihre Siegesweite im zweiten Versuch und wiederholte das Resultat mit ihrem dritten Sprung noch einmal. Naide Gomes lag bis zum letzten Versuch an zweiter Stelle, wurde dann aber von den beiden Russinnen Ljudmila Koltschanowa und Tatjana Kotowa übertroffen. Kotowa hatte bei den letzten drei Weltmeisterschaften jeweils Silber errungen und gewann nun Bronze.

Dreisprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Yargelis Savigne KubaKuba CUB 15,28 WL
2 Tatjana Lebedewa RusslandRussland RUS 15,07
3 Marija Šestak SlowenienSlowenien SLO 14,72
4 Magdelín Martínez ItalienItalien ITA 14,71
5 Olha Saladucha UkraineUkraine UKR 14,60
6 Xie Limei China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 14,50
7 Keila Costa BrasilienBrasilien BRA 14,40
8 Olesja Bufalowa RusslandRussland RUS 14,39

Finale: 31. August 2007, 19:30 Uhr

Hier gab es gleich zwei Athletinnen, die nachträglich wegen positiver Dopingproben disqualifiziert wurden:
Der Griechin Chrysopigi Devetzi, die mit 15,04 m auf den dritten Platz gekommen war, wurden ihre Resultate vom 31. August, 2007 bis 30. August, 2009 aberkannt. Darüber hinaus hatte sie eine zweijährige Sperre hinzunehmen.[7]
Die Russin Anna Pjatych, die mit 14,88 m zunächst Vierte war, erhielt aufgrund von Dopingmissbrauch im Jahr 2017 eine vierjährige Sperre, rückwirkend gültig ab dem 15. Dezember 2016. Unter anderem ihr bei diesen Weltmeisterschaften erzieltes Resultat wurde annulliert.[8]

Kugelstoßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Valerie Vili NeuseelandNeuseeland NZL 20,54 WL
2 Nadine Kleinert DeutschlandDeutschland GER 19,77
3 Li Ling China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 19,38
4 Petra Lammert DeutschlandDeutschland GER 19,33
5 Li Meiju China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 18,83
6 Gong Lijiao China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 18,66
7 Chiara Rosa ItalienItalien ITA 18,39
8 Anna Omarowa RusslandRussland RUS 18,20

Finale: 26. August 2007, 19:45 Uhr

Doping:
Die zunächst zweitplatzierte Weißrussin Nadseja Astaptschuk wurde im Laufe der Jahre mehrfacher Dopingvergehen überführt. Zuletzt wurden alle ihre Resultate von 2005 bis 2012 annulliert.[9]

Diskuswurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Franka Dietzsch DeutschlandDeutschland GER 66,61
2 Yarelys Barrios KubaKuba CUB 63,90
3 Nicoleta Grasu RumänienRumänien ROM 63,40
4 Sun Taifeng China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 63,22
5 Olena Antonowa UkraineUkraine UKR 62,41
6 Joanna Wiśniewska PolenPolen POL 61,35
7 Natalija Semenowa UkraineUkraine UKR 61,17
8 Ma Xuejun China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 59,37

Finale: 29. August 2007, 19:45 Uhr

Franka Dietzsch gelang ihre Siegesweite gleich im ersten Wurf.

Doping:
Die Russin Darja Pischtschalnikowa, die mit 65,78 m auf den zweiten Platz gekommen war, wurde nachträglich disqualifiziert. Sie legte nach Bekanntwerden positiver Befunde in ihren Dopingproben ein umfassendes Geständnis ab und wurde nach Weiterleitung ihrer eigentlich vertraulichen Aussagen zum russischen Staatsdoping durch die WADA an die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA in Russland als Verräterin gebrandmarkt und für zehn Jahre gesperrt.[10]

Hammerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Betty Heidler DeutschlandDeutschland GER 74,76
2 Yipsi Moreno KubaKuba CUB 74,74
3 Zhang Wenxiu China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 74,39
4 Kamila Skolimowska PolenPolen POL 73,25
5 Jelena Konewzewa RusslandRussland RUS 72,45
6 Eileen O’Keeffe IrlandIrland IRL 70,39
7 Clarissa Claretti ItalienItalien ITA 70,74
8 Manuela Montebrun FrankreichFrankreich FRA 70,36

Finale: 30. August 2007, 19:30 Uhr

Betty Heidler übernahm im zweiten Durchgang die Führung. Wenxiu Zhang und Yipsi Moreno kamen zwar fast an Heidlers Weite heran, aber letztlich blieb die deutsche Werferin vorn. Moreno errang bereits ihre vierte Weltmeisterschaftsmedaille.

Doping:
Die zunächst zehntplatzierte Russin Gulfija Chanafejewa wurde kurz vor den Olympischen Spielen 2008 nach der Auswertung von Nachtests mit positiven Resultaten zusammen mit sechs weiteren russischen Athleten für zwei Jahre gesperrt. Ihr Resultat bei diesen Weltmeisterschaften wurde annulliert.[5]

Speerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Barbora Špotáková TschechienTschechien CZE 67,07 NR
2 Christina Obergföll DeutschlandDeutschland GER 66,46
3 Steffi Nerius DeutschlandDeutschland GER 64,42
4 Nikola Brejchová TschechienTschechien CZE 63,73
5 Savva Lika GriechenlandGriechenland GRE 63,13
6 Sonia Bisset KubaKuba CUB 61,74
7 Marija Abakumowa RusslandRussland RUS 61,43
8 Linda Stahl DeutschlandDeutschland GER 61,03

Finale: 31. August 2007, 20:40 Uhr

Siebenkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Punkte
1 Carolina Klüft SchwedenSchweden SWE 7032 ER/WL
2 Ljudmyla Blonska UkraineUkraine UKR 6832 NR
3 Kelly Sotherton Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 6510
4 Jessica Ennis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 6469
5 Lilli Schwarzkopf DeutschlandDeutschland GER 6439
6 Austra Skujytė LitauenLitauen LTU 6380
7 Jennifer Oeser DeutschlandDeutschland GER 6378
8 Natalja Dobrynska UkraineUkraine UKR 6327

Datum: 25. und 26. August 2007

Carolina Klüft errang zum dritten Mal in Folge den Weltmeistertitel, gewann ihren achtzehnten Wettkampf in Folge. Mit ihrer Punktzahl stellte sie gleichzeitig eine neue Weltjahresbestleistung und einen neuen Europarekord auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2007 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelbelege und Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. President Diack proudly signs off Osaka 2007, iaaf.org, 2. September 2007, abgerufen am 18. Oktober 2020
  2. Saubere Leichtathletik-WM? Kein Dopingfall in Osaka, n-tv.de, 2. September 2007 abgerufen am 18. Oktober 2020
  3. a b Dopingsünder Keita zwei Jahre gesperrt. In: Neue Zürcher Zeitung, 23. Oktober 2007, nzz.ch, abgerufen am 18. Oktober 2020
  4. a b Michnewitsch gesperrt, Focus Online, 19. November 2013, focus.de, abgerufen am 28. Oktober 2020
  5. a b c d e f g Russische Leichtathleten zwei Jahre gesperrt. In: Der Tagesspiegel, 20. Oktober 2008, tagesspiegel.de, abgerufen am 11. November 2020
  6. a b c Langstreckenläuferin Elvan Abeylegesse für zwei Jahre gesperrt. Olympiazweite wegen Dopings gesperrt. Sport1, 31. März 2016 auf sport1.de, abgerufen am 6. November 2020
  7. a b Greek triple jumper fails third drugs test as IOC sanctions 16 athletes over Beijing Games The 42, 17. November 2016 (englisch), abgerufen am 10. November 2020
  8. a b CAS sperrt russische Dreispringerin Pjatych Focus Online 18. August 2017, abgerufen am 10. November 2020
  9. a b Adams to get another world title, rnz.co, 29. November 2017, abgerufen am 11. November 2020
  10. a b Whistleblowerin. "Eine große charakterliche Schweinerei", deutschlandfunk.de, abgerufen am 11. November 2020
  11. Revision of results following sanctions of Tsikhan and Ostapchuk, iaaf.org. abgerufen am 25. Juni 2015
  12. Doping-Betrüger Tsikhan holt Hammer-Silber. sport.de, 20. August 2016; abgerufen am 25. August 2016