Leichtmofa

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Sachs-301-Motor

Als Leichtmofa wird ein Mofa (motorisiertes Fahrrad) bezeichnet, das bei einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h von der Helmpflicht befreit ist. Die rechtliche Grundlage für das heutige Leichtmofa ist die Leichtmofa-Ausnahmeverordnung (StVRAusnV) vom 26. März 1993,[1] deren Vorläufer die erste Leichtmofa-Ausnahmeverordnung vom 26. Februar 1987 war, die am 28. Februar 1990 außer Kraft trat.[2] Der bislang einzige Vertreter des Leichtmofas in Deutschland war die Saxonette mit dem Sachs-301-Motor.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Leichtmofa gelten beim Rahmen, im Gegensatz zum Mofa, überwiegend die technischen Merkmale von Fahrrädern. Die Vorgaben sind:

  • Leergewicht: nicht mehr als 30 kg
  • Felgendurchmesser: zwischen 26 und 28 Zoll
  • Reifenbreite: nicht mehr als 1,75 Zoll
  • Mindestlänge der Tretkurbel: mehr als 169 mm

Der Motor darf nicht mehr als 30 cm³ Hubraum, die Leistung nicht mehr als 0,5 kW und der Geräuschpegel maximal 65 db (A) betragen.

Verkehrsrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Leichtmofa ist in Deutschland verkehrsrechtlich ein Mofa (nach § 4 FeV). Für das Führen gilt das Mindestalter von 15 Jahren und nach § 5 FeV ist eine Mofa-Prüfbescheinigung erforderlich. Wer im Besitz einer Fahrerlaubnis (unabhängig der Klasse) oder vor dem 1. April 1965 geboren ist, benötigt keine Prüfbescheinigung. Zum Betrieb auf den öffentlichen Straßen ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung, nachgewiesen über ein Versicherungskennzeichen sowie eine Betriebserlaubnis erforderlich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Mofa – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verordnungen über Ausnahmen von Straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften. BGBl. I 1993, 395. StVRAusnV
  2. Bundesgesetzblatt Nr. 17 vom 12. März 1987, Seite 755 und 756.