Leidschendam-Voorburg

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Gemeinde Leidschendam-Voorburg
Flagge der Gemeinde Leidschendam-Voorburg
Flagge
Wappen der Gemeinde Leidschendam-Voorburg
Wappen
Provinz Südholland Südholland
Bürgermeister Klaas Tigelaar (ChristenUnie)
Sitz der Gemeinde Leidschendam
Fläche
 – Land
 – Wasser
35,62 km2
32,63 km2
2,99 km2
CBS-Code 1916
Einwohner 74.788 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 2100 Einwohner/km2
Koordinaten 52° 5′ N, 4° 23′ OKoordinaten: 52° 5′ N, 4° 23′ O
Bedeutender Verkehrsweg A4 E19 A12 N14 N206 N447
Vorwahl 070
Postleitzahlen 2261–2267, 2271–2275
Website Homepage von Leidschendam-Voorburg
LocatieLeidschendam-Voorburg.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Rathaus der Gemeinde in Voorburg
Leidschendam, Kirche und Zugbrücke

Leidschendam-Voorburg (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde der niederländischen Provinz Südholland. Sie entstand aus den zusammengewachsenen Orten Leidschendam und Voorburg, die am 1. Januar 2002 fusionierten, und dem kleinen Dorf Stompwijk. Die Gemeinde zählte am 31. August 2017 laut Angabe des CBS 74.788 Einwohner bei einer Gesamtfläche von 35,62 km². Die Stadt ist Sitz des Sondertribunals für den Libanon und des Sondergerichtshofs für Sierra Leone.[2]

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt unmittelbar nordöstlich von Den Haag und kann als dessen Vorort betrachtet werden. Voorburg hat einen Bahnhof an der Linie Den Haag - Utrecht. Leidschendam hat einen Bahnhof an der Linie Den Haag - Leiden. Auch die Autobahnen zwischen diesen Städten, deren Benutzer oft durch Staus geplagt werden, durchqueren die Gemeinde.

Die meisten Einwohner von Leidschendam-Voorburg sind Pendler, die ihre Arbeit in Den Haag haben. Nach Südosten gibt es etwas Landwirtschaft und Gartenbau. In der Gemeinde ist eine Fabrik, die Aufzüge herstellt, und noch einige kleine Handels- und Industriebetriebe. Mehrere der alten Herrenhäuser sind als Einrichtung für Menschen mit Einschränkungen, unter anderem für Gehörlose, in Gebrauch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Möglicherweise lebten auf dem Grundgebiet der Gemeinde um 2700 v. Chr. Menschen der Vlaardingen-Kultur.

Im Jahr 47 ließ der römische General Gnaeus Domitius Corbulo hier die Fossa Corbulonis graben. Dieser Corbulo-Graben besteht zum Teil heute noch als Rijn-Schie-Kanal. Auf dem Gebiet der Caninefaten entstand die Siedlung Forum Hadriani, im Jahr 121 nach Kaiser Hadrianus benannt. Um 270 mussten die Römer jedoch diese Stadt räumen.

Um 900 gab es, auf einem Sandrücken, ein Dorf Foreburg, und beim heutigen Leidschendam, an einem „Vliet“ genannten Bach eine Siedlung „Veur“. Um 1200 entstand bei Veur ein zweites Dorf, Wilsveen, das jedoch nicht mehr besteht. In der Gegend, die nach Osten hin moorig und sumpfig ist, und dessen Polder nur durch sehr viele Windmühlen trocken gemahlen werden konnten, wurde zwischen etwa 1550 und 1800 viel Torf abgebaut. Dadurch entstanden östlich der Gemeinde einige Seen, die dann wieder eingedeicht werden mussten, und wo jetzt Zoetermeer liegt.

Der Haager Dichter Constantijn Huygens (1596–1687) ließ sich in Voorburg das Herrenhaus Hofwijck bauen. Auch andere reiche und einflussreiche Personen machten das. Dadurch verschwand der Wald und machte den Parks und Gärten der Landsitze Platz. Durch diese Nachfrage entstand auch Gartenbau und Handel mit Zierpflanzen. Ab etwa 1890 wurde der Ort als Vorstadt von Bedeutung, als auch einfachere Haager Beamten usw. sich hier Häuser bauen ließen.

Von Mai 1940 bis zum 9. Mai 1945 war Voorburg von Truppen der Wehrmacht besetzt.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten von Leidschendam und Voorburg zählt jeweils eine Kirche; jene in Voorburg ist spätgotisch aus dem 15. Jahrhundert.

Die Windmühle „De Vlieger“ ist als Museum eingerichtet.

Das Herrenhaus „Hofwijck“ und die ehemalige Herberge „Swaenstein“ beherbergen je ein kleines Museum (letzteres auch mit Funden aus der Römerzeit).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen 2018[4]
 %
30
20
10
0
25,8
23,7
15,5
11,9
10,7
9,3
3,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+2,9
+0,2
+1,9
-7,3
+2,6
-0,1
-0,1

Die Kommunalwahlen vom 21. März 2018 ergaben folgende Sitzverteilung:

Partei Sitze[5]
2006 2010 2014 2018
VVD 10 10 8 9
Gemeentebelangen Leidschendam-Voorburg 3 5 8 9
CDA 7 6 5 5
D66 2 5 7 4
GroenLinks 2 3 3 4
PvdA 7 5 3 3
ChristenUnie/SGP 1 1
TROTS 1
Onafhankelijken Partij Leidschendam-Voorburg 1 0
SP 3
Gesamt 35 35 35 35

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 5. September 2016 ist Klaas Tigelaar (ChristenUnie) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.[6] Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Bianca Bremer (Gemeentebelangen Leidschendam-Voorburg), Lia de Ridder (D66), Nadine Stemerdink (PvdA), Floor Kist (GroenLinks) sowie der Gemeindesekretär André Huykman.[7]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leidschendam-Voorburg unterhält Städtepartnerschaften mit

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leidschendam-Voorburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Taylor-Anwalt verweigert Schlussplädoyer. In: ORF. 9. Februar 2011, abgerufen am 9. Februar 2011.
  3. De Tweede Wereldoorlog 1943 - 1945
  4. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 4. Juni 2018 (niederländisch)
  5. Sitzverteilung im Gemeinderat: 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 4. Juni 2018 (niederländisch)
  6. Klaas Tigelaar nieuwe burgemeester Leidschendam-Voorburg. In: Omroep West. 27. Mai 2016, abgerufen am 4. Juni 2018 (niederländisch).
  7. College van burgemeester en wethouders Gemeente Leidschendam-Voorburg, abgerufen am 4. Juni 2018 (niederländisch)