Leinemann

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Leinemann (Begriffsklärung) aufgeführt.
Leinemann (Band/Musikgruppe)
Allgemeine Informationen
Gründung 1969
Auflösung 1993
Gründungsmitglieder
Gesang
Jerry Bahrs
Piano, Keyboard
Gottfried Böttger
Bass
Uli Salm
Django Seelenmeyer
Ulf Krüger
Letzte Besetzung
Gesang
Jerry Bahrs
Bass
Uli Salm
Django Seelenmeyer
Ulf Krüger
Berry Sarluis (ab 1974)
Lonzo (ab 1974)
Karl-Heinz Blumenberg
Dieter Borchardt
Ehemalige Mitglieder
Piano, Keyboard
Gottfried Böttger (1969–1974)

Leinemann war eine deutsche Musikgruppe aus Hamburg. Die Band war Teil der Hamburger Szene rund um das Onkel Pö.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gruppe wurde 1969 von Gottfried Böttger, Jerry Bahrs, Uli Salm, Django Seelenmeyer und Ulf Krüger gegründet. 1974 wurde Böttger durch Berry Sarluis und Lonzo ersetzt. Später gehörten auch Karl-Heinz Blumenberg (zuvor Thrice Mice und Altona) und Dieter Borchardt zur Band.

Ursprünglich war Leinemann eine Jazz- und Skiffleband, entwickelte dann aber einen Sound aus Rockmusik und Ragtime und widmete sich später dem Genre Schlager. 1971 erschien ihre erste Langspielplatte, auf der Leinemann ausschließlich englischsprachige Titel singen. Ende der 1970er Jahre wurde es um die Band ruhiger.

Einen Neuanfang startete Leinemann mit deutschsprachigen Titeln. 1980 hatte sie ihren ersten größeren Erfolg mit Volldampf-Radio, einer Coverversion des Matchbox-Hits Midnite Dynamos aus demselben Jahr. 1981 trat die Gruppe beim Vorentscheid zum Grand Prix Eurovision an und kam mit dem Titel Das Ungeheuer von Loch Ness auf Platz fünf. Beim Vorentscheid 1983 erreichte der Titel Ich reiß’ alle Mauern ein Platz sieben.

1985 hatte Leinemann ihren größten Erfolg mit der Single Mein Tuut Tuut, einer Coverversion des Songs (Don’t Mess With) My Toot Toot von Rockin’ Sidney aus dem Jahr 1984. Anschließend konnte die Band jedoch nicht mehr an den kommerziellen Erfolg anknüpfen und löste sich schließlich im Jahr 1993 auf. Ab Anfang 2000 traf sich dann die Originalbesetzung in unregelmäßigen Abständen zu Benefizveranstaltungen und kleinen Clubkonzerten. Zuletzt traten sie 2009 beim 50. Geburtstag des Cotton Clubs in Hamburg auf.

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
In Hamburg sind die Nächte lang
  DE 46 03.03.1975 (1 Wo.)
Volldampf-Radio
  DE 31 17.11.1980 (5 Wo.)
Mein Tuut Tuut
  DE 15 19.08.1985 (17 Wo.)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970 My Baby Left Me
  • 1972 Hey Hey Hey Honey
  • 1973 Grandma
  • 1974 In Hamburg sind die Nächte lang
  • 1976 (wir heißen) Jerry, Uli, Berry, Ulf & Django
  • 1978 Colours
  • 1979 Medicine
  • 1980 Volldampf-Radio
  • 1981 Das Ungeheuer von Loch Ness
  • 1981 Keine Angst vorm Rock 'n' Roll
  • 1982 Ein Königreich für'n Autogramm von Elvis
  • 1982 Treffpunkt Bärlin
  • 1983 Ich reiß' alle Mauern ein
  • 1983 Sommerzeit
  • 1985 Alle woll'n das Eine
  • 1985 Mein Tuut Tuut
  • 1986 Piraten der Liebe (Tip-Top Totenkopp)
  • 1986 Rabberdackdab
  • 1988 Es steht 'ne Kiste Bier in Spanien
  • 1989 Lust auf Radio
  • 1993 Nick Nack
  • 1993 Dornröschen – Die Wahrheit
  • 1993 Die Dinosaurier

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1971 Honky Tonky Skiffle Rock
  • 1972 Piano Skiffle Rock
  • 1973 Last Train To San Fernando
  • 1974 Das ist Leinemann
  • 1974 Lonnie Donegan Meets Leinemann
  • 1975 Leinemann – Live
  • 1976 Deutsch
  • 1976 Lonnie Donegan Meets Leinemann, Country Roads
  • 1977 Hit Torpedo
  • 1978 That Old Fashioned Feeling
  • 1985 Tut gut Volldampf-Hits
  • 1985 Tuut Tuut
  • 2002 Live
  • 2004 Leinemann (Sampler engl.)
  • 2004 Mein Tuut Tuut (Sampler deutsch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: Deutschland