Leipziger Denkmalstiftung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Leipziger Denkmalstiftung ist eine Einrichtung mit dem Ziel, das Bewusstsein der Bürger und Behörden für die Bedeutung historischen Gebäudebestandes in Bezug auf die Attraktivität und Entwicklung von Städten zu stärken. Stiftungsvorsitzender ist der Rechtsanwalt und Kunsthistoriker Wolfram Günther. [1] Die Denkmalstiftung will zum Erhalt gefährdeter Baudenkmäler in Leipzig und in Mitteldeutschland beitragen. In Dresden wurde zur besseren Unterstützung vor Ort eine Regionalgruppe gegründet. Sie wurde am 19. Oktober 2009 von 51 Mitgliedern in der Alte Handelsbörse gegründet.

Förderverein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Förderverein der Leipziger Denkmalstiftung e.V. wurde am 12. Mai 2010 gegründet.[2] Als Vorsitzender des Fördervereins wurde der Ingenieur und Sachverständige für die Bewertung von Immobilien Dieter Deissler gewählt. Die Leipziger Denkmalstiftung und ihr Förderverein gründeten am 28. August 2014 in der Waldschänke Hellerau die "Gruppe Dresden". Diese ist verstärkt im Raum Dresden und Ostsachsen tätig.

Arbeitsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Arbeitsgemeinschaften des Fördervereins werden unterschiedlichen Projekte organisiert.

  • Die AG Aktionen organisiert ehrenamtliche Arbeitseinsätze, vermittelt Wissen und Handwerk für Gebäude, die weder durch private noch durch staatliche Hand in Stand gesetzt werden können.[3]
  • Die AG Denkmalradar hat eine Onlineplattform geschaffen, die Daten von baufälligen, schützenswerten Gebäuden zusammenträgt und für potenzielle Käufer, Nutzer und Architekten bereitstellt. So sollen Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden. Interessierte Investoren erfahren über das Denkmalradar zudem Informationen zu Nutzungskonzepten und Finanzierungsmodellen. [3]
  • Die AG Notrettungsfonds soll kurzfristig dringende Hilfe für gefährdete Gebäude leisten. [3]
  • Die AG Öffentlichkeitsarbeit betreut neben der Kommunikation der Stiftung und des Fördervereins auch die Öffentlichkeitsarbeit für den Gebäudeerhalt zu Anlässen wie dem Tag des offenen Denkmals oder auf Messen. [3]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach waren 2008 fast 40 Prozent der Deutschen bereit, für eine Wohnung im restaurierten Altbau mehr Miete oder einen höheren Kaufpreis zu zahlen als für eine vergleichbare andere Wohnung. Mit gestärkten historischen Quartieren entstehen attraktive Alternativen zum Wohnen und Arbeiten. Der Trend geht zurück zum städtischen Leben. Vor allem ostdeutsche Städte bieten Urbanität und Freiraum für jeden.

Angesichts des drohenden Verfalls des wichtigen historischen Gebäudebestandes droht Städten und Gemeinden der Identitätsverlust durch den Abbruch tausender historischer Baudenkmale und die Zerstörung gewachsener Stadtstrukturen. Angesichts leerer Kassen sind städtebauliche oder denkmalpflegerische Zielsetzungen nicht finanzierbar. Die Leipziger Denkmalstiftung soll helfen, die Chancen für urbanen Lebensraum zu nutzen bevor die Gebäude unwiderruflich verfallen sind.

Nach Auskunft des Sächsischen Landesamtes für Denkmalpflege ist in Sachsen derzeit jedes zehnte der 105.500 erfassten Denkmale vom Zerfall bedroht. Seit 1990 wurden in Sachsen bereits 3.349 Baudenkmale abgerissen, 784 allein in der Region Leipzig (Stadt und Landkreis). Die meisten Abbrüche fallen in die Jahre nach 2000. Allein in Leipzig sind 2.000 Baudenkmale im Bestand gefährdet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]