Leipziger Messe

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Leipziger Messe GmbH
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Rechtsform GmbH
Sitz Leipzig, Sachsen
Leitung Martin Buhl-Wagner, Markus Geisenberger
Mitarbeiter 384 (2014)[1]
Umsatz 77,0 Mio. Euro (2014)[1]
Branche Handelsmessen
Website leipziger-messe.de
Das neue Gelände der Leipziger Messe

Die Leipziger Messe ist das Messe- und Ausstellungsgelände im Norden von Leipzig. Die Messestadt zählt mit einer 850-jährigen Tradition zu den ältesten Messestandorten der Welt. Das heutige Unternehmen Leipziger Messe GmbH wurde 1991 gegründet. Es befindet sich seit 1996 auf einem neuen Gelände Leipzigs, im Stadtteil Seehausen.[2] Die Glashalle des neuen Messegeländes erhielt 2000 den Outstanding Structure Award der IABSE.

Die Leipziger Messe GmbH betreibt das Kongresszentrum Congress Center Leipzig (CCL). Sie hat fünf Tochtergesellschaften und unterhält 22 Auslandsvertretungen.[1] Im Jahr 2014 veranstaltete das Unternehmen 36 Messen, auf dem Messegelände fanden 88 Kongresse und 33 weitere Veranstaltungen statt. Insgesamt kamen mehr als 1,2 Millionen Besucher.[1] Die Leipziger Messe GmbH ist mit dem internationalen Green-Globe-Siegel für nachhaltiges Handeln zertifiziert.[3] Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig zu jeweils 50 Prozent.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Leipziger Stadtbrief
Messetreiben auf dem Leipziger Markt um 1800

Von der Begründung der Messen bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Leipzig lag an der Kreuzung der Handelswege Via Regia (die von Paris nach Nowgorod führte) und der Via Imperii (von Bergen nach Rom). Diese Lage begünstigte den Handel, insbesondere den Fernhandel. Bereits aus dem 12. Jahrhundert gibt es einen schriftlichen Beleg, dass „Jahrmärkte in Lipz stattfanden.“[5] Als Geburtsurkunde von Stadt und Messe gilt der „Stadtbrief“ von Markgraf Otto dem Reichen, der von Historikern auf die Zeit zwischen 1156 und 1170 datiert wird.[6] „Mit der Verleihung des Stadtbriefes, einer ungewöhnlich Pergamenthandschrift mit 33 Zeilen lateinischem Text, wurde bestimmt, daß im Umkreis von einer Meile (15 Kilometern) kein für die Stadt abträglicher Jahrmarkt abgehalten werden durfte. Damit erfolgte erstmals eine schriftliche Erwähnung und rechtliche Sicherung der Leipziger Messe.“[7] Von der Leipziger Messe wird „um 1165“ als Gründungsjahr angegeben.[8] Im Jahre 1268 stellte Markgraf Dietrich von Landsberg das Geleitschutzprivileg aus, was für die Entwicklung des Fernhandels von eminenter Bedeutung war: :„Allen Kaufleuten, die in Leipzig Handel treiben wollen oder Warenlager besitzen, wird absoluter Schutz gewährt, auch wenn der Markgraf mit ihren Herren in Fehde liegt!“[9]

In Leipzig hatten sich zwei jährliche Märkte etabliert zu Jubilate und Michaelis. Mit dem Neujahrsmarkt wurde Leipzig 1458 durch Kurfürst Friedrich II. ein dritter Markt verliehen.[9] Dieser wurde erstmals zu Neujahr 1459 abgehalten. Im Jahre 1497 bestätigte der römisch-deutsche König Maximilian I. die drei Leipziger Jahrmärkte und stellte sie „unter den Schutz des Reiches.“[10] Mit der in Worms ausgestellten Urkunde vom 20. Juli 1497 „… krönte Maximilian I. eine bedeutsame Etappe Leipziger Handelsgeschichte und schuf gleichzeitig alle Voraussetzungen für eine aufsehenerregende Entwicklung der Stadt zur mitteldeutschen Handelsmetropole.“.[10] Dem Leipziger Rat war der Privilegtext 178 Gulden wert.[11] Dieses große Privileg „verbot alle Neugründungen in den Bistümern Magdeburg, Halberstadt, Meißen, Merseburg und Naumburg. Mit der Zahlung von 50 Mark ‚lötigen Goldes’ sollten Zuwiderhandelnde bestraft werden.“[11] Doch Streit um sich etablierende Märkte in Erfurt ließ die Leipziger Ratsherren erneut aktiv werden: Mit einer in Konstanz unterzeichneten Pergamenturkunde vom 23. Juni 1507 besiegelte Maximilian I. ein zweites „Privilegium“.[11] „Dieses Dokument, in dem erstmalig der Begriff Messe auftaucht, geht weit über die Festlegungen von 1497 hinaus: Es bestätigt ausdrücklich das Niederlage- und Stapelrecht, verbietet die Errichtung und Abhaltung von Jahrmärkten im Umkreis von 15 Meilen(und trifft damit neben Magdeburg nun auch Erfurt) und erweitert den Schutz für die Besucher der Leipziger Märkte.“[11] Die erwähnten 15 Meilen entsprechen etwa 115 Kilometern. Außerdem bestimmte Maximilian I. mit seiner Unterschrift unter das zweite Reichsmesseprivileg, dass alle „Reichsstraßen […] für Warenzüge von und nach Leipzig offen gehalten werden“[11] sollen. Zudem wurde das Beschlagnahmen von „Meßgütern“ als Landfriedensbruch gebrandmarkt und mit der Reichsacht geahndet.[11] Auf der Grundlage dieses Privilegs entwickelte sich Leipzig durch Anbahnung eigener Handelsverbindungen nach allen Richtungen im Verlaufe der Jahrhunderte kontinuierlich zu einem der bedeutendsten Handelsplätze Europas.

Siehe auch: Wechseltaler zur Begünstigung des Leipziger Handels

Übergang zur Mustermesse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieseltriebwagen der ungarischen Firma Ganz auf der Leipziger Herbstmesse 1954, übernommen von der DR als VT 12.14
Haupteingang 10. März 1974
Messestände der DDR-Möbelindustrie 1981
Frühjahrsmesse 1983, Nordeingang
Strauß und Honecker auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1987
Messemännchen
Briefmarkenblock zur Leipziger Herbstmesse 1989

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts geriet die Warenmesse der klassischen Art in Platznot. Begünstigt durch die Entwicklung der Eisenbahn wuchsen die Warenströme nach Leipzig. „Mit dem Bau der Ferneisenbahn ab 1839 konnten große Warenmengen schneller und deutlich billiger transportiert werden. Dadurch kam Leipzig an die Grenzen seiner Lagerkapazitäten,[…].“[12] Die industrielle Produktion mit großen Stückzahlen bei gleich bleibender Qualität machte es nicht mehr nötig, die gesamte Handelsware mitzubringen. Händler reisten zunehmend mit Produktmustern an. „Während sich die Beschickung der Leipziger Messen mit Mustern langsam steigerte, wurden auch besorgniserregende Tendenzen beobachtet. Einzelne Firmen sandten Vertreter mit Mustern direkt zu den Kunden, so daß sich ein Messebesuch erübrigte.“[13] Leipzig passte sich den neuen Bedingungen an: Im Jahre 1895 erfolgte die Umstellung von der Warenmesse zur weltweit ersten Mustermesse. Eine Bekanntmachung „vom 2. Juni 1894, unterzeichnet von Oberbürgermeister Otto Georgi, deklarierte die Mustermesse ab 1895 zur offiziellen Einrichtung. Zwischen 1894 und 1914 brachten die Branchen der Gebrauchs- und Luxuswaren der Leipziger Mustermesse einen gewaltigen Aufschwung.“[14]

Mit dem Wechsel zur Mustermesse wandelte sich gleichsam das Leipziger Stadtbild. Die prächtigen Durchhöfe und -häuser der Renaissance und des Barocks – gebaut, um Waren schnell verladen zu können, ohne den Wagen wenden zu müssen[15] – erfüllten die neuen Anforderungen nicht mehr. Statt im Kaufmannshof wie zu Zeiten der Warenmesse wurde nun im „Messepalast“ gehandelt.[16] Dem 1904 vollendeten Städtischen Kaufhaus folgten zahlreiche weitere Messehäuser, welche bis heute das Bild der Leipziger Innenstadt prägen. Von nun an wurden die Waren nicht mehr direkt vor Ort verkauft. Durch die Präsentation von Mustern wurden Handelsverträge geschlossen, auf deren Grundlage dann der Transport der Ware in vorher vereinbarter Menge und Qualität und zu vereinbarten Konditionen vom Hersteller zum Kunden erfolgte. Die Mustermesse ermöglichte „‚das größte Geschäft mit den geringsten Mitteln, in der kürzesten Zeit und auf dem engsten Raum’, wie Edouard Herriot befand, 1912 französischer Parlamentspräsident.“[17]

Doch die Konkurrenz wuchs, und der Erste Weltkrieg hatte die Messe isoliert. 1916 wurde mit der Gründung des „Meßamtes für die Mustermessen“ eine neue Fachbehörde etabliert, die 1917 ihre Arbeit aufnahm. Das Meßamt markierte „für den Messestandort Leipzig den Schlußpunkt der langgestreckten Übergangsphase von der Waren- zur Mustermesse.“ Die „an der Messe beteiligte Wirtschaft“ erlangte durch ihre Branchenverbände maßgeblichen Einfluss.[18] Noch während der Erste Weltkrieg tobte, entwarf der Künstler Erich Gruner im Jahre 1917 für das neue Amt ein Markenzeichen: Das Logo der Leipziger Messe mit zwei übereinandergestellten M. Zur Herbstmesse 1917 hatte das Doppel-M, Abkürzung für Mustermesse, Premiere. Nimmt man es ganz genau, so sind es, gleich drei übereinandergestellte M, zählt man auch den Zwischenraum mit, welcher ja ebenfalls ein M darstellt. Den Auftrag zum Entwurf bekam Gruner ursprünglich vom Meßamt für die Mustermessen, welches das gedachte dritte M erklären könnte.

Die Leipziger Messe zwischen 1918 und 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1918 gab es erstmals die besonderen Souvenir-Messeabzeichen zu kaufen. Messewerbung wurde auch in Adressbüchern, Stadtplänen und in den Lokalzeitungen gemacht.

Georg Baus wurde von Erich Gruner beauftragt, 1921 ein Corporate Design für die Messe zu entwerfen, eines der ersten weltweit.

Aus Platzmangel in der Innenstadt und aufgrund der immer größeren Zahl technischer Güter, Werkzeuge sowie Maschinen, die in Leipzig gezeigt wurden, eröffnete ab 1920 die Technische Messe, heute auch Alte Messe genannt, im Südosten Leipzigs in der Nähe des Völkerschlachtdenkmals. Hier waren bereits 1913 und 1914 erste große Ausstellungshallen errichtet worden, in den 1920er Jahren wurde dieses Messegelände erheblich erweitert. Im Jahr 1928 gab es 17 Messehallen und weitere kleinere Bauten.

In der zweiten Hälfte der 1920er-Jahre hatte die Leipziger Messe Weltbedeutung.[19]

Im Jahr 1929 wurde in der Innenstadt das von Alfred Liebig gebaute Messehaus Petershof eröffnet. Hier waren in den Folgejahren die Spielzeughersteller im Frühjahr und Herbst versammelt. Auf der Frühjahrsmesse 1935 wurde mit dem Trix Express die erste betriebssichere Modelleisenbahn in der damaligen Baugröße 00 (heute Baugröße H0) vorgestellt. Der Mitbewerber Märklin folgte im Herbst des Jahres mit einer eigenen Bahn. Beide Hersteller stellten auf den Leipziger Messen weitere aufsehenerregende Entwicklungen vor und sorgten erfolgreich für die Verbreitung der Modellbahnen.[20]

Unmittelbar nach Ende der Leipziger Herbstmesse am 31. August 1939 begann am kommenden Morgen der Zweite Weltkrieg.

Die Leipziger Messe zwischen 1945 und 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leipzig, Frühjahrsmesse 1962, Exponate Ungarn, unter anderem diverse Ikarus-Busse

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam auch die Leipziger Messe vorerst zum Erliegen. Der langsame Neubeginn in den Nachkriegsjahren hatte anfangs nur den Charakter von Kleinhandel. So gab es bereits im Oktober 1945 eine Musterschau Leipziger Erzeugnisse. Am 8. Mai 1946 öffnete die erste Leipziger Messe nach dem Krieg, die von den Veranstaltern Friedensmesse genannt wurde, im Ring-Messehaus. Man wollte Normalität und Leistungskraft demonstrieren.

Die Leipziger Messe wurde auch nach 1945 vom Messeamt für Mustermessen weiterhin veranstaltet und organisiert. Auch westdeutsche Aussteller waren vertreten. Nach 1945 brachte das Leipziger Messeamt einen neuen Messekatalog heraus, der sämtliche Anschriften sowie Warenzeichen der ausstellenden Firmen, ihr Warenangebot und Werbeanzeigen enthielt. Zusätzlich gab es noch die Publikation Wer liefert was? Beide waren die wichtigsten Informations- und Werbemittel der Messe. Ein zusätzliches Werbemittel zur Leipziger Messe war ab 1947 die Leipziger Messe Information. Ab den 1950er-Jahren wurde die Hannovermesse zum größten Konkurrenten. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich die Leipziger Messe allmählich zu einem wichtigen Zentrum im Ost-West-Handel. Sie wurde zwar von der SED-Führung als wirtschaftliches und politisches Schaufenster der DDR genutzt, doch hatte das keinen großen negativen Einfluss auf die Messeerfolge. Zur Herbstmesse im Jahre 1954 hatten sich die westdeutschen und Westberliner Aussteller bereits verdoppelt. Die Leipziger Messe brachte später auch Erleichterungen im Grenzverkehr. Ab 1955 verzichtete die DDR während der Messezeiten auf die Gebühren für die Benutzung der Transitstrecken zur Bundesrepublik, später gab es einen regelmäßigen internationalen Messeflugverkehr mit festen Linien, außerdem wurden immer zahlreiche Sonderzüge eingesetzt.

Regelmäßig wurden im Auftrag des Leipziger Messeamtes Werbefilme bei der DEWAG-Werbung (Deutsche Werbe- und Anzeigengesellschaft) und später bei der DEFA gedreht. Die Werbefilme erschienen synchronisiert in mehreren Sprachen. 1956 hatte das Leipziger Messeamt, dem Verband Bildender Künstler der DDR und dem Bund Deutscher Gebrauchsgrafiker der Bundesrepublik Deutschland zu einem gesamtdeutschen Plakatwettbewerb für ein neues Leipziger Messeplakat aufgerufen. Es wurden rund 480 Entwürfe eingereicht, davon wurden sechs Plakatentwürfe aufgekauft. Der Preisträgerentwurf, das sogenannte Doppelmänner-Plakat, kam von Margarete und Walter Schultze aus Wittenberg. Es zeigt zwei Messe-Einkäufer in der Form des doppel "M" mit Koffern auf den Weg nach Leipzig. Dieses Plakat wurde dann als Dauerplakat weltweit in 35 Ländern als Werbung für die Leipziger Messe geklebt. Der zweite Preis ging damals an den Grafiker Richard Roth aus München.

Im Jahre 1963 wurden zur Herbstmesse zum ersten Mal Goldmedaillen (Messegold) verliehen. Ab 1964 war das Leipziger Messemännchen eine populäre Werbefigur und wurde zeitgleich zum Maskottchen der Messe. Der Grafiker Gerhard Behrend hatte diese Puppe entworfen, welche als Leipzig-Souvenir beliebt war und im VEB Vereinigte Spielwarenwerke Sonneberg "sonni" hergestellt wurde. Im Puppenstudio des DFF (Deutscher Fernsehfunk) wurden ab 1965 kurze Werbefilme mit dem Messemännchen als Zwischenblenden für Werbespots von Ausstellern der Leipziger Messe gedreht und in der DDR Werbesendung Tausend Tele-Tips gezeigt. Regelmäßig war das Messemännchen während den Messetagen in der allabendlichen Kindersendung Unser Sandmännchen zu sehen. Im Jahre 1965 fand auch die Jubiläumsmesse „800 Jahre Leipziger Messe“ statt. In und um Leipzig wurden durch das Leipziger Messeamt, die größeren Straßen und Autobahnen mit Außenwerbung gestaltet.[21] In den 1980er-Jahren wurde an den Messetagen ein eigener Fernsehkanal (Messekanal) und ein Rundfunkprogramm ausgestrahlt. Die Briefmarkenausgaben zur Leipziger Messe waren immer ein begehrtes Sammelobjekt der Philatelisten.

Alljährlich fand bis 1990 eine Frühjahrsmesse und eine Herbstmesse in Leipzig mit Ausstellern aus Ost und West statt und bot der DDR vor allem bis 1970 die Möglichkeit, ihre technische Leistungsfähigkeit mit dem „Weltniveau“ zu vergleichen. Die Leipziger Messe war Mitglied der UFI. Die UFI ist ein Interessenverband der weltweit größten Veranstalter von Messen, mit Sitz in Paris. Das Logo der UFI war auf Werbeträgern und auf den Messeausweisen abgedruckt.

Ab den 1960er-Jahren pendelten sich die Besucherzahlen um 600.000 ein, wobei ca. 90 % der Besucher aus der DDR kamen, 7–8 % aus westlichen Ländern (größtenteils aus der Bundesrepublik Deutschland). Die Zahl der Aussteller lag in den 1950er- und 1960er-Jahren um die 10.000, die bis zu 300.000 m² Ausstellungsfläche nutzten. Später hielten sich westliche und osteuropäische Aussteller in der Präsentation ihrer neuesten und fortgeschrittensten Produkte zurück. Die zentrale Funktion im West-Ost-Geschäft blieb jedoch unangetastet.[22]

Der britische Historiker Timothy Garton Ash deutete 1981 die Beliebtheit der Messe so, die Besucher wollten „wenigstens mit den Augen...von den verbotenen Früchten des Kapitalismus...naschen.“[23]

DDR Bürger mit dem Messeausweis für Besucher, erhielten die Fahrkarte der Deutschen Reichsbahn, für Hin- und Rückfahrt mit einer Fahrpreisermäßigung. Messeausweise gab es in der DDR in den Filialen vom Reisebüro der DDR im Voraus zu kaufen. Ein Tagesausweis zur Leipziger Messe kostete 6 Mark der DDR.

Messegeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Leipziger Messe wurde ab der Frühjahrsmesse 1949 bis zur Herbstmesse 1951, ein spezielles Messegeld für internationale Besucher mit frei konvertierbaren Währungen, in der Form von Schecks ausgegeben. Diese Schecks waren nur zum Zeitpunkt der Messe im Stadtkreis von Leipzig gültig. Die ausgebende Bank war die Deutsche Notenbank für den Stadtkreis Leipzig Garantie- und Kredit-Bank A. G. Später war es die Deutsche Notenbank. Diese ersten Schecks waren noch in Valuta-Mark ausgestellt. Ab der Herbstmesse 1949 gab es dann den Messe-Scheck, welcher in DM ausgestellt war und nun von der Emissions- und Girobank Sachsen, Filiale Leipzig, im Auftrage der Deutschen Notenbank Leipzig ausgegeben wurde. Zur Herbstmesse 1951 erschien die letzte Serie von Schecks. Die speziellen Schecks waren in Heften zusammengestellt und dienten als Zahlungsmittel für die Beköstigung sowie für den Einkauf von Bedarfs- und Geschenkartikeln in dem extra dafür eingerichteten Ausländerkaufhaus. Den ausländischen Gästen, Besuchern und Ausstellern mit frei konvertierbaren Währungen, blieben auch noch später bestimmte Gaststätten und Verkaufseinrichtungen vorbehalten[24].

Messeflug-Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Lufthansa (DDR), veröffentlichte als DDR-Luftverkehrsunternehmen, zur Leipziger Herbstmesse 1957 erstmals einen Messeflugplan. Der Messeflugverkehr wurde vom 30. August 1957 bis zum 10. September 1957 gemeinsam mit ČSA (Czech Airlines), Sabena und KLM Royal Dutch Airlines durchgeführt. Das Unternehmen der DDR bot mit dem Flugzeugtyp Iljuschin Il-14 täglich 10 Verbindungen zwischen Berlin und Leipzig sowie Leipzig - Prag - Budapest - Bukarest an. Die ČSA beflog die Fluglinie Wien - Prag - Leipzig, die KLM die Strecke Amsterdam - Leipzig. Das Unternehmen Sabena bediente die Strecke Brüssel - Leipzig mit einer Zwischenlandung in Frankfurt/Main. Messeflughafen war der Flughafen Leipzig-Mockau. Durch die Bedeutung der Leipziger Messe im internationalen Handel entwickelte sich auch der Messeflugverkehr zunehmend.

Im Jahre 1988 flogen während der Frühjahrs- und Herbstmesse schon 11 europäische Luftverkehrsunternehmen die Messestadt Leipzig an. Damit war der Direktflugverkehr von und nach Leipzig in rund 25 europäische Städte hergestellt. Eingesetzt waren dabei Flugzeuge der Typen Tupolew Tu-134, Tupolew Tu-154, Iljuschin Il-62, Douglas DC-9, Boeing 727, Airbus A310, BAC 1-11 und Concorde. Über den Messe-Linienverkehr hinaus wurden Geschäftsflugzeuge der verschiedensten Typen aus allen Teilen Europas auf dem Messeflughafen Leipzig abgefertigt. Zusätzlich hielt die Interflug das Salonflugzeug Let L-410 für individuelle Flüge bereit[25].

Die Goldmedaillen der Leipziger Messe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldmedaille der Leipziger Messe von 1988

Die Goldmedaillen der Leipziger Frühjahrs- und Herbstmesse gab es 27 Jahre von 1963 bis 1990. In dieser Zeit vergab das Leipziger Messeamt und das Deutsche Amt für Messwesen und Warenprüfung (DAMW) (Deutsches Amt für Maß und Gewicht), diese Medaillen (Messegold) für dort ausgestellte Spitzenprodukte. Zur Frühjahrs- und Herbstmesse wurden je 50 Messemedaillen vergeben.

Bewertet wurden bei der Vergabe die Qualität, Leistungsfähigkeit und Formgebung eines Produktes. Auch der Erfolg eines neuen Produktes, den man an den während der Messetage abgeschlossenen Bestellungen und Geschäftsaufträgen ermitteln konnte, spielte bei der Vergabe eine entscheidende Rolle. Am wichtigsten war der Antrag auf diese Auszeichnung, welchen die herstellende Firma für ihr Produkt auch noch während der Messetage stellen konnte. Die Auszeichnung konnte jeder Aussteller erhalten und sie war nicht nur Ausstellern aus sozialistischen Ländern vorbehalten. Die Goldmedaille der Leipziger Messe wurde zum ersten Mal auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1963 vergeben und war zu keiner Zeit eine politisch orientierte Auszeichnung. Lediglich das Wappen der DDR, welches auf der Rückseite jeder Medaille geprägt war, verlieh ihr einen offiziellen staatlichen Charakter. Viele prämierte Hersteller warben damit auf den Verpackungen ihrer Produkte. Zu jedem erworbenen Messegold wurde zusätzlich ein besonderes Diplom überreicht.[26]

Die Medaillen sind aus Bronze und zusätzlich vergoldet. Sie haben einen Durchmesser von 60 mm, ein Gewicht von ca. 72,00 g und eine Dicke von 3,20 mm. Der Rand ist glatt. Das Motiv zeigt auf der Vorderseite das Emblem der Leipziger Messe, die jeweilige Jahreszahl, einen Ring zu einem „Q“ geformt, mit aufgelegten Lorbeerlaub. Das „Q“ stand in der DDR als Symbol für hervorragende Qualität. Dazu die kreisförmige Inschrift:

INTERNATIONALE LEIPZIGER • MESSE • oder 800 JAHRE LEIPZIGER ▪ MESSE ▪ und 1990, 825 JAHRE LEIPZIGER ▪ MESSE ▪.

Die Rückseite zeigt das Staatsemblem der DDR und trägt die kreisförmige Inschrift: FÜR HERVORRAGENDE • QUALITÄT •.[27]

Gestaltet wurde die Medaille von Prof. Rudi Högner. Geprägt wurden die Medaillen vom VEB Münze der DDR, Berlin. Die Vergabe vom „Messegold“ erfolgte fast ausschließlich am Messestand der jeweiligen Firma. Hier wurde die Medaille im weißen Etui nebst dem Diplom, welches das ausgezeichnete Produkt genau beschrieb, von einem Mitarbeiter des Leipziger Messeamtes und des DAMW, übergeben. Das gewürdigte Produkt hatte somit das Recht, ab sofort mit dieser Auszeichnung auf seiner Verpackung zu Werben.

Zentrale Messe der Meister von Morgen (MMM)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Messe der Meister von Morgen (MMM) war ein Wettbewerb, an dem Kinder und Jugendliche der DDR mit eigenen Erfindungen, Modellen sowie mit künstlerischen und kunsthandwerklichen Arbeiten, auf Schul- und Bezirksmessen teilnehmen konnten. Von dort konnte man zur Zentralen MMM nach Leipzig delegiert werden. Die ersten Exponate wurden bereits 1952, am Rande der Leipziger Messe präsentiert.[28] Ab dem Jahre 1958 präsentierte sich dann die MMM bis 1990 separat. Die zentrale MMM wurde in den Jahren bevorzugt von oberen Schulklassen und von Berufsschülern auf organisierten Tagesausflügen besucht.

Fachmessen nach 1990 und Eröffnung des neuen Messegeländes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Logo

Nach dem Ende der DDR und des Kalten Krieges fielen auch die speziellen Bedingungen weg, unter denen die Leipziger Messe ihre besondere Stellung als Ost-West-Plattform entfalten konnte. Innerhalb kurzer Zeit musste sich die Messe völlig veränderten Bedingungen anpassen. 1991 wurde die Leipziger Messe GmbH gegründet. Gesellschafter sind zu je 50 Prozent der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig. Die bisherigen Universalmessen (jährlich im Frühjahr und Herbst) wurden nun durch Fachmessen ersetzt. Dies war ein Schritt, den westliche Messestandorte bereits Jahrzehnte zuvor vollzogen hatten. Durch diesen Schritt und die Verlegung der Messe vom alten Messegelände zur am 12. April 1996[29] eröffneten modernen neuen Messe am nördlichen Stadtrand, die nach einem Masterplan des Architekturbüros GMP gebaut wurde, konnte die Leipziger Messe im Wettbewerb mit den Standorten Frankfurt am Main, Düsseldorf, Köln, Berlin, München und Hannover bestehen. Der Bau des neuen Messegeländes in Leipzig war mit Kosten von 1,335 Mrd. DM (680 Millionen Euro) eines der größten Aufbauprojekte im Osten Deutschlands.[30]

Seit dem Neustart nach der Wende sind in Leipzig mehr als 30 Fach- und Publikumsmessen entstanden. Insbesondere mit der Automesse Auto Mobil International und der Buchmesse sowie zwischen 2002 und 2008 mit der Computerspielmesse Games Convention gelangen der Messe in jüngerer Vergangenheit einige Erfolge. Dazu gehören ebenfalls Weltleitmesse und Weltkongress OTWorld (Orthopädie + Reha-Technik) sowie die Industriemessen Z/intec der Zuliefer- und Maschinenbaubranche. Allerdings kam es in den letzten Jahren auch zu einigen Misserfolgen – wie dem Ende der Games Convention.[31] Außerdem scheiterte der Versuch, in Leipzig eine größere Modemesse zu etablieren. Dies lag insbesondere an der Ausstellerresonanz, die durch die weite Entfernung zu den führenden deutschen Standorten der Modeindustrie zu gering war. Allerdings konnte die für Leipzig entwickelte Wäsche- und Lingeriemesse Bodylook Anfang 2006 nach Düsseldorf, eines der deutschen Modezentren, verkauft werden.[32]

Die Leipziger Messe GmbH mit ihren etwa 35 Messen im Jahr gehört mittlerweile wieder zu den zehn größten Messegesellschaften in Deutschland. Hinsichtlich der Ausstellungskapazität liegt sie auf Platz 8.[33] Jährlich generiert die Messe als Instrument der Wirtschaftsförderung Produktionswirkungen -Umwegrendite von 567,7 Millionen Euro. Trotz dieser Summen bleibt das Kerngeschäft, rein monetär betrachtet, für die Gesellschafter, die Stadt Leipzig und das Land Sachsen, ein Zuschussgeschäft. Unterstützende Impulse für die Unternehmensentwicklung verspricht man sich von strategischen Kooperationen mit Veranstaltern und Verbänden im Ausland. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Märkten in Osteuropa und Asien. Beispiele für das Auslandsengagement sind eigene Messen wie die denkmal Moskau, ebenso die Fachmesse für Waldbrandschutz Forest Fire Fighting and Protection Siberia in Nowosibirsk sowie der Orthopädietechnik-Weltkongress der International Society for Prosthetics and Orthotics (ISPO) 2013 in Hyderabad (Indien).[34]

Auch an anderen Standorten in Deutschland tritt die Leipziger Messe GmbH als Veranstalterin auf, so in München mit der internationalen Kosmetikindustrie-Fachmesse CosmeticBusiness.[35] Daneben baut die Leipziger Messe das Kongress- sowie das Geschäft mit Events und Gastveranstaltungen aus. So fanden auf dem Leipziger Messegelände 2013 rund 100 Kongresse statt sowie Großveranstaltungen wie die WorldSkills, der SPD-Parteitag,[34] die Porsche-Jahreshauptversammlung[36] und der Boxkampf von Robert Stieglitz zur Titelverteidigung als WBO-Weltmeister.[37]

Heutiges Messegelände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Neue Messegelände nachts

Auf dem Gelände der Leipziger Messe befinden sich fünf miteinander verbundene Ausstellungshallen von jeweils 20.500 Quadratmetern Fläche, eine zentrale Glashalle und das Kongresszentrum Congress Center Leipzig. Das Freigelände verfügt über eine Ausstellungsfläche von 70.000 Quadratmetern. Jährlich finden circa 40 Messen, 100 Kongresse und andere Veranstaltungen mit insgesamt 10.000 Ausstellern und 1,3 Millionen Besuchen statt.[38]

Congress Center Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gelände der Leipziger Messe befindet sich das CCL Congress Center Leipzig. Das CCL ist Ort vieler Kongresse aus den unterschiedlichsten Bereichen. Das CCL arbeitet unter dem Dach der Leipziger Messe, ist jedoch als eigenständige Geschäftseinheit aktiv.[39] Zu den Referenzen zählen unter anderem Großveranstaltungen verschiedener Medizinbereiche, der Mittelständische Unternehmertag MUT, Parteitage und Veranstaltungen mit begleitender Ausstellung. Das CCL wurde zum vom britischen Fachmagazin „Business Destinations“ zum „Besten Kongresszentrum Europas“ gekürt.[40] Das CCL hat insgesamt 23 Tagungsräume, darunter ein großer Saal mit einer Kapazität von 3.700 Plätzen bei Reihenbestuhlung sowie diverse Mehrzweckflächen.

Glashalle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Glashalle der Leipziger Messe ist 238 Meter lang, 80 Meter breit und 28 Meter hoch.[41] Sie entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner und dem Architekten Ian Ritchie. Die Bogenkonstruktion aus Stahl und Glas wird mit dem „Crystal Palace“ von Joseph Paxton für die 1. Weltausstellung 1851 in London verglichen.[42]

Kunst auf der Leipziger Messe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leipziger Messe beherbergt zeitgenössische Kunstwerke. Unter den internationalen Künstlern sind mehrere bekannte Vertreter der Konzeptkunst. Die Kunstwerke wurden für das Leipziger Messegelände entwickelt.[43] Sie stammen unter anderem von Angela Bulloch, Daniel Buren, Peter Fischli und David Weiss, Günther Förg, Isa Genzken, Dan Graham, Jenny Holzer, Martin Kippenberger, Sol LeWitt, Thomas Locher, Olaf Nicolai, Jorge Pardo, Rirkrit Tiravanija, Niele Toroni und Rosemarie Trockel. 16 Werke sind in den Gebäuden sowie auf dem Freigelände öffentlich zugänglich.

Bedeutende Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leipziger Buchmesse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jährlich im März stattfindende Leipziger Buchmesse ist nach der Frankfurter Buchmesse die zweitgrößte Buchmesse Deutschlands. Sie gehört zu den bekanntesten Veranstaltungen der Leipziger Messe. Gegründet im 17. Jh., entwickelte sie sich zum größten Branchentreff des deutschsprachigen Raumes. Diesen Status behielt sie bis zum Zweiten Weltkrieg, musste ihn danach allerdings an die Frankfurter Buchmesse abgeben. 2014 fand zum ersten Mal parallel zur Leipziger Buchmesse die Manga-Comic-Convention statt. Es kamen 175.000 Besucher.[44]

Auto Mobil International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auto Mobil International (AMI) war die zweitgrößte Automesse Deutschlands (nach der IAA in Frankfurt). Sie fand bis einschließlich 2014 alle zwei Jahre in Kombination mit der AMITEC, einer Messe für Zulieferer und Zubehör, statt. Zu den Besonderheiten der AMI gehörte nach eigenen Angaben das Angebot an Probefahrtmöglichkeiten im Straßenverkehr. Neben Besuchern aus Deutschland kamen ebenso Publikum aus Polen und Tschechien.[45] Aufgrund von mehreren Ausstellungsstornierungen von Volumenherstellern musste die Messe für das Jahr 2016 abgesagt werden. Dabei gab es neben dem Ausblick auf die weiterhin stattfindende Fachmesse "new mobility" auch den Hinweis, dass sich die Leipziger Messe auch in Zukunft mit dem Thema Mobilität beschäftigen will.[46]

Games Convention[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Games Convention fand bis 2008 jährlich Ende August statt. Sie war bis dahin die Europäische Leitmesse für Interaktive Unterhaltungssoftware. Sie fand aber ab 2009 in Köln statt, da die Veranstalter Leipzig angesichts jährlich steigender Besucherzahlen und deutlichem Besucherrekord 2008 (siehe Hauptartikel) Leipzig für zu klein hielten und die Messe unter neuem Namen nach Köln verlegten.

Games Convention Online[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 fand erstmals die Games Convention Online in Leipzig statt. Hier stellten nach der Verlegung der Games Convention im Vergleich zu selbiger aber nur wenige Aussteller in nur zwei Hallen ihre Artikel zum Thema Online- und Multiplayergames aus. Die Messe dauerte auch nur drei statt fünf Tagen. 2010 wurde die Messe zu einer reinen Fachschau umgewandelt, wobei verschiedene Publikumsveranstaltungen wie die Qualifikation der World Cyber Games nach Belantis verlegt wurden. 2011 wurde ein Schlussstrich gezogen und die Games Convention Online eingestellt.[47]

modell-hobby-spiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „modell-hobby-spiel“ ist die nach eigenen Angaben größte Besuchermesse ihrer Art in Deutschland. Auf ihr versammeln sich jährlich Anfang Oktober die größten Unternehmen der Spielwarenindustrie und des Modellbaus. Die Messe Spiele- und Modellbaumesse entstand 1996[48] und zieht jährlich rund 100.000 Besucher an.[49]

Haus-Garten-Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Haus-Garten-Freizeit“ ist eine Verbraucherausstellung und wird seit 1991 durchgeführt.[50] In den letzten Jahren fand sie gleichzeitig mit der „Beach & Boot“ und der mitteldeutschen handwerksmesse statt. 2014 kamen 182.000 Besucher zu HAUS-GARTEN-FREIZEIT und mitteldeutscher handwerkmesse.[51]

intec + Zuliefermesse Z[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Industriemesse „intec“, die in Kombination mit der Zuliefermesse „Z“ stattfindet, ist eine internationale Messe für Industrietechnik, Maschinenbau, Komponenten und die Zulieferindustrie.

Touristik & Caravaning International Leipzig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Touristik und Caravaning“[52] ist eine Messe für Reisen, Urlaub und Hotel sowie Caravaning. Die Reisemesse ist die größte Reisemesse in den neuen Bundesländern. In den letzten Jahren fand sie gleichzeitig mit der Messe „Beach & Boot“ statt.

OTWorld (Orthopädie + Reha-Technik)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die OTWorld (vormals „Orthopädie + Reha-Technik“) ist die alle zwei Jahre stattfindende Weltleitmesse für Orthopädie und Rehatechnik mit dazugehörigem Weltkongress. 2010 wurde sie in Kooperation mit der Jahrestagung der International Society for Prosthetics and Orthotics (ISPO) abgehalten.

Leipziger Tierärztekongress (mit Industrieausstellung VETEXPO)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Leipziger Tierärztekongress ist die besucherstärkste Fortbildungsveranstaltung der Veterinärmedizin im deutschsprachigen Raum. Das Angebot richtet sich sowohl an Tierärzte, die im Nutz- und Kleintierbereich praktizieren, als auch an Veterinärmediziner im öffentlichen Veterinärwesen sowie an Veterinärwissenschaftler.

DreamHack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreamhack findet seit 2016 jährlich Mitte/Ende Januar statt.[53] Es ist eine Expo mit einer LAN-Party Zum Start der Messe kamen 12.000 Besucher, sowie 1.000 Besucher auf der LAN-Party.[54]

Verkehrsanbindung des heutigen Messegeländes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das neue Messegelände liegt direkt an der Bundesautobahn 14 und der Bundesstraße 2. Etwa zehn Autominuten entfernt sind die A 9 am Schkeuditzer Kreuz und die A 38 am Autobahndreieck Parthenaue.

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Messebahnhof Leipzig Messe halten Regionalzüge der Linien Leipzig–Bitterfeld–Dessau und Leipzig–Bitterfeld–Wittenberg sowie Züge der S-Bahn-Linien S1, S2, S5 und S5X, die u .a. direkte Verbindungen nach Leipzig, Halle, Zwickau und zum Flughafen Leipzig/Halle herstellen. Zu großen Messen richtet die Deutsche Bahn zusätzliche Halte der ICE- und IC-Linien von und nach Leipzig sowie der RE-Züge Leipzig–Magdeburg ein.

Straßenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das neue Messegelände ist mit der Linie 16 der Leipziger Verkehrsbetriebe an das Straßenbahnnetz angebunden. Zu großen Messen verkehrt zusätzlich die Verstärkerlinie 16E, so dass mindestens ein 5-Minuten-Takt hergestellt wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Hasse: Geschichte der Leipziger Messen. Preisschriften gekrönt und herausgegeben von der Fürstlich Jablonowski’schen Gesellschaft zu Leipzig, Nr. 17 Der historisch-nationalökonomischen Section, Band 25, Verlag Hirzel, Leipzig 1885 (Digitalisat)
  • Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig. Stadt der Wa(h)ren Wunder. 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997
  • Werner Starke: Die Leipziger Messehäuser. Gestalt und Geschichte. Leipzig, Leipziger Messeamt 1961
  • Hartmut Zwahr, Thomas Topfstedt, Günter Bentele (Hrsg.): Leipzigs Messen 1497–1997, Teilband 2: 1914–1997, Böhlau Verlag GmbH & Cie, Köln, 1999
  • Günter Fuhrmann, Horst Jablonski, Hans-Hermann Lehnecke, Joachim Thiele, Lutz-Peter Wagenführ: Material- und Warenprüfung in der DDR, Anspruch und Wirklichkeit, DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (Hrsg.), Beuth Verlag GmbH Berlin, Wien, Zürich, 2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leipziger Messe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Geschäftsbericht 2014 (PDF). Website der Leipziger Messe GmbH. Abgerufen am 4. August 2015.
  2. Unternehmenschronik: Zeittafel zur Geschichte der Leipziger Messe. In: Website der Leipziger Messe GmbH. Abgerufen am 9. Dezember 2014.
  3. Green Globe Member List. Green Globe Certification, abgerufen am 20. April 2014.
  4. Leipziger Messe GmbH, Gesellschafter. Zugriff am 20. April 2014
  5. Friedemann Winkler: Der frühe Marktplatz Leipzig. In: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig. Stadt der Wa(h)ren Wunder. 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 14
  6. Alice Hecht: Von der slawischen Doppelsiedlung zur mittelalterlichen Handelsstadt. In: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig. Stadt der Wa(h)ren Wunder. 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 170
  7. Alice Hecht: Von der slawischen Doppelsiedlung zur mittelalterlichen Handelsstadt. In: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig. Stadt der Wa(h)ren Wunder. 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 171
  8. Unternehmenschronik: Zeittafel zur GeschichteLeipziger Messe, abgerufen am 15. April 2014
  9. a b Ernst Müller (Hg): Die Privilegien der Leipziger Reichsmessen, Leipzig 1941, S.15–17, zitiert nach Dr. Klaus Sohl: Auf dem Wege zur Reichsmesse – frühe Privilegien für die Leipziger Märkte. In: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig. Stadt der Wa(h)ren Wunder. 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 176
  10. a b Manfred Straube: „Wir Maximilian von Gottes Gnaden…“ Über die Bedeutung des Messeprivilegs Maximilians I. von 1497. In: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig. Stadt der Wa(h)ren Wunder. 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 17
  11. a b c d e f Dr. Klaus Sohl: Auf dem Wege zur Reichmesse – frühe Privilegien für die Leipziger Märkte. In: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig. Stadt der Wa(h)ren Wunder. 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 177
  12. Christoph Kaufmann: Kaufleute, Handelsgut und Geldgeschäfte. In: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig. Stadt der Wa(h)ren Wunder. 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 182
  13. Quelle: Christoph Kaufmann: Kaufleute, Handelsgut und Geldgeschäfte. In: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig. Stadt der Wa(h)ren Wunder. 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 182
  14. Karin Kühling: Neue Ideen gewinnen Gestalt, in: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig, Stadt der wa(h)ren Wunder: 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 332
  15. Leipzig – Passagen, Durchhöfe, Messehäuser Landesbildungsserver Baden-Württemberg, abgerufen am 30. April 2014
  16. Alice Hecht: Der Leipziger Messepalast, in: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig, Stadt der wa(h)ren Wunder: 500 Jahre Reichsmesseprivileg, , Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 335–336
  17. Zitiert in Karin Kühling: Neue Ideen gewinnen Gestalt, in: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig, Stadt der wa(h)ren Wunder: 500 Jahre Reichsmesseprivileg, , Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 333
  18. Jochen Geyer: Die selbstverwaltete Messe. Der Messestandort Leipzig zwischen 1916 und 1945, in: Hartmut Zwahr, Thomas Topfstedt, Günter Bentele (Hrsg.): Leipzigs Messen 1497–1997, Teilband 2: 1914–1997, Böhlau Verlag GmbH & Cie, Köln, 1999, S. 451
  19. Karin Kühling: Weltmessemetropole Leipzig, in: Volker Rodekamp (Hrsg.): Leipzig, Stadt der wa(h)ren Wunder: 500 Jahre Reichsmesseprivileg, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Leipziger Messe Verlag, 1997, S. 339
  20. Internetquelle: Vorstellung der TRIX Express Modellbahn auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1935 auf www.trixstadt.de, abgerufen am 27. Juni 2014
  21. Simone Tippach-Schneider: Das große Lexikon der DDR-Werbung, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag GmbH, Berlin, 2004
  22. Rainer Karlsch / Michael Schäfer: Wirtschaftsgeschichte Sachsens, Edition Leipzig, 2006
  23. Timothy Garton Ash: „Und willst du nicht mein Bruder sein ...“. Die DDR heute., aus dem Englischen von Yvonne Vesper-Badal, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1981, ISBN 3-499-33015-6, S. 173f.
  24. Henning Huschka: Ersatzgeld und geldähnliche Belege in der DDR, Edition M&S, Gietl-Verlag, Regenstauf, 2. Auflage 2013
  25. Peter Krawczack: Messeflug-Verkehr-International, Interflug, 1988
  26. G. Fuhrmann, H. Jablonski, H. -H. Lehnecke, J. Thiele, L. -P. Wagenführ: "Material- und Warenprüfung in der DDR, Beuth Verlag GmbH, Berlin, Wien, Zürich, 2010
  27. numiscontrol: "Die Goldmedaillen der Leipziger Messe", Münzen & Sammeln, Heft 1/2012, Gietl-Verlag, Regenstauf
  28. Herausgeberkollegium: Meyers Jugendlexikon, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1976
  29. [1]
  30. Rundfunk Berlin-Brandenburg RBB: Chronik der Wende, Glossar „Leipziger Messe“ (Zugriff am 30. April 2014)
  31. „GamesCom“: Die Games Convention geht nach Köln 25. Februar 2008 (Zugriff am 30. April 2014)
  32. FashionUnited: Aus für Wäschemesse Bodylook (Zugriff am 30. April 2014)
  33. Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. AUMA: Branchenkennzahlen Internationale Messen – Hallenkapazitäten, Messeplatz Deutschland 2014 Zugriff am 30. April 2014
  34. a b Rekordjahr für die Leipziger Messe: 85 Millionen Euro Umsatz – Aufschwung für Halle Eins vom 10. Dezember 2013. Website der Leipziger Volkszeitung. Abgerufen am 30. April 2014.
  35. BlachReport: Leipziger Messe übernimmt die CosmeticBusiness 6. August 2012, Zugriff am 30. April 2014
  36. Leipziger Internet Zeitung: 85 Millionen Euro: Leipziger Messe Unternehmensgruppe erzielt 2013 Rekordergebnis 11. Dezember 2013, Zugriff 30. April 2014
  37. Stieglitz verteidigt Titel als WBO-WeltmeisterSüddeutsche Zeitung/Süddeutsche.de, Zugriff am 30. April 2014
  38. „Messeland Sachsen findet langsam zusammen“, Sächsische Zeitung, 29. Juni 2012
  39. [2]
  40. [3]
  41. : Ian Ritchie Architects: Messe-Leipzig Glass Hall ianritchiearchitects.co.uk. Abgerufen am 30. April 2014.
  42. Leipziger Kunstorte Architektonische Beschreibung der Neuen Messe Leipzig, Zugriff am 30. April 2014
  43. Leipziger Kunstorte Konzeption des Projektes „Kunst auf der Neuen Messe“, , Zugriff am 1. Mai 2014
  44. Leipziger Buchmesse endet mit Besucherrekord (Memento vom 17. März 2014 im Internet Archive) vom 6. März 2014. Süddeutsche Zeitung/Süddeutsche.de (dpa), Zugriff am 30. April 2014
  45. Messeprofile: AMI . Leipziger Messe GmbH, Zugriff am 30. April 2014
  46. Deine Auto-Erlebnis-Messe | AMI - Auto Mobil International. In: www.ami-leipzig.de. Abgerufen am 19. Mai 2016.
  47. „Spielemesse GC Online ist am Ende – Leipzig verliert auch World Cyber Games“ vom 14. April 2011, Leipziger Volkszeitung, Zugriff am 25. April 2014
  48. Messeprofile: modell-hobby-spiel. Leipziger Messe GmbH, Zugriff am 30. April 2014
  49. Freizeit: Anziehungspunkt: Freizeitmesse Modell-Hobby-Spiel in Leipzig vom 2. Oktober 2013, Focus Online, Zugriff am 30. April 2014
  50. Messeprofile: HAUS-GARTEN-FREIZEIT. Leipziger Messe GmbH, Zugriff am 30. April 2014
  51. Leipzig feiert Besucherrekord. Bunte.de, Zugriff am 29. April 2014
  52. [4]
  53. [5]
  54. [6]

Koordinaten: 51° 23′ 48″ N, 12° 24′ 10″ O