Leitergolf

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Leitergolf-Set mit Bolas

Leitergolf ist ein Wurf- und Geschicklichkeitsspiel, bei dem mit sogenannten Bolas auf ein dreisprossiges Leitergestell gezielt wird. Das beliebte Outdoor-Spiel wurde unter Namen wie Ladder ball oder Ladder golf auf US-amerikanischen Campingplätzen und Universitätscampus bekannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die genauen Ursprünge des Leitergolfs sind nicht bekannt. Bereits 2005 kursierten verschiedene Entstehungserzählungen im Internet, etwa von einem polynesischen Fischer, der die Idee hatte, mit Kokosnüssen zu werfen, oder von Cowboys, die mit toten Schlangen auf Weidezäune zielten.[1] Wahrscheinlicher ist die Entstehung des Spiels auf US-amerikanischen Campingplätzen, wo es schon Anfang der 1990er-Jahre beobachtet werden konnte. Von da an verbreitete sich Leitergolf via Mundpropaganda und schließlich mithilfe des Internets. Ein kalifornischer Unternehmer kaufte 2003 ein Patent von einem Mann aus Pennsylvania und vertreibt das Spiel seither unter der Registered Trade Mark Ladder Golf.[2]

Aufgrund zahlreicher Nachahmer und Do-it-yourself-Bauanleitungen im Internet ist das Spiel in den USA unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Dazu gehören Blongo ball, Bolo ball, Hillbilly golf, Ladder ball, Ladder toss, Lasso golf, Monkey bars und Snake toss.[1][2] Die Tageszeitung The Columbus Dispatch stellte im September 2008 fest, dass Leitergolf unter Studierenden der Ohio State University dem beliebten Cornhole Konkurrenz machte. Neben Campingplätzen und Universitätscampus erfreut sich der Freizeitvertreib auch auf in den USA weitverbreiteten Tailgate-Partys einer gewissen Beliebtheit.[2]

Am 20. Dezember 2008 war das Spiel in Episode 14 erstmals in der Fernseh-Spielshow Schlag den Raab auf ProSieben zu sehen.[3] Ein weiterer Showauftritt im Jahr 2015 sowie in der Nachfolgesendung Schlag den Star sorgten im deutschsprachigen Raum für einen Popularitätsschub.

Spielregeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Leitergolf-Set besteht in der Regel aus einem etwa 75 Zentimeter hohen Leitergestell aus Holz, Metall oder Kunststoff mit drei runden Sprossen. Als Wurfgerät dienen zwei mit einer Schnur verbundene Klick-Klack-Kugeln, die sogenannten Bolas, die aus fünf Metern Entfernung auf die Sprossen geworfen werden und dort hängen bleiben sollen. Je nach Wurftechnik und Energieaufwand wickeln sich die Kugeln unterschiedlich auf die Sprossen, die zwischen ein (unterste) und drei Punkte (oberste) wert sind. Jeder Mitspieler verfügt pro Durchgang über drei gleichfarbige Bolas, die abwechselnd geworfen werden. Gegnerische Kugeln können durch gezielte Würfe wieder von der Leiter geholt und dadurch entwertet werden. Ziel des Spiels ist es, als erster eine vorher bestimmte Punktezahl exakt zu erreichen.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Leitergolf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Dan Nienaber: Call it fun – A game with many names. Mankato Free Press, 14. November 2005, archiviert vom Original am 28. Januar 2013; abgerufen am 13. Juni 2021 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mankatofreepress.com
  2. a b c Kevin Joy: Game-day play. The Columbus Dispatch, 6. September 2008, archiviert vom Original am 19. Januar 2013; abgerufen am 13. Juni 2021 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.columbusdispatch.com
  3. Schlag den Raab – Die Highlights Teil 2 – Clip aus Folge 14. MySpass, abgerufen am 13. Juni 2021.