Leith (North Dakota)

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Leith
ND Grant County Leith.svg
Lage in North Dakota
Basisdaten
Gründung: 1910
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: North Dakota
County:

Grant County

Koordinaten: 46° 22′ N, 101° 38′ W46.358888888889-101.63611111111714Koordinaten: 46° 22′ N, 101° 38′ W
Zeitzone: Mountain (UTC−7/−6)
Einwohner: 16 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 5 Einwohner je km²
Fläche: 3,21 km² (ca. 1 mi²)
davon 3,19 km² (ca. 1 mi²) Land
Höhe: 714 m
Postleitzahl: 58529
FIPS:

38-45860

GNIS-ID: 1029862
Bürgermeister: Ryan Schock

Leith [ˈliːθ] ist eine Ortschaft im Grant County im US-amerikanischen Bundesstaat North Dakota.

Der nächstgrößere Ort ist der ca. 8 km nordöstlich gelegene Verwaltungssitz des Countys, Carson (North Dakota) mit knapp 300 Einwohnern.

Geschichte[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[1]
1920 158
1930 174
1940 166
1950 160
1960 100
1970 92
1980 59
1990 43
2000 28
2010 16

Leith wurde 1909/1910 an einer Station einer Nebenstrecke (McLaughlin (South Dakota)New England (North Dakota)) des Netzes der Milwaukee Road-Eisenbahngesellschaft gegründet. Der Name der als „Stadt“ (City) geführten Kommune leitet sich von der schottischen Hafenstadt Leith ab.

Die Einwohnerzahl wuchs schnell auf etwa 150 bis 175 und blieb bis etwa 1950 auf diesem Niveau, danach begann sie stark und kontinuierlich zu sinken. 1984 stellte die Eisenbahn ihren Betrieb ein. Seitdem liegt die Ortschaft relativ abgelegen 5 km von der nächsten Landstraße entfernt. Zum Zeitpunkt des Zensus von 2010 wohnten noch 16 Personen in acht Haushalten in Leith. Entsprechend ist die Ortschaft geprägt von ungenutzten Grundstücken und Gebäuden.

Übernahmeversuch durch Rassisten[Bearbeiten]

2012 zog der rechtsextreme Aktivist Craig Cobb nach Leith und begann, weitere Parzellen in der Ortschaft aufzukaufen. Als sein Ziel gab er an, durch weiteren Zuzug weißer Anhänger der White Supremacy-Lehre die Macht in der Stadtverwaltung zu übernehmen und eine rein weiße Siedlung Gleichgesinnter nach eigenen Regeln zu bilden. Der Bürgermeister äußerte, dass der Stadtrat die Stadt formell auflösen wolle, falls durch weiteren Zuzug die Gefahr auftrete, dass die Personen um Cobb eine Mehrheit im Rat erlangen können. [2][3] Konflikte mit Alteingessenen führten u.a. zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe für Cobb. Im weiteren Verlauf gab Cobb das Projekt auf, 2015 wurde bekannt, dass er statt dessen einen neuen Anlauf in der 28-Einwohner-Stadt Antler (North Dakota) unternimmt.[4]

Die Ereignisse um den Übernahmeversuch wurden von Michael Beach Nichols und Christopher K. Walker in ihrem Dokumentarfilm Welcome to Leith dargestellt[5], der auf dem Sundance Film Festival 2015 uraufgeführt wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. United States Census Bureau: Census of Population and Housing. Abgerufen am 23. August 2013.
  2. New Neighbor’s Agenda: White Power Takeover New York Times Online vom 29. August 2013
  3. More white supremacists move to Leith Bismarck Tribune Online vom 23. Oktober 2013
  4. White supremacist wants to take over, rename town after Donald Trump Artikel von Adrian Glass-Moore, 14. August 2015 im Grand Forks Herald (online) über Cobbs neuen Versuch in Antler, ND
  5. 'Welcome to Leith' Tells of the Day the Nazis Came to Town Chris Barsanti, www.popmatters.com, vom 31. August 2015