Leitsymptom

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Leitsymptom (auch Kardinalsymptom oder Kernsymptom) ist ein Begriff aus der Medizin. Er steht für das bedeutsamste Zeichen einer bestimmten Erkrankung oder Verletzung, welches dem Arzt als Orientierungshilfe bei der Diagnosefindung dient.

In der Homöopathie soll das Kardinalsymptom oder Leitsymptom das „Mittel der Wahl“ bestimmen.[1]

Auftreten[Bearbeiten]

Das Leitsymptom stellt manchmal die Hauptbeschwerde des Patienten dar, beispielsweise

Es kann auch ein Krankheitszeichen sein, das vom Patienten selber nicht erkannt wird, beispielsweise

Bedeutung im klinischen Alltag[Bearbeiten]

Der Begriff Leitsymptom weist auf dessen besondere Bedeutung für den Arzt hin: Es leitet ihn durch den Prozess der Klassifizierung von Symptomkombinationen, möglichst bis zum angestrebten Ziel, der Diagnose oder einer diagnosenahe Zuordnung. Manche Lehrbücher – insbesondere der Notfallmedizin und der Allgemeinmedizin – sind nach Leitsymptomen anstelle von Krankheitsbildern gegliedert, weil dies der Arbeitsweise der Ärzte auf diesen Gebieten am nächsten kommt.

Hinter einem Leitsymptom, wie zum Beispiel Atemnot, können verschiedene Ursachen stecken. Durch Erkennen und Beurteilen in Kombination vorliegender Befunde, die der Arzt im Zuge der Befragung des Patienten und der körperlichen Untersuchung erhält, kann die Diagnose weiter eingegrenzt werden:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roche Lexikon Medizin, 4. Auflage, Begriff: Leitsymptom